Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- XXII (1921)
- Issue
- 10 (24.3.1921)
- Date
- 1921-03-24
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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B ei ugiprpiae: . halbllbrie . * t . Kfl - ganzlihrig . . DeutsehSsterreich, ganzifihrig . . . X S9Q.— Deatschland, ganzlihrig . . MarkTao^— Polen, ganzjihrig p« Mu j^QO^r* Jahrgang XXII. 6fOnny Dir Zionistentag. „Denn lin Zefchcn der Arbeit geheni die Joden ihs Neup Land". I ■* .; - j Theodor Her; t ond die (Ulutljajr- (ittel tu limen verden Die zweite-Konferen t der £sl. Landsmannscjtaft der zioii. Bewegung wir< I am [Sonntag in Brflnn bentonen. Wer um unsere Parteftage weiB, erinnert ■ich. wie anfeuernd sie wirHtin, wie in den Qijlielpinklen der Debatte die Stirrjmnng hfnrelfiend wtii'de ond latente Krifte zu neier O^igkeit frei machtk i- Noch immer tern von heiligen Lande, aber 'jip-- merton in seinem Schattin did unterselner stiådb gen Vorsteilung werden i lie Terhandlungen sein. pie Probleme, defék Umn)H Ife jptzige Zeit von ans fordert, scheineit flir alle U ider; dieselben zu sflla: pie Aufgabe des nationalen. ni beit, aber die Wege end Ile verscbleden sein. .4 Em bat bdMB. Dt«TP8Wltf)3én,' die sich Immer! au’s dem ewigen OneH db i Zlonismus enttølten Mi : elgenen Becken sammeln geschehen in dem Ahnen, daR dadurth am besteri \ rahre zionistische Verwlrklithung geschehen kdnnte- Man ist nicht fiir Orenjefi- 11 verwischung, da deren Aufreehterhaltung die Ent- 11 scheidungen des Qanzen und die Unbedingtheit ddr! Einzelnen nur fordern kja m. Aus aben Te Hen dej staates, aus den verscaie-! densten Umgebangen kein men die WeggefShrten jzv - | sammen; aus dem deutstchen Norden, aus der mlschtsprachigen Mitte! aus dem' slovakischen den; Thoratreue, „allgfcirjeiné", soziafistisphc Zionisten »verden gemefnsam fiber ihre nidiste Arbeit (må fiber ihre Grundlinien, tiper das Ziel und fiber di Redaktion u. Administration: Brian, AdUrg. 9. lasarate: derjamspaltice MlUbnattrraea K6 —'4«. Unverlangte radakttooeile Bmtrftce awrdaa nicht hoMriart MmaMrtptcn Ist RBckpnrto beliéflgen. verscfiiedensten ptoBen; Sionlsmjus - gewo - Vertprklichung berateo schauungen werden da r?ich iind Yielgéjtajtig ist deri Das nntrfigtighste .Zeichen seiné: Wac isens und ner Blflte lst la «Be..Nuanclerung der Aifichauiing ner Anhfc ger. Vidte sehen sich diesmal zubi erstenmal. anfiere erneuern ihre Freund9chaft, amere vtiederum verden JnK 1 rerwunderung aus der Nihe ihre Wi ler sprecher, iber nicht Widersache , lifire i. Zuerst wird trotz jalier Besprechongen keinj Einigkolt und Uelerfiinstfinmutig erzielt werden. Er5 geger das Ende der Tagung, tis die einzelnen einaider al; Kameralen keunen gtlernt haben, die das 0 eiche inter andet em Namen ot er aui anderen Wegjt wollei, wird ajlen das Bedn; Stsein aufkommejt, dsk Ziooii mus iiir lei Ipn persfintieh e Bedéutung wta Da«i sag p* t, und nach :ebénd jwifi mgni sich zjj égter neigen. ' ■ In de ■ Jcurpep Zeit ttes: hautng der hitte FEUIM£TDN. JOdlscha Mutter. .. . Wenn sie sich vor dem Sdhlafengehcn Dbe ■ mefne Kindheit beugte, War Licht fiber mir, solaég ■ die gerfiuschlose Qestalt