Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- VI (1905)
- Issue
- 20 (15.10.1905)
- Date
- 1905-10-15
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr- 20״ Jüdische Volksstimme. i1״ Stiche zu lassen und in. die ,Städte zu /ii lien. I>ie jüdische Bevölkerung ist dank der jahrzehntelangen Wirtschaft in unseren (ie- ״jeinden ohne jede Organisation und machtlos den Boykott aufzutreten. Wir fordern "jie Jmlen auf. im eigenen Interesse sich jeder frein dnat ionalen l’olitik fernzu halt eil, da dies das einzige Mittel ist. um Ilichl den llaU der Tschechen und!h utschen auf sich zu laden. -o- Beschlüsse des VII. Kongresses.' .1011c Eandeszentrah* ist verpjli«*ht«*t ein \';dionalfo!1«lsbnrenn einzusotz« u. welches die \nigab»* 11:11. in jedem Orb* «b s Eamb s. wo 1;d«־n wohnen, N5dionalfon»lskh1n1m>>iou«׳i1. inhnngs» « ise Kommissare zu bestellen. welche . «len Xationalfoiids die erforderlich«* Arbeit ■ lt ist»*n halu‘11. 3. Jeder zionistische Verein ist verpflichtet. . m׳h-tens "»0/0 der Einahmen an Mitglieds-!״drüben dem Nationalfonds ahznführeii. :». Es ist Ptlieht eines jeden Zioni-Ien, sieh .!gunsten des Nationalfonds selbst zu la sten׳ ru : ..•!bst die Dürftigsten sollen so im Laufe eines 1;!hrewenigstens 1 Krone, 40־ Kopeken. re-p.!.•וו entspreebemlen Wert in ihrer Landes- 1-1011/.׳* dem Nationalfonds znwenden. I. Alle jfulischen .Zeitunsren werden aufu■ -fordert, aufklarende Artikel über <1011 Nationall.'.luis zu bringen ihre Leser zu Sammlungen tiii den Nationalfonds anzueifem, selbst SjK*nden etdgogonztmehmen und sie auszuweiseii. 5. Die ziouistisehen Organe haben dafür /. .-orgon. «lab Knllusvorstämb* und Hahbim*r bei allen rituellen, Anläs-׳*u Zuwendungen für -B11 Nalionalfotnlveranlassen. 1',. Kist Pflicht eines jeden bemittelten Zioniden. in >« im*m Testamente den National- , :.׳mb zn bedenkiM). Rundschau. Hewässeruiiff in »armen Ländern. I nweib lhaft ist die Bewässmungsfrage auch für Palä-tina von allergröbter Bedeutung. Speziel -i.-r Süden, der an \Va>ser verhältnismabig arm ist, und ganz b«*>onders die Sinaihalbinsel mit Ei-Arisch können ohne künstliche Bewässerung nicht in Kultur genommen werden. Aber auch für das übrige Palästina kommt für manche l >hst- und für die Bemüsekultur künstliche B«-wä-s,*1 nng in Betracht. Die Behandlung der BevvässenmgsJ'rage in anderen Ländern, be- ‘■mib rs aber in Aegypten, ist für uns von grullem Interesse. Ls mögen dalier liier einige Mitteilungen über Schritte gemacht werden, die zur Förderung der Bewässerungsanlagen in . T-eliiedenen Ländern unternommen werden. Di•* ägyptische Negierung plant eine Fortsetzung!• r groben Arbeiten an der Nilreguiienmg. .׳•h he das Land mehr und mehr tjingestalUeii wenhui. W. E. Oarstin, der die Verwaltung der. deutlichen Arbeiten in Aegypten leitet, und mm das Land grolle Bewässernngsarbeilen. neue amtwirtschaftliche Balrtien und die grollen Be- '׳•rvuii’s in Asuan verdankt, hat eine grobe Heise unternommen, deren Frucht ein zweites Arbeitsprojekt ist. welches bereits die Billigung des englischen Vertreters gefunden hat. Dieser flau umfaLH 1. eine Beorgani^enmg des ganzen FlutLystems des Nilbassins, hauptsächlich