Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXIV (1934)
- Issue
- 1 (10.1.1934)
- Date
- 1934-01-10
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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NuUlhller I ' - 2 10. Jånner 1934. Dr. Hermann Kadisdi Éin umfa-*£nder Metiin'h ist still Von "ortK gejfangen. Kr »-rlt-M«« an!si. . die Tragik »ipetrwilli-er du.': t-ie vergessen Uerti.-r«. *vnn’ <,• : .-\i!s-fr.*‘-:*tgut wer- Tragik; der .WiiM'lii]. * K.WahrH^t zu kunden, a..' -V u- .i %rgeiernt hal. ud-i g’*.- t.. t :i■ -1> (»edacntni-?Al ->r;r!*, \ i.« .. durj*' hi: . gltileli vsiii. *! |i';i .• •; j. v.,- - '• di.-ei- .iUivrlivh;»e-?.«*. M. . n > Kr hatte dafurein .dhmf*rzi; ’v - l.v'h iM;*f ••i*'. tri’tziges: Den- .ii! I , , X'-ift-anis' de-< VYeltgesche- * . >'urr im U> iverl-:tut' v - . . . < -':-t v S. : _-u«*rwaltung .-ii > i.; ntigkei* vi- -.• - i . A dai'. :iJ? <1* s . dj>. .-i: -.h-mor- . V:; - h .t.-m : -n Menv y. , ur.d [ i-- ilirhs'v .1 - ■i::l -i1- Paris. I (ie von Wladimir Jabotinsky fiihrte Weljiunion der Zionisten-Revisionisten hal an den ftanzosischen AuBenmiiien etglischen Botschafter in Paris lind alle Pair er Bolsehafien und Gesandt- -eiiauen eit: Selireiben gerichtet, in dem uisgeliihrt w rd: I -1.- Wel union der Zionisten-Revisionisten heelirl sich. Furer Exzellenz und der .Regierung Eukr Exzellenz zur Kenntnis zu i>en. daB llie linier dem judisehei- Volke ilurch die Ycrhåltnisse in Palåstina erzeuj-te MiBst|mmuttg einen Orad erreicht ’:at, ■ ’ei die Hvin einer entsehiedenen Aks'euen dij Politik tlei ITirokratie der .M.iiidntnriiin.jit anninimt; eine Politik, die, dei Maricai,.s::mmuiigcn zum Holm, die .'dune . e> Jiidisehen Sationalheiins •ii ■ i : \;it: ■ ■■v-L'unu a: I .■'I - e Ki . .'-i Z.i i'ar.dur.d *•: •<t -r Uil! [T-^.T. rt .1 f -r,i :• I I!;::!£• *1 \\ .1! in » t’r'-- l n Km u, ."-.•.f . .-If im Sucher v n - Sie jst ful ■\ rvi'-r.rj Y-rstard*-.- ’• -Mir-d r.-.ti.: ^>etz -nv■: h- :-•! \- hr n-':. \ Kv u ,; Ara: i •m -P.S Ni.’der- :rft. L'nd i-" Reiigion 4lr d»T" Stl\ :: j' i-r~et. wafi-n hm •?f nur Tiirnert. CCM ilcUtiTUdcIl unk«»:]trollicrtej \ p. n. -i*' r : . * * F' ihr.' ' rind n piiil'tv, mt gut “i -fk. ..g. erk r. -um /...»ri-mus gelan nur-nalj;?r.ali>::. --her h»?ute AUgei*.v.: Die Juli Vdlk >u. d*-V-?n--. cir.[ Volk mit eir* iml vh^1- Religion, jtir, VMk mit e:TWr liim ■':$Siedlungsform, ein. Volt; «n.t r . .-r dur o Mlut, Religjon und Siedlunjjr^•''~»i •» -timmt. n Aufgab»\ .o s.:-i k-s-a'. Aåi, dat. .»r In Osterreieh •r*; i r. ii -‘•jrde, »dr• ra Staat. dr-r v:r. einem drn, n* r .irv i: ■ ■ ii V.dki ' - '.v r,;.t d-.i de und in \\ -’v-r rr-.i mat^riell, ad .r.-ii ... : n :n A . -.. f i - : iia.'t- 1ut : u d ‘tie Makyaren M.t f .* -t ••^‘ti'-fv ‘r -,;-h in* * ti,:;.-*, i.r.-. y.r -d'^r ihrer - t»- -n H'rr.-<i?ft-prinzip, . . 'K.^rt- “ j damit :c:\ - . m n.f . t.d;:.- -] ■ Gie.i i •. ir.-= ,’ in w-d I>:k; . . n',n>'r xr £T'i' r-T. wird. .'i' r.u‘turf«r— l-i V-dkC-- Kr dui •.rir’:.-: Si.; »te? tm »r.i Mavl:- I* ' r an. und t dom au' h / in - nd ur.d Ae ■■■•r I'andr-i'-.-r •». »tudler Art <i:^* i . ai r i Kultur ge.-i* i:* ik 4uf d*-r Krur.dir.-*- d: -!>efr«-ir Av -Mav: -r- - -‘for'im «-:r dof* r-; t. r > 'ri*' <it.*r -ider ■ VM; V •, -ir-ra .n. l'r.u ku ir; I r r.ir :? ,-y.i v. d: ^..u:i hr hn Au- - utu'r.g r!: f-itiger . d , -; rf t. .-ril /V . .. .c ni. .1- -h r-e!:gmat:i‘;d . *■: idir-7. -i, -n;•“'■,-;-r G. mr/vr, l*rd d'* urd Au.-*!; rn-: flclig: »- _u?v:. r. 7U urni •ur*. It riu -! *• rgung. i S\ - V» '.! ' nr-r ■» nir.r-r ( >- fk; •' ir :• A: i’a: V ■/••m .Yd:'-. rV - ik - -• t -ii. dir it.u' . ,J -u’f- <je- 'vii: er; ‘ giitl; Kritik •' •'!vi v.eitm W^nn dor lem der .de!' Ju'i«-'.r i :r. •ro« 'i, d r ai U Vttiru.l.lt A-'.-t Erstcr offfizieller Sdiritt in der revi- , siohistischen Petitionsaktion isurt VNcrilc:: ijt .ici .ii:< st iniii Emil ausmaelit. [)i kan;- am hesten lind zureh die Taisaclie charaktc- . lal.', der Anteil der Jud’en bevolkerung Palåstinas, der _’0 l’rozent j-estiei;en war, l<». i aul_--tv\a|i iiber 17 Prozent yesunken 1933 nocli eiwas weniger er angesidits der li in I er den is.iti -nslleimilumgen stelien.ien ldee -el. . iw Ruekgang vollzog sich un- -ile: konstruktiv en Eriolge der iiei;:, :i-._n [lensive Arbeitsleistung all— gel!'.-' iiu- Beu i^iderung erregt hat. Das Ala: JatsregiiiK' hat. wahreii.l es e mdiselie Klimaiuleiung nach Westpalastma ein?ehrtnkte und (uden v.im Zutrilt aed i rans-rr^anien viillig ausschloR, ei- und eingeslandenermaRen Zustrom iransjordanischer r nach flalastina zugelassen. durch Jiiiiojhe Nationalheim iibertlutet hs der jiidisehen Bevolkewnrde. Diese Politik soli ungen zufolge tortgesetzt iordanien. wo kein Judé and ’i-r Zinvaij Ulig i:!i. . . ih : fiizielU ii Aul.’.. '.jraen. Trav y-t-»li,-en dari. ht atm; Westpalastina crfreut sich einer au'gespr--chenen Prosperiat. die aussch fcBlich den Jiulen zu veriankei ist; d eser Unterschieil wird beiHitzt. um einer Strom von Arabern aniu- éhen. dien eiozudammen die Rej^ért«? ablehnt, wahi;nd sie die Einwandertlg i on Juden hemi nt. Dies icdei tet eine direkte und vorbelachte Verletzu lg der elementåren Grund- •atze des Alam nts. Welche Meinungsver- -- iiiedenheiten Immer beziiglich der Ausle- |gung des Begrilfes ..Nationalheim tiir das iidische Volk 4— hestehen miigen, so muB •s eine Grenze auch fiir eine einschransende Ausregurjg geben. Niemand kann len Begrhf ■•luds |iidischen Natioiialheims Vnveit verstiimqieln, daR daraus ein Land lem <lie luden, ohwohl sie ohlstam! heben, verurteilt -s eine machtlose relativ de Minnritat zu bleiben letzten F.ndés das Schicklischer Aliiulerheiten zu werjen soli, in séinen Gesamti , i ti sollen, s; sich verminderr und vermutlich sal au'derer ii -.’il.'ii: Bei ih-s-m Versuch, d.iese Politik zu