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Jüdische Volksstimme · 1904-07-01 · 13 (1.7.1904) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
V (1904)
Issue
13 (1.7.1904)
Date
1904-07-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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. 3atn*cjana. ~>nmu. 1904 13 .•לזיר .••i'U'in׳: ftur X-.1 ,ATiinfrcidi. Jri>rm1(h Uiiiiam hnlbrohii.! k ׳ .•• -׳,•■ i'-ti>a0״!»'!',jatu!.! SKiirt l׳r,״C :1?״'■ j■.,-?'allen. liirlc. Rumänien. 2j1t•:!!! X."• iHcMiI!!!׳!! unf1 etSininiüraiio!!: BruIIII.;!eile 7:״ .־?iiM'du׳ '■So;t-:-':tn!m: ' 1״ nut :. uu> r.. ■ ־vn .1‘:!,lH1.1nM1ni.111• SJ.-riivmii,:: Cm ,11.11!!!,. tva-U.•!'!.יי!,!!!,״־ » :|״'- 1'■י ז?|'ד'יbni &f; t'iir.bt* aus bcr bcmerfcnäiucr■ ti'11 inlnuti', bül; iic!5׳ unii'r dem Vrmfluffe brr deutschprnlitifd) - mirtfdioftlidif Sprachen fra»1rn ftrr n1ä!!ri^chen 311Dm. ihm!׳!««!׳,! Poiu,k un!!!!,!,•;!«, ditschechische Sprach-, rlk Schule in Mähren ist weit mehr als anbei-, ™ J,'V ^׳amtdevölkerung sprechen^ wäns L Politikum erften Ranftes, Kulturbedürinisie -? .*•“ 1rl‘F"L"•. ״'.'D ‘1UI °'k1e Bene ihrem irr- ׳ 1111b Forderungen der nationalen Slreitparteien iinb längst nur noch bäs Aushängeschild, hinter bem werb-gcbietunb Taiigkensselbc selbst cnftcrc Grenzen jagen. ihre-l. 1:!:irr.ii:׳>:hi,::!:1 bedeutend herabmindie positive nationale Macht- und Besitzsraqe hervor-!!b.n״Mi!(|J’!:1Ä '!"״ mährischen?udcn. welche Ina: uib um jebe Schule, um jebe Parallelklasse I*L, t '1 * ’!־6 ־״״״ -Mache in auch um bie Schulkinbcr einen Milben Kauvi:^"" «^" ^'U'^men macht,g unb m lehr ׳!!,.:,_! r!,׳.«״!. lhr'Ng Ber bas ,INN,er grotzcr werbenbe Gellungsbuiem ampfburch. Ub״t ßot ״rf,^״^׳״ :urül1)e lnnftf)fl(b ״.r a'u. . . ,. - - -יי'" ז״ז"! 'י .< ״׳ betcnlänber unb iniolac b!r unft aut beiben Letten wach», bkito zahl-! h,.-, »nb sichtbarer sinb bie Lpser '!<<!<:!•,׳! ׳ I, Unb u׳:;h:1e1f Lande:!ribttle wie immei in je schärscr es zugeht, r.nter als!׳ iiseiiq genommen unbeteiligter "eher wie Amen im Gebet, Tie um überall e bt',,1 unb zunächst an?»den ihr Mütchen Tfie bisherige Schulunb Sprachpolitik ber mährischen Jude» gehört zu den folgenschweren!edler, unb Verirrungen, deren sie sich seit ihre», ,::׳;nt in bas politische und Partcilcb!», seil ihre», : '■■1:1 ׳!hon s in ber K'.r .;,mal; , -;“*י «''M11»״mu1 xiuiivui UHU HU|CU|MU^5l ^IllH ז >u »ep!r.! auch ״bcr die׳e Grenzen binans näher kommt. S. . ״' *“ד bi“ estcklivcn Nachteil. b.r 11, bieien mangclhi iniolgc b!r bekannte» Erstarkung tichechischcn -Handels unb tschechischer Industrie wirb »langclhasten!'?:,-,ז;", t ,,״:־M,j,1 ״״•;* j, - u! : -,vrachkenninisien der mähr?enden lieg:, ohne weiuV!' ' bnmblichen a.1ch«chc״ kühlen nach^^ deqrcnen unb zugiben, Tas: ioq, Küchenschlappe und, nach ,eben, Lieg Programm j höhnwchbildet ״n Turchichu.tt ihre ganze Wissen. schai! und bas Marimn», an Kenntnissen Mit äiiiigen Brocken, die kau», ׳ur den täglichen Sprach, gebrauch!nnre1ch.11, IN muh bcr tschechische Bor!, ichatz erschopsi, Nicht etwa in wirklich beutichcn Städten ober!'iegeiiben. sondern in lichechische» Bezirken und Lit'chailenk Und oft trotz nur tschechischer ,tlunbschail und u1!1״ebi>;lg I! Wir sehen ganz von >enen,!nt'etzlichen :ilabebrechen ab, welches osl gepaart mit dein gewissen .?Übeln", bas im Ticheüpschen weit arger kling! Shr und Svrachgesähl 1׳ u aktiven Eingreifen in den nationalen, Streit ן.1ה;1;.:,׳ gemacht haben. Die unsinnige Politik, die in bcr Tendenz die deutsche Borherrschart ::!׳ ikanbe um jeden Preis zu stützen unb aus die .'ן!ו:ז־ ׳..׳ dadurch bedrohter jüdischer?itteresse,1 .: o»'e: tigst^vcrzichicte, rächt sich bitter. Unsere >v,rl-! Ticheche״ mit Rech! verletzt unb gewiß nicht •,,!•!li he Sicherheit und geschästliche Llsllung ausl h.^״ beurag:, seine Smnvalien iür die?ube» deb.iii ׳lachen Lande ist ernstlich ftcsährdci, teilmeiic jo!,bers zu erhöhen, ׳,..:> verloren, Leit ulahien psciten es bie Spatzen..׳ . -Weber die jüdischen ,'!auilcnte, noch bie jüv.״ den Tüchern, daß die.selbstlose" ilntersiiiliung Ängestellien und?nielligenzler versügen in , . deutschen Bestrebungen durch die uluden, also j,,-! überwiedenden Mehrbeii über hinreichendc Kennta:,:, dsr dculscheu Schulpolitik, die dem Lande und j pisse 1» ber tschechischen Sprache, ui» 11» »tonkurrenz- ״׳!: ,reichen, sogar nichtdeutjchcn Genisinbeu schwere! sampie »״tden Tschechen alte Positionen crsolgrcich -.k'ulläsicn aushalstc und das budgetäre Gleichgc! tzehaup:en, neue erobern zu können. Sie binden' sich :,,,! einpsindlich störte, .den?uden pünktlich Haßjj!gbs, die Hände und werden Schritt tnr Schritt 1!i:b Verachtung eintrug und sic bem nationalen : ^,ruckgebrängl, Tas gelingt um so rascher und gründ- '-!׳:׳,ikott in allen Formen aurlieserle. Eine abge-:^^.י K weiiiger sie bie Sprache des Bolkilammer b: , >chei1c 'Wahrheit, der sich noch immer so viele ■h-nneu. in denen Mitte sie leben, mit dessen Änge-?,,ben sals unverbesserliche .lihillepolitiker verschließen, Ho7,gen sie Handel treiben und >n ständigen ge.?sner ivirtichastlichc Niedergang stellt sich ein! jchästlichen Peilehr treten niüsscu. Einsichtsvolle .: : d!sn, Umwege durch dcutschliberalc Wahlunb s Tschechen sind sich desien bewußt, baß diese'Schwäche usc>en iiampscr und geschäftlichen Boykotts Äberstinem?übi'chnalionalcn, ber aus die Notwendigkeit , dichkter, greisbarer, fast allgemeiner!llachleii eri her grunblickien Erlernung der tschechischen spräche ׳!:<!< n:,,:! in:׳ -g waren, voniert I e u i £ 1' e f o u. Paraltd. Bon Bkrihold ^ingn. Ein alter Jude, der seit dem Tobe seiner t'iattin mehr und mehr herabkam. wurde, damit er er vollständigen Verwahrlosung anheimsallc. rwandten, die ihm zu Tanke verpilichtel i» Lbhut und Pflege ftenommen, Tas imden Leuten im Lite und verichasst aus leickte Ar! de 1 Namen eines Wohltäters, Tie-liebe Freundick'ast, die aus mehreren Familien bestand, glaubte ihre Pflicht und Schuldigkeit hinlänglich zu erfüllen, inbem sic dem alten Manne abwechselnd seine kärglickie Rührung verabreichte und abgelegte ,ttleidungs- Nucke zfukommen ließ. Außer Hause aber vermied sie ängstlich den Umgang mit ihrem Pflegling, der?:;be, als und gebrechlich, bald eine Zielscheibe des Svottce für da« ganze Städtchen wurde. Sobald der hibfälligc Greis sein Stübchen verließ, war gleich die ganze Straßenjugend des anderen Glaubensbckenni^jjses hinter ihm her unb kühlte an bem b-b.iueriiswcrten Manne ihr Mütchen, Kein Mittel 11';" JÜ schlecht, um ihn zu ärgern und ihm die M ' achlung zu beweisen, und selbst die Erwachsenen, ja auch die sogenannten intelligenten Mitbürger konnten cs nicht lassen, den wehrlosen?ube» duich tLorte unb Geberbe» herabzuietzeu, Tie Perwanbten getrauten sich um bes lieben Friedens ivillen. die längste ^eit nicht, gegen diese Akte der Noheil aufzütrelen und die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Nicht einmal dazu wollten sie, die mt Städtchen Nang und Namen besaßen, sich hcrgcben, daß hie und da einer oder der andere von ihnen den allen Mann aus dem kleinen spaziergange, den er täglich machic, begleitet hätte, ^enn ja nur nicht sich exponieren und seine Konfession und Familienzugehörigkcil zu einem solchen Lbjekie der Verachtung und Abneiiping gar zu sehr dvkiime,liieren: dies verursacht unliebsames Gerede, schaiit Gegner und beeinträchtigt die Sichtung, die! einem die 'nichljüdischcn Mitbürger zolle». seiten; der mähr,?üben hinwies, bie b!,zeichnende Antwori gegeben: »lins Tschechen kan r vom wir!, schastlichen Slanbpunkt aus b!r fetzige, fusiand ganz angenehul sein." Tie?üben, bie ,tnsere Sprache g.,p: beherrschen, sinb iniolge ihrer Intelligenz ״nb geichästlichen Tüchtigkeit zu gefährliche Konkurrenten selb» in bei, Kreise» ber Tcurichen, bereu Niinscha'Iliche Stellung an sich sicherer und gciihrlöser 1׳t, schon weil sie nicht, wie oft die?ube 1 gegen zwei Fronten kämpscn müssen, bricht sich immer mehr bie Erkenntnis Bahn, daß die genau׳ sie Kenntnis der zweiten Landessprache in, wirlich. stlichen »Nb nationalen?niercsse liege und nicht nur vom Nach wuchs des deutschen Beanttensianbes, sondern auch vouXben Heranwachsenden beittichen Handelsunb Gewekbiireibenben gesorberl werben müsse, Nus bcutichem. Parteitagen wurde diese Foriderung 1 ׳ ׳7׳r von Abgiwadncten der Volkspartci erhöben,?1» jnfiische» Lager muß der Nus imnicr lauter und dringender ertönen. Ein Wibersiemb gegen die praktisch-ivirtichastliche Forderung nach Kenntnis ünd Pilege der tschechischen Sprache nfäre ganz UNverständlich, einfach duqim Sie?»den ichnciden sich lies ins eigene Fleisch, wenn sie sfch ׳ im Banne einer vernunstloscn bcüiichen Ehauvmismus, dem heule aus deutscher Seile nur »och vciiiossene Heil.׳ brüder in blöder Verachtung der Spruche^ des na lionalen Gegners huldigen, eines osienvaren Vorurleiles und einer wirksamen Basse »n Gcschästsleben begeben unb die Sprache von 7,>״,La»besbewohnern wie bisher ignorieren, Ter nationale Besitzsland der Teutichen, in aussichtsloser Verleidigung d e mähriichen beim Festhalten an ihrer bish eigen Politik dessen?üben verbluten müssen, muß endlich aus dem Bereiche unserer Sorgen und Unser eigener wirtschastlick ü a n d muß uns höher st c h c n einzig richtige Grundsatz den mährische n Svrachensragcn gegenüber, In Kons wird mit dem Prinzipe, baß fübischc in deutsche Schuten gehören, damit d berechtigung unb Lebensfähigkeit zisfernmäßig bärge tan wirb, endlich gebrochen werden und bei dcr Wähh. der Schule nicht das problematische Jnlercsic dcr Teutichen, sondern die Zukunst und da- Fortkommen der jüdischen?»gend maßgebend sein Es ist zur Umkehr die höchste Zeit, - pscr ausgcichaltel werben,, er Besitz Tas in der Schul- und aucnz dessen Kinder nur ren Erislenzt - alio durch volle achtzig Jahre im dnf wohnhatt ü! und sich während dieser Zeit siöls muiierhasl verhalten hat. in unserer Stadl ausgijctzt in. Wir fordern den löblichen Gemeinderat auf. diclrn Zuständen, die eine Schmach für unier Gemeinwesen N in seinem zu schützen benielben au׳ bas bedeuten, ein Ende zu bereiten, Herrn Rechte als Staatsbürger unb Menich Ngen und allsälljgc?nsulten Strengste zu ahnden," Was war die Wirkung dieses Prolesies? l'ileich an, nächsten. Tage wurden einige lbeltäter zur Polizei geladen und dort mit einem Verweise ode: mit einer geringfügigen Strafe belegt, Toch die hohe Behörde iah bald äin, daß wenn. dies so weiter gehe, sic bald nichts anderes zu tun haben werde, als die Beleidiger des Herrn N, zu bcilrasen und die Polizei dann lediglich eine Schutz- ->lidie Lache endlich, doch zu bunt wurde. | truppe Ws?»den sein werde: "denn die Anzeigen entschloß man sich zu einem radikalen Mittel: ■^mehrten sich täglich in so er,chreckend^n Matze, da,z i'r Vital wurde cinbcruscn. trat zu-!übrigens eine B-'lrafung aller a,°lfr ,chon aus lammen und 1N.1N beschloß einstimmig nachstehende! Zeitmangel-nicht möglich warb,- »ion bi noch am selben Tagan den Ge-, . Und so nützte der Protei, dem i.rmen Manne «e nde at als Polizeibehörde abqe'sandt wurde:! gar nichts: d,c Verwandten iahen ,,ch. iw,e man 1a,״, mxtnderat^^r,1״0׳n1el,e Angehörigen des Herrn N . außer Sbl.go. doch der Greis wurde w:,-er w,e zuvor besicn" Sbhut mir übernommen haben, protestieren l gequält und verlacht, satt gelrauze er ,ich nich. mit Eiilrüslung gegen die rohen und empörend! n Angrissc, denen Herr N , der seit seiner Kindheit, l mehr die Straße zu »!'treten, Herr. N. hatte auch einen;'׳roßncffcn, der soeben Verbreitet den ״Jüdischen Volkskalender‘

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