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Jüdische Volksstimme · 1909-02-20 · 6 (20.2.1909) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
X (1909)
Issue
6 (20.2.1909)
Date
1909-02-20
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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I Nr. 6 Lied brirn Neigen. Mr gingen, um Freude zu finden Unter den blühenden Linden Jin heileren Reigen. Ta kam mit östlichen Winden Ein Stöhnen ans nächtliche» Brände» Und machte uns schweigen. . . Sie schmiegte sich ängstlich »nd bange dl» meine erbleichende Wange Und stand jo scheu und stumm. — ״Während wir lacchrn und scherzen. Bluten wo tausende Herzen — (Wieble, kehre» wir um!" — — — M. Sch er lag. Verein ״Mekize llirdamim".?Illen denjenigen, die vom Judentum und vom jüdischen Leben Kenntnis habe», ist es nicht nnbekannt, welche außerordentliche Bedeutung diei hebräische Literatur für die Judenheit gehabt hat. Tie. ,forscher wissen aber auch, daß viele literarische Schätze, besonders in den Jahrhunderte» vor Eriindung der Buchdruckerkunst. verloren gegangen sind, und daß viele wertvolle Schristen aus alle» (gebieten der jüdischen Literatur — religiöse, poetische, historische 11. i. f. — nur in einer einzigen oder in ganz wenigen Handschristen erhallen sind, welche es voll verdienen ans Licht gezogen und zeitgemäs! herausgegeben zu werden, bevor sie. in Bibliotheken verschlossen, vermodern. Es ist deshalb eine heilige Pslicht aller, welche ein Herz sür die jüdische Literatur haben, dazu beizutragen, daß diese wertvollen Schristen ans Tagelicht geiördert werden können/--;kritische Ausgaben, nach den modernen EditionSprinzipen veranstaltet, sind nötig., damit sowohl die Männer der Wissenschait — Jude» und Nichljuden — als auch das jüdische Publikum. daS noch die lzebräische Literatur mit berechtigter Liebe unijaßl. unsere GeisleSjchätze JüdischeS,Ni»»i»»e Seite 9 Wir bitten aber zugleich um größere Beiträge! in hundertfacher Variation bekandel : waS soll hier sowohl >on Einzelpersonen — z. B. durch Er-j noch neues gesagt, gestaltet werde! können? Nun. Höhung! der Jahresbeiträge — als von Vereinen! Lilien hat geradezu neue Par Jtp der Bibel und (gemeinden. ES ist selbstverständlich. dag wir! zeichnerisch entdeckt. Sder saht ihr Wnmal Mirjam umso besser unsere Bestrebungen eriüllen können, bargeitellt, wie sie beim Schilsmer r ihr Siegeslied je größere Geldmittel uns zur Verfügung gestellt! singt? Und wie viel Bewegung and Grazie hat werden.!! j Lilien ihrem Bild gegeben! äs der Rahab die Von dem engeren Kreis der Männer der: Jenckwnitin? Wie viel Schmerz liegt in den starre» Wissenschaft ist unser Plan mit ungeteilter S»m j Zügen dieser Tirne. die vor d! n Mauer» der pathie ausgenommen worden. Wir hoffen, dafi auch brennenden Vaterstadt steht, die sie verraten hat. ein weiterer Kreis uns seinen unentbehrlichen Beistand Sder andere Vorwürfe: die Aussätzigen und >lnnicht versagen wird. reinen, welche die ölcmrinschaii achsgcswßen hat Jeher der Unterzeichneten nimmt mit Tank-mit der sür Lilien lnpischen Ges» der Hand, die Meldungen entgegen.!das kummervolle Antlitz verdeckt. umso auch die Tas Komitee für den Verein .Mekize Nirdamim-:! -*buhest der bittersten Verzweiflujig zu wahren. - . - . 