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Jüdische Volksstimme · 1905-05-01 · 9 (1.5.1905) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
VI (1905)
Issue
9 (1.5.1905)
Date
1905-05-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 9 mes. wobei der Autor auch seihe Ansichten über die Kulturfrage aussprirht: Kino Kv Ittir wird weder durch t'r< diäten, noch luden nllein gesi halfen. sondern <128 ,1,n-i5rLtr I.eb( n!»rägt lliv v«rschie,l,-nen Kulturform, n. Vlnrleiche man doch in Rußland die jüdische Ile- Fabrik*- und Handelszentren mit dersogar von!dkeriing de n der kleinen Städtchen mit ihren altmodischen Handwerkern können die disiWhi'-tcn mit ihrer Orthodoxie. den letzterer di<׳ Poalo-Zionisten mit ihrem Kortschriusidoal 1 ein^n Krfnlir haben. hiescr Unterschied ' angestrilt sind. hangt nicht die allgemeinen sehalTcn. Kille K1 kultureller II Um <lie juiigjüdischeii 11.>1וייח־)'י Wifil verdient gen Ae her stau׳ ־-rliömn! Erl Stil.־ die Inhresse für I loth-ntlieh näch-len dal 1 iblgen. uyd Kleinhändlern, ln den ersten von| der S«-huhah. sondern ist durch zialen U<־hensl»e‘lingungen gol. «las hoi ere Schulamt ül>erzeugen. An den I>12 runter tätig: 3:U preuUisjrlien höheren Unterrichtsanstalten. wostaatliche, sind 73s:l Oberlehrer dieser Ziffer entfallen 3s37. dasganz *d(.l Prozent der vorhandenen aut die StaaUsehulen. Bei einer heißt 1 iclil Oherlel prüftet! au den Da mt1 ui! ‘diunischeti Abwägung müßten demnach. :1s brityt eine Kisebalin wirkt mehr — in Und zw Ost- >1 1er:1»זו״י ai: ht — als hundert Sehulen, rlneitung und Förderung Japyonliteratur hat sieh im in Wien ein Komitee ver- ,.j1r; angesh gr»Ueg: jüdische Abende Euntrm-k macht׳ ini grollet!' 11 und viel!lösen •r len mil Wissenschaft- Das Ihm beginn( so« t»׳ monogm phi einzelne GehfeLt׳ Aufschluß g über .den 1 i c 11 t S W e : )e|| \ II j*n Jargoiidirhtung weckten. die utideieu Slädle im ähnlichen Veranstaltungen OImtI, I»! üfiin dürfen Jüdische Volksstimme. Seite :htet «iie Frkf. Zig., auch von de!# gejüdischen Olierlelirem :iS bis :hi Prozent Slaatsanstalb‘11 Verwendung timten. 07 jüdische Oberlehrer in PreuUen hält׳ Staatsanstalten prozentualiter etwa wirken müssen. Tatfichlici linden wir aller nur 11 jüdische Oberan staatlichen höheren Lehranstalten, tr sind sie aussehheUhclt in den Provinzen ml \\ estpreuß«׳u. Posen und Brandenzutretfon. in <len ülirigen acht westlichen , Provtmen gibt es k» inen, einzigen staatlich Ilten jüdischen Oberlehrer. Das ist <lie 1^1. an de>-en Spitze M a t!11 as. vh‘lgep iesene preuUisctn• Objektivität und Ge- Die Ih nen veranstalteten mit ׳ r<M,htig■ :eit in allen Ver׳walttnigsangelegunlieite:)! \ on ziveien eines. Entweder <lie jmlisctn n 1 das i^t für Statistik der .luden in Berlin etwa nit der Publikation einer Reihe maßen lirer sind trotz ihrer bestandene!! Staats reu für «teil Unterricht ungeeignet, dann sie überhaupt nicht angestellt werden er an staatheb,-11 noch au städtischen Anstalten: oder sic sind geeignet, dann mühten sie überall Verwendung linden. Aber in! listen ■teilen und vom Westen sie feriilialten, doch mehr als sonderbar. Oder will le l*ntcrriclitsverwaltung selber gewisser— zwei verscliHMtem* Wertklassen im Gvmein*!! l ntersuclmngen. die über! nasialv esen einführen, soleiie mit jüdischen des sozialen Lebender Jtldeii^ Obcrl! Ein Tliemas für preußischen unteibaUung xliicbthclie Dl. ■lakoli T 1. Jüdisches Erfindung irn^d jfntiseben Sc• /um allgeme Sctmlwt-sen De, >elu־ Hei Ui von j)r. Artmr tzentwurf über «iie Volkssclml• ptlicht veranlaUt worden. Die geeituug der Arbeit :-lammt von und zerfällt in vier Ab>clmitte: mUvesen vor Mendelssohn. 