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Jüdische Volksstimme · 1904-04-15 · 8 (15.4.1904) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
V (1904)
Issue
8 (15.4.1904)
Date
1904-04-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite - Fnvistde Volksstimmc Nr Man (tiftntrct ihnen wohl einimreten, sie Dürfen ל SV .-,!־־־;Iie.l1t־hra!tifmue1i mit ^uweimi!!; zum 'i'^trfv.teriu;! Y ..sich Den richterliche» BorbereNiiiigs Di.nü nnDni:::." rl'inn verwenDet iie eben znr Arbeit, Da ':.־ n.t UI Der׳'clben anbieten. sei! Dem Moment .!l׳,r. 1ve üe iiir ihre Arbeiten gleich ihren ebri't- .:!!־.:: V־.'II!g!־n eine Anerkennung. benehenD im Titel .I :-:-{:1;tan:". uuDDa״ Entgelld. benehenD Nn monatn ASiuviM her M'l K :— zu wenig um z» ^!.b.i!. m viel um zu nerbeiii — fordern, Da klopf!» h.rfebtafienen Jfiten. 1 iv.'?nD־.n nberhauht noch zu StaatsDientien ,.’.::v.r.Dii werten, hat »in» Da״'i:n'hhrtionalin!tcm ׳:ttu:. ,jStt werten v im richterliche» Dienst 11: Dem B!rh.tit!>:sse zu Auskultanten ernannt, .::־נד ihnen D.!Durch nur in ־Diesem Pirziiitfatz Die :7.::.־.־: >!a־.־rt־.re zum richterlichen Beamten erwog- 11.1■:. .ו;" Da« Bethaltins Der!jiidischeii zur christlichen B!־.־.<l-.r:7!:g ,!,i b!!x!׳s.־nD!־n itronland beträgt, Für!::.־:־־che Bewerber wird Dahex bei'onDere liwiDenj ge- .:!1D D.r ,utiiche .'!auckidat wirb erst dann er >־!!.־.»!. Ins ־־.־,,־-cki!n Dem v! rher ::•:2 ׳.hin .ine .gewn'e Anza ־ ::־.!::skultanten ernannt II 2.:;.:. :::!geachtet Tü.l!!!al!־i!. k::s, i.־!k»'1 etn bis zw! י" '< V.tfcr : »: t ::D D.r chtiitliche B!1lv!־rb!־r nach >! ־Wochen 1» gleichgiliig ־}Jian schielt Den fiuDcn D.n! S:,!a1sD1.־!!n. varnm Denn? Hai man hi»!:!:־.־ uneutgelil che nuD in Der :liege! h.-are '.'!rbettjfij.rft, man käs:! ihn nur Dem geDnIDigsten Der war!!!!. : ,'1.־n. •h:־? and reif;:. ui’.D er gezwungen in, sich!>!. wo er l erretchen, .!>. malig.־!: .־: .־!':::- <־.־! 111 1: er! :!:. :1;S ׳1. n ׳: 10. :1 ::: iner Ernennung beDart, Die Advokatur lüDiicheii Nichteramts- :v.nD.u 'ich Der ADvokatur z», unD Dieser : mi 2:aa:־?Dte::ite >1 cs auch zuzuschreiben, os; n SiäDi!־::. wie ־■Wien, : ,:iDi'chen Händen in. aus Dein Lande, wo es B!־.zirksg!nd)t!s. auch .!trtitt-, hat Die ,uDifch! .tlen Ehanvintsmus z» t'-keute. Die ihre AgenDen ergen tanen. werben in. r'.fi.v: ־ ׳;.־.־. .'•׳.:: Pranger genellt, unD Der hniichlii BeDrängninen ::־.!tau:1::.it!rwa1!Dt!r .־!tan'inani! .. . 2:!1־1 >:.־.:e.n2!r:1 utrD b.N'ur.rs '.־:1 :׳.D:־ch.־u?;:rin.i auch ׳ ־!ד:ן;1,.־ :<■!.:.־elbn ׳.’.r'.tnlDeien ־־::: ■:.־::::!!::.. Ter!!:D'.'che ADv.'kat e 7 ־i. ־ .־ :,;:; ..,־!eilst:;:Dtg Du־ lichechiich. :'.:..7־ e:.־ Uuk.Ziijtnis ober ii!a::g.!haste 1:12־ ::־. .,./.־ D.e ,::Dt'chen?־,irin.»!ו:.:-r- ־־- ג:!:: ::.זו::.;׳ai Zi.ii zum großen T־i:. :!! Wt!!־.. wo ':.־ in Der :Hu;.'! ■ü're!־:!־:.!!. htbii:,־ vn verbleiben. UND in!1! S.!mm.lh!d u D.r Monarchie Da» .!־,. i\tc:־.t1n.;er.: t}er Dortigen ADoolaten ernannten Juden!1 christlicher .Ziollegen nrten. Tasz Der?!»De ,vleif; mtD Gesetzes-?!ihre warten kann. 1 um einige weitere beichästignngsarme Eremplare zu ' vermehren. I Tiefem Üheli'iaiiDe wirD erst abgeholsen werben, I wenn Die Erlernung Der zweite» Landessprache an! Den mährüchen Mittelschule» Durchgesührt werten! wirb, erst Dann wirb ein Abfluß für!h־,en geschaffen :werten könne» unD Der Provinzadvokat wirb Durch! perfekte Beherrschung Der tschechiichen Sprache eilte Schwierigkeit weniger zu bekämpfen haben.^ ־ . | Ja mul; ‘jeDoeti vorerst mit Der Unlitte gc- 1 brocheu werben. Das; Der?ube ihitematisch Den ־ tschechische» Sdmlen aus Dem Wege geht. Begreif- : lieh in es. Das: Die?uden au LNen. Ivo sich bloß üDeutiche Schulen hefinDen, Diese sreauenlieren: IIIIpraktisch in es. Das; sie an Crten mit Deutschen unD! tschechische» Miit-lschulen wie Brunn, Olinütz, .stremfier, Ung ׳Hradüch nur Die Deutschen schulen 1 sregue,Nieren unD Die tichechifche» prinzipiell ignorieren: ׳ entschieben verwerflich seboch ist. es. Das! Jude» aus ־Lrten mit nur tschechischen Mittelschulen ihre .'!»!Der in Die nächste Deutsche Anstalt schicken, wie Dies vo» ־Prerau unD Pronnil; nach PlinnfZ gesckieht: hiebei in zu berücksichtigen. Dass Der siiDüche stuDent i» Der tschechischen Piittelichule nicht nur Das Tschechische ־ vollkommen beherrschen lernt, inuDeru auch int . Teutichen, Das er נ.ן von Haus ans kennt, sich aus- I bitDet, wäbrenD er an Deiiiichen Pünelichulen sich!niemals perfekte 'i.nntnis Der Tschechischen aneignet, j Warum sollte!s Dem jübtichen stuDente11־ unmog- :ltch sein, zu ieiitem!igenen Porteil zwei spraehen ל zu lernen, ־ ertönt ja Doch selbst int rabikal ' Deutschen T'äger immer lauter Der Nus nach Der Not : wenDigkeit Der Erlernung Der tschechischen Sprache | — mtD lernt Doch im benachbarten Ungarn Der; jüDiidie Zlnabe, Der zu Haufe Deutidi, aus Der Gasse : slowakisch lwrt unD ׳vricht. in Der schule auch noch Die Dritte sprach!. magt>ari'ch. TaDurch, Das; bet־?!,De nicht Das TichechEche vollkommen erlernt, in er sein eigener ,'veinb, bewirkt eil Das; Die wenigen Berufe, Die ihm in :!!..־!<:!!.־!!' »och vifen neben, ihm in ennin , l.! abgeschlossen wierDen. Wersen wir Der VollnänDigkeit halber noch einen Blick aus Die Ptibatinnitute, Banlen, Eilenbahnen, Bersicherungsaustälten te. T!r absolvierte nnniinanan Denkt 'ja auch an Diese Ber»ss»1vglichf keii. Bin £>1t ab!r nicht guter Eltern .'iiiib. Hofratsioh» oberbenenialls Nene, so las; Die Hossnung schwinDe'n Dort unterzukommen, Dort gilt!auch mehr Des Mannes Nock als sei» Ge,n, anb io! mar.eher arme stuhent. Der seine ganzen siiiDien mit Auszeichiinug zur!!.־!;.!־!!.;! hat, mus; eine»! PtoiektionskiiiD. Der es eben seiner Protektion zu verDanke» hat. Das: er in Den schule» immer ,.Durchger»t!cht" IN, and; in D:e!'em .Zlor.knrrenzkampse weichen Was ־oll Demnaeh Der jüdische Student tun, welchem ־Beru'e ׳oll et sich rumenDen nach Dielet־ ziemlich tri'teu seliilD.tnng Der Berhältnisse.?״t, IN!v Denn ein fo besonleres Gliieck, Ausknltaut ober Tlitauz .'ionzepispraktikant zu werbe» ober als ADvokaturstanDiDat 7?ahre »1:1 einem E!linei:zmini»1um ׳ei» Leben zu srtnen. aut sodann eine zweiselhgste . Ennetiz zu 'grii1iDen־r Äkiipen Denn so viele nuDieren r Mane i:!:D alles Drang: lchnell Die ,!iiiDer au׳ d> vor. Tie Bewegung tenr. aber tnj Damp-er stille. >i.1am!12,־ '(!nDeriumme unD schon am '.־hwech.n. Tort am 'Ausgang!nt .:::. stimme: Mo!.!!e, Mo'che und Di! ,Traue» he mit ־.!wen Die .\UnDer. Das: Er :,.»׳vre stimme B:־.,! hebert :־D Drdf.'.en fl!1 ויד . 1 ׳.׳ rh.ilten schwe:!;:־::»> Iie aut Dem B anoarzes Le .וי4וי.'ד . r 1:1-3 ein W.tnD Lich: a! lei'.Iicht Und Die wei1:enDe/s1i»n»e eines : IN, Das Die Worte Deutlich ״achspri .NinDes hon nachspricht, wie ei» ihr schluchz!» en. UnD >!.־.ch >D!i1en .iumal ::::D TunboDsii unD Die vier Wände stille, als läge eine ׳Den i»:D als.wäre Die ehenindv UnD Das nille, rutgt Durch Das Tanke!, gailze?uDengenieinDe. . . »I.»ren!־rnidt!־. stimme Des cho von Den Häuptern Der ld!w.־.rz!1־! Mane. a TlnD oje stimm!»! ,1 üd'.!s :n kein als .::!־.־s Lpt.־ei־! ein .!,־<e man Erwach־.־־!!:־!׳. Und Das i'lebäl! unD Die WänDe fitiD wieber eins, :1112!rtle Stimme;: merbin eine Stimme, eine trauure. ern'te Stimme. Tas Totenbekenn::.::- einer ganzen GemeinDe. . . Tniikel. UnD Der Strahl Des ewigen Lichtes. Dtlittgt Durch.?!PI wieder schweigt alles. Die Biaiie wart!! auf etwas. Traun.־!, tit es auch still. Man hilrt nicht Das leiseste ,'־eränsch unD troiZdent kann uurn >:!.!: weiter beten .Tie Stille würgt, erstickt. Man^wat-tet man hoch:...?!IN hon lila» aus D-er fverne e;n lei'!־׳:■ Nanlch.u naher kommen. Man hbrt Das Näherkommen. Sie ziehen heran! Und Die ganze Mai!.־ kommt tu Bewegung und Da־Z s!!!r!־te» Der Män״!r. Der ,Trauen, Der .'!!aber bereinigt sich zu einem 7>l״s. Und Der in voll furchtbarer Trau!r: Herr Dir Welt, l!l 1״!״ן ״ <־״!־,, ׳,11 .״: Und wieder Die ianintd!׳.׳ Stimme Des Rabbi, iräneuDurchziltert und Doch voll;;munid!!! - ..Barmherziger Bat!r. hör' umere Stimme, scheue uns, erbarme Dickt »»י!!.'־ Und ick)0n in!;.!!־-:- t'.rgesien. Ein Leid von hu!,Denen Herzen bricht Dur^ ,Barmherziger Pater, höre unsere Stimme!:־ Trans;!־» herrscht noch.Schweigen, Doch schon; U'nr.n: Das Brausen, näher. Ein starkes :llauscheir, kan», weis; »tan wob!!, aber es komtitt... Man hon. als würden lausend Etienstucke an Steine ge Tie Diversen gewerblichen Fachschulen sind v! I wenig von?üben frequentiert.! Auch Der HanDelsstand, der die?״Den!?altrhunderte genährt hat, Darf nicht als etwas Bl!wertiges betrachtet werden, im Gegenteil, er io.! jüdischen Jünglingen gejucht und ausgebildet w l stehen ihm doch durch den Export bei den I,!. .Ziomüt»»1kationsverhältn>sse» noch große Aus ־bevor Wenn aber der jüdische junge Mann Dur studiere» will, so läßt sich ihm oder seinem!bei der Berufswahl kein allgemeiner Rat eit j Wie wir gesehen, hat jeder Beruf seine ' ״iid seine Schättenseiten. letztere besonders fm ■ | Juden und es hängt ganz vom Individuum a;wieweit es ־Borliebe, Talent und materiell, l hältirisse de»! einem oder anderen Berufe »ahebr Brief aus paläkina.! Palästina ist ein Land der Extreme. - ’ und wüst, erhebend und entmutigend, fruchtbar :vbe zugleich. Tas jüdische Treibe» zeigt Leber־ :»»D :jukiiiistssreuDe neben Resigniertheit und 1.!vier Glaubensschwärmerei. kraftvolle Bauern ־ neben korrumpierender professioneller Massenbe: ' hartes Ringe» »m jedes Stückchen moderner l nationaler Entwicklung neben fanatischer Mne.v 1 von Weift, älvtper und Seele. Eines zeige,: Paläninar jüdische Berhältnisse in vollster ätlai die nationale Lhnmacht und Berkommenhe::?»Den. