Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXI (1931)
- Issue
- 46 (3.12.1931)
- Date
- 1931-12-03
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Erscheint jeden Donnerstog B*d6kti6ti «. V«r)6c Btfo«, InantrfCMae 20. Tel. K.9B6. MåUltaMehlM Mtutaf - - i i Aus dem Inhatt: Jiiditiche l’robhnf vor dem (Khrcbotlevtlu* acken Parlameat. — Zur Fngé der Letcbeaverbrennung bet Joden. — Max Hauer: Daa Jiidiaebe KH de« I^enchtera. — T>r. Max Griinfeld: Chanukkah im Ghetto. — A. Wilko- «ittirh: Kin <'hanukkah*Abend. - Weltapiegel« Inland. ibMi«. Bttaiipnii; fcatblihrit 39- , (•azilbrig Kd 76 Uiefateaarcii Kd 2‘- pro nå der Textfoitdiedikofltli Prag VL9tL Wiaa 76.680, Berira I22JII3. 2»rnrhaa 180211, Zagrob 60188 Volk**tin im« XXXI. JAHRGANG. ’ BRUNN, 3. DEZEMBER 1931 (23. Kislew 5692). NR. 66. " . ' 1 -/ Ancrkminr die b«sl«n u. tparaamittn 'Ind Patent- Dauerbrandfifen und Sparherde der bestb<v'3hrtfii Mnrke »MITEOR« Eu crhalien nur bei der Firma: HORNY &ZAUNER tk.iiand U««nwar*ngrO!thandluns Brunn, Krdna 6-6 Preislisten auf Vtrlangan gratis MOSIKALIENHANDLUNG R. 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Qegen die IDillkiir der ‘Hdministratioe. - Ouden zahlen christliche SKirchensteuer. - Oer Standpunkt des cJustizminisiers zum <Jd!l!Horak unbefriedigend. - Olutritualprozess roird in Szene gesetzt. -j Oas Staptenlqsen-QVobiem. lit der DUciite i|l>er dett Sta.itsvoranscltlag nahm iler Nachfolger Or. Luifwig Sinkers im tschichoslnwakischen Abgcurriitclcnhaus. lir. Angelo Golilstciit, 'das Wort, uiu »Kn Standpunkt iler J-.idirihen I'arlei zu den Prohletnen der tschichoslowakischen Juileitschaft klarzulcger und zu erklaien, dnU die Parlei Irotz maiicher Einwemlungen gegen die RegieningSpolitik fur uas budget slimmen werde. A s Folge des Weltkrieges, sagte Dr. Goldstein, ist eine Menschenkatejgorie entstanden, die heute heitnatlos du ret” al le ' LJliflur'T!hrflpa‘:f'lFiTrTfnglFnaT5c t-orf luTte^ rung der Gesetze hat sie heimatlos gemacht und hcscltråukt iltre Bilitungs - und fcrwcrbsinoglichkeiten, sowieihre Sicherheit, die Vorauss.tzung jecles gliickl elten Lebens. Zelmtauscndc dieser Ungliicklichen sind Judcn. Hin Beispiel: Ein seit 1903 in Maltrisch Ostrau lebender tfamilicnvater ntit 4 Kindertt, der im Jalire 1910 iltfs Heimatpecht erwarb. inuBtc ilrei Gesuche vorfegen, elte ihm die Staatsbiirgerschatt bewilligt .wurde, wobei man einen seiner Sdljue aussedtloB, iRr inzwischen il.ie Doktorat iler Meilizin erworbeu, hatte und dessen Gcsuch his heute nicht erledigt ist, trotzdem er Militarilienst in tler tscluchos'owakiscken Armee geleistet hat. Alle Parteien des Hansis' ntiissen Zustanile schafien helten, die die Betroffenen nicht tnehr Spielball der ndmifåstrativeri Wiflkiir scin laBt. Das freic Ermtssen iler Administrative ist iler Urquell fiir Protektionhlismus und Korruption. Die Hoheitsrvchte des Staates uerilen parteipolitischen Zwccken miBbraucht. hal insbesondere die Juileitschaft Ka pathoru (Ilands Klage zu fiihren. Die ninistratioii in KarpathoruRlaml beat sich der rcnktionSrSten Mittel und mente aus dem Judentum selbst. Unserer1 Forilerung nach Demokratisierung iles Wnhlrechtes in ilett jiiilischen Gemeinden wrd dcshalb kvitte Kechnung gctragen.1 W r Iroffen. ilaB wir in ilioser Frage beim jenigen Unterrichtstninisfer VerstSinlnis fin ilen werilen. Dem Geiste dieser Administration entspricht es, daB in dieser Gegend .ein zu »lier Riliia’jnordprozeb )n Szene. gesetzl iwerden kumte (Zwisc^enruf; Hort, hort!) um desser- Verlauf und Inszenierung ich scwotil dem-Herm justizminister als I auch Herm Innertminister intereskieren hte und es wird in der Ehre ilieser ol ratischen Republik liegen, je fruher s Interesse eifwachen iwird. 1 In diesem Zufammennange mifB ich auch des Horatt-Prozesses _ tun, ler zwar »etion fat der des Bud;et-Ausschusses' péShnt delt wurde, und zu der der Herr Ju dizmi- > nister bereits Stel ung genommen h it. lefl karm i Hcht behaupten, daB der aligi melne Hinwt is auf die Jiidikatur der Gesel worenenge ichte mich lpefriedigt hat, im (iegented ich muR hier hervorheben, daB die Setiris in Preiov uurch BeschluB 2. April 1931 F 1916 21 128 wie dies auk den Akten die bei der Liga tur Menschefirechte sich befinder, ersichtlich Ist am I:, cie Delegation eines anden itei mit der Bt^riindung, daB di >ch: und natiifnale Grunde spl i als jurist vertretc ich dte Ansicnt, daB i die Objektiyitat der Justiz aufhfirt, pi litische und nationale Momente die Ile zu spielen Ibeginnen. Diesel Mittel d gefiiltrlich ffir die Gesamthjeit der -tiz| »flege, denh durch diese J^rl dieser ndliabung werden die Klassen-, Rasi-, nationalen I und sonstigen Gegenze der Verscniedenheit der Rephtsfintg tach sich 2Sehen.^*>. I l mso bedetfdicher ist diese Érschei- R mg, als der Obérste Gerichtshof der Entscheiqung vom 16. Juni 31 Nd IV. 9131-3 e ner solehen Delegation zugestinfmt hat n it einer Begrund ung, die objektiv unwahr iit, ohne die von der Sedria angefuhrten Argumente natiopaler und politiscfier Natur als gesetzwicjrig zuriickzuweisen. Diest En trustung, die wie ich zur Ehre der fortsel irittlich Dankenden, anders nationalm, £ ffentlich sagen muB, nicht {nur auf die judischen Kneise sich bqschratikt hat, it t sic lierf ich nicht zuruckzufuhren auf unbefrie< ligte Rachlegeluste. Uns handett es sich darum, daB das Palium der Justiz nicht miBbraucht wird zu Dingén, die imstande sind an den Fund amenten des Staates zu ruttein. Wir durfen nicht vergessen, daB es kein Doppelrecht geben darf, dénn die Rechtsgleichheit ist das Fundament des Staates. In dieser Hinsicht verweise ich aul die Interpellation vom 8. VI. 1920, Druck Nr. 80 und auf die Antwort des. Ministers Markovib vom 21. VIII. 1920, Druck 494, in welcher die . Enlscheidung und die Genugtuung lur die Himtetbliebenen in Aussicht gesteltt wurde und dieselbe wartet auf Eriullung dieses Versprechenr noch bis heute SSw« auch noch manches andere Unrecht aus dieser Zejt. .Fin fLt'pfel liir oie Ungleichhcit vor ■le"t (ipsiftz sc! iler Zwang, iler fftr ein.- Uanilelkgi.’sdjschaft bildende Juden be- - steht, christl. Kirchensteuer zu zahlen. Es vc iderspr^che >letn Geilaaken der. Gewissensireiheit u. sei um so ungerechter, afs ii. . Kiiltusbefliirfmsse.iler Juilen in den histor rischeit fanilern iin vorliegenden Budget MiefmOttjerlich itehandelf und um vier Fiinftel nerabgesetzt' wurden. Dent kdnite das judentum nicht untUtig zusehen, es werde vom. Unterrichtstninisfer Remedur Vérf.ingdn. Die Juilen hahen weder theOlogische rakultaten noch Seminare, wo der Nachwuchs der Lehrer hetrangehildet werden karm, und auch das hebrSische Schulvlerk iit KarpathoruBlanil werde -mit schweret Miihe: durch dii Mittelklassen des Juil>ntums erhaLp'ii. D ScIiiuJj verordtt Erstklassige Skiausrustungen Goldstein naildte siclt zum gegen die ZwangssonntagsiuhOmg jn Bratislava. Die Juilen verlangen |on Jer Regierung,; daB sie den bcsoniL'reit Verhiiltnissen Rechtuing irage und tlak sabb tthhalpende! Juilentmn nicht tinter (Sewissénszwnng stelle. Zu Hen liniversilflfsdeiBOBStratioRen in*Brotij! uu. i ij-iegraitmi »ler Jilclischen Partei.) ZUfolge der Universitåtsdemonstraticn in Bratislava, welche die Einfuhrung des Numerus clausus zum Schutze gegen ausfåndischc, haupsachlich polnische und ungarische judische Mediziner bezweckt intervenierte Abgeordneter Dr. Julius Reisz; beim Rektorat und Dekanat der hiesigén ( Universitåt und bei den sAnstigen Behor- 1 den und wendete »ch telegraphisch an den Minister Doktor Dérer. Die judentcindliche Bewegung an der Universitåt ist abgeflaut und wird die Numerus clausus Bewegung hoffdntlich gerade so, wie vor zwei jahren im Keiine erstickt werden. BRIINN Bratislavské 3. Tel. 38.104 PRAG Sport Vbhralik Porie 12 (Ymka-Palast)