1 Gottesurteil über otc Edeb׳cchcrin. die da<- . T. Ltmvnteti. Kopenhagen. Borfikender.!A. Z r e i m a n n. Frankfurt a M.. I stellvertretende: itornHender!!; Z. POLnanski. Warschau. | 5eh:?är. L . Bacher. dt. B ü ch l e r. Budapest. London. Äk. B r a n n. H. B r o d n. Breslau. Prag, dl E p ft c i 11. t. ü n; b u r g. Wien. sk. Petersburg. dt. Harkavy. D. I c 1! 1 n. |t. Petersburg. ' Jerusalem. 5fr. Lävi. Z. H. Margnl 1 c 2 I Par»». Florenz. Z. Z di r cb t c r. }j Netv-^tort Äer Jahresbeitrag beträgt : 10 Mk. 12 K. . l^sterneich-Ungarn Schilling 5 :liubel Inert. Bon Bdtor ,ytcifw -- 12V. frfe. 2 ־■, Tollars 9K Skandi- Iunker. Mk. 2•—. . . navienj. diejenigen, 'welche 200 Mk. einzahlen ichlungen sind doch alle Weg!= 2^0 K ec.I werden als lebenslänglich^ Mit Zurückjlbauend sehen wir wohl :1 junge Moses, ene: der u » ge Bilder, die der iluchbringende Waffe! trinkt. — Wiederum wie ein Programm Lit Misses! — L der endlich die Schönheit des Landes Juda gedeiht sind, ,euer südlichen Schönheit, deren dekiralive Wirkung Lilie» so mei'lerkait erkannt hat.. Tie wenigen Wone können! die Bilder Nicht ersetzen. So sei den» noch darausj hii,gewiesen, daß daS Buch in seiner prachivollen zAniiquaschrist ge- ^radezu eine Erlöiiing sür das?ipge de?:ulet »nd! daß der Herausgeber, von dem ein literarisches Werk zu ediere^. ^fdanlen geleitet, die den Leier . nöreiideN Versbezeichnungen anixeiaiie» und dasür! üderstchtliche »avilelüberichrislen eingeiührt hat.! '.Ins die Bearbeitung von Rablw -s wollen wir bei - Besprechung der iväteren Bätide iuriickkomme». Z» Sslern soll der zweite Band, die L..,'::dichl»na. erscheinen. b. b. Süchrrdesprrchusigen. Dir HandschriN beg fgruber« C-ngrl- Berlin. Axel fejic seltiam ver und Schicksale! die enl'cheidenden ׳esselten. die» und Knoten, die eines wir an» andere f. L. Main; sen.,!enes zniammenführten. und: Wenn hemmt n und wiederum damals nicht! Werke» aus den verschiedensten Gebieten der jüdische» Literatur erschiene», bis er vor drei Jahren, feines vorgerückten Alter» wegen. eS wünschte, daß jüngere Hände die Leitung übernehmen sollteii. In den verflossenen drei Jahren ist der Verein schmerzlich vermißt worden, und wir kennen lernen. gliedeh gerechnet. Ta nun bekanntlich aus' jüdischem Gebiet sich Her! Leo Mai»;. keine Akademien finden, die. mit reichen Geldmitteln! Uhlandstraße 46. frank׳»,! a׳M.. hat die Güte Stütze gaben! ausgestattet, solche Editionen veranstalten könnten.! gehabt die Kassengeschäste des Vereine» zu über Was nützen solche Erwägungen, schrankenlose »nd da die jüdischen Institutionen, die etwa' in! nehmest somit auch Meldungen und Einzahlungen Phantastereien über vergangene Möglichkeiten l Und frage känien. der Ausgabe sich nicht speziell widmen in Empfang nehmen zu wolle». wer weiß, zu welchem anderen!Knoten unser Weg können, ist es nötig, daß ei» besonderer Verein dies! - geführt hätte, wären wir auch hem einen, den wir Aufgabe zu lösen sucht. Schon im Jahre 1864 > y. w! b tf UM nun rückblickend gewahren. auSstewichen!־ DaS ist stiftete deshalb Tr. E. L. Silberman s. A. den! •MB nrur tl CrR IE. 2tl. 1.UICIIפ. die Stimmung, die über dem neuen Buche Viktor Verein .Mekize Nirdamim". und es gelang ihm! Bücher haben ihre Schicksale. TaS Schicksal, f l e i s ch e r s ruht. Ein Mönck» schreibt in einsamer in den zehn Jahren, in welchen er ihn leitete, eine | da» ^ie Bibel bei nnS Inder gehabt hat. spiegelt Zelle sein Tagebuch. Ein Brud». dessen Leben voll Reihe wertvoller Werke zu veröffentlichen. Ter au», das Schicksal unseres Volkes. Und Nichts zeigt Sturm und Trang. voll Seligkeit und Bitternis verschiedenen Gründen ausgelöste Verein wurde von deutlicher unseren Niedergang im letzten Jahrhundert, war- und der nun Ruhe sucht in der engen Zelle. Professor Tr. A. Berliner im Jahre 1885 neuals dgs fremdgefühl. mit dem zwei Trineile von In den Zeilen, die er schreibt. pocht »och des gegründet, und i» 20 Jahren ist dann unter seiner uns dem Buche gegenübersteden. dessen Schöpsung unruhvollen Lebens heftiger Pulsschlag, aber in Leitung eine sehr große Zahl von bedeutenden uns lozujagen daS historische Recht des Tascins der Einsamkeit des Kloster» chird ,hm der innere ~ ־" ' gibt. Man kennt Nietzsche» Ausspruch 1 daß er den Zusammenhang d»S Lebgns bewußt und die Wert.eine» Menschen nach seinem Verständnis sür!erhabene Schönheit auch dies unglückseligsten die Pibel bemesse. Wie würde er das Volk ein-i Schicksals bewußt. LeibniZ iagie einmal, daß schätzSn. daß der Welt diesen Schatz geschenkt hat. Gott das Unglück der Welt nicht fielst: denn indem und Sun sich seiner selbst beraubt?! ' j er das Ganze sieht, dem sich jede« Glied ein Ich sage dies, weil ich glaube, daß auch hier! ordnet, sieht er nur die Hgrmonie der Welt, sind deshalb zujamniengetrelen. um zu versuchen. | ein Wandel eintreten muß. Wie unsere Geschichte, Harmonia praestabilita . . . Im kleinen zeigt dies denselben wieder in« Leben zu riisen. Herr Professor wieder unsere Geschichte, unsere Sprache wieder! die Dichtung Viktor f l e i s ch c r S. Ihren Inhalt unsere Sprache'werden muß. so muß die Bibel - erzähle» wollen wir nicht. ES kommt auch nicht wieder unser Besitz werden. Nicht als religiöses.' daraus an. Ein Ritter, dem Stück für Stück alle als Erbauungsbuch: dar gchört aus ein anderes Hoffnungen zu Grabe gehen: »er im Kloster Ruhe Blast. Sondern als das klassische Buch nnierer sucht, sie aber nicht findet: dgr aber den Weg zu Literatur und unsere» Lebens. Gott findet. Nicht znm -vorre! des Ables Uiid der!Vielleicht waren es diese oder ähnliche Ge- Brüder, nicht zu dem der Lutheraner und der dankhugänge. die E. M. Lilien bestimmt haben. Katholiken, sondern zu demotzott. Tenn dieser jein«| Kunst der Bibel zuzuivenden. Ist ja das Bruder Engelbert, der sich seihst und den am Ende doch!gewissermaßen daS Programm seiner Kunst— auch der Abt einen Ketzer nennt, dem schließlich wofern man überhaupt beim Künstler von einem die Zelle zu eng wird, als draußen eine neue Zeit literarischen Programm sprechen kann — dem, ihre» Einzug hält, ist in Aahrhett Gone« voll.! jüdischen Volke den Weg zu seiner Schönheit Tie jüdischen Dichter de» Westens gingen eine - zu weisen. So hat er in den Illustrationen zu Zertlang merkwürdige- -Wege! Sie haben die RosenfeldS Gedichten die gewalttge Schönheit de». Nervosität in die Literatur gebracht <: >edes Buch GolnSelends aufgedekt. so ha! er uns schon einmal.! war ein Aufschrei der HeimatlpsigkriV Scheint nicht alS er Münchhausen» ,Juda" mit Zeichnungen j eine neue Ruhe in ihre Herzen Einkehr zu bellen? begleitete, die, Welt de» alten Testamente» lebendig 1 Mir will eS dünken. Man leäe nur ern Buch von gemacht. Und nun liegt der erste Band der großen Wassermann zu Salten« .Herr Wenzel aus Reb Bibelausgabe vor. die im Verlage G. Westermann in Kraunschweig erscheint. Die Bücher der Bibel. Herausgabe von - f. RahlweS: Zeichnungen von E. SR. Lilien. Band I. : Überlieferung und Gesetz. TaS Filnsbuch Mose und daS Buch Josua. Rach der Übersetzung von Reuß. Preis 15 Mark(. ES log eine gewisse Schwierigkeit darin, ein in seinem Inhalt und in dessen. Interpretation so wohl umgrenztes Gebiet, wie die Bibel, und zumal derai historische Partten, illustrativ zu beleben. In jeder Galerie findet ihr die Vorwürfe der Bibel Berliner hat uns seinen wertvollen Beistand zugesagl und hat uns die Güte erzeigt, da» Ehrenpräsidium übernehmen zu wollen. Eine Anzahl kundiger forscher haben schätzbare handschriftliche Werke teilweise oder ganz bearbeitet und sind gewillt, ihre Arbeiten unter der Ägide des Vereine» erscheinen zu lassen. Es hängt jetzt von dem inateriellen Beistand ab. den wir bei denjenigen finden, welche die hebräische Literatur schätzen, ob eS un» gelingen wird, unser Vorhaben glücklich durchzusührenl Als die Werke, die wir schon sür das Jahr 1909 herauszugeben denken, nennen wir: 1. Tie Kommentare des Eliezer von Beauaency. Schüler des R. S. B. M.. zu Ezekiel unq den 12 kl. Propheten. ׳ 2. Erklärung deS TalmudtraktateS blo'ack Luton von Salomo b. Hajathom. einem der wenigen Vertreter der jüditalienischen Schule. Nach einer einzigen jüngst bekannt gewordene» Handichrist. 3. Mu'useh Hageonim, inhaltlich mit S- HapardeS verwandt. 4. fortsetzung der Ausgabe vom Diwan deS Jehuda Halevi. Wir fordern deshalb alle früheren Mitglieder deS Vereines ,Mekize Nirdamim" und auch alle, die sür unseren Plan Interesse hegen, dringlichst aus in den Verein einzutreten. Jedes Mitglied. daS den Jahresbeitrag zahlt — s. u. —, erhält die Jahresschriften deS Vereines zugestellt. berg" oder zu dieser neuen Erzählung Viktor fleijcherS. bb. Der »weit» Teil 8״«eor bu-aguda“ erschierie«. Wir haben vor einiger Zeit unsere Leser aus die Sammlung der im Talmud und Midrasch verstreuten Legenden hingewlesen, welche I.' Eh. R a b n i tz k i und Ch. R. Oialik veran'talte« und die im Verlag .Moriah" in Sdefsa erscheint. Nun .ist der zweite Teil des ersten Bandes in unseren Händen. Wir mestrn diesem Unternehmen geradezu grundlegende Bedeutung sür das Uerbrettrl Kickt» ״ALdischen Volkskatender". mm '״SvMtzMlU 1p -tzuK uchjW^ mq Puq uzhzchn n! ichMIW

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