3. 111er Selnden. Judvn an niclit- 1 und Verhältnis des jüdischen Schulwesen und V. Das jüd. späteren und neuesten Zeit, gearbeitete statistische Teil ist B11 pp in vri faüt. 11111 nei de! Die A1t!;wa de- Zentrall Jahre in X landet: ans aus Bumän |PM!2: ti.dDi). 'liege!! inäiiien. aus zns; um ltH1!>. im B< Hin ore landeten <Vk?0 (Pli: löbbbiin Br um :1:1, auswärts 137. Unterstützungen ז zu begünstigen und dafür, auch uitfMrielte Opfer im Boston ^D3 ׳!erteil nad Pei>one11 getreu trug <lie jüdts ainerika kai lea etahlieijt(1 bureaus für grad und I Professor *he wir srh^i! Exp. 7 als b'-im ägypt haben, wecji'e Gegenstand« F undschau. , . sotort . ltlerung. Nach «tei! Mitteilungen | telegr; ms <ter lea sind im verflossener!; I ork jüdische Auswanderer ge- Brünq. iiUland Sl.54-0 (PMl-J; 35.:171 h j Verei! 457:L aus Österreich 17.144»י armer ח 11 -V X 74 14 aus BiiUlaml. hat Organisation Der Verein §01 liclien Beamten «h*s Lami, voreinen. Der \ Grundlage jm<l trauten werden Man werfe גזת r für das höhere sofort von der sollen. Das erste Heft handelt eil der Juden am t '111 e r- י scher n Pr, n U en'. Die Wahl desj £arja• -e erste Artleit id durch den!, .Zion״ ■ irern und ohne jüdische Oneriehrer? Z » ei neu« jüdische Zeitungen in russ! Sprache werdefi (Di, F lamls agitier vor.'l he neu•* Mofgenröte) P<-ter>I»>1rg. | asM׳mie!1 l^ti >trenge die Jud 11׳ werdenden liat die Zalil der־ ihr Vaterland Juden aus UuUlaml vermehrt, ingekümtigt: .Nowaja ן Jndengesetz in Bumänien vertreibt I in Wilna und aus der alten, immer ungastlicher Heimat. Die russischen Jude,,, welche i >re Heimat ir eine Organisation aller •Juden K11U-! und in vielen Fällen auch die russischen Walle in einen grollet! Verbandwird _ )rhhafl} vertagen, sind zumeist UmdwirUchüfUiche . Die nein׳ Organisation soll 11,•i der Im—j Arbeiter, umt die aus Süd!;uUla!1d~s|an1111emlen!enden Umg,*?-taltung der 111s>is,11־en Ver-! Juden >ind Zuckerfabriksarlieiter, flie nunäliältni^se di«׳ Vertretung ,!«־! Juden üheruehmeii.' nisrhen Juden sind Handwerker. Die!kubanische Grodn Im Hafen von Philadelphia 1 zu er^-lieo. Im Jahre l.V.l aus B11-! Waiseuptkye äO.Oli.K irdamerika danach über 100.000 77.74-4 im Vorjalire. P.ioä bele Einwanderung nadi Nord- Iie Hälfte tter heutigen. — Die in letzter Zeit Iniönnations- Hn grauten in Kisctiinew. Elisabethr<‘lin: eines Gottheils. Palästiuareise, über herichtet haben, wird vom .Jew. ische angeseh! n. Bottbeil soll «tflun Khediven eine Audienz gehabt die zionistische Arbeit zum bitte. Eine eigenartige jüdisch-wirtschaftliche at sich in Czernowitz gebildeL die. jüdischen landwirtschaft- Ökonomen, Gutsverwatter etc. Ijereu Zahl gegen äOOD beträgt ereiu stellt auf jüdisctmationaler ist für uns Zionisten zweifellos ן yhu grollen Interesse. — Am 35. März bat sieb in Ozemowitz ein neuer Verein jüdischer arbeitender Mädchen ״Buotli Zion konstituiert Die jüdischen Oberlehrer in Preuüen. Den mit den ׳ inschlägigen Verhältnissen Verdie nachfolgenden ziffernmäUigen Berne beziel Amerika ist es ebenso. Die Mehrzahl will nach gehen, namentlich die weniger Beinittelten. obschon ihre bereits dorthin ausgewanderten Glaubensgenossen die jammervotistep Briefe über das Elend, das auch dort herrscht, geschrieben haben. Verschiedene grollh jüdische Gesellschaften• die sich gebildet ha!>£h. unterstützen die Besitzlosen. Der Weg 1 der Auswanderer nach Amerika geht über Rumänien; in Bmppen von je hundert werden I sie reisen und die erste derartige BrupjK‘ wird in!Rumänien schon in diesen Tagen mit dem Dajnpfer eintreffen, der die Fahrten Odessa—1Galltz macht. Die wohlhabenden Juden werden wokl zumeist Europa bleilnMi. Für die russische!Regierung ist die Auswanderung die l>este Lfisung der Judenfrage, wenn *sie auch Jahre in Anspruch nimmt. ■ Einwanderung russ. Juden nl«h Kuba. Aus Paris wird mitgeteilt: Der kubanische Konsul in Nürnberg. Herr Max LUhmuuu. ist soelM'n auf der Durchreise aiirj Kuba iu Paris angelangt und teilt hier intere^aiite Delajls über-die lU»He mit. welclie dai nnnmehr befreite Kuba in der Frage der Plaepfimg der russischen und rumänischen Auswaii lerer jüliisdieti tdanhens spielen könnte 1*1 d welche die Begienmg dieser jungen aumlfthenden Bepublik zu übernehmen bereit isL Kon-nl Lehmann hat in Begierungskrei>en Wm Kuba die Idee angeregt, dem Mängel an Art>eitskräften. der in Kuliä lierrscht. dnrtjl׳. die Begfuistigiing der Einwanderung von ^Jtuden aus KuÜlaii'l und Bumänien aitzuiielfen. 1>1׳ Krieg Alliance Israelite Universelle. Das Zentralkoi uitee bewilligte in!-einer Sitzung vom April BÖHM» Frs. für die Notleidenden in und Minsk und für die in Moskau aus der .\(amtsehurei eingetroffeueu Verwundeten ferner Begienmg hat rasch die angeregte i(Tage aufgegriffen und sich überzeugt, «lall die Ein- Wanderung dieser arbeibamen Elemente von Nutzen für Kuba sein könnte. Die Zitier des Exports au> Kuba hat im .Jigetaufenten Jahre 1:10 Millionen Dollars erreicht — zumeist wurde Zucker und Tabak exportiert. Die Bevölkerung 1000 Frs. zur Beschallung' von Mazzoth i für di} in Japan internierten russisehen Kriegsgefangenen. Der Auftrag nach Japan wurde des Landes ist kaum I1 t Millionen j$eelen auf durch mehrere dort vertretene Firmen eiqer Bodentläche mehr als genüg, yd. um fd pliisrh ül»ermittt׳lt. S Millionen Menschen zu ernähren. Seit der Beer Mähr, jüdische Waisenhilfsverein in freiung von «lern spanischen StiefiUutterlande Aus item Bechenschaftsherichte dieses j hat di,׳ Produktion auf Kuba ein,In enormen es ikd die segensreiche Tätigkeit für die Aufschwung genommen. Derselbe wird in seiner lassend! jüdischen Waisenkinder 1 weiteren Entwicklung durch den Ariwitormaiigel PMH wurden für die gehemmt. Die kubanische Begienmg hat -sich nrausgaht. In ()!!sorge: deslialb ben׳it erklärt, die Einwanderung «ler teil 7-V.Kl gegen 335:1 im Jahre | des Vereines standen im Wintersemester PH>4/5! m<־siscbeii und rumänisdien Juden {nach Kuba Personen. Ans Bulliand wan- ' erhieP en 37, in Summa IS7 Waisen. Hoffentlich ׳ zu bringen. Das neue Einwatideiiungsgesetz. es dem Aussdötsse ehestens an den Bau welches das Parlament soeben beräjL wird' di«• jüdischen Waisenhauses zu sdireiten. f gesetzlielie Basis für die Immigration schaffen. J assenauswanderung der Juden. Au> Die Begienmg wird für die Seefahrt der Ein- St. P •tersburg wird uns gesdiiietien: Die Verwanderer aus einem europäischen llafen — spred inngen. welche Aligcsandten der jüdischen; wahrscheinlich Hamburg — aufkomiju׳:!. Kubanden in Petersburg gemacht worden sind, en sind höchstens auf eine Erweiterung des Anfenthaltsrayons: an ein«׳ Aulhebung der Judengesetzo und völlige Gleichstellung mit.den andern Nationalitäten ist gar nicht zu denken, sieht man wohl jetzt in allen jüdischen Das Kreisen BuÜlands diu. und man ist noch zu einer!zweiten Erkenntnis gekommen. Seit Aushruch' des Krieges wissen die Juden, «lall die Erwe terung ihrer Beeide durch die Regierung ihnen auch nicht helfen kann. Das Volk ist ihnen totfeindlich gesinnt und wo es ״ans Plündern! liegenden Bergwerke — sind Haust r für!-*סי geht durch Arlreiter, Keservisten oder Bauern Familien bereit. Die Arheiterhäuser ^ür Fabriks- — überall ist der Jude das erste (Jpfer. Die Angaben!:eint rlei Ueberraschungen bringen. einen Blick in den Kalender Schulwesen, und man wird sich eigenartigen Auffassung unserer obersten Schi!Verwaltungsbehörde gegenüber den jüdiscl en pberlehreni und Kandidaten für uische und amerikanische Finanzinstitjute. welche grolle Interessen in Kuba haben, sollen die Eisenbahnfahrt bis Hamburg oder len zu bestimmenden europäischen Abfahrtsha feu zahle!!. Konsul Lehmann bat den Finanziustit rtuii sein Plan entwickelt und prinzipielle Geneigtheit gefunden. י die Ausführung desseib n sieterzustellen. Es sollen zunächst Hk M) Juden aus Hutband und Bumänien nach Kul ta w'brjcht werden. (11 St. Jag«׳, wo die jüdisch *n*Arbeit«*r in Minen arl>eiten sollen — es sind keine tief- Unsicherheit des Besitzes und Lebens ist nie so groll gewesen wie jetzt: in Stadt und Land mull der Jude täglich für Hab und Leben in Furcht schweben. Es ist niclit die geringste Aussicht vorhanden, daß hier ein Wandel eintritt: ja, bei Fortsetzung des Krieges ist eine Verst hlechterung der Lage unausbleiblich. Unter solchen Verhältnissen ist der Plan einer Massenausw Änderung begreiflich und er gilt den meisten als c as einzige Mittel der Kettung. Die Juden, welciie Geschäfte haben oder Grundeigentum besitzen, suchen zu verkaufen. Allein in Odessa haben sich 5000 Juden ihre Auswanderung*- papiere besorgt, und in anderen InduBtrieorten Verbreitet die ״Jüdische Volksstimme f und landwirtschaftliche Arbeiter sind lgicht herzustellen, da Holz in Masse vorhanden UL Die kubanische Regierung verspricht sich grolle wirtschaftliche Erfolge von denn neuen Ein- Wanderungsgesetze und der Einführung der jüdischen Arbeiter. Bei der Organisierung der Einwanderung soll hauptsächlich auf geschulte Arbiter und Handwerker Gewicht gd egt werden.׳ da nur die Einführung dieser Elqriwnte von Nutzen für die Insel ist. Kunst und Wissenset Eine wundervolle Ausstellun ן! seltener Bücher hat, wie aus London bericln ■11 y. wi ird. Sir

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