Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIV (1934)
- Issue
- 3 (17.1.1934)
- Date
- 1934-01-17
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 73% known words query
- IRI
…/2621806-6375666-6376057--4841-4861716- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Inland Ein hervorragender tschechoslowakischer Gclehrter iiber Rassert-Probleme. Pi.ig. D-. itu.i .! p'::!. V. Suk. Pru- J>-‘r Jer Aiithropolugic uud Yi'Hkirkuiidc Ji-r Masaryk-l'nitvrsd dt. veriitu nilivht •:nc S-'hrin „Rasscn (ind Volker".!n der •r zu dun achlufi kopimt. dal.« e> ferne \V . : _>.n :1'Clit gibiu)J niilii gi-ben : in;i- Ir v. j'eKJrti-. ijtj* l' ■ ■ ilaul'.: s; Nat -ni V : Ar:-. . \ur Jer!-..:i;.i : i-i lAiK-, <cltrv”>! Jer ui.i - Mi'iuclti;i gepiagi ur.J i'r r ::ti Nauieii Jes w.d’rui J.iitt -esc!::-.hf Jassil'v im wahiu: Kasse. I s is; aber pur ■ri'i- Jer Be—ritte. W.tkis: i iiT \V „Arisch" urv ..;ii- V.;iel>etij!iPa;iler ■. i: i;. > iplré . r-s n.ir.iatijika':iclu . friei i. liTmaråifgigi : ilJisc':- : s ■ in.tr . tu: : i : ie Phiitogfap:« Sdirf .■aa; i i c ‘ i Jur - -c 11 - - II r: ac' .-iaudugigcn judschi a;;s Kai p.itlt-nui.ilanJ. i.i:; ■ . iii'Ji liiJischs SinatiTi - 17. Janner 1934. Aus BltUNN 1. Die Nachs t>.: neris .. trarV-'tis.-pi 1 didis. i tru: b Mai M . : aJ. ■ ' -! J Jack. ialililiftlJe. . N'uitu:'J.åitJ . r seitle Buil J-ce■ ir. i'. . .!■; s II; tti-i ‘ an : ii.. -; . : \\ : m.:..i W Vr- -• uf :: R.'i'Se. Is.'IsSlii Wviiiifundc. BeriiliaiJi:’-.-,. . ■ia--’ jtePIlt. -s Knssi | aicht Ber-c an v'tte-; \V'.’.f|sinu)| und lin.: ee|;j,!L-rn. . . iiie ..I,I''uhr‘m ' .. /et: jsir slat: l’r-.itief-’f -■rier. \ ■■ilkvrwai-.jiruvg.' s.: :;• - i wir -ip.'jTaVr eitu- \T.;k.: iJ.-ruP!‘s—:-c!v...i^ . un •»': t *: n. - -s -- i ■ id «>, 20 IKK«. ,>0 (KXl Ja \V* . >'. \ . . r.r, ss-er| m in. Ji-. s zu e J F cJ: Kuluirfirtseltritt. nicht /eiifi-nV •aiesi Men- ,-chi-:uu'clit! ...Ai-ier'' is: eiriprachk itnHi-' i..ir B. .'.-i Ji’ii-ii;. Juul-n sind keir.e Basse, -iindern em- Mermchengruppe. die. .lurch h-.sfimmtr Tradition pnd Religion vtrbuni- Nn ist. iid -.li v'ebs^'aphisch v^tstre'ut ' :.-ht. Nauirw . se'-schiftlieh. als le rende Wi■-.■ti ii.'traclitet. -elii.ri-n ^ie zii ik-i Kas- .;-r \V_c;'.ap wie die Atneri- I saner. DiUt's' i. Klitlander. Fratu.i?i :i .istt . Si-, tt-eisvc'manchmal ^ewijsi-| chatkti i'tische. k.">rpe rliclu Merkmale aut. s. Mi -t J. . ii auch niclit. Vieltadi sind itlinterschi- K nur durefi die Umgt bung ..nd ..rllich. Sdte fre^ehen Man sieft das eutiich in le; Landern, in tlenen si« sit^h j_ollstartili)4 ass.niilierl haben. wie in Ame- ”ika. in Encland. in Frankreich und i i Ttaiien, tt«. sit in dem ^eiiebenen Qi-seflchaftsichic'ntii mehl mehr zu untenchei-!en sind. Die s.igtninnte Judennaso, dje -ehr - »it hei den Judc^1 fehit. haben de Ju- Jen rricht pateitiert. Sie findet sich in guter Ausprajiunu auch bei den Menachentresser'nin N-,(iuinea, mit denen dé Ju- , den tke.inerlt: Vertt-aridschaft haben. Seit ijahren hahe;ci: Versychi mit Blut vtm Ju- Jen. ..N.irdiktn „Alpinem", ..Balti] tern", E^kimiis. K.