Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- V (1904)
- Issue
- 16 (15.8.1904)
- Date
- 1904-08-15
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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6 Jüdische Bollsftimme. ,.1 .ז)(ל rcditli 11, Heimstätte rtir dar jübijdjc Volk in Palatina zu gründen, sich auScinanderzujetzen bc> Schnitter und entwand gannc 1! dm i e — — da kam der Jeldherrnsiab. Dar Theodor H crzl geweieo, darüber brauchen!vir n chl zu schreiben. Lein Name ist jo lies eingegral en in den Herzen der Juden, das; die glänzendste sycder siümperlinii scheinen würde, irr werde׳ geivrotch! wo uhr!v!rd Trov׳ norse En:׳ck ive. II gewts; über ihn von berufenster Zeile Worte en werden, die inan in der ganzen Welt, ein Jude wodnt. leien und wieder lesen Und diese Worte werden , doch nur c!n sein!UI Meere denen, war über den Brgesagt werden miißic. Wir habe» de»! a'enen durch viele Jahre nahegeitanden. uiime; stimmten wir mit ihm überein. Es et! nieb: gar׳ leicht, ihn zu verstehen und ,bedanke״ die treffenden Worte zu leihen, -er aber gelungen, dann zeugte er sich .. .e freute üäi herzlich Aufruf.. : d > i ch e Glaubens g e n o s i e n l .׳, ׳ ׳albe Million vcrhuiigeinder galizüchcr!1 "׳ »ui Hilfe. »1» Ardcn. um Verüiciifl! > eilend. ' IN dem die Mehrzahl nni'erer genosien 1» Gafizicu dahinsicchk. ׳'poltet chreibung. Wenn schon in früheren Jahren .;1tos;׳.׳,r Teil d.r dortigen Juden — Zuineisl aus '.Viiiivil an ilgiidlger Beichäiligung —! mit seinem auf deh .׳Zufall angewiesen war und sich ef'en in arger ltage befand, hat in den letzten die biiicr'ie Nor auch jene Schichten erne dir .dahin im »ileinhandel und alleinibr häufig nur!üminerlicher Aurkommen .aal dustricil Erwerb vermitteln; er will insbesondere dar Heranwachsende Geschlecht, dic JugenT» d e m Handwerke und womöglich de m Ackerbau zuführc». So ioll den Juden i» ihrem Elend beigeiprungen, ihr wirlichaiilicheS und damit zugleich ihr geistiges und sittliches Niveau gehoben und ihnen eine glücklichere ,׳Zukunft eroffuct werden Schon hat der HilsSverei» ieiuc Absichten zu verivirklichen begonnen. Er hat die.zgaarnetzindustrie in Galizien eingesührt, in der in fast >00 Lrtschaften mehrere lausend jüdische Jrauon und. Mädchen als Hfjuiarbeilcrinnei, einen verhältnismäßig lohnenden Erwerb iinden; andere Erporlinduslricn, die einer weilen Ausbreitung fähig sind, wurden bereits eingerichtet oder sind zur Einjübrung ins Auge gesaszt; gerade jetzt wird mit der llnterbringung von Ab solventen der Baron H.richichule» Galiz.en bei Ä1»; und eine Ickirniliche g׳ tt'.'f.r o.'un dt,'.., .11;;.! V,r:v S.intgi breit ׳?and unteil ׳.rnahr. tiii'g nt!! V L'.atl, Handwerksmeistern angefangcn Engu׳׳le über Sic szrage der;Zuführung galizischer Juden zur Landwirtichast in im ,׳Zuge. Aber die Mittel des Hilssvereincs sind viel zu klein, als das; damit in absehbarer ,»Zeit ein suhlbaren Erfolg erzielt werden konnte. Wvhl hat er derzeit >! Wiener und 30 Provinzial-Lrtsgruppcn mit rund:!.'>>10 Mitglieder»; allein, an j-inc» grossen Ausgaben gemessen, ist die Zahl seiner Mitglieder »nd sind seine Einnahme» viel zu gering. Eine halbe Million verhungernder und verkommender Inden ruit um Arbeit, um Verdienst, darf cs da einem Vereine, der sich die Ausgabe gestellt Hai. diesen bejammernswerlen Menschen Brot zu verschaffen, an Mittel» fehlen .״ Jede jüdische .gullusgcmetnde, jeder jüdische Verein, dessen Satzungen es zulasscn jeder Jude, Inländer oder Ausländer. Alan» oder Zrau, Jüngling oder Mädchen, »ins; cs als Pflicht erachten, dem Hilisvereine als Mitglied anzugchbren. Hanen Ssicii und geheim wird darauf' jeder Jude, dem Tatkraft ,nnewohni. mus; sich ge- Hb׳.::׳.׳!, oen Juden die Et'lflenzbcdingungen zu;drängt fühlen, fallin seinem Wohnorte eine LrtS7 tdeu. Masmahmen der Gcjetzgcbuug und der gruppe schon befiehl, im .streife seiner Verwandten taug tun lioch das^llbrige. Unter mächtigem. und freunde neue Mitglieder zu werben, falls aber und ׳»Ul Iliiiersiiitziing der tlaiidesbchvrScn! eine ivlche Vereinigung noch mangelt, deren tbründung ׳'ich über das ganze Land aionium-,und niil allen aträslen anzustreben. Bei jeder Gelegenheit, svereiiie״ aus. denen die jüdischen .tträmer! sei's eine freudige oder traurige, mus; des HiltSver gen; der Salzverkaus. der früher Hunderte eines für die notleidende jüdische Bevölkerung in Mähr. Wciftkirchcn. Unser drimgegnngkne wi (t Wnnocr noch im Tode. Die hiesige äultn-gemeinde. d, weise Hänpiee und mit idue» der größere Teil der sud, ren Milderger sieti bieder dem Zionitmn» gegrniider sirenq -7 ledneud oerdi'tieu. ließ e« geschehen, doß NN, H d. M ■ ך bierornze» Tempel ei» seierlicher Trouergoileddieiisi iiir יזע , veiewigzen Tr Theodor Herzl abgehnllen wurde .׳- . Raddiner Tr. gatod Rabdinowic, rieli eene warme,nr nni denc Nedentrede, in der er ״״seren giidrer ob leiner gr.- ״ Berdienne sUr die Wirderbeledulig de» gadenium». wie 7 seiner gtäinenden Geiste»- und Herze,logaden al» eine,: - ' allelbettei, Rlaiiiier bezeichneie, die unser Volk Heroo:ged-..1L> Hai. Wie ^iin'on. der jüdische Miiekelbeld, noch in,; lautende von gndkiiieiudeil gelötet habe, so habe Tr. ' der iildi'che Seifte» und Gemiilöhetd, lausende oo» ge,: de» wahren gudelltnin» tot — niundiol gemacht. Denn?, lehlwiliiger Wunsch, seine Gebeine dereinsl nach Palähina : - zunehmei, und in geiiebier Äiillererde zu besialten. m»׳'i ׳ : ,e Gegner de» ,gioniemu». die an. der Ehrlichkeit seiner eia ׳ liche» Gesinnüng ihrer Beiireier zu ,weiset» sich ve!,1: haiieil. oersliinimen machen. Mit einem Avp'll au die eil : ->I; '.r Ws lud.. gebra;amu! in nivnovollfieri. die Propinaiionspach-^ Galizicn durch Spenden gedacht werden;;juwenfind crichwcrl und verteuert: im Wettbewerb Lungen in Testamenten sind besvnders willkommen, rkaufslizenzen. um öffentliche Arbeiten, um : lind nicht bloß Unterstützung durch Geld erwartet elluitgen werden die Juden hintangeietzi: die der Verein von de» jüdischen Glaubensgenossen, he» jüdi'äien Handwerk,! erhalle» von Nicht-! sondern glich hie Mitteilung^ von Anrenur feilen Beschäftigung, abgeikhen davon. > g UN g eil zur Einführung neücr Jndil- sowie auch die jüdiichen atteinhändler, dielslrien in Galizien. Nur wenn alle zujammcns d.n Samstag ans das üregste feiern, durchs wirken; wen» die gesamte Jndenschasl mit Na! und , nniagsruh,׳ auch noch einen zweiten Tag in:Tat an den, grossen Werke des Hilsvcrcines mitarckie ׳ur ,hre Arbeit verlieren — kurz, die:beitet, kann und wird cs gelingen, die galizischen werden unbarml:,: z:g. geradezu shslcmarifch : Juden einer beiieren Z'.ikunst zuzuiuhren. zum Wähle!Eiliger: Tausende Erisleiizen wurden so ver-: der gefaulten Judcnichast. laufende von Jemuliea an den Bettelitaab. Vom Hunger getrieben, wandern die Be i!rgrv׳.׳, 01,' ,!!hr:e in ilirc be-cktrai bräckue. ׳>ilt:u», d:c׳e G -äs .׳in r.Siverten, Erwerb suchend, fn Scharen au; ׳!fern IN die Städte, aber nur mit dem Ecaf; sie das Elend der dort ansässigen Juden er» und schlieglich mit'diesen zusammen in uifd »rankheit verkommen. ne derartige, zum Teil zielbewußt herbeige- Verelendung so'großer Menjchenmaiscn kann schrecklichen Folgen nicht auf Olalizien allein ki bleiben. Tic Gefahr, die es mit sich wenn sich diese vhrhungernden Menschen in Bewegifng setzten, um in den Nachbarländern die zu suchen, die sie daheim nicht finden — fahr braucht nur ängcdeutct zu werden, um furchtbare erkannt zu werden. Aber schon tzi ocker. gar bald müssen cs Industrie, Handel ü״ V>;kehr des ganzen Reiches am eigenen Leibe n, das; eine h,rlbe P!illion Menschen ihre Bedurii il'ie an den Erzeugnissen der Landwirtschaft nd der Jnduilrie nicht ausreichend zu befriedigen rmag. llij, dieser unerhörten Not Schranken zu setzen, bereits im Jahre 1001 der H.ilssvercin c notleidende jüdische Bcvölken Galizien mit dem Sitze in Wien ge- Er will nicht Almosen spenden; die äugen- Not zu lindern, muß er der Privatwohlüberlassen. Ihm gilt cs, allen jenen, die ,hrliche Arbeit -ihr Leben zu fristen fähig legenheit zur Arbeit zu verichasfcn. Ec will!fie arbeiten wollen — und die galizischen welche auch die anstrengendsten Handwerke;er Hiljsvrrcin für die nollcidendc jiiitiidic Brvvlkrrnng in Galizic». - a: ׳'ich > u r . d . u n g bildet blicklich, :atigkeit durch lind, G allen. Juden Wir betreibe; und die schwersten Berufe als Lastträger, als Er! wachrarbeiter uiw. ausüden. scheuen wahrlich keil e Arbeit — durch Erhaltung und Weite» ׳nwickl ing der vorhandenen Handwerke und der Ansolchen Hausindustrien, die dort von Juden betriebe t werden oder durch Einführung -neuer Int^odinq. der am ül. Juli ftattgffutiDfutn t'trammluiig der ^>rd. ofaö. tzerialvelbmdung' ./*anula" wurden gewabl!:;um t7׳a׳es Mar< Roien;weiq.;um B1;evränd:nien: Rurolk LlernULi.;um -?dni'mJjw in;.זז» .׳? Morgenüern. ^üdinq.^Ta der!:it:orl1?.t Radb. Tr,; a;arussich weiqerle. ׳ur unteren unvergesilichrn.!eueren Tr. Her;l eine T:aue:׳eier ui veran^llken. wendeten wir uns an den tfultue* vorsiand um Überlassung der!?vnagoge zu diesem Änlan'e. Ter Borsteher Ädvokal Tr. Ludwig Xorner kam uns wie immer so auch diesmal in der dereirwilligsien Wei'e enlqeqen. Tie Trauerrede drei! Rabblualskautisa!!•1111. ^ob. Lroß!er. der die Berdlenne un'ere» großen Hudrers m glan;osU׳er. ausge-;eignerer L^eiie ׳eierie. Ter Tempel war b׳s au» das!evre Plätzchen ge'ullr. Ter Xusiüsvorstand mit dem Bo.tteher an der Lprye wobnlen der ^eie^ dei: Radb. X;. La;arus glän;te durch seine Lbwe'enbett. Tw Cborgeiänge wurden vom r^derkamor Heinrich Sru^wald geleuei. '>l. Ii. Karlsbad. Ter Bereu, ^ion״ ero״nere den Reiqen seiner Tiskunionsabende mtt einem Bonraqe deS?chrrüsiellers Dr. Hans Gideon Hevmann Berlin. Ter Borsiyende Quo Ter nowiy hielr anläßlich d׳s «dlebeu- Tr. Theodor H er;l» einen warm empfundenen Nachruf, worau׳ der Reierenr sein Tdema in g-iswolle^ und ideenreicher Weil« bebandelre. Tie nach der reils deur'ch. teil«/ru'si'ch ge'ubrren Trsku׳'sion ewgeleuere Lammlurl« iwr den Nattvnal'vnre «ergab die nati״!rche Lum.ne von!38 K. — Die Trauerfeier iur Her; l ♦anfi am U. ^uli im Hoiel Glattaner unrer Lei»na de» L,;e. Präses Otto Ternomiv siarr. derselben batten^ sich außer einem dichigedränzlen Publikum u, a- Borueber der ifroelirjschen «ulruegeinemde Ludwig Mo׳'er. Lekror ^r;edmann-P!ien Dr 4L. Marmorek-Wien. Rabbiner Tr. )znay Siegler rc.' eingefunden. Nach der stimmungsvoll gebalreneii ««spräche des Porsitztnden hielr Oberponkoulrollor d,e Trauerrede, in welcher Her;l als Zionisten und Menschen k»> «-rnc!i.'-n charakrerifier te. Hieraus ergriff unter kosendem ««fall Tr. X 4S. Marmorek -a» Wo:!, um die durch den unersetzlichen Verlust au׳'s tiefste erschütterten «Semitter;u neuer Begeisterung;u enrstammen. die noch Schwankenden in uuW Reiben bringen. Ter Beretn^beschloß. Lr. Her;l ins ..Goldene Buch" ein;mragen. ammiung für den Narioual'ond ergab ein günstiges Tie Resultat. im Geiste des Heimgegangenen an der «u»f,lhrnng fern״ babenen W rkes nach tträü«n uütovbeite, schloß .\>r.: Nabbinow»c; leiiic gerst-. genrur- und muwoUe Gebe!.' Vlv:n1t -^-jtl,uitt׳>f, Nnrionalfoiid. , Larnmlimg Tr. -torner, Godkvg: Tr. Xo:ner t .v R. P.'lnrerstern 2, Un e'etlich ä. ,ז• Nev ü. T.׳ Lnbe:.,. ,ז«*» l. Horra'ch 1, 4L0dab' 1. Morgenstern I. •.'» ׳.־ 4'trigl 4. 4L iuer \. ^okl 4, Glaser 1, Gluck 4, -ל:!גט Hein'tz 'J, Golk'chmidt 4. PsVchek!, -?lern l. Regan-?! T-'Uer l, fleißig >. vol;ma,m 1,?viv l. Roien l. >';welg l. M'arer I. Baderle I,!^ljtz Baderle l. B. l. Tenlk l. >t:aka11er l. Weis; l. SlN.r, I. Kornfeld l. H'.lv Frankl l. lZ.TNsliälterln.!׳:aliti ch. älteres Uräuletn oder 4Sitwe wird tlcfuchi. ׳T׳׳-?rr->1 nkii Pbotoqrar׳b.ie und Zengnisfeu nnd;» ׳ an ^gnan ^an;cr, Teschcu, osterr. Schlesien. pvaktiliant de. d ut'ch.'n, vslin'chen mä^rilch.׳«) Sp ache mächtig. . ׳ in meinem Sv׳;erer׳. -lolostral- und Medlqeichä'ie au׳' genommen. Ignan ^anlcr, Teschen, ostetr. 1 Reise KofTrr ihm! I r»-< lr« 1». PortrnMUimiiv «. Bri«*ftjis«׳l1«*11, HfUe^Neressuires mul Unm^tihutMlta'srhen Spoziali^t in >11ו1־1<011^יו1ייו. :•ti׳ Josef Chladek Itriinn. I>r,׳il1;111n, nh,,l. Übersiedlungs ־Anzeige. Hiemit gestatte ich mir böflichst meinen geehrte« P. T. Kunden zur Kenntnis zu bringen, dass ich meine Teppich-, Vorhänge- Dechen-Fabriks-Niederlage in die Rennergasse 35־ verlegt habe. — Indem ich für das mir bisher geschenkte Wohlwollen den verbindlichsten Dank zum Ausdrucke bringe, stelle ich gleichzeitig das höfliche Ersuchen, mich auch fernerhin mit-Ihren geschätzten Aufträgen zu deehren, wobei es mein Bestreben bleiben wird, den an mich gestellten Anforderungen in Jeder Hinsicht gerecht zu werden. Mit vorzüglicher Hochachtung Rudolf Sehmida, Teppich• mul l>erkt*n -Kal»riks-M«*«l(*1׳la־e• mmwi «LMKMMÄ ״ t 1 _ •£ — ׳*׳ strenff “!CT ond peinlich rein olle inert!1 fl. 1'LO pr. kilogr. Klara Seidler, Hestaura.tearia m Gaya. V ’s? 's? ’s? bitten unsere Lesei*, sich bei Linkäufen auf die Jüdische Volksstiniiue zu berufen. C-/:^C