Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- V (1904)
- Issue
- 12 (15.6.1904)
- Date
- 1904-06-15
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Jit. 12 Jüdische Bolköftimmr gaben widmet und allen modernen nichtsüdischen — זיוt leider ducf) hypermodernen und unjüdischen — «n.dankrcise die mit der ״Heiligkeit" nichts gemein M.11, gerecht zu werden sucht. Dennoch kann nicht geleugnet iycrden, dag für den überwiegenden Teil der Leier, für die unser ״kritischer Bibclkommentar ״i hcbräiichcr Sprache" in erster Reihe bestimmt ,זי. die hei ige Schrist in der Aussaiiung der jü d:ichcn Traütio״ den Eckstein ihrer Weltanschauung bildet, in jenen daher unser Kommentar, der die Btbcl von einem gänzlich entgegengesetzten Standoonkt aus betrachtet, wenn er überhaupt seinen crrciihen soll, eine sundamentalc geistige Um ioalznng he vorriisen muß, Unter diesen Umständen!, ird es begreiflich erscheinen, wenn auch derjenige, dir, wie!er Unterzeichnete, dem Werke warme ^mnpalhicr cnlgcgenbrinqt, von schweren Bedenken terral, das m.der weiischichiigen modernen Literatur \ ie jüdischen Erklärer sind allerdings dabei etwas zu!irrz gekommen» ansgesiapveli liegt, ist hier mit grogem >rle>he gesammelt und hie und da um selb 'tandtge Verniche vermehrt. Tic alten Versionen und durchwegs berücküchligi und die semitische Sprach- Vergleichung wird in weitem Umiange zur Erklärung : deljebräiichcn Wortschatzes herangezogen. Freilich! kann man _ sich mclirsach des Eindruckes nicht er- י wehren, dag der Versaiier des Guten zu viel'cheran!Hai. Hier wäre, mit Rücksicht aus das spezielle | .e»epübl>kum, dem die Methoden und Resultate der! modernen Bibclsor'chung völlig unbekannt sind, i wcnigjer mebr gewesen und eine kürzere und schärsere Zusaijiiiieniaiiung des ,',ebolencn yätlc dem ange- Ilrebren Zweck wahrscheinlich besser entsprochen. Von diciem e: landpunkte der praktischen Brauchbarkeit ׳chlichen ivird. die!ich au! die Wirkungen aus balle es. unseres Erachtens, genügt, wenn der d.sielben beziehen, wenn ^er »ich die bange ,trage 1 Verfasser nur diejenigen neueren Erklärungen oder! .!legi! Iß die vitllche andenhert i» ihrer jetzigen Verminungen milgcieili liäiie in denen die moderne ..nde» Lage im,lande, einen inneren .liamps durch- Bibelereqeie lalsächlich elwas Besseres als die iiileckiien, her eine vollständige Wandlung in ihren! trädiiionelle Erklärnnq bielei Dagegen hätte da» «״rnndanschauungcn l-rdeutet? Ist von der östlichen vieliachc Aniühren von Erklärungroeriuchen oder oudenhcit bei der surckilbarcn geistigen Gährunq, 1:י der sie sich im gegenwärtigen Moment bcsindet, d : kritische Sinn und der lnstorische Takt zu erwarten, der den inneren Kern der Bibel aus den r.ilckiiedenc» tiadilionellcn llmhüllungen heraus,;» .rickeln vermag und den bleibenden Werl von den fälligen Wertungen in den verschiedenc» Epochen in lrenncn versteht? Wird nicht der wissenichasilickie fitze». den! das Werk zweisellvs itisren wird, durch de» inneren Schaden ausgewogen werden, den es im 3.elinleben der Wankenden und Halbseriigen anrichlen Bedenken dämpsen um ein Bedeutendes die man über einen modernen Bibel aus jüdischer Hand eniviinden i-.s׳" Dlcie e!e Freude, lrmmcniar nen livchtt '::terene i«! ,ooriiehen. LerleMendalionen. lediglich ׳,n dem Zwecke, um »ie zu widerlegen, oder das iiandige Zitieren der alten Versionen, auch da, wp sie keine Handhabe zur Wicdijrhcrilellung des »ripr,inglichen Teiles bieten!dazu! noch in grie-lnichen Ebaraklercn, die sali allen Leierd unveriiändlich sind» und das häuiige Heraus ziehen von Svrachvergleichunaen, die nalurgemäsi vrr Hamburger Selegiertentag der deutschen Zioniärn. Man kann ihn ruhig einen kleinen Kong:.,׳, nennen. Nicht bloß Nsegeu der >>»i Delegierte״ Schon vor der Tagung war man tij Trnlschland der Ansicht, das; dieser Delegürienlag von ziemlickier Bedeutung,sein würde. Die,.׳ borgeahche Bedeulung war aber sicher nicht du, voi, der man ganz karr vor der Tagung in einigen deutschen Tageszeit!,׳ ,,!;<״ lesen konnte, daß die deulichen Zioninkij 1״ Hambarg zum tsiiairikaprojckl Stellung nehmen würden; .1 sicher oiiiziclle Veriasser dieser Noiiz! behielt ickoo darum nicht recht, weil man die S'rUungnadm.׳ zum Lniasrikaprojekl verlagle. >ilar allerdings wurde. Laß keineswegs die große Majoriiäl!der dcm-'cksn Zionisten — man konnte früher oster sogar von der Gesamtheit leien — unbcdi igt für eine Besiedelung Sßairikas als ״Nachlaß!!" fei. Es koiieie die Leitung doch einige Mül e. idtni die gemäßigte Gegnerichaii, die in der Rei iluiion Eli.vv^ Auerbachs sich auriprach, io zu üb.rwinden. das; die Bcichlußiaiiung ״der diese Lciiiä ie!iinausge schoben wurde bis nach der Rückkehr de: Eipedilion Es bleibt allerdings unverständlich, w. s diese Le,: ,ätze, die doch nur das Prinziv>e!le dir Sache de rühren, ^nti! dem Ergebnis' der Eiveiition zu tun hch'e n. Ihr Wortlaut war! . . ... __, .. .,Das Angebot der englischen/Regierung in nicht imnier unbestreitbar und sür dieses Publikum akck eminenter volitischer Ersolg des Zionismus tu vollends unkonirollierdar sind, mit Rücklicht aus den l buchten und in diesem Sinne ireudig z!r begrüßen cigentiiiiilichen Eharaktcr dieses Werkes ohne Schaden Da das Ziel des Zionismus Palästina in und!sortiallen können. AndererieilS hätte, nach unserer! bUibt, Hai die Kolonisation Lnarrikas mit unserem Ansicht und wiederum mit iveziellcr Berücksichtigung j dogramm und unseren Beitrebungen I ,chls zu tun des Leserkreises, eine orientierende Einleitung, ,velche j Als re,g philanthropische Notßandsakiion dageg-n möchte;, die »Grundlagen der modernen Eregese und ivezicll! verdient da; Projekt wegen seiner Gr »sie ernstliche sind cs i.ber auch zugleich, die dem Unternehmen,! die Struktur des Psalmenbuches klar »nd übersichtlich Erwägung. Unter d>c׳em Gesichtspunkt י der hat uich:!»; ohne ftiiichsichi aus seinen literarischen Werl, ziisanuuengesaßt hätte, ganz 'entschieden zum Ver j ber Zionismus ,'eine Ausiührunq in lue Hand;!> eigentümlichen Reiz verleihen und unser! iländnis des Pialnienloinmentais, der als erste Lie-! nehmen! leine materiellen und org miiaiorißt׳.!, ' das Werk und die Geschicke, die ihn,' jerunej des Werkes erickiei»!. wesentlich beigerragen., Mittel durien hier in keiner Weile les!g leg: werden um ein viclsaches steigern. Denn was' Doch!die vorgcbrachten Ausstellungen beziehen sich/Die Auslührung des Projektes in vi.slmebr Sache ch die Filgen dieses kritischen Bibellommeniars wie qian sieht, ausschließlich aus die vädagogüche der bestehenden oder zu gründenden intiichen Kolo mögen, IN jedem Falle wird die Ausnahme.! Einrichtung des Werkes, die mehr dem iubiekliven niianonsgeiellicha'ten. salls s>e uderbtupr möglich er in!»er Iudcnheit des Lslenr iinden wird/Empiinden des Einzelne» untcrworsen iß und be-! iß Indem der Zionismus io nur ä s/oo!>t>iel!rr d-:!l kmistig n, jüdischen Geichichlsichreiber ein unrühre» 1» k.incr Weüe den wissenichastlichen Wert Vernriiller zwilchen der englischen ltke iiernng :,!.d!-ahbares ,»jritcrium zur Beurteilung ihres religiösen! des Buches, das durchaus aus der Höhe der Bibelder in Betracht kommend!n slidtichen Fi stanzen!!!:! giert, hat er nun seinen Einiluß aus!ge uaiiona.e Gesialtung des Unte-rnehmcns z» sicher! Versagen ix beit, ie i׳; .! ׳S geistige 1 Zustandes am Beginne des zwanzigsten Evrichtng iieh! und sich den modernen Rommenlaren .!!׳rliunderpes an die Hand geben. würdig anreiht. llberhrno! wollen die vorausge- Als elftes Spezimen des in Angriss genom-! henden Aussuhrungen keine >v>sse»schrs1liche Prülung die .iwlvniiaitonsgeiellschasien^ ihre M> en BibeskommenIarS. über »vclches daher noch!und Würdigung des beiprochichen W׳rkes bedeuten!. ׳ iolgendeh cjnige Worte hinzugcsüqt seien, liegt j— sie würde hier auch durchaus nicht am richtigen!• erne Halste der Psalincnkvmmentarr >Ps. I bis Platze sein/׳ Sie entsprangen vielmehr.lediglich der l, nnisassetldi von Tr. H. P. Ehajes. Proseiior am Absicht, die Ausmerkiamkeil des indischen Publikums ngdbiuerieniinar zu Florenz vor./י Dr. Ehajes bat, aus cjn ivisienschgstliches lluiernehmen zu lenken. ',:.:י bereits durch seine anderweitigen Arbeiten aus' das süjr die innere E itwicklung l .s jüdischen Zentrums dm iüebiete der jüdischen Wlssenschait als einen ׳ im Cftcn von großer Tragiv.!:.' werdcn kann, .!!danken- und wissensreichen Gelehrten erwiesen und! .! .!!׳!ben Eide,tichastcn offenbart er auch in den, > 1! rliegendcnlWerke. LaS ungeheure eregeiüche Ma-j ü Rar ׳!;;00״tnib,•! t» 4"?:! Xtr Lite Haine ׳'tü. 7Ii— 1;VJ» 'oll ned! m etefeni!יי•*r 'ז:0'־ 1^'י lu•; mriitinoii sidrtifluna ותזיזי. das Lslarrikavroj!!: sgllcn zu lassen." Fn engem Zusammenhänge mil!rage stand die Beivrechung der n a 1 i o n Es waren verschiedene Prolestc dagegen daß in der zionistischen Agilatiou gegen! as nanonale Prinzip verstoßen sei, das Nationale ii 1 Zion,sm»? ' verleugnet sei, daß insbesondere der Führer der deutschen!,׳ltoninen erklärt habe, cs genüge die Lhmvaiie ׳iir ar - : unsere Bewegung sür die Berechtigung;uiene! zablung. Schon in ferner Eröisnungsani irache suchte Dr. Bodcnhcimer den Protesten dadurch die Zionisnüis r C'tafiifa alen Frag! eiugelaus!!!. Zur Antwort brüllten ihm entgegen und ver!! innert so nah», Michael seine Mutter >n ,eine. Rein -lern am «immel »r>n!1ern1s!!.!!en ihm den Weg dunkle, abscheuerregende Ge-jArnze, um sie hmauszulragcn da er sur ne keine!keuchte .Ealte. Was nun beginnen.- Un! io!ragend ',alten mit Stöcken und Heugabeln bcwässnet. Ausl andere Rettung wußte. Den teuren .»!orper an keine begmnr er ohne allen lnrund mir ׳cm!r ko'tt :.:en, Rache, kamen drohinde Ruse und ihre Augen j Brus, pressend und den Vater an der Hand rührend, San zu 1.1»,־״. Rur WM ׳or, Aon Lens Lärm und ׳v:Uhren ligerartige Funke». Hier waten alle Wortej dräng«.- er sich durch die fjimere Menge, »m d״n dem Geinmmel. der. immer naher kam!gleich e!ner - :g> blich. Ej» ergoß sich eine wütende, rasende Horde, >״‘״"י'® <«<״• -"! weder Rücksichten kennt, noch die menschliche Evrache versteht, nicht anders, als Mecrcswogen, alles am Wege verschlingen... Wie ein Blitz d.irchzuckie Michael der Gedanke an die Mutter. Rur über meinen Leib »verdet ihr ins Innere ge- ,langen, schrie er, entriß dem ersten einen großen Prageistock und erhob ihn drohend gegen die übrigen,! Rudel hungriger - daß sic zurückwichcn. Plötzlich'sprangen andere!Wie Hagel fielen . wie Katzen durch daS S-itenftnst-r herein. Der!׳hm. wie. aus dem Boden .v׳cho,,en eim kicme 'Paier verdeckte mit seiner Gestalt die Tür, Lie zum!Gestall. dunkel und gebückt. 4-e zielte^ ' ch Alkowen führte und stammelte ״ckwirrt: Seid ruhig^!denn jeder .tun trat unö er t״ q^etzier! nicht mehr lebe, bat er um ein cniivrechandes Lager, KO ,ttll. nehmt, was ihr «ölst.,ich ,chcnke r«ch!«°HE d׳e Arme " we.ch nieder, küßte ihre kalte^Hände und hörte mit einem!deckle sic nxil zärtlsch'ter -orgsali zu. Mit starren. überall »ud Mchen und Schlägen zu entkommen. Wie tolle dunklen Wolke, die in ihrem Schoße Gewitter trag! Hunde stürzten sich' die Bauern aus die Gruppe.' Im Lause war ihm. als höre er die donnern Mit einem Hieb einer Heugabel war, jemand den den Worte! Du Han die Mutier getollt, weil du greisen Barer nieder Michael suhlte uud dachte,'1- >n die kalte Nacht hinauslrugu, Miiltsrmorder: nichts, als nur, die Mutter zu reuen. Er lies zur! Eine andere Stimme aus dem Innern ׳lmterie daran׳! BezirkShauptmannschast um H1l!e zu verlangen und!Pkache dir keine Vorwürie. sie hätten sie g.marr.rt die Mutter in Sicherheit zu bringen. Gleich einem' und mit ihren bcmdclten fanden geiojei. w aber Wölse letzten ihm die Bauern nach.! narb sie in deinen Armen. Ta setzte die ef'ie -timme Hagel sielen die Steine Plötzlich ßand vor ein! In den Armen eine» Lügners und Heuchlers. In Todcsschweiß gebadet, pochte er endsich an eine ciniame Bauernhüttc an, wo mau ihn auch ausnahm sich überzeugte, daß die Mutter wirklich ich schenke euch',stöhnte alles, aber seid ruhig, weil meid Weib schläst, ich Hirich und kloplle bitte euch, seid still, schah! Emh packte ihn beim, mann,cha,t er ״״w ”}־*nitt! Be-! lränentoien Augen erhob er ,'ich und qinb den Vater . LE ™«,י:,. ׳£»*■1“,מ! a-״■״״ r־rÄ׳^Äiä^Ä«s-״«Är' w die Gasse herausgelangt und r,e, laut um Hllke. Eha kan Bitten^_ tritt^i ״ vor! Sl,mmenq-w,rr und ein 'Rnose, wie wer t ie Nachbarn stellten sich jedoch nicht e,m W^-! g-nnen r M chael ,.and^ ratlos^! ^1״ zusammen,',ürz.e. Tastend und 'chf'nlich haben sie in ihren Häusern ähnliche &a\U, .. bem unb ז iAmTibaft cinflen iropicm inebte Michael lueitn, wie cm Menich. dachte M,chael und kehrte mit Mühe in d-c Wohnung trat ihm au - -er ^üure Vörper^ kälter ^und Walstatt nach einem bekannten Ge,'ich! »rnck. wo die Bauern ihre Zerstörungslu,t oorde» -r uhl.e de^teur.^,jJQuf bcm,;eIbcn ^fallenen fu^t Hi- und da degegn. >°»״g an dsn Schränken übten. Wie der Mcn,ch kalter ״rirö. - ch ■ jemand ie>n! Polizisten mil verschränkten Händen,' Rd und zu wahrend emfr FeuerSbrunst die Geistesgegenwart veri'chütlel hätte Nicht saisen traf ihn ein Stein: ,.'den 'Äugenblick ,lolpertc er »*> —״-■- •*׳•- ״•t* «rfi aber IM Gehirn mit >--a chkk , .. . ....! über-einen Menschliche«!ikörper. ein Mobdl'iück, einen verlier:, und,nur sich selbst retten will, sich aber im ' Gehirij ""־ r׳ ■־ B;fn״d»t nichl mehr jede lepten Augenblicke an einen verborgenen Schatz erwollte!er. datz d.e Müller vielleicht mWmehr zem Verlanget Kaffeeliäuseru die ״Jlflische Volksstimme“.