-.i-::-'«! Urul Zi-eunern ange- A us dem Vortragszyklus ' des Prof. Dr. Karl Teller iiber das Thema: „Der soziale Gedanke und der Sozialismus im antikeh und modernen Judentum’' vvurden bereits die beiden ersten \'ortrage gehalten u. :w. 1. S.iz alistisclie Ideen in iler Bibel; Tiiiiiric des iiid. Sozialismus t.Mofiess ge-en Karl Alarv). :lii-m1 eme kurze Inhabsar.gabe: judische Vnlk i.st pjn«> Nation sui jr*1- ' t seiner Erbmalie, dahor *einer Struktur, seiner LebenAform nmcii, »olem wir*» aus der Denkmåiem „unserer Sohrift" deuten kdnnon, mit anderrn Viilkem unverjfleiehbar. Boi den nichtjiidischen Vdlkern kann z. Ii. Relieio't v>n dem Reichtum des ubrijren Lebens jrotrenn| werden, im judiaehen Loyen bildon Religion. Volkstum und eozialee Streben eine untrennjiare Dreieinigkeit. Der Volljude ist Jude in sttner Religion, in seihom Volkstum und ir. der Hildung -okies sozialen luoais. Dio Thora ^pr;^’U Aios nicht alloin an oinigon bedentsamon Stellen aus. sondtrn sio ist in ihrer Gesamtheit sollho untrennharo Drei-Kinigkei*. -Der' Gipfol ju«iis*jher Selbstvorvollkommnung i>*. aer rrophnfcmu.', der sozialo Gorechtigkeit als \‘orV orntruag jiidist’hon Volk^tums, als FVdge drs „Rundes (»ottes mit Israel” fordelt. Das .Sab .athgosetz, die Gesetze ii’oer den Arbe'.ter- - hut-'. <Se Ehrung und Verherrliehung korper- Iioher Aiiie.t. die Gesetze vom Grund und Boom I.ol*>n Gottes, dio fr^ie und weise AuXia^^u >g v.*m Diobstahl, da« ViV^altnis zum arbeitoiu Fn Tier —• all dies soli Isnfe1 7M einem er :iehen, <ias sick.eine gsrethte (»oseUinurg in^freier Cbereinkunft gestal- \*.»l’jti«>n als éine l’mgestaltung der innon her, aleine l'mkehr. nirht al>» als f$ne Bluttat.der (»ei*alt \on aussen her, •dentume immanent, wfr das Judentum so sehen, versteiii!' Juden immer ihre Seeie Bewei»en, die snziale (»ere<htigkeit, die^ souerung erstre’oten. Auch die Por® hen Gottesbegriffes ist nur aus der ^eibstvervnllkommnung verstandlich. \ ht em Sein, sondern ein Werden, m I> in <-iner ewigen Selhst gest alt Ung, d« sen (.Spinoza, Buber). Indem der V- >chaf’- te?.. I):. W-'n: av ‘ r, ^UMCtri g;. al. Ern > judis« h-.ee der jott!>t n Gott :st alle.«, r- Mensch ar seiner siUhchen l’mkehr, an seinem Hmklang nit Gotte« Wegen arbeitet. wird Gott. Selbst Denker auBerhalb der Philosophie multen. >fem sie *»ch auch nur dunkel ihres lutientumr l»ewuL5t wurden. zur Idee der sozialcn Gei echtigkeit gelangen. An der Wende einer neu« n Zeit stehen so als zwei An^podcn Karl Marj und Moses Hf*. Marx astcrdnitlct di« Mach , Moms Hws etiebt beglfickt étf Marht. Blutea. Marx schafft, indeni tr jegliche r digiose Bindung, jegliche ethisrfie Foxderung im Zusammenleben.. der Menschen unberiicksi'htigt liiLit, eine Konstruktion »e^ chaninch ablaufenden Geschehens. das notwendig zur h zialen, klassenlosen Lebensforte fiihrt. Cbe^ da«* Gesetz der Akkumulation, iiber die Kriseniheorie und iiber die Ditktatur des lYoletariatés steigt er auf zu einer Gesellschaftsforin mit -zialer Gerechtigkeit, ohne den Menscben, den hosen wie den guten, den stel!} (im uiul icii h< euner Unterschit de dagegen i UnttTSchiqde Eun>påe chaftsrealt mit Kalrm auch deu chen Merktn entspri :h Jahren vor ist die Kujtu sam wi ' lOrvliker irkenl "atizen 3000 Pråzipitationen) funden, daB die juden, Zi* usw. keine deutlichen etjeneinander auiweisen, aren ^anz aus^esprochen. die zwischeo Eskimos- und und deutliche Verwandlonen er^aben die Ver^leiche ken«** untl Eskimoblut. was ja gemein anerkannten korperlialen — Mon^olen-Merkmalen . hi Europa, das seit 10.000 .Mischlingen” bewohnt wird, r ein Produkt vieler, gemeinler Elemente. 5102 alen wie den antiro^idlen, iindern mii r«en. j Mo.«e* Hess unterlegt!«eine dkonomischen De itungen und Schlusse mit einem philosophi schyn Unterbau. Da« GUkk der Wiederfindung se i ie-= Blutes laCt in ihm die grofie .^ionsidee” ^;<der erstefien, (JaB das jiidische Volk noch fin nal fur d!ie Men.«chheit eine Aufgabe zu erful en håber auf seinem freien Gnjnd und Bo kit in Palastina ein beiapielgebendes Gerne nwesen soziaier Gerechtigkeit zu entfalten. Mu -cf Hess Idst nicht die Nationalokonomie vor den iibrigen Lebensgebieten los, ihm sind die Gesetze im Kosmos, im Mikrokosmos ein um dieselben. Der Gott, der sich im Werden ma lifestiert, erfullt sich im Zukunftsreich der S02 ialen Gerechtigkeit. So trifft sich* von sein*'*T i modemen Denken aus Moses Hess mit den Antlken Judentum. -r Die rede Anteilnahmc, mit welcher dit Zuhtirer den interessanten, lietschurfer den Ausfiihrur.gen tles Vortragenden lul »ten, ‘ teljt eine lebhafte Diskussion in AiiS’doht. Die Diskussion iiber den. ganzen 7v<lus wirtl nach dem 4. Vortrag erbffnet . rden. Der 3. V'ortrag iiber das Thema: .,K irwjcklung der.jiidisdien Arbeiterbewegu ig in Jer ^aluth" findet Doimerstag den 18 jårmer im Cafe Esplanade <Souterrain) Beginn: Pråc. 20* g Uhr. Gåste willkommen. Toynbeehalle. Sonntag, 21. XII. 17 Uhr Realschule, Sskå spricht Oberrabbiner Dr. Levy r „Die Haltung der Juden in Katastrophep ihrer Vergai^enheit’*. Eintritt frei mit Apsnahme von Kindern unter 12 jahren. I Toynbeehalle. Der Vortrag des Gg. Oberbahrat Ing. Artur Steiner „Aus einer mahriseben Juden gasse” brachte eine liebevolle Scpilderung der heimatlichen Judengasse des Vortragenden in Kojetein. Er verstand es, die Rdmantik dieser Gasse in einer zu Herzen gchenden, ott auch in humonoller Weise, der dapkbaren Zuhorerschaft darzustellen. Verdienter Beifall sowie Dankesbezeugungen von Altersgenossen, denen der Redner aus der Seeie gesprochen hatte, lohnten die grofie Miihe des gepvissenhaften Ch ron isten. E. V. Die Vorbereitungen zu den Kultusgemeindev|Uea. Am 10. ds. fand. unter Vorsitz Direktor Julius SchuUer und Theodor Hubers eine ge- Sitzung der National-JUdischen Ver- (Ortsgruppe Briinn der Jtidischen ii> und der Zioniatischen Ogranisation tt, die sich mit der Ausfiihrung des Belusses der Vertrauenamåhnerversammlung 3. X. ds. såmtliche Vorbereitungen und irkehrungen fur die bevorstehenden Kultusindewahlen zu treffen, beschaftigte. In r Sitzung wurde eine Reihe von Kommissieingesetzt, die ihre Arbeiten sofort aufihmen haben. National-Jiidische Vereinigung. Montag, 22. ds. um 201« Uhr, findet Kolisté 57 eine det Auachusses statt. Stel ond Weueu zionistischer Politik. Donden 25. ds. um 20V2 UTir, spricht im der Kujko Dr. Oskar Rabinowicz im i Brithsaa! Uber ^Sinn und Wesen zionistis^her Politik”. Spenden fur die Hinterbliebenen nacti Duxer Grubenkatastrophe durch die .ultusgemeinde. In der am 8. d. M. stattlefundenen Voranschlagsberatung stellte r. Griinfeld nach einer Trauerkundgeung fur die furchtbare Grubenkatastrophe len Antrag, das Præsidium zu ermåchtigen, ine demselben angemessen erscheinende pende fiir die Hinterbliebenen der Opfer u ttidmen. Dieser Antrag wurde einstimig angenommen. Kozi^iny! Koiichy! u fy ST.BLECHA Brno, Kiosk 3, #el. 12.584 Specialita: PERSIAN Adi tung Mdbelkdufer! Kaufcn Sie rechtieitif jin:« Wohnungieinrkitunj. SdilafximM« u. KOcha von K2 W90 aufrårts. Wir verkaufm auch cinrelne MdhelstQcke. Billige Preiie. Wochenu. Monatjraten MØBELFABRIK Eduard Dospisil , Grosiel Lager in errreiterten Lokalilåten BRUNN. Zclic 31, neben d. KotgasM. HallesteHe d. elektr. Straasenbahn 2. U. 3. Autobefdrderung in der ganren CSR. Tel. 37.^00 Kragen, schOner wie neu. WSpche schnéeweiB. Vorhånge aller Arten tadellos unr schon. Transport der Wåsche besorgen unsere Autos. GroBM-ascheref Leopold Skarolek, Brunn, GeiBgasse 8. Fabrik: Grillowitzgasse 28.; Die Kujko feiert t hamincha AsMpr! Die Kultur- und Jugendkommission der 7ai<siistischen Organisathm veranstaltet am Sanf^tag. (len 27. ds, im Dopz, I. Stork, eine Chamiseha Assar-FeieT, die um 20^2 Uhr l»eginnt. Ileichhaltiges Programm. Tanzmusik:- Gach-hoy>. Eintritt: Kc fi.