fiber mir schwebte,- w»nfi sie mir nuirdie Stime bprQhrte und die Haare str diinkte es mich, als ob tte Blumen pus ihren sch igen Hfintlen.auf mich schfittete. Ich wagte mich mfch: vor. Seligkeit und Baiigigkeit zu rjibren. Ich h|el: den Atem an und meln Herz klopfte heftig. Doch ihr Auge, thf Auge durchdrang mich cs war so tpildl Kein Vdrwurl kam Von ihren Llp] aber ihre Augen lockten lede schlechte Tat her die schon fns KiitderVdJgessen versnnken war. schwankcndes Bild, das! hus Dimmerungen kam in die Dfimmerung verging, nahm ich in die Trii der ftacflt und ich erkannte es wieder in den Mårcnet des Tages, die beide Ineinander flbergingen, einanjler verschlangen, stetk sich wandelten und immer dieselben blieben; sie waren es, weil sie darln wirktt und durch sie schritt Ihren leisen gewichtslojei Oang; sie war in der lieden Wehnipt, die' fiber Traume gehaucht war, Jn dem! Flimmer Ihrer S; neAntcljte. (rt den traurigen Augeti Ihrer Prinze^pli in dem wisseuden Uchéhi ihrer Kfiniginnea un dem scflalkhatten tfrhsi Ihrer Zauberer, vftr detjer man sich ,nie Iflrchten mutte . ..v Wenn iph am Tagj dorch den wanderherrllcljeii ÉWatung wird igkeln. ani d an Dlenst AHi ■ sfisammengeitthrt bal Und iA den meisimn, die auseh andergehen werden, liirird etwas alle vjon Neuem Bildendes zurfickbleibet und virken Man vird fiber die Oalutli irbeit beraten ufid fiber die 1 “alSstinaeinwanderung man v ird sich fibjer die Wirts dtalIsformen ausspred icn, ab« r auglr fiber die Art, vie wir die Menschen die Jigend herabbilden sol ’n, die diese \Virtsch| dtslorm :n der sozi tlen Oere« htigkeit in Wjrk^ichkcit fiber fihrcn soli« n. Ohne dafi es den einzelnen Qrimpen bc wufit werd n wird. weiden sie aneinandfr gmenseitig ErzieHugg iiben und sich selbst erziehen. j T ' Dabel scheinen nach den [ Diskus; ionen in dén einzelnen Zeitungen die Erdrlerungcn Tb»r Ziel iui d Wege dei Galntharbeit einen bfeiteren Rahmen eiji- Garien ging, so fielen Seidenbliiten fibi r mich ufid hinter ihrtm Schneefnlle gewal rte ich sie. Ich - jrii g dorch die Wicsen, die in der Sonne giliBten, hoc i- Stenglige OrSser bffnfcten und s:hlossen sich-vor mir and aus hnen erwuchs pldtzHch ihre 1 ebe Gestalt und versjiig im SonnenHcht. Ich warf mich insiMons oder Gra i, schk)B die Angen. tuf der i weichsti o Pffiht Ara liens glaubte ich meinnn Kopi :u haben ui d es waren ihre Hfinde. Die lieb iehsten rSne erklaiigen mir ' on femher und wjurden mir zn ihrer-Stimme; die ianftesten Zfige lejuehteten mii aus einen schwarz umraitdeien Oval uml es waihr schinmemdes Antlitz, schwarze [Nacht mit knisterndtn Blitzen n iherte sich mir. icn sc haute hinein und <s war der unergrfindliche Sej ih: er Auge i, in den i u bHcken. tiir suB und weh wurdi . Ihr s ar »ulgttan die Hammer metres Herzei s und aufg< echlossen die. Blujte i uriner S tele. Nich s war ihr.verhehnlidit nichts[bli«b ihr ve borgen. Elie etwas i HiBliches in mir keimte und von mir -Besiiz nahra. ihr war es sebon bekajnnt, und ebe die Schatten der Kran1 iheit fiber meinen [Kfirjer floge i, sie wuBie schon vo i ihr. Sii1 lebte.ihr l^ben der Mflhe und Sorgej si maebte unser Ki idetUben fliigelleicht &jti Tage find wpchte, nilite