Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volksstimme · 1905-11-01 · 21 (1.11.1905) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
VI (1905)
Issue
21 (1.11.1905)
Date
1905-11-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2621806-6375628-6375875--1142-4860569
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 21 Jüdische Volksstimme■ Die Ergebnisse der Kochschule waren defriedigend. Den KassaWicht erstattete Frau tVeili. Demselben ist zu entnehmen, daß die Einnahmen!>482 K. die Ausgaben K 7706 07 betrogen. Ober Antrag der- Revisoren wurde ,!er Kassierin, sowie der Buchhalterin Frau L. Perlhefter, weiters dem abtretenden Ausschüsse ,las AbsolutoriuMi erteilt. [)r. Fialla hielt eine Ansprache, in der er dem Vereine für die Wahl zum Ehrenpräsideuten seinen Dank aussprach. I)r. Feith sprach namens der Benei Britli. Bei der Neuwahl wurde an Stelle der Frauen Rosa Perak und Johanna Roch, Frau Xelly l’atak und Frau Leonore Sinaiberger neugewählt, wiedergewählt wurden die Frauen Vuguste Brecher. Rosa Fischl, Amalie Samek, Laura W'ellisch. Hierauf schloß die Präsidentin Frau Laura Schulz mit der Versicherung nach nie vor all ihre Kräfte dem Vereine zur Verfügung zu stellen, die äußerst würdig verlaufene lieneralveisaminlung. — Höften wir. daß dem Vereine und der wackeren Präsidentin die ׳ebühremle t'nterstützung zuteil werden wird. r Der Vorstand bestand im Jahre 1904—1905 aus folgenden Mitgliedern: * Iltrr Dr. Hieronymus Fial la. Ehrenpräsident. Frauen: Schulz Laura, Präsidentin, Brecher Auguste. Prasidentiu-StoUvertreterin, Porlhofter Lvdiu, Buchhalterin, Spitz Paula, I. Schriftführerin,' Pirak Kosa, II. Schriftführerin, Weiß Herraine, Kassu-rin, Fischl Rosa, Hegncr Ida, Pollak Rogina. R ei mann Ernostine. Rose nb er# Rosa, Samek Amalio. Schreier Katharina, Schüller Therese. Wellisch Laura. — Rotisorinnen: Frau Roth Johanna, Frau Taubsig Katharina. Komitee zur Förderung der LeistlingsfTihi^keit des Vereines: Krauen Jelinek Anna, Brunn, Polenz Leo-;ildine. Mißlitz. Skrjaink'ST Amalie. Hollebchau. Frl.: Oppen heim or Marie. Brünn, Spitzer Ida. Mähr. Odtruu. Wolf (Jrete. Brünn, Ziffer Else, Brünn. Speise-Inspektorinnen: Kranen: Brecher Auguste, Epstein Johanna. Fi?111•׳ Rosa, Hegncr Ida, Patak Xelli, Perlhefter Lydia, i'irak Rosa, Pollak Regina, Raimann Ernestine. Rosen berg Rosa, Roth Johanna,Saraek Atnaliv. Schreier Katharina. Schulz Laura, Schüller Therese, Sonnenschein Helene, Spitz l'aula, Taussik Olga. Weiß Hermine, Wellisch Lauia, Zeise! Louise. Rundschau. Streik jüdischer Schlächtermeister in Amsterdam und Lohnbewegung ihrer Hesel len. ln 11er vorigen Woche hat sich zu Amsterdam ein eigentümlicher Streik abgespielt. Die zirka 51• jüdischen Schläehtermeisten-der Stadt halten nämlich jede Lieferung von Fleisch eingestellt. Der Fleischverkaul hat in zwei von der israethischen Gemeinde verwalteten großen Fleischhallen, wo jeder Meister seinen Laden hui, unter Aufsicht des Rabbinats zu geschehen. •Die Schlächtermeister hatten bisher von jedem Fleischstück, das sie in ihren Laden brachten. Gulden an die Gemeindekasse zu zahlen.1 komitce ohne Unterschied der Rehgon, des verstorbenen Rektors, der Moskauer Universität Trubitzkoj zu einem Trauergottesdienste, der am Samstag, den 21. d. Mts., um 10 Uhr morgens, in der bjnagoge an der Tlomackastraße in Warschau ahgehalten