r. chtfertigeii. Irviiit sich die Alamlatar- -ricli! aut s i- IGrenzen der wirtsfhattliclivn Kapadirat IPalasrinas tiir die Ahsor- Kierui’g v.m Neueinwaiuleretn”. ' Dieses Argument scheijit iit den Tatsachen kaum ■ii’. Stiitz. zu I (inden. Schon allein die Tatsache. daR lie Beviilkerung PalAstinns von tiåO.iHlO Svalen i. J. 1922’nach Schatzitngen Hilde 1933 auf iiher 1,200.000 Seeler angewacnsen ist - eine Zunahmc . on tast 85 Procent in elf Jaftren und ides >h: ■7.eit. Di; .>t. : Jr: Aug : i- ODn trnL: ihrer Mantrel die Zeichen Anhr.-i'ios riner neuen, sich erldsenden Oie . li -'er'le Sortre fiir Herz war, -o'h ..::,-m Tode seine Gedanken. «n sehr ■ le Zukunftl weisen, ohne Jiinjjer Ztleiben .‘o s :.S ilt auiler Eitelk«it des Entts anirte ei, sondem au s dem Kummer urn die Men ehlirhkeit und Menschheit htirden Mens henfreundes. t.' . will nieht o.n seinem Stil spre.-hen, jeklaren, knapn n, aber panz auf s Sarhliche „ SnrarVform. ieh wiH aueh nirht von Fi. r. ii. il 1 iekei: sprechen, mit der er lehrte e-<;-.tip half; 111 die. die seine Sehiiler wa- -- und deren waren Hunderté — all di*1, 'n Aupen er 6 fnete, die werden sein puti- \g, . da es n dieser Welt fiir immer die 'SVi . nie verpessenl \ Or. Karl Teller. Or. Ev* o verliert die .Jiidisrhe Vollcs- Veslrr.: iiltesten Mitarbeiter. unter gleichzeitiger auBerordentlicher Prosperitat und Fehlen von Arbeitslosigkvit, — ist der beste Beweis dafur, daB die ..Absorptionskraft” Palastinas bei einem so fåhigeii Siedlermaterial, das durch eincii gleiihzeiligen KapitalzutluB gestiitzt wird und jliegeisterte Ausdauer zeigt, tatsacltlicli uiibegretizte Moglichkeiten in sich schfief.’t ' Warg die Regitrung wirklich unt die Absorptionskraft des Landes hekiimmert, so wiirde sie vor allem der Invasion transjordanisclter Araber Einhé-it gebieten, die offenktmdig den in Palåstina herrschemien modemen •Wirtschnltsbedingungen ilicht nngepaUt sind, und sie ,wiirde sich nicht, wie sie es jiingst getan hat, auf eine Massenvertreibung von jtidischen „Touristeri" einlassvn. die Arbeit oder rentable Anlagemdglichkeiten fiir ihre Ersparnisse gefuridefi und sich deshall) vntschlossen haben, in Palastina zirblc-ihen; denn solclie „Touristen” stellen in wirtschaftlichem Sitin rleii gesiindesteii Einwanderertyp tlar, der streng imierhalb der Grenzen der Aufnahmetålligkeit des Landes auf naiiirliche W eise ..absorbiert" wurde. Wir miissen al- ■o am. ilieseii Erscheinungen den ScIlluB zieiieii. daB ilie Politik der Mandatarregierung nicht von wirtscliaftlichen Erwågungen> sondérit von politischeg Motiven geleitet wird. die ilirem Weseit nach im Widerspruch zum Mandat stehen. .'Seit langem hat das Regime der Mandatarmacht in Palåstina einen Charaktei niigeiiommen. der sich mit Geist und Buchstnbeii des Mamlat.s nicht vereinbaren låBt. Bodenkauf zum' Aus'-au jiidischer Landwirtschaft wurdjfak’.isch unmiig’lich gemacht. Transjortlanien. der ausgedehnteste und am sehwachsten bevblkerte Teil des Mandatsgebiets, ist iiidtschfr Siedlung hermetisch Terschlossen. Das palastinensische Schatzamt. desen Einnahmen zu nu hr als 50 Prozent von Juden stammen, bestimmt in seinem Budget fiir iiidische BediittnisSe kaum ein Sechstel dessen, was es fiir die Bediirfnissc der nichtjiidischen Beviilkerung ausgibi.. Im Staatsdienst bilden die Juden eine kleine und untergeordnete Mlmierheit; dasselbe ist der Fall bei der Durchfiihrung iiffentlicher Arbeiten u. gahz besotiders in der Polizei, obwohl die jiidische Beviilkerung dauernd von einer Wiederholung der Gewalftatigkeit eines iniirderisciten Mobs bedroht ist. Hierzu kommt, diB die Biirokralie in Palåstina fast durch vegs von einem Geist beherrscht wird, den die Palåstinenser trotz allem Widerstre >en als eine håufig sogar ganz nnverhohl m dem westlichen Antisemitismus entsyrechende Slimniung auffassen mussen. Das iidische Volk, so heiBt es in dem Schreibeii weitér, kann diese Zustånde nicht lancer ertragen; dig Zeit ist'gekommen. da e? sich geniitigt sieht, seine Stimme zum Protest zu erheben, gegen die Mandatar nacht und die Palåstina-Verwaltung die Anklage offener sympatischcr und bewuBter Verhiihnung und Verletzung des Mandates zu richten , und eine Untersuchung. Devision-und Wiedergutmachung zu fordyr t. Dies: Bewegung hat bereits eingesetzt. IDet einhellige BeschluB der revisionistischer Pioniere, auf den ihnen zukommenclen Anteil an den auf Grund der letzten Scht) rungszert dule atisgegcbenen Einwandefikaten zu verzichten, tpowie die Kundgelnmg in Tel Aviv am 9. Dezeinber, die vor e nem offenen ZusammenstoB mit der Poli.ei und Militårkraften nicht zuriickschr; k, bilden den „spontane« Anfang einer weiltumfassenden Anstrengung des jiidischeiif Volkes auf dem Gebiete internationaler éolitischer Aktion gegen einen ebenso jingerechten wie unertraglichen ZustandT. Wiriitdi«ii fulunsere er,-kla„igen kosntois4rn Produkte tsdirdioslowakisdier Erzru^unp AHcinvcrtraicr oder Liicnxnchmer furdiefotgenden Lander: fuposlavien, Polen. Rumånien, Randstaaren, Itatien un I in brsOnders fur Åpypten. Syrien und P.'astjna. JAVAHA, Chcm. Institut Ing. I. 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Die gysamte Judenhcit glaubt, ebenso wiu die revisionistischc Union, auch weiterhin fest daran, daB das offentliche Gewissen lim Lande der Mandatarmacht selbst, sobåld es erkennen wird, daB «lie jiidisehen Hoffnungen in einem Augenbljck jiidischer Notlage in seinem Namen vérnichtet werden, von selbst das Palåstina- Regime als dem nationalen Prestige Englands untreu brandmarken wfrd. Die Union, die seit 1925 Wortfiihierm aller Juden, denen Zionismus die allmåhliche Umivandlung Palåstinas zu b liden Seiten des Jordans in einen Judensttat btdeufef, unternimmt mit der Voriage d eser Erklarung ihren ersten offiziellen Schritt in ikir Petitionsbewegung.