—, Studenten K£ 3J>0. ChamiMcha Awar-Feier fiir Kinder. , I*o Keren-Kayemethkommission in Briinn \jt*ranstaltet am Sonntag, den 2S. ds. um 15 UJkr im GroBen Do]>zsaale eine Kinder-Chanukkaflfeier mit einem reichhaltigen Programm. JedesjKind .. erhålt ein Paket l’alåstinafruchte. j Kreistagung des zioniatischen KreUes Briinn. Am Sonntag. den 4. Februar fintfet in Briinn die Rreiitagung statt. Die Ortsgruppen erhalten in den nachsten Tagen nrihere Informationen. .Generalversammlung der Jiidischen l eauenorganisation. Am ^Mjttwoch, den 31. d«.. findet die diesjahrige ordentliche Genrralverspmmlung der Jiidischen Frauenorganisation in^jTafé Jiidische Esplanade statt. Bar-Kochba-Fiinf-l’hr-Tee. Der Schwimmklub Bar-Kochba veranstaltet am Sonntag, den 4. Februar in samtlichen Rdymen des Kiinstlerhauses seinen traditionellen Kiinf- Uhr-Tee (Akademie mit anschlieGendem Tinz). Jiidischer Athletikklub. Der ^AC røran- * staltet am Samstag, den 20. ds. Im Typossaale unter dem Protektorate des Bfirgermeisters der l^ndeshauptstadt Briinn Kafl Tomes eine Akademie mit anschliessendem Tan\ Makkabi-Vereinsachauturnen. Die *1 urnsektion des Makkabi, Verein fiir Turneh und Sport, veranstaltet Sonntag, den IS. F^hruar um */2l#> U’hn im Stadion ein grolies Vøroins- Schauturnen. AJK-Abend Jod. Kunst. Im Typossail veranstaltet die Zionistische Organisation in Bitinn am Samstag, den 24. Februar den zvv« iten Abend jiidischer Kunst. Der Jung-Jiidiscbc Gcsangaverein in Briinn ist seit langen ndt der Einstudierung des Oratoriums „Elias” von Mendelsohn beachaftigt, das bei diesem -Ulv zum er sten mal gebracht werden wird. Eivje> bosondere Anziehungskraft diirfte die Mitjwir- (kung Prof. Julius Wolfsoh nfe, i des bekannten Wiener jiidischen Komponisten und ‘Klaviervirtuosen ausiiben. . | Jnng-Jiidischer Gesan gs ver ein. Derj'JJGV ist intensivst mit den Proben zum Aben.d Judischer Kunst beschaftigt. Die Proben fiiiden joden Montag um 20.15 Uhr im Musikips^itut Bachoer, Kølisté, 15, statt. | Parirofeier. Samstag, den 3. Ma rr. veranstaltet die Zionistische Organisation ^ine groBe Pnrimfeier. i Der Rock des Neides Pa:d ,M. Cjlaser. iler In di-r Ji. -i-ri^« -chichtispicli Rock. den Jakob Siincin pclii-btcn $ohrte machen liefe. cimvcrhfi'ngnisvollc Rolle.! »ieser Rock \> ar die *Ursache des Neides und des Hass. i Jer BruJer ge«en Jopef u. Jessen An'olick erregle ilerart ihren Korn, dafi das erste, was Sie taten, als Josef zu jhnen nach Dothan kam, war, daB sit ihm den Rock vom Leibe rissen (Gen. 37l 23.) Welche Beviandfnis hitte es mif diesem Rocke? E> ist ddch nicht anzunelimen, dafi erwachsene Mahner, wie es did Bru- . tor Josefs waren, blofi weken einesjschb- :cm Kleides, das der Vat* seinem ILiebimg ge,macht hatte, einen ^rudermoad begehen wollten. , j Um diese Fragfe zu beantw arten, iniissen -wir zunachst festsjtellen, unj .was. fiir t in. Kleid ec Hib ' I -o Na i Im li. S i,t. sin T'i.vr ir - •?lt, das bi def 1 -'assim” fQhrt. i., der Pr nzest<etonet-p: ssSm denn effe k iniglichen Prinzessinnen pflegten, so lanj e sie Jungfrauen waren. Meilim zu tragen. daraus geht hervor, Jafi „Ketonet-passim ' ein Méfl ist. Midi ist aber ein langes, bis zu den Kniicheln herabwallendes Kleid. Ein soleher Méil wurde von Kdnigen, K inigskindern und Propheten getragen (I. S. 18, 4. 