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Jüdische Volksstimme · 1905-10-01 · 19 (1.10.1905) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
VI (1905)
Issue
19 (1.10.1905)
Date
1905-10-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite «'» Jüdische Volksstimme. Nr. 19 nipor gelungen war dir Episode d>Snil, die auch mit Applaus auf ->ff<•»׳ r Szent• p-lnlmt wurde. Der Darsteller d.-> la-isef halt׳ die schwierigste Rolle zu b» \s;Utig*1!־. entledigte sich p »h.ch dieser Aufgahe mit gr»»ß» m Gc»1)1i« k. Ein. »»•hr anerkennens• werte Leistung hot di»• Darstellerin der Loja. Erl. (irrte Ltngfried. die aus besonderer Gefälligkeit ihre Kunst in den Dienst der zinn. Sache stellte Welche Hih mit großer Routine und anschmiegendei» Gefühl vorzüglich in die Stimmung des Stü. ke«.hin. infand und namentlich im dritten Akte :grci&ijide T»*nc anschlug. Sicherheit ‘und Gewandh.-u verriet das Spiel des Nachmann, der nicht nur mit iiherzeugender Km ft die Rolle des Agitators g.»h. sondern auch die für Dilettanten schwierige Li!■•hesszene mit feinem Empfinden zur Darstellung brachte. Harmonisch in den Rahmen dieser Leistüng. -n lugte sich das Spiel der übrigen Mitwirkenden und d. n vereinten Kräften dieser kühnen Dilettanten gelang es. die überall» schwierigen, fast unüber* 'ieigiic h. n Anforderungen, welche die Sturmszene d»•*!ritten Akt.-s seihst an gewiegte Schauspieler *%-lit. »0 zur Geltung zu bringen, daß das in große Spar.mn:- verhetzte l’uhlikum sichtlich befriedigt war. Die brutale Gewalt.' mit der schon allein der Idc.ng.mg des Tsehinkow'schen Stückes alle Zuh. .nr ihr »•in .anschii»ü»-nd»-s Tanzkränzchen* in k. i.k s.u t-ir.’-t•■ Stimm»ng zwingt, wurde nun zum S.׳j>!> g,-mil,l.rt durch das Singspiel: »As.-hanti lh-.luin.-11'׳. w. i: l,. s tendeziös und humoristisch >1._ 11.׳_:«־lc Stimmung zu Musik und Tanz hinüber־ , v. War da» Resultat des Abends ein über* ״»s g׳-iurgm» >. Nikol>hurg, -ö. September 1'."»5. Löbliche R. dakhon! Wir h dt.-n Ihre »len jiuliscJien Inter- **«•:. di» tiende /•»•itung für viel zu ernst, als daß wir'•len in d..r v«.rjimg>tcn Nummer er>chienenen *• ׳;iderhan n. für nn*f.n־ Gemeinde keineswegs sehmei .. Rr ri«ht über das .5»»jährige Amtsjuhiläum l. 1.*.n י elirwürdigeu Herrn Rabbiners Josef Knöpf- -.׳•׳, ni.üt richtig stellen sollten. Es entspricht .!- n '!>:»111׳ Ionen eiiu r Kultusgeineinde wie Nikolsb :>!.-hl. »•mein Rabbiner zu seinem Jubiläum - .S.1m*tag* »׳in»*n Stuck zum tJ« schenke zu 1.1 ׳1 •ז י •יי l.**n : ebeiis«» lächerlich sind die von «lein R.-m« hfer>taMcr »lern greisen Rabbi in den Mund _• g•.־;. Dnukowortr von dem .Stäbclien*. Es . ,׳: ,.*_•!.•;• •—n von einem sonderbaren Verständnis.!,*. r׳ m H» rm ' < *berrabbmer Dr. M. Lewin ♦*inen .Ai.-.. * vi.rb-sen und »lern Herrn Kultusvorsteher J' .יןיןו Ko.״׳»!•in♦• •Adr»•״־««־ überreichen zu lassen. W r :•r!:•; j.m eine Abmmg v,׳n dem WcseQ der : «t*:•.:.י ■h Autorisation besitzt, d, in wird der L׳. ׳ >';־•n dem .Dajonzeugiiis־ »•in Liebeln ab• •1« .1־ ■i d.-rn Ib-nn .S. A.* auf dem Gebiete Ih ־11 י.ז •;»tattung und der Fed»-r überhaupt für Eoige!וזי Ra*;?־!eilen fyü»*e!1: .Mnnuin de ,.lieiir. Da bei-!1* in anderen Riättern um aulen •*•:.• r ßeri» 111 über die »-!wähnte Feier erschienen einbrigt un» nur m״ h der Wahrheit gemäß zu ל ■:s!.11. daß unser h׳.chge»-hrter Herr 1 »her . abbi::!-: Dr. M. L״win si» h besondere Midie gab. 1..־־:mt e:n«• so ».•Item• F.-ier au»־h in würdiger W»־ise ,. : ^.11 1m׳l den fCharakter eirn-s «1( ׳! jüdisch♦•« Frr11d»11te»t••» trag»•. Das Von unserem Herrn Obertabbin־־׳ vorgetiagen»•. i״n ilun selbst in klassis«h»׳m . HciuäiM ־. verfaßte EbremUplom der Kultusg**meinde wur׳l»•- nachdem de» selb»• noch eine musterhafte, herzlich*• Ansprache an den Jubilar gehalten hatte, von unserem Herrn Kultusvorsteher überreicht, worauf Herr Bürgermeister Moritz Abcles »las Ehren- «iiplom der politisch!•» Gemeinde übergab. Die beiden Herren gratulierten sohin dein Jubilar in »1!dichten, aber innigen Worten, und dankten ihm tiir sein segensreiches Wirken. Nachdem auch die erst hieiu־nen Deputationen sämtlicher in der Ge »in inde bestehomlen Vereine miti Körperschaften den Herrn Rabbiner Knopfiiwher beglückwünscht hatten, dankte »hr Letzten* tief bewegt Allen für die ihm in »o reichem Maß.- erwiesenen Ehningen. Hiemit ». id'.ß dn-s»• würdige zahlreich, besuchte Feier und unser Jubilar ׳.««ע »»hm• Stock. wie er gekommen, na» b Hau*»•. L. F. Podebr&d. In der alten böhmischen Stadt l'o Ichpad^ fan»t am Uh d. M. eine zionistische Vvts.tmmlung statt, zu der sich etwa 15t» Teil nebmer »•ing.ftnnleii hatten. Na» h einer Begrüßung .iller Erschienenen. lH.*son»l»Ts der Vertreter des böhmischen zionistischen D K., der Vereine .Zion* K״!in. .Zi״n* K'uttenherg. .Bar-Kochba* und .Frat-•uiita** Drag durch den Einherufer Herrn H. Brod. י w urd»• <1• r langjährige Vorsteher der Fodi'hrader Ku!t11*g»-n1»imb• Herr A. L. Kantor zum Ehrenpiäsi.h-iit» 11 H. Brod zum Präsidenten. Herr Fuchs .mul m. »■and. O. Fantl zu Schriftführern gewühlt. Di* Retemt über .Di,• Judenfrage״ hatte Herr L. Markus aus Kuttenberg. Für seine inhaltreiche, hegeisterte und wirksame Re»le in tschechischer Sprach»* erntete Redner lebhaften Beifall. Die darauf folgende Debatte, an der sich die Herren Weiß. Fuchs. Brod, Goldstein. Köhler. Beuth-r. Markus. Heller. Millrad. Sr. Ehrw, Rabl». I'olesi. Schriftsteller Kolm. ing. cand. Hirsch, ing. cand. 0. Fantl und stud. G. Fantl beteiligt‘'», /eiehnete sich durch ihre Sachlichkeit *und Lebhaftigkeit aus. In einem schwungvollen Schlußwort appeliert»? sodarm Hr. Referent an die Anwesenden mit der Aulforderung an unserem großen nationalen Befreiungswerke mitzuwirken. Für die im Entstehen begriffene t »rtsgruppe haben bereits 25 Mitglieder ihren Beitritt angemeldet. Für den N.-F. wurd*• gesammelt. Am Abend fand ein ani* miertes Tanzkränz» hen statt. Wien. (Zionistischer Distriktstag.) Das inner־ Österreichische Distriktskomitee beruft für Mittwoch den 11. Oktober. 7 Uhr abends, ins Kongreßbureau den ordentlichen Distriktsstag ein. Tagesordnung: Rcehenschaftsherichl. Kassabericht. Neuwahl. Eventualitäten. Die Zahl der Delegierten beträgt bis 25 Mitglieder ein»■!» Delegierten, von 2.5 .50 zwei Delegierte, 5(» 101» drei Delegierte und über 100 v|»*r Delegierte. Die Vereine haben nach vollzogener Wahl die Delegierten dem Distriktskomitee schriftlich namhaft zu machen. Anträge seitens der Delegierten siitd spätestens acht Tage vor dem Distriktstage a1izuz<*ige11. Dasbesle GelränkuNahrungsmilfel furfiebernde Kranke isr Ceres-Apfelsaft d9rNährmillelwerke ״CERES"Aussig Bücherschau. ־־ Moritz Steiuhnrdt: ״Aus dem Ghetto", Job. Wlirlh'sche Hofhuchdruckerei. Mainz. Das Werk enthält köstliche Genrebiidchcn aus devn ungarischen Uhettolcben und porträtiert Steinh^rdt in gelungener humoristischer Weise Typen der Judengasse. I ns Junge muten diese Schilderungen, vnpi unbedingt^kultuihistorisrhem Werte ganz seltsam an,: wie Sagen und wunderliche Berichte einer längst entschwundenen, vielleicht besseren Zeit. Wer mag esi wissen, ob diese Bewohner der Judenga^so nicht glücklicher. — sicher al»er jüdischer — lebten, als die ,.Moderne*. L’nd so wird dieses voll Liebenswürdigkeit um»l Wärme crfüllt»*8 Werkchen zweifelsohne sich leicht in den jüdischen Familienkreis Zug .11g verschaffen. Es braucht nur darauf hingewiesen zu werden lind das habe ich getan. Max Nicher. Briefkasten der Redaktion. H. L., Brfinn. Als Vertreter dey jüdischen Ge• möinden Brünn. KaniU. Eil>enschitz wurde seitens der (iomeinden Dr Khnnann in den Bezirkssdiulrat ge• wählt. — J. P, Wan lert in den Papierkorb. — J., OlBtiitz. Wir empfehlen Ihnen da•» Buch: ״Das Wesen des Antisemitismus* von Dr. Heinrich Graf Coudenhove. M. Naclier. Erledigung /<>Igt brieflich. Dank und Gruß. — Kraus, Berlin. Besten Dank für Ihre liebenswürdige Anregung. Wir werden Ihrem Wunsche s »bald als möglich entsprechen. — H. R., Pr+Bnitz. Wenden bie sich;in den Jüdischen Buch- und Kunstvertag, Brünn — A. Z. Sie haben recht. Milflitz lat eine politis»’hc Judengemeinde. — P. Wenden 3ie sich an Herrn Dr Siegmund Wolf, den Präsidenten de• Freitisch vereine«. — Zionist, Troppau. Ueber die geplante Jüdische Hochschule sind wir leider nicht in der Lag•.* etwas Mitteilen zu kennen. Wenden Sie sich «n B. Feiwel. Berlin — Korner. Ob Dr. Schnierer die auf ihn gefallene Wahl in das L.-Kangenommen hat. ist unbekannt Wie wir hören hat Or. Krenberger sein Mandat als Obmann d«*s L.-K. niedergelegt. — J. R Moses* Heas geboren 18.2, gestorben 1870. Wir empfehlen Ihnen die Broschüre ,KosuS Hess* von Jos. Meise!. Nationalfond, Dr Meisel. Mähr.-Ostrau, Sam tuhing l>ei Hochzeit Mandowski K 13 85. Zum Jahreswechsel entbietet die bereJieHsten Glückwünsche -E» n^W7 , B. A. Piovaty, Flei^rkhauer. Zum JahKiaechwl entbietet die herzlichsten Glückwünsche Maximilian Hohn, Cafe Royal, Brünn, Dreihahnenhof. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Alois Strompf, Cafetier, Brünn, Krautmarkt. Zum Jahreswechsel entbieten unseren Geschäftsfreunden die her!• liebsten Glückwünsche. לשנה טובה תכתבו Jüdischer Buch- und Kunstverlag. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche ״Caf6 Habsburg“ Robert Bllmsrieder. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Cafd Biber. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche ״Cafd Austria“ Pr. Dania. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Reinigungsinstitut ״Bruns11 |. Havranek, Adlergasse. Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichsten Glückwünsche Josef Bock A Co. Selcherei, Brünn, )osefstadt 18. ו mm Produktiv Genossenschaft** dtr hziarbtiitr und Hrtxiurlniieii Brunn, Rrapseng. 40 Srshrrr fiutlagtr Brinns. Prth« auf («dem km ersichtlich l Jüdischer Buch- und Kunstverlag, —.--- SX-Ü.Z3J3.---- Soeben erschienen: von Josef Meisel. Preis 40 Heller Porto 3 Heller. T־vxd.©ril Sorget für die weiteste Verbreitung des w u Zum Jahreswechsel entbietet die herzlichste■ Glückwünsche F. Schopp, Cafö de l’Europe. Brfinn. Für Se, Jahr 1905/06 (5666). Der ״Jüdische Volksk&Ionder“ enthält ca. 30 literarische und wissenschaftliche Beiträge und Illustrationen. Der ״Jüdische Volkskaleuder“ enthält ein ausführliches Kalendarium nebs( Minhogim. Der1 ^Jüdische Volkskajender“ ist ein echt jüdisches Volksbuch und bietet reichen Inhalt zur Belehrung und Unterhaltung. Der ״Jüdische Yolkskalender“ fehle in : keiner jüdischen Familie.; Der ״Jüdische Volkskmlender“ kostet 70• Heller. Porto 20 Heller. 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