Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXXI (1931)
- Issue
- 45 (26.11.1931)
- Date
- 1931-11-26
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Judtsijtji' Volksstimme Nr. 45. Zur Frage der Leidienverbr Von Zn Modis (1894 ’mk-Nsoi l)r. S. Krauss, Wien. . V dieser Frage håbe icli emmal Oslerroichischer Wochensclir 73) uilt) in mciiicm Werke,,T. muittscln; Arcldiologic" Baml II Sejle 4"K Stelluitg entsprec lemle l.iteratur angegeben. Zi Beweise dali pieselhv J'rage in verselt e ilenen l.iinleril akut, nin nielil zu sag ..brennei il" geworden ist. will iclf ni nennen V S. W e i IA m a n n, Cber 1. chenverj renmiiig (l.emberg 1878. helnaiscli), a lien, J Medizin Szemle tlie Fra scheinl. Mil Ke in Ist die E uting vi nuulisclie, Sprudl,. dali man den letJten Willen nuili. h elwa ai ' statlimy tirlllt \vi genmmiun, daselhst ist-aucli ,so IMIen, E. B e il a in o z e g Jaaneli l(’escli (l.iiorno 1 *Hh*>. alijo I I’ r e il s s, < Berlin Biblisch-Talnmdisi 1911 S. bl 3).' a Deutsdiland, J. David (in Magynr Zs ild 7 II. 1*59). also Ungarn, wodu ch »e gemigeiid geklart zu Banafnozegli kann man dig I ilgemje vier l’iinkte leilgn dbesliiltung das ginzige. m;is Juden g.-stattot ist. oder dart die I ei aucli ve: brannt werd.n? 2. Weiin illir Erdbestr Itung — was lial zu geschel en, ivenn jeinanil lelzluillig svine V’erbr ■•ni a- I. en Ile die rtiigl? Bleibt der bekannte les Verstorbeiieii respektil sleben oder nielil' Isl das n iziifassen. als Vereillimg per ■selhst, was iiatiirlich nielil rden dari? 3. Dari man an-.eii em ren bl Vhe- I la ri rjedmir und tn li zu Verh enuenden die Rilen desjiidise len (llaubei s volll-Hhren oder nielil? 4. die Asciiemirne in einejn jiidiseben I hol héiiesetzl werden oder nielil? Dii ersle Erage. isl naiiirlieb (dureb grundliclie Kennlnis von Sille ISatzimg zu entsebeiden. Tatsaebe ist. Bibel und Talitiud nur eine Eadtreslali ung kemien, was aber iloeli nielil zuni O :bot erboben worden isl, ilenn sonsl niillil .• es ja unti I den ' 813 (jebolen figuriireii, was be caiintlieb nielil der Fail isl, anderem feils aber ist selion die lierrse len ile Sitte stark genug, uni jede andere Aidglielikeit juszuseblielien. Dali die Jiiden inmilleii der griecliiscli-niuiiselien V/e! in iler die l.eiebeiiverbreiinung die I errseliende!'Sille war, nielil uuiliin kom len aueli solebe Palle in Betraeht zu ziebeu. beweise i e.ir.ige talmudisebe Si. Ilin. die in den lalaebiselien Werken gesaitiuiell sind. Fist stelit denuiaeb, dali die (ieuieinde als solebe nur die altliergebi aelite Ari d;r Beslallung namiieb das I’pibe grabnisi guilieilien kann. Die zweite J:rage ist sebwer zu entsebeidei . Man wird wobl dabei ble ibeii miisseo, da 15 man den letzten Willer des Verslorbeiien unbedingl res|iektieren iiuiB, umsoine len iler kamplen nungeii ruelitlos verhallen^wird man eben ztl Die fiigen haben. ilritte Fragc ist aktuelt am sonllicbsiten. Man kann auf halaehi ir, da man heute gegen den Willlinterbliebenen selnverlieli an kann. Wenii alle Bitten und Mali sieli weschrabbinisi die Weise dartun, dali uns nielits binderi, yinen, der zwar wider den M illen der Oenieinde, doch in Befolgung s.