24^ 5. 28, 14). Insbesondtre ge lorte ein Méil zur Amtstracht des Prieste-s. (Ex. 28, 31.) Es ist anzunehmen, da i auch die Erstgeborenen einen Méil zu tra »en pflegten, da die Erstgeborenen in d<r Zeit vor der Errichtung der Stiftshutte fen Priesterdienst in den Familien verri :htet haben. (Num. 3, 41. Talmud Sebacl im 112 b. Vergi. Raschi zu Ex. 19, 22 u. 24 5). Nach dem Midrascti (Gen. r. 13, 13) I at Jakob deshalb das Erstgeburtsrecht s» sehr angestrebt, weil er den Priesterdien tt in der Familie versehen wollte. (Velgi. Richter 17, 5) Als Er tgeborener besafi auch Esau Priesterkleic er und eben diese Kleider meint die Bbel, weitn sie berichtet: „Rebekka nahm die guten Kleider (bigde chamudot) ihre, åltesten Sohnes Esau, die sie ef«ich im Hause hatte, und zog sie ihrem ungern Sohne Jakob an". Bevor nåmlich akob zum Vater ging, um den Segen zu mpfangen, mufite er die Priesterkleider es Erstgeborenen anlegen, „denn auch sau wurde sie, bevor er zum Segen eining, angezogen haben, da der Segen eine eligidse Handlung ist”. (Giinkel. Vergi. “en. r. 65, 16 u. Raschbans.) Beachtens- >ert ist, dafi Ankelos „Bigde chamudot” it „reine Kleider” ubersetzt, cl k. Priesterkleider. Dafi diese Kleider Esaus sich in Gewahrsam der Mutter befinden, steht licht, wie Holzinger meint, im Widerspruch mit Gen. 26, 34, wonach Esau verheireitet war, denn seine heiligen Priesterkleider wollte er nicht seinen hetitischen Fraucn anvertrauen. (Verig. Gen. r. a. a. 0.) Ist aber „Ketonet-passim” das Prtesterkleid der Erstgeborenen, dann ist der Neid der Bruder eher zu begreifen. Nach 1. Chr. 5, 1. hat namlich Jakob, nachdem Ruben wegen des Vergehens mit Bilha seines Erstgehurtsrechtes verlustig wurde, dieses Recht an Josef fiberfragen. „Der Gedanke, Josef in die Rechte der Erstgeburt einzusetzen und ihn dadurch an |die Spitze der Familie zu stellen kotinte Jakob umsomehr kommen, als Josef ja wlrkXch der Erstgeborene des Weibes aekier Wahl war und der Vergfeich tint den SShnen tfer Lea so sehr zu josefs Vorteil ausfia." (Kurtz.) Das „Ketomet-passim”, das Jakob seinem Sohne Josef unmittelbar naeb dem Vergehen Rubens machen liefi, war l$in gewdhnlicher bunter oder kostbarer Rock, sondern es war das Stiftere Ztfcfcti tfer Einsetzang Josefs in die Recbte |er Erstgeburt. Der Erstgeborene aber hatte nicht nur den Anspruch auf ein doppelfes Erbteil an dem gesamten Vermdget), s(>ndern erbte auch den Rang und die StetliBig des Vaters im Hause und war der Prietfer der Familie.; Nicht des Rockes also, sondermdiekr Vorrechte wegen, deren åufieres ZjeicHen der Rock war ynd die ihm, als deni: Jurigsten nach ihrer Meinung nicht zukbmmcn soliten, beneideten und hassten ihn die Bruder. ' i