mittel:•;rotier Keservoirs von der Art, wie dasjenige in Assuan ist: 2. die Arbeiten an der Zer- 'lörtmg der ״Sudds“, das ist der groben schwimmenden Brasilisch! im Bahrel-Behel und im Bahr-et-Uazal. die mit eine der llauptur- ־a<he» für die Störung der Nitgewässer bilden: I. die Ableitung des Bahr-el-Gehel. Die Besamt- , m-gaben werden sich auf 500 Milionen Mark belaufen, die auf zehn bis tünfzelm Jahre aufgeteilt werden sollen. Man berechnet, dab an> diesen ungeheuren Arbeiten dem Staate ein Steuerzuwachs von jährlich •44 Miliouen Mark erwachsen wird, und zwar infolge des nmen urbar gemachten Terrains. Das Projekt unifabt auberdein Arbeiten, die in zweiter Linie in Betracht kommen, welche die Bewässerung lies Basire und der reichen Ebene von Kassala möglich machen sollen. Ausgabeu des französischen Staats für jüdische Kultuszwecke. Angesichts der bevor- ׳ Gehenden Trennung von Staat und Kirche in 1־ raiikreich ist es von Interesse festzustellen, wieviel der französische Staat bishetf für jüdiscln* Kultuszwecke aufgew׳*n«let haf. Diese;Vnfw(M1duugcn waren nach dem amtlichen Amman־׳־ slalisliip,.- )•10:5 (Paris 11«״״ (1י ■hdü־e 1003 folgende: 1• ür die Beamten des jü,l. Kultus Lli.Oib Fr. - das israelitische Seminar . . 33.<י י*א Bammterhhltung>kosten für i-rael. und Protestant. Botteshäuser *) 3(1.770 . Nimmt man an; dab Von «1,1! Bauunterhaltnnur>- kosten der vierte Teil auf Synagogen entfallt, so würden <tie gesamten Ausgaben tür jüdische Kult11szw־%׳fce etwa lh0.7<M1 Frks. betragen und damit 0 (•*!:־ח der ge-amteu Ausgaben des flanzu-isrlirn Staates für Kultuszwecke, die sich aut Frks. belaufen, ausimnhen. Sie sind damit etwas höher, als der Anteil der jüdischen Bevölkerung an der I lesamtbovölkemin: beträgt, da die Juden in Frankreich nach unserer Schätzung 11HNHK) S«-.-1,-1, zählen dürfen und somit 03־ der gesamten Hs.bl1.045«־ Seelen F.kilj zählenden Bevölkerung Frankl-anachen. Nebenbei sei bemerkt, dab li«' (!♦ *samtzahl der staatlich besoldeten jüdischen Kultusbeamten (Babbins ׳■t miuistres) in Frank- Jahre l‘M»3 517'fjetrug. von denen sieh Unterhaltungen, die von Missionski eis! *n voranstaltet wer<ten. aufzusuchen, an vo 1 A issions-!eilten geleiteten Anstlügeu aufs Lim lim Jahre reichs;11 reich im 13 im ^Seine-Departement (Paris) hefgiiden. Ein die infolgir neuer Exodus. Tausende von Juden, des Aufstandes in Yen! aus dem Lande!1 teilten nüibten. -in«l in Suez angozum Besuche solclikr verweigern, als sie Sitte 5 eit ׳<!: m *11. ׳.<׳ h-l m*hm«־n <-tc.. nn,l hei dieser Bel«*g«'1!y sie »׳ranlabt. »lie nichtjüdischen (1 zubeten. Auf di׳*so Weise verirren auch jüdBdm Männer mul Frauen zu fremden Bottesdiensten. Wir ap] ״ die jüdischen Eltern, ihren Kinde! die Erlaubnis ludtungen4 zu genau über die Natur solcher I nt informiert haben. 1 ״ )er . Warnru Uoth-ehild. Bliefrahlii Adler. Uliefrabbi Francis Monieliori, Samuel Montngih zei«-lmet. Der Verband der deutschen von uns s. Z. mitgeteilt, wird der deutschen Juden *!eine erste öfletdl verctnunliiiigi am H". «t. Mt-, in Der in 1 >*bl*r <lie Tage-onlnum.׳■ dieser V! rsajr -ow.-it sie bis jetzt lll Bi. heut»‘ mittei!»-n. dab?ie die fol: unifabt:!. An^priiche d«s Prof. Di 3. Vortrag des Ju.-tizrats Dr. E« Berlin über!!je Eutwick<*lnn des VerlKimles der deutschen Juden, Hermann Humpliolz-Hamburg. H Babhiners Dr. Werners-München: Lage der Juden in Deutschland. Beel itsan walt Dr. Auerhuch-Fran\fu{t< 5. Wahl des Ausschusses. 1». Wah|de prüfer. Di׳-e Tagesordnung wird nur als eine provisorische!,־׳zen hj!1*׳. aus der Milt«* d׳*r Verhamismitgli׳ m״ h nicht vorzu!i׳ gen: es stell von <*iuem rerwaitcu. <hu> auch solche <'utw׳J׳le1 vi׳ nnau— •׳o. 1 norh a >g•-in.-Idei 111 •»ל• •ין■י! J V *1־ -aiunilnnj■ -♦־:i>st werde;! eijuo-bf. Hilfs\erein der deutschen IliitVvei'eill der deuUrhell Juden, d< seg»-nsreicho Tätigkeit allgemein hat immer wieder und wieder s llaud den notleidenden und in /teilzu- 7 werden '“V miti 11 al»c*r mchmal reu an solange Unter- 11 nicht rh dlimgen i7jt von Basier, unter- 1! d K V * I kommen. I11n<*11 folgen andere Leiden>gonosse!1 in grober Anzahl. <lie in Aden auf EinschitTun: naeh Aegypten warten. Alle diese Flüchtlinge hetinden sieh in einem h׳*mitleiden>\Verteu Zu slande. Milii iirische Aiisschreitmiffen in Tarnow. A 'faniow k'iinmt di•־ Meldun׳, Vorfälle.!׳|er wieder ei-:,!,al zeigt, röflbar Jh-r ju«h׳uf• indJieit׳• ih-i-t Ofli/.ie:>slJ1־ei^e1r׳ hei iid. Im dortig»*!! neuen Bäte .l'»;Jn/.ai“ sab vor .-i,,Ln-k1 'Pag'ii eine B<- s» l!s« hat'!, von drei י ►ni/.i«.! -n. Als 4ie ziemlich anu'eheit'irt das Lokal verliefen, stieben >ie mit Bewalt einen S*--el um. auf den! ein kleiner Jiidenknabe >ab. Ih!s Kind liel blutend zn Boden; henen (Ilauhensgeuossen in Bublau׳ und sclijie. Als mm der Kellner <h» Ofti/.i׳ reDi»* groLVj! HiilVaktioneu. di, über dieses r׳»h׳* Benehmen zur lh־de stellte, j fordert♦•!! natuigeni.ib auch gml lM*scl»impft<‘n >ie diesen mir, <!•*?! nntlätig>teu Mittel. Der Itefatinuticnde U’int Worten. Der Kellner lieb sich dies nicht ohne weiteres g. lallen, um! a-- d<*r ein«׳, mit /tem Arni(* htji'unituclitehid. ilunl ,M-lnnutzigt'i־ Jude־ und ähijliehc Li1*l)en>wfu»ligkeiien ju<־)n* zurief, verhetzte »1־> 1 ׳nlrü>tete K< linl-r dem am meisten krakeelenden I lei rn »1l>e1h*utn;mt eine -«־hallende Ohrfeige] Der, Uerr l.eidnant hat wohl »Wc Ohrfeige wottlos <»inge?te1*kl und ,den .l.ud» n״ Bache g׳-<chworcu. die dann in einig־׳!! Tage!! au« h ausgefülü't wurde. Wie nämlich «las L«-mhc1 g׳-r ..Imlischi* Taghlatl* zu beriddeii jwuib. vor- >an!meU<11־ >i!!! drei Tag«• >pät<׳r 1|hgcfal1r 35 0nizi»־re: in «hmiM-lben Lokal, wo sie.«•in wü-t«‘s Zechgelage vt‘ran-talt«‘t«*11. Uiraulj zogen >ie mit blank« n S;"1b«'ln «hirch »h«־ Sl^dl. wo >!«- j«־«le!1 ilim*n ln־g־׳gm-nden Juden uitet־ lautem auze Anzahl Juden blieb mit gevurde eine l'tizier«׳ ♦•in- »ler Kallee- :leben l’lir Be.-«־hin11)f atlj!ckiert«*n. Ein« wurde VerleUt. ein alter .111,1« -pultenepi Koj'fc tot liegen. E- .stt־«*ng«i־ Fnt'-rsu, hung g«־,׳en «lie < geleitet, lläusei abemh «lenen vorläufig der!»׳ >nch 1111«! »las Ausgehen nach Erfahrungen, di«- ־!׳sucht. haben. Irrtum fall sich reich li« zugetra Eilt«1 erfühlet durch l)a* untersagt wiml♦*. Man ist!trotz all«! 111011־ in Baiiz fragen, ob d '«»rliejri uml oh «ler ui«*<terlr. 