‘ines Testaments, verbrannt werden soli, i lamil zu ehrgr, dali man an fhm die ritL ellen Waschuiigen und sonstige Rilen vollfiihrt kann wer- :h ri 11 war sich seine und fiir^hn auch Kaddisch sagt. Man ihn nich in die Kategorie derjenigen pan nach talmudischer Vors nicht „kptrauern” darf, denn wedet er ein yerbrecher, noch einer, der Oenieinde absondert, denn Absonderung bezieht, sich nicht auf die Negierui g des Judentums, sonden: mur auf den einen Punkt und schlieBlict will er doet* in seiner Asche mit den , uden veréinfiein. Es ist heute unmoglidi, den Obertret ir einer jtidischen Sitte oder eines jfldische i Oebotes hart zu strafen un i die Vcrweig erung der jQdischen Forn des MtgrSbn sms wSre gewiB eine harte Stråfe. Man kann auch nicht strikte nacl ‘dem bide aucli in il esem palle? Der Wille des V bramilwei|deiis licli sein, wvlir vcnfichcn 1 )ie‘, Ascliei u zegh zur bole wie j ilanac ware. Audi d zulasseii. dali iiirem }lj ware die Sitte aperkanip, w. werdeifiisoll. 7 Von ennung bei Juden Scluilchaf Arucl urleileni depn wollte ihan ilas. ware z. B. I leule kanin einer geeiguet zur Tora geripe n zu wetdeu. Jedeu Tag vértelilt man si b gegen den Scbulclian Arucli u. nan li n aulgehort. von (jénu inde wegen li zu lalmden, wariim ni du _ . _. .. ._ erird schielilich so allt igdali nan aucli hier keine fhw'irii. i ne. so meinl Beiiai ktvierle. i Frage. dari im j. Frilil .?de j; i.eiclie beigesetzt werifen mir solle.lie niiiit zur Schau geslellt werden, wetl das i-irn unverdieiite Ebriugj I es die Oenieinde ni.'Ilt li.- Verbrenmmg elwa auf igdlioi^- geschelii-, ditsn da nit ler Verbrennung .selion aber duribnns vyrmie lep Jer Bi iinner Judischen Gemeindg werden vfir uni Verbffentlichung nach stehender An die li, sauss; iiten les Kiilli!• Jgela Augeben. Diesf; B. das vor ser Ang Bescl liisse crsucht: verelirl. 11 ledak ion iler jiidiseheii Vo I . stimule. in Briimf Wir lieeli en lins limen die in hjr Eiiifschermig in der Sitz): luisses von) 18. Nuvel iescltliisse biemit beka die nam der soli, sind Waschung, zunehmen. 2\ Die judischen I nahmsweisi sforbenen 31 Die schcn {Friedhi es wird db Urnenbainei , 4* Die im KrematoHi klart. Eunktibnen nen nicht g Kaddischgcbe den, Wir |zeic mil vorziig Briiiiju i, ili le I be lutchliisse. welclie sich auf l Ra ibinatskollegium in llieleger lieit erstallete Outaclitell sMlzeii, anion wie lolgl: - | I bei t'erstorbenen, deren Lejich- ’ Verbrennung z.ugefulirt werdc i rituellen Håndlangen wi e Einklcidung und Gebet voi Zeremonie hat nur auf riedhofe zu crfolgen, in der VVohmmg dés Jer i is- Vci- Urne kann auf dem j idiofe beigesetzt werden junp Errichtung eines eig« in Aussicht genommen Vornahme von Funktionel um w ird als unzulåssig er- Ebepso wird die Vornahme |voh bei der Beisetzung von l)f-?stattet, hochstens kann das t hiebei verriehtet Uer- I neil bfihpchailitmig Israel. Kulttisgomeiiide . Briimi. 