unl-wusch des Nachts und so unbeir erkt tat sie. alles, laB, wir Kin< er .glanbtei i, freundjicle Deister hitten thi den Morg:n uus ailts berelt ge egt .... ' N«e » ar sie sich selbst Ikd, stets w« r sie Diemt Ifir nnk. Wir batten Wfinscb« unl Hoffnuigen unserer Selbsisncfit, sie hatte nur unsers Wfinscie. Wir IbButw Lnftschlbssej, tmrin wir ganz alleiil i Hummer 10. zunehmen, ils urspriinglich beabsicbti(t war, wjil nach den vielberufeaen Worten Bergfitunns die Gfiluth die Vofbereitung ffir Erez Israel ist , Man wird sich daher weniger in der Kritik djr fiisherigen Arbeit fiben, als daB man Jclare und bj- Stimmte Richtlinien ffir die Zukunft airfstellen wirj. Die Ffiutnzfrage. darunter besonders die sicherfi Festlegung der Zeitschrjiten der Bewegung, wird eiligehende Beratung verlangen. Es jsind meist die besten Parteiou, die mit dem Hemmnis ungehflgender Gélfimittel tu rechnen haben und dufeh die Ueberwintiung Proben, wahrer innerer Disfiiplin geben. — Grnppierangen In niaadnea Frage« -slM ein ebenso aotweodiaM Zddm von Leben, wie die Elnbeit Int letttea Grunde. Moge beide*. Etafeeit wie VIel- UUtigkeit deri Bewegung sich immer wahrer und reicher entwicknki und mfige dieger vortbergehende Augenbljck des Zurfickschsueas and Vbrwirtsblickens nicht vergebens gewesen sein. Wir lieifien in -diesem Sinne alle Delegierten ia mtSMÉr. Stadt ^■ectlioh .wtUkommeivt i Systcm der Oafutfiarbeff.! j - (Portsetzung.) 'II. Wege. Wir sind letzthin zu der^chlt Bfolgerung gelang daB nur eine solche.i Qalutpotitik Aussicht somit Existenzbereeh dige Ånderung deT Siedlungsverhiltniste licwa^adlscl e Cralutarbeit od.-r ani wirkliqhe Leistung umi Kgun« hat, welche die voilstanwirtschaftlichen. sozialen un.l der Galutiuden ins .4 uge fait;. und a^es tu1, das Ziel; den auch m den Galut* wohnten, handtlten und getrieben wurden. sie fiatte uur Pliine fur uns. Wir kamen von den Reisén aus den Bfichem mit Weincif oder mit unirdischem Blick., sie zog uns ^chluchztnd an ihr Herz und kiifite uns die Tranen weg. So behiitete sie unsere Kinderjahrc, lieB uns schweiieu und schreiten, als ob wir selbstandig gingen, indes sie alle Steinchen, die so klcin sind und darum so sehr schajerzen, geråuschios und wunsdilos wegrfiumte. Und spiter, wenn wir glaubten, tmsere Bildung håtte uns in die Weite und in |dis Hobe gefiihrt. daliin uris keine Mutter jmd kein Vfiter mehr folgen kdnne. wie wurden wir da, beschktjt, irine des Schatzes, den kein Buch geben kann. der) sie aber trug und nicht vergrub,-den sie verschfitteta und Verschwendete, nimmer rastend undnie erwtxcnd, daB ihr n i e Vergeltung wfirde! - | ' All Deiu Herz hast Du hergegeben, Dein Schicksal war, Dich an den Kindern zu verganden: Du whrdest schmiiler und klejner, je mehj-Du in den Sorten^ der andern lebtest. Und als Du ifindest, daB man Dich nicht mehr einiieB ins Herz Deiner Kinder, als sie an andere sich hingen, da kant kein Vorwurf. kein Trauern fiber Deine Lippen, auch ruhte kedner in Deincn Augen. Was iq Deinem Herzen vorging, wer kann es erraten? Du nahmst alles willig auf und iragtest nicht weiter. Wo endet die Liebe der judischen Mutter? Die Liebe horet'nimmer auf . . . Bezalel Beniehudn.