wird, eingeladen ist. Zu den Dumawahlen in Rußland. In den Berdyezewerc Wahllisten für die Volksvertretung sind 1106 Hausbesitzer, 606 Kaufleute und 25 \V ohnuugsmieter eingetragen. Die Mehrzahl davon bilden die Juden, Es sind als Kandidaten zwei lokale jüdische Aerztc aufgestellt. — Der ,Ilasman* wide legt das verbreitete Gerücht, als ob die Petersburger jüdische Intelligenz die Absicht habe; als Kandidaten für die Volks- Vertretung den Redakteur der ,Nowosty* Notowitsch aufzusteilen. Als Kandidat der jüdischen Intelligenz gilt,!־ wie diese Zeitung versichert, .der berühmte Rechtsanwalt Alexander Passowe(■. Die russischen Zionisten und das Reformwerk in Rußland. Die vereinigte Versammlung mehrere( zionisclier Vereine in St. Petersburg hat die Einberufung eines altrusischen Zionistenkongresses beschlossen zur Aufklärung der Frage der ,Beziehung der russischen Zionisten zu der allgemein russischen Befreiungstendenz*. , Territorialismns in Palästina. Die territorialistische Bewegung breitet sich auch im heiligen Landes aus. Bei einer Versam'mlung in Bischon le Zion, zu der alle jüdischen Kolonien in Palästina Delegierte entsandt halten,׳ nahm man zum Territorialismus im günstigen Sinne Stellung. Zangwils Politik wird in Palästina als eine Fortsetzung derjenigen Herzls betrachtet ester jüdischer Hochschüler, für das Winten 1905—1906 war folgendes: jur. Fritz Pollak, (׳tu 1ann, roed. Fritz Lang, Kassier, phil. Viktor F ei< hard, Schriftführer. Korrespondenzen. in. Seit einiger Zeit wird De ,1 sraeli ti sc rusalcm besäe Gegen die Ehr nichts einuvnd Berlin. Seit einiger Zeit wird Deutschland, Oesterreich uijd Rußland von Abgesandten des hen Blinden-Instituts* in Je ik zur Einsammlung milder Gaben, nhaftigkeit dieser Männer läßt sich en. aber das Publikum muß doch darüber aufgeklärt werden, daß diese Art von Sammlungen ebenso altmodisch wie kostspielig ist. Es hat sich!herausgestellt, daß das im übrigen durchaus vertrauenswürdige Verwaltungskomitee Jerusalem einen ganz unverhältnismäßig großen Prozentsatz vom Erlös der Sammlungen auf Propa gandaspesen verwandte.. Das hegt weder im Sinne der freundlichen Geher noch im Interesse des Instituts. Da die Spehe an und für sich bra dem hokannteu Uebcrttaß1 an Augenkranken und Blinden im heiligen Lande dringend notwendig ist. so hat sich in Frankfurt a. Main ein Komitee aus eintlußreichen Männeijn gebildet, das versuchen wird, die Verwaltung deH bereits stark verschuldeten Bünden- Instituts in Jerusalem zu übernehmen, nötigenfalls ein neues 'Institut, verbunden mit einer Augenklinik, zu begrün Diese Abgaben wollte nun der Gemeimlevorstaml aut 4 erhöhen. Man versuchte es zuerst mit zwei Meistern. Diese weigerten sich, die höheren Abgaben zu zahlen und wurden dann aus der Halle hinausgewiesen. Sie meldeten es sofort ilirer Organisation und nun traten sämtliche jüdischen Schlächtermeister in den Streik. Ihre Oesellen schickten sie zum Streikpostenstehen. Sie sollten namentlich aufpassen, daß kein nhull geschlachtetes Vieh von auswärts eingeführt werde. Unter den jüdischen Schlächterc^elien waren aber einige, die ihrer Organinicht angehörten und mit diesen wollten di׳! organisierten Gesellen nicht zusammen auf Streikposten stehen. Um nun einem Streik des tP'öBten Teils ihrer Streikposten vorzubeugen, Janen >ich die Meister genötigt, nur organisierten uesellon dieses Amt zu übertragen. Der Streik der Meister endete nach wenigen Tagen mit . 