20. November 1931. Inland. mm ni Jubiiai meth Lejisraef veranstaitet desburo i|es ter Mitwirku il is rat eine Auspt lajisraeE zu in den Rajim Ausstellung Stina und Dir dem, Diagraii Stand det Si x die Leistungi n wie die Grill t den Diaspor; mittel und m anschaulicher •gen des KKl wurden in Bi i einem hebrai > theater uptei sohns und ker eirigeleitc t di r lusstellung des Keren Kaje- Vom tj. bis 15. Dczeifiber tsclieclioslowakisclte Lantieren Kajemeth-Lejisrat’l undes Jerusalemer Haupt|)iiellung des Keren Kajeineth sf'inqm 30jahrigeu Jubilaum des Bet Haam in Prag. Die \firil zwei Abteilurigen, Palaspora, uinfasscn uml in Bil nten Und Modellen den illungen auf KKL-Bbden, iles Kj<L in Palåstina soe der KKL-Organisation in landern, ihre Propagandacjdernen Werbemcthoden ver- . Die Jubiiaumsveranstaltunin der Tschechoslowakei nn am 22. November mit chen Festkonzert im Stadt- Mitwirkung Julius Wolfftchechischen Philharmonibei welchem zwei Uraufil e lal i h it -Itit i' 3 jfiibrimgeu slalltamk il isclien Komposiliim mann sowie das sy lied tiir Mirjain" nac tung von Beer-Hoff In Prag spraeli In-kaniitv .deutsehe Adolf Datnaschke ii gie dvs KKI..-^- maschkos faml ein treter iler Wirtsclia wie tiir Wirtscbaltsj welelivm aucli prouii ten dvs Wirtschaftslv i'ingiladen' wurileil Ilri Ni-rM-nri-izl>s Srhlafllisijjki-il. Matt] lieit, Alig-tet-biill.-n i-hi-ti „Kran/-Josef trl in iler Haml, um <1. von wi-lj-hi-m Toil ilo.4 aut-h iinmor auagohon luinuon. Ar'/.tlioho Por -lal I ran/-Ja-of \\ a- . vorgi-ruckton Altors zu Apotliokon und llr.-gorti Dr. Josef Poppe 21. November 1931 les l >berslen Ralek meimleli iler Tscbe'c tschecliosl.. (irolilogj.- sef Popper-tiO Jalire zalilt zu den markatf siinlichkeiten Prags, chosl. Nichtzionisk-i Komilcc iler Jewisli Landeskonfercnf sicnislyn f. d. CSR. 1931 lindet in Braj-js tereiiz iler Union i nisten f. il. CSR. slji zelm eorm. im Saa miums iVeiiturskai) politiselie Referat b ker aus Wien, Apsfii kretariat il. I.amlek Pos i fadt 375. r : Die iler s ,'mphoni techaluz -vi n Braii.1iipbonisierti „Schiaiiler bekannjen D(cbi mim. am 28. November Boileiirelol mer r ilie Bodi n-lile Kinder«, Pamcii WirU-.Wrijj-.K Alfred or dem Vi inpfang fiii spresse in uimalisten neme Pers bens innl 28. N ivemlier 19’iU. i Jer Dr. flo- )aiftra die \|er- ^rnti |m>- stntt..; /At nlichkci cr 1^‘lltik r ro: i m Ai fi Kopi fjkpjt, Xjfik* man in c. orwassor m<‘i>ton VoiVlauuns s miijfcn, all urimth»*iton ei -i fr auch l>ei rliissijf wi t*n (•rhaltlic r 60 Jahrc wiinle iler Jer Jmli mslnwnkéi Knei Bri alt. Dr. Jo; esteii jtiJi Kr vertriti im ‘Avli Aj»entv. der Zion si Sonnta^ i <l:iva ilie 1 er Zimrisn tt und wir ties 't erotfnot. i It 1 lerr In* iinlte erte {oiitierenz: ftfhmrrjcn. :chla»ennatijrli- Hausrpitn*jrunjf«»n, vcri?s ] si«; jflcichj 7.u ijkennen' an, M«'nseh<*n rkt. In :»!!«*») i Df. |o- I f“op ler ellen I erlie tselienistra ivten-Ri vi- und tlcrrinmodr/ irz« u. Schni twaren! . h Drucker neQgasse 39 BRUNN, Ihre neuc Eihkaufsqujelle. Untergani) , des indeni ums? i. Olien.r Briet an IlerrivOtt. f!s liabeit i.il I. lille der J selion viele Menscliin iiber den des Jiideiitmns ges| roclien u -len ini l.auie von Jalirtause viele Aieii>eben d. riiber s sebreiben. Sie siiul aucli bes: -ler lirste. iler mit bewmide Oberflaclilichkeit es imternimi Buclie. ja, sog.fr in einem V' ii d pr.- kanin zwei Stunden die iiidisch ■ le. Kultur, l.ileralm, Philosof li gioii, Oegcnwarl und 7ukunfl dem nocli eine Unzihl tangie bierne erscliiipfpnd lehnndejn Dabei lelmen Sie es] ab, die A weisfiibrung feuittijtimistiscli!rssen, haben mir sdlbst erklaijt kefn Historiker, mid dafi Sie sopli sind, ersieht jpder Laie In halt Ihrcr Oedankenassoziaf bleibt also nur, Ihre Tatigkeit nennen. Politische Redrer und S welche mit unbeivii senen Be jdrfglieren, welche folgericbti^ i chterndcs kengange durch irri in Qeschichte, Volks(wirtscbaft sophie vortauschen 'wollen, nli Scnlusse ohne jedwifden Zusfn dem Hiirer und Lestir seinen bewiesenen und unbeweisbari)r ins Ohr zu hammern, nennt gogen. In offener Versaminlung is: Debalte von der Polilzei verhot: Aussprache in kleiiierem, cv schlossenem Kreise lehnen Sir persiinliche Besprecfiung hab „Zeitmangel” unterlfrochen, ich mir nun, Sie in idieser Fo lleller[ lirtatisiinde Unterf^ang id es Wer .len ijocl id b .•elten kiml tjimmt .nicht inswiirdjgi’r in einem ifrtrnge |von (iescli cbie. : Helt nul ausserender Ifrozu wollen I IlirL-r Jie nennen zu Sio siien kein PlijliJus Foria 'u. oiieil. | So lolitisclu zu hriitstel|!er, lauphmgeii e tiedan- Dmltlrirren uml jPhjlor um zum mnionbang igenéniini Lohrsatz nan Oeiiiallmon j*de n urid eine ntudll geab. Eine n Sie aus gestatte m zur Be- 4 ' i 10 Leiden Sie an |" Rheumatismu^? 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Weun Siv latsaclilieli uui vom-Slaml- >te der iimeriellCii Oesciliclltfailtlas.; auseelieii, so heueist 1 11ne-il tlas^alt’- ■ Palasliitn.die ainlauermle l.ebfnfkrafi Judentums.: Wemi jiidisi'lie jMasseiT .x 'lem Zwabge iler Sowjeluniiur prohiktiusierl werilen kunmeit uml jkoimeii. so ci'-mieii siv ihvx krab ib:-.-' k'itistrukliavii Strehens auch aus sich selbsl beraus. \feisucben Sie einmal den Betveis zii fli h re n und »ei es aucli mi ri zalVieiriliii isig. aber ii( Bczugdas jOesailitjf>i!cntiiiu uml nicht in einzebten] Stadten ■E«-l« ’r Tenitorieil — da li das ji'uliscbe Volk, de.'jsen l’xisfenz von griisseren Gelelirten Ifingst anerkannt ist, ausstirbt. Dabei .ist ilas ZnhlcfimaX.sige nicht eimnal wesvnllijrli da der durch die neue kraltvolle natloi ale . Bew egung lu v. iesene F. \ isir e u z w i I I eiaiissclilaggebt'uil isi Veisuclien Sie ivenigstelis dij,''. I rai^eii ersehilpleml zu lieantiyorleii. Mil Inti-nsse erwarleii viele .nisser mir T aiil’ieriuijeii l!u Marccll F.ieriu i Porfumerie „Elite” i Lud. Frledmonn,! Briinn, Podjane Nr. 1.! | Alle tn* und au$'.mdisd»cn Toil<u«.Kftkel, preirende Manikur-, Kamm* und Horsten* I Kaseitrn in jeder Preisfage.1 Jitdischor! Weitspiegol Numerus clausus-Parole im Nachtasyl. Audi im Warschauer Nachtiasyl wirrile (lie Parole des Numerus clausus ausgeebeu. Die Asy listen wollton njclit melu als Izelin Jmlen zulasseii. Bei ilcrj Kontrolle stelfte sich beraus. dali miler 800 Asylisten 32 Juden waren.' Es wurden1 Versucbe geinacht, die iiberscfiiissfgen Juden hirinuslzuwcrfen. Die Asylverwaltupg mulite Poljzei zu Hilfe iiehmen, um die Ordming auftecbtzuerhalten. >• Nationaldemkoraten wuten auch in Paris, fm Boulevard St, Michele' im lateiniseben Vigrtel von Paris iihe{ficlen Natioiialdemokrafen jiiilische Sludonlen, die sicl) zur Wehr setzten. Es kam zu einer schwercn Schlagerei, iler die Polizei efn Ende machle, Der Student Graf Stanislaw Tysckiewicz wurde verbaflet. Die jiid. Studenten beschwerten sich beim polnischen Gesandten in Paris.