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Jüdische Volksstimme · 1905-09-01 · 17 (1.9.1905) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
VI (1905)
Issue
17 (1.9.1905)
Date
1905-09-01
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Jüdische Volksstimm: .S-yn. ut.־ erfahrt. ist gegenwärtig von der Admuü-dratmu der Aufenthalt jüdischer St»• deutelt unter den Fabrikarbeitern für •aliAdlich (?1 befunden worden. Auf Antra(,' des Moskauer tieneral-tioiivernenrs beabsichtigt datier (das Unterrichtsministerium, die licktoren aller Hochsdinlen des' Reiches anf/.nfordern. zukünftig von einer Abknmmandiermig jüdischer :■)Indenten zu praktischen Arbeiten auf!Fabriken Abstand nel)m.u. sta-Iür.׳!,. selllieül das Mssiselte t. \vür«l*־u tili׳ jfltlDcIied Sttitiüiiip» in! zu «11*11 Student**» and»‘rer!Vligionsl*t‘k־׳nutni:"•*■. «U*r Möglichkeit beraubt werde״, rieh■ di♦* t'iir ihre״ Beruf notwendigen praktisrben K<•nntni-*«' nnx«u*ign«'nv Die Derpjuden itn Kaukasus haben eine Petitum a!r dm Stntthnlter weg«!! Besserung ihrer Luge LvrichtcL Früher wan n >ie ziemlich frei, rdu-r seit hah♦*״ de atuh unter dem I»rn« k d* r Muige>etzc zu leiden, Und dabei iud1 ״» rie bei d!׳r Ib־krutien1ng ca. חא Pr«»zmt d»*r im l׳ouv»*rnen>ent zu -it« Ih-nde!! Soldaten m liefen!.. Koi'respondenzSu. Hrünil. M״:,!ag. «l׳*n l i. August, fand im isr.cl. T״1 ׳pן!/ |״ Main. W. iakireUen di׳- Tniuuug des H•!::! n־׳iigD׳M*p1׳׳te>M׳r* Dr. Steinliart mit Y 111 •11<«.׳ d*Tth.» Sitinif 11s hei n. Stadt Liehaii. 7-יתיי־יחיד ״. ׳* hcr7li׳l1>te Gratulation. I>i«• Ited. kolin. Am :01. .(1!!. 7» Uhr nachmittags fand 1. >n Tempel U‘h1»•' sehr würdige t»eth-nkfeier I1 11׳.׳mv׳ rg׳'JI« heit großen Herzl riatt. wobei - , 1. *•!n tmu'-wöiinn* h - z.ihln-irlies Publikum. ins* tb oli.me-n. vingclmuh-n hatte. Nach Ahsingung . I'-.om- > *♦>:»׳ n> <U-< i ibt-rkanto!.' Herrn Lamhfig u11:«Jigt•• Herr Pit, Pr. Arthur Maliler. Pr״tes>or th*r Au.׳.׳>•׳ .ui >. ׳!..«.! ib>m umt D״rent der 1U*utseUen l 1 ׳vr-!tüt m 1*1.»u׳. in g׳-i>ttci«'h wirkungsvoller I: 11• ׳: .!.-r ׳1׳ ז n großen Juden, und dessen \\;־k׳•!: (in das :־•׳*.irnt•• Judeiitmu im allgemeinen 1r1׳i Ihl d'-Il Xlo||i-m1|*. im be-olidcren. schilderte. I י:י• Htu e״111־• auf alle Zuhörer ׳-inen mächtigen Ktielni• k.!» i di־•׳*••! Gelegenheit muß!״•sonders h. :\0נ1״1״1:־י^ז werdii. daß üIht Anziehen des juf 1t< * ./.!״!:* di•• i.׳l,liehe Kullusgemeiihle die Y ־•!< ׳■>{ li'niik.׳ dei Tr.rn.-ss׳ i'-r seihst unternommen hat. Leinhenr. ׳ Kn!׳• /.i..ni^tenvf-r>a1,1rnlung. I Man .11* e!*!.•inberg: Km Sonntag, den *JO. -l M.. | ap•!:׳!>. \\u!׳i׳• v״m itic-igen HürgeiV'-reine . 11י* :■׳ In•׳< ״ iu>>11. Zimt“ in di•• Yrreinslokalitäteii ״ ׳- /;i.m-t. nv'-i-ammluiv ••inl״*ruf׳׳n. auf welcher ׳ -!׳ ken^i.-ßd'-l׳ g'ierte li.-riilrar tl Jahr und Aktions• ri!tut׳•׳ Iiukrii׳ d Adolf' Stau d über die VeHiand• ־_•,׳.•n 1׳• * Vll. 1*l. ,1kong1e*>.-* I{־׳rieht erstatteten. Zu׳-!*.r »׳1)*•״ g I f »•t r Jahr die Tribüne, um in H. .׳•!•־ lb -!׳• über di•• S1.-!hmgnahn1•׳ der »Z,oni /.:••!:״) ־•!teilend die l ^andafrag׳- und den Tetri* •. di-mu* I»e1i< l1l zu erriatten. Iledner zerstreut♦* 1. M ü\1-׳ *t.m׳h1i**•'. dit־ über di׳- Tätigkeit t s--isehk 11״ -ז־י >w .1 i 1 ז י י!. Na׳hd״m •r imt.-r.!{eifall seinen!׳1 ׳-״ ht .-1 >t.Ut, l .hatte. li»-ß«-n »i«-h mehrere ib- .־.»umn zum Woii«• melden, um ihren >b 11!mg״n Au-׳irnek. zu g׳׳l>^ 1»'. Dadur׳!, veranlaßt. ׳1<---׳ g lb־rr Adolf Stand di»• Tribüne, um in t• mpefämeulvoU'T. v*Ul!{׳•if.dl unterbro<hen׳»r Kede ׳!:•• Taktik d־ 1-׳.Zioni Zion“ zu beleuchten. Nach H. irri Stand >pra׳ h Dr. b iere r. «!in alter Zionist, de, *ej,,«-r K1 ׳,ml׳• darüber Ausdruck ga!< daß der Z1׳-!u>1n11* wied.-r zur Kolonisation l'alästinas ztiriiekkeh:־׳. Na» I» Absingnng der nationalen Hymne .Hatikw.111*. wurde du• Versannnlung vom Vor-!*.l/׳-nden Jak«d.!*hilipp gc>.-l,I.»*:sen. \ . l.uhntselmHitz. Am Dh Augu«-t fand im Hotel •Khirtkl « in jüdische! ib-sangs- und Deklamatious* aliend *tatt. welcher von den hier weiicuiden jüd. Kurgästen zahlreich hesu«!lt war. Klavier* und Yi-dmvorträire wehselte״ mit heiteren und ernsten tb-saugs und Deklamatitmsnuminern. l’jiter den M;?vv1rkc!uleu sind ih>hesondere Krl. Klse Heller tTochtvr »l׳ > Herrn Uherkantor Heller aus Briinüf. welch׳• durch ihre Klaviervortmg׳• die Zuhörer zu *tunnischvn Heifalf hinriß. Herr Oskar K o s e n fe I d (\iolirn. l>r. Müller!Deklamation: Sturm. Land- Streicher,. Herr Weißmann aus Ung. Hradiscli. mcl. 1.0 wy aus l'ng. Hrod. S. Bardacl! aus Brünn lohend hervorzuheben. Herr E n g e I aus t»*wies7.in entzückte durch s« men herrlichen Besang. K: i. Paula Strauß aus Posiowitz hielt einen kurzen Vorkrag üb r N K worauf die Sainmhing lidK ergab. M*ihr. (IstrHU. Am UL. August a. ׳-. veran- *t.dtete rin Komitee jüd. .Mädchen aus .Mähr. Ostrau und t mgebung ein Sommerfest in den Gartenamag.-n der Erbrichterei zu VVitk<1witz. Der schöne Verlauf und der Massenbesmh mußte jedermann davon überzeugen, daß sich das junge Komit.. bereits überall Sympathien erworben bitte. An StM bis DHMt Personen .waren erschienen, ertrage fallen DKJ Kronen dein Natu Prag. Lnsere Gg. Sigmund Bergmann feierten am lo. August! 1 Nr.!7 Vom Heinnalfonde zu. 1!nd Johanna las Fest de silbernen Hochzeit. Unsere herzl. Gratulal io״. Die Heil: Trene1־en-Teplic•* (Ungarn». Nadi zweijähriger Paus׳• veranstalteten die hier zur K ir weilenden Zionisten eine Versammlung, die von zahlreichen Gästen besucht war. Dr. Nathan G r il 11 fe DkN’eutra cröffnete die Versammlung und erteilte I־. Reichejn* I h a I-Tyrna11 das Wort. Derselbe sehild ‘He in kurzen fe.urigcn Worten die triste Lage unserer Brüder in Rußland und forderte zur eifrigen U!1te1־at(Uzung auf. Hierauf ergrilT Herr H. GT U n 11 u t Debreczeii das Wort, um in ungarischer Sprache die Zuhörer zum Anschluß an den Zion zu bewegen. Nactiber sprachen noch Hab. M. A. Kotliaus Päpä um! Sau! Mo״s aus Turdoszyn. Unter den Anwesenden befanden sich auch Dr. Munkacsy und Prof Dr. Kraus aus Budapest. *Nach 11/jstündigeni B •isammensein schloß der Vorsitzende die Versammlung, die den Anwesenden noch lang♦• in Erinnern! g sein wird. Eine Sammlung für den Nationalfon 1 ergab eine ansehnliche Summe. O- Bücherschau. Dr. II. kndiseli: Jungjuden und Jung• Oesterreich. Her.msgegehen von der ,Jüdischen Vereinigung“ Wien XIII.. Linzerstr. '.{ "׳. In vielen zionistischen Kreisen ring man der Diskussion über die innerpolitische Fetätigung der Juden aus dem Wege. Diese Frair׳■ lfw orte unter der Decke und flackerte am letzten ״s er. Parteitage wuchtig emj»or. Ks gab in Prag eine l itzige Debatte. I der noch viele andere in Versammlungen folgten (»el״st wurde jedoch die Frage n i 0 11 t. Einen hübschen Beitrag zu ihrer Klärung lief?rt Dr. Kadisch in der o'>en erwähnten Broschüre. D׳ r Verfasser weist nicht nur auf die Motive der derzeitigen traurigen politischen 1 nd Wirtschaft liehen Situation der Juden hin. sondern er gibt auch ein Programm an. auf dessen Grümlage sich die Juden Oesterreichs organisieren sollen.! Die bisherige Politik der ״storreichisch׳*n Juden war eine assiniilatorische, deshalb verfehlte. Als die Juden aus alten bürgerlichen Parteien hinausgeekelt w, rden, schlugen sie ihr At»tcig׳!uarticr im Lager der marxistischen Sozialdemokratie auf• Die Sozialdem« kratie vermag aber, solange sie auf marxistischer Grundlage faßt, die Judenfrage nicht /.u l«»>en. Für die Juden ist ' nur eine, st iebe Politik in ן * »Österreich möglich und orXolgverheißettd, welche eine . Ha-mnnie lierstcllt zwischen d׳׳n spezilisch nationalen 1 Bedürfnissen!der Juden und denen der übrigen Völker! d׳*s!{••״•lies,!welche sich de«־kt mit den Existenzj bedingungen des {JollygloUcn < )esterrei *118 und des*en ״ziaLer .Mission. Es wäre aber nur eine Wieder kÄr Produktiv Genossenschaft der üiurtelter ■nd JlrteltertMeii Brünn, Krapfeng. 40 kröhier fiuttagtr Brünns Frei« Mf jede» lj«f eolemilchi | U'dung der verunglückten Assimitaiior im neuen Ge i wände', wenn die• zukünftige Politik des jüdischen! Volkes in nichts anderem bestände a s in der Nach 5 ahiuungdcr überlebten .nationalen־Politil. der Deutschen Slavon, .Magyaren dureh die Juden. Di j Juden dürfen 1 'dem FVciheits- und Kulturraörderisehf 1 Nur-Nationa־ lisinus. der in die Kumpclkammcr gehört, nicht huiditren. liegen diesen Nationalismus nahmen moderne FJemente Stellung' und verkünden ihm gegenüber den demokratischen, den sozialen Xatiofi! lisuius. welcher die Autonomie aller Völker, das He bt eines jeden Stammes auf kulturelle Fhitwicklnr g proklamiert. Wenn es zum Kampfe zwischen dem alten chauvinistischen, re aktionären Nationalismus un I dem modernen sozialen Nationalismus kommen wird, müssen die Jude« im Zeichen d׳*r jüdischen Mod« me. ihr eigenes nationales Rocht dadurch wahren, daß sie das gleiche Kocht und di׳• Autonomie aller Völker im Donau reic he fordern. l»r. Kadisch schau! mit sehr :•essimistischern Auge auf das Heimstättenprogramm ind sieht seine Vorwirklichung noch weit in der Fern(. Indessen muß also hierzulande politische Gegenwart sarbeit geleistet werden, die für die nächste Zeit in d^r ethischen Massen und . ״ . - sozialen Lage bestehen soll. Der öster. Parlamentarismus isf zwar wenig nutzbringend, aber er kann eine direkt schädliche Tätigkeit entfalten, wenn die Jude» ihre bisherige Politik fortsetzen oder immer und ujnter allen L’mständen Abstinenz auf ihre Fahne schreiben. Lin Gebot der Notwendigkeit, fron der absolut unter gar keinen Umständen von d^n Juden abgewichen werden darf, ist das Fernhklten von der Nationa litätcnjbet ze Gerade inj Nationalitäten- Staate Oesterreich können die verschiedenen Volks• stamme und speziell die Juden, viellea erreichen, was sie in Nationalstaaten nicht erlangen können Aber sie müssen manches tun, was sie bisher 'unterlassen und ihre Stellung zur Nationalitätenfrage sowie zu den einzelnen Parteien vom Grund aus ändern. Das Festhalten an dem modernen öster. Reichsgedenken, an der nationalen, religiösen und sozialen Gleichberechtigung! aller Staatsbürger ist das einzig mögliche Pijogramm für uie österreichischen Juden. j Dr. Kadisch verspricht in Bäljlc einen Beitrag zur ungarischen Krise »Alt- und Neuösterreich־‘ erscheinen zu lassen. Wir sehen ihm mit Vergnügen entgegen. | — r — th. ClKOdor M0lsvu5 % Uhrmacher Brünn, CKchtensteingatfe 1. Cchtt Schweiz» CaTchciihrn, PtRdeK K0>T0l-, BRroRihrtL Weener, elektrische »»<> C«r■־ RhreH aller JIrt. JaweitR•, esiü•, «« Silber. RRd SraRatwareR.». neHrilbtrvartH RRd khderieeke. Sonderte krzeRgRirre. SrS-ie ReparararwerkTtäne. WeltgeheRdste SaraRtlt. UerlaRgeR Sie IllRstr. Prelsb*eb. ► JlRtgezelehRet Rill der k. k. Staars-Medalie. Soeben erschienen: Jüdischer Volkskalender IV. Jahrgang. Für das Jahr 1905/06 (5666). Preis 70 Heller. Porto 20 Hellerw.T'ien, die lur die nächste Zeit in ihr ethise Bildung der rückständigen jüdischen Massen ihrer wirtschaftlichen Organisation Zweck׳• der Verlnsserung ihrer, traurigen 60 smus isj eine dirt ie Jude» yanrs .ז l'nter dieser Hnlirik ))ringen wir iilückwüuselie unlüUlich des 2*ףא Festes. Durch Einschaltung einer Glückwunsch• Anzeige ist also jeder der zeitraubende» und kostspieligen Art der Beglückwünschung mittelst Glückwunschkarten enthoben. Eine (ilüekwunsfh-Anzeige in der liröLle von 10 Petitzeilen kostet bei einmaliger Einschaltung und vollständig kostenloser Absendung von 10 Exemplaren an anzugebende Adressen 1 K, bei Absendung bis zu 28 Exemplaren 1K 00 h, bis 30 Exemplaren 2 K. Aus technischen Rücksichten ersucht die Administration, die Anzeigen ehemöglichst auf- -.»geben. Bei Aufgabe einer Anzeige ist der Bestellschein abzutreimen und ausgefüllt einzusenden. Cm recht zahlreiche Inanspruchnahme des Glückwunsch-Anzeigers ersucht die Adminfxtration der jadischen tfolkssSEse־. Abtrennen. Bestellschein. Der Unterfertigte bestellt hiermit_ Feld im Glückwunsch-Anzeiger und verptlichtet sicti bei einmaliger Einschaltung den Betrag von K 1•—, 1׳2 ,60־— bei Aufnahme zu bezahlen. Name und Stand: .... — Wohnort: Wir bitten unsere Leser, sich bei Einkäufen auf die Jüdische Volksstimme zu beruft!

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