1cJ!tig<• \ orwirkli‘־!!־ in 'l'arnow. «las j. eu gemacht nicht ein in Oestergt. und nk*ht etwa in KBjheuew sich e!1 hat! Sflmlc für HandWcrkeritmen «lit* jü«lische Hiltsgesell'ijliafl -Bitte Arbeit“ in Wilna. j Zentralkomitee der z^onKtischen um 3'.'. Okt, 111 Kul aubenn ihr di« Dele^ic Vereinigung in Deutschland wird 1 ‘zusammentreten. Di. S t/.nng wird deutlich ■bedeutungsvoll sein, weil aut Tagesordnung für den kommenden tentag der deutschen Zion ־*teil zu der jüdisrii+liTritorialistiseheil Jiewegm.g zur Ycrtiandluüg kommen soll. Missionsjagd auf 4ude»kind«‘r. Im East- Eml vion London zirkuliert gegenwärtig ein ״Warnfuf an jinlisclie Eltern“, b» dies«•!!!, bebräidcli uml im Jargon verfallt־׳!! Aufrufe heibt tis u. u. ־. -Viel** Kinder von jüdischen East-Ejnl-Fami^en ptlegen Vorlesungen und —״״״.« . ־־׳! immeii uea «mm־? um! 1».u u1ea׳n1 “■״K^■ 4 ״»־־״״־» *״״ init s, härtuug der Not uml 'des Eie! «D ihr Vers«huld«‘n ins tiof-te t'nglf, jfnlisclu'i! 1Ma>'*־n tu Bubiaml na 1t damit «*ine eminente Vergrüben 11g fitnlenrngeii, die dalliifsweik fü der n!<־*iscl1en Bh>nb.-n-g<'nos-*<*n 111 Mellt. Da< /.eidrulkoiuite«- de> llilfs!, ׳!«*-halb, ^wie ans dem--h!serate!>t׳ il einen'Dlrimmmlen App-Ml an ♦I«*11 111♦ Wnl1ltätigk־׳il-ain!1 uns« r**r Blau mit «ler Bitte. >ein \V«־rk durch 1 führung v«m Speinleii zu unt׳ r.-tüt ׳ -ict1«*r.yilab d,-r Aufruf bei mi willige rj-*rz--״ uml ״tfem- Bänd« \ K« Ju I im Ei. U ei tuchen. Wie »and d«*r Haupt- 1 halt״!!, mlung, köii! mi wir Tunkte A(avhaum. Fuchstirlgaheu rfeferent!trag des taatliche!Teter«׳nt!. M. kas-el!- ‘ betont, ^nträ-je iieinei! zu zum in «l«r 1 llwerden. I len. De!־! üb,*raus 1 annt i-t. helfend«* l'l g«^1־ietereichl. il'l'-L erliiumzielle Jler Vcr- 11־׳r «dm׳* u'iratenen loran nml «ler An- Ärmst»•!! »?11 Verein 11!> ricld«‘l )>ie||tlir||. sagen,(en ,1ו*»<י110•»^ ie!liehe Zu- Wir si!1«l Le.-ern hü,ku wir♦!. An unsere Lese! Wir bitten um gütige Aufgabe an die wir Probenummern mit Auss senden können. f,!p Adressen, auf Erfolg nifjistration. Korrespondenzen. Berlin, t*ktoh!T I»>. II!.-,. di״ -.׳sleir,־• ]־,, im Winter an . >;:,-1 «I« at>• 11• 11 «li׳• »*mdicivn Ireten k«'*n!1«ו .il.«s11n>na«a“ d,r t־!:.v, d «mit Mit mit ilm Die 1' I -il.'it lo im 11i< 11».־ Aü^alu* >lml. jm. K'im.id K-li-, r. 15,11111 .V. ־ז1־'0־יח^וו• B*-. liriittn. «l-r.iei.• K1 1nk,11pllt-.׳e Bliotim־.» tlen Ul del I'-Ulel: B.-II« ein Hinten Elirenunl-li«-,!«•! n Ihnen u!״i A<luJf S. K«׳Iri1. 1v׳־idn• «l«־m Vereines seit 1141^־ iindung .1ng,l1«״v(1, Soniilag. -,len 31. September, «lie b hr ndiplome in künstieriMli;u1>g1 ׳>t.ttt«*l111־ Mappe mann Hern! 1)1. Signum«! S.-mnund!rn r üheio-icht. äbijMmi^tcU-. in «li•• Wob* «ter hegal). e bt־>on«ler«־n «1.1s Emporl)«1 Obmann, weleher sich mit de Vertreter Herrn Sigmund Kenigsgart« n innigen der genannten Einemniigli feiefte in einer herzlichen Au.-praclu Veitiienste der beiden Funktionär«■ blühen des Vereines und bat diesEUJen. , ihre b« tu•« i! •T-llelu-ll!:!):..iitonelt. . liM-biile ZU iu Fidilnng Vt־rhinduna 1111. I. A.: W ׳ein .b.kiu־ ,.uyt-rsrinuniung -lambw derw nuten an! 1 an 11 den Ob- Vereine zur Verbreitet die ״Jüdische Volksstimme‘