1?. Erfolg, daß die Erhöhung der Abgaben Uirläutig rückgängig gemacht wurde, über die Angelegenheit selbst aber mit den Meistern ^erhandelt werden soll. Die jüdischen Schlächter- Ztselien haben ihren Meistern bereits im Februar * i^ses Jahres Forderungen auf eine bessere Hef jüng ihrer Lohnverhältnisse zugestellt, warteten vergeblich auf eine entscheidende .orf- Jetzt erst, nachdem die Meister selbst "״ Erfolg gestreikt haben, gaben sie ihren «seilen das Versprechen, daß* die Sache in zufriedenstellend geregelt werden solle. 1 ז: 'Varschauer jüdische Intelligenz, m?. ” arscDauer jüdische Intelligenz läßt in den ,a tern bekannt machen, daß jeder Verehrer;uigliedern. man gut zu Händen Zion“. H4! A Co., zu läufig die Gelder zu en. Dieseln Komitee werden sich Zweig 11 den größeren jüdischen Gemeinden Beiträge für das Blinden institut wird tun an das Komitee in Frankfurt a. M. des Kassierers des Vereins , Lemaan rrn Lismann Fürth, i. Fa. Gebr. Fürl enden, der die Freundlichkeit hat. vorfür das Blinden-Institut eingehenden verwalten. Das Komitee beabsichtigt, sich sobald alh hoffentlich Bern ,Verein J. an die größere jüdische Oeffentlichkeit zu wenden. sind. Das wird Vorfragen klar geregelt recht bal4 der Fall sein. Nach einem Vortrag des Herrn D. Jochei- Din ktionsmitglied der Ito, wurde hier ein T.-O.“ gegründet. In den Vot stand des Vereins wurden gewählt: D. Jocheimann Schärf. E. Feldstein, S. Büchler und (Präses). L. Friedm; nn. Budapest. (Ein Schuß in ein Bethaus.) Am 22. Oktob< r abends haben bisher unbekannte Täter auf ein Fe »ster des israelitischen Bethauses an der Ecke des 1 lußar- und Munkacz-uliza einen Revolverschuß ahg?feuert, der das Fenster zertrümmerte, ohne jedo :11 von den im Bethause Anwesenden jemanden zu verletzen. Die Täter konten noch nicht eruir werden. Buda »est. (EH Wechsel im Präsidium der Baronin Hirsch-Stiftung), steht bevor, da Hofrat Dr Philipp WoinmaOn, der bisherige Vorsitzende, sein Amt lidergelegt hat, weil er zum Vorstandsmitglied der Fester isr. Gemeinde gewählt worden ist und ali solches den Satzungen der Hirsch- Stiftung gtmäfl nicht dem Präsidium derselben angehören iarf. , ., Güding.Jüd. akad. Ferial-Verbindung ,Gamala . Das Ergeh 1is der heurigen Chargenwahlen ist Verbreitet di T rlses, Jul. folgendes: kand. ing. Siegfried Steinitx, kand. ing. L. Brammer, Vicepräses, vet. 9 « . Samstag. Schriftführer. Gras. Das Ergebnis der Chargenwal le \ des ekadem. Vereines «Charitas,* zur Untec itfl tzung Grodao (Rußland). Nach einem Refe at \ des Territorialisten Chasan und des politischen 2 i< Paperin erklärten 500 Zionisten ihren Be^tri^l zur territorialistischen Organisation. Kiew. Ein zweiter Vorkämpfer für die Ea^anzi pation der russischen Juden ist kurz nich Tode des Fürsten Trubetzkoi mit dem Rech L. A. Kopemik ins Grab gesunken. Kuper lik Jude geboren, wandte sich später dem ChrsUütum aus leiciht erklärlichen ^Gründen (um sich fr« be wegen zu können) zu, ohne jedoch inner|ch äußerlich die Beziehungen zum Judentum zu v?rli sren. sten dem iwalt als So war er Verteidiger der Juden bei fahl Prozessen wegen der h tzten russischen JH metzeleiein. Als hervorragendes Mitglied < er gressiven! Partei trat er warm für die ( lei!;] rechtigung der Juden ein. Nach dem lluu Zaren über die Religionsfreiheit vom 16. April trat Kupernik wieder zum Judentum zurück, er im Herzen nie verlassen hatte. Meta. Am 22. d. Mts. sprach hie! Hunderten von Zuhörern im überfüllten Sj Hotel du Nord Herr Dr. Adolf Friedei Wiesbaden. Den Vorsitz der Versammlui Herr Dr. Dannenberg. Unter anderen schienen: Der Oberrabbiner von Lothrin( Präsidenten des israel. Konsistoriums für Lol der israel. Gemeinde Metz, der Lothrin! und viele andere bedeutende Persönlichkeil Versammlung folgte gespannt den packenden!denprohbe- >d. J. daß vor des trt aus k Jute die ringen, -«oge Die Aus- Führungen unseres . hervorragenden Gesinpungsgenossen, der die Anwesenden zu stürmische»», licht enden wollenden Beifall hinriß. Das Publikum e^- müdete (nicht, trotz der fast zweistündigen führungen des Redners, und gab wiederholt! eine ich, hen lebhafte Zustimmung zu erkennen. Es zeij daß die Metzer Juden fast durchweg dem pdlitis Zionismus lebhafte Sympathien entgegexjbrinjgen. Eine große Anzahlvon Damen und Herren traten der Ortsgruppe bei. Herrn Dr. Friedeman Vorstand zu aufrichtigem Dank verpflichte! es verstanden, unsere Ideen in einen propagieren, daß der Zionismus nunmehr bleibende Stätte gefunden hat Der Vortragende enthielt sich jeder Stellungnahme zu den gerschiedenen Strömungen innerhalb der Bewegun! wurde von Seiten der V^rsammlungst wiederholt betont, daß die Metzer Judens ist{ der Er hat 1»er eine Jedoch Inehmer 1aft nur mit dem politischen Zionismus sympatislert, und Verdie Tendenzen der Zione-Zion ablehnt Sammlung und ihre großen Erfolge haben I daß eine zionistische Agitation hierzulande in jhder Beder eine rom teil» xken Beziehung aussichtsreich ist, sofern radikale Strebungen ausgeschaltet bleiben.-. »w-Y'ork. Eine Bekanntmachung des }General postraeisters, daß jeder jüdische Postbeamte ürisich am Jaumkippur vom Dienste fernhilt, »!־•ffceldstrafe erhalten und für mehrere T*|ge Dienste suspendiert würde, rief in den Kreisen große Bestürzung hervor. Der Bei damit. begründet, daß d-s Wegbleiben hundert jüdischen Angestellten (New-Y< 700.000 Juden!) den Postdienst sehr stöi Prag:. (Verein -jüdischer Hocnschül Kochba‘, Prag.) Die in der Generalversammlung am 21. d. M. vorgenommenen Ausschiiftwahlen hatten folgendes Ergebnis: Obmann: phil. .Freund, Obman-Stellvertreter: jur. Herrnheiser. Schriftführer : techn. Einet, techn. Popper. Kassier: techn. (Oplagka. Rihtillwitö«. - rtliil lmc<'hA)lt#r0 ZftitlinPST^rW^t^r : rk hat «Bar Biblithekar: phil. Amschelfrerg. Zeitungsvtrweser: Herrmann.! Warischau. Die Kandidatur Sokolows, Bed akteur der hebräischen Tageszeitung (kazefihih, zur Reichsduma in Warschau findet die 1 krallige Unterstützung der polnischen Fortschrittspart«. Datait ״ dürfte die Wahl dieses jüdischen Journalisten gesichert sein. ׳; Wie«• Jüd. akad. Verbindung «Ivrif*. Jas Ergebnis der Ghargenwahlen für das VVinter^eme »ter 1905—1906 ist folgendes: jur. Albrecht Sfchöniof, Präses, ing. Julius Groag, Vicepräses, jur. A lolf Lanzer, Schriftführer. Wien. General-Major Bitter v. Schweitzer, c em einzigen jüdischen General der Östenr.-ungaj. Arnee ist auf eigenes Ersuchen von Se. Majestät die Pensionierung bewilligt worden. Schweitzer j hat < ine interessante Laufbahn hinter sich. Als ז M' Jüdische Volksstimme 64;er 1u»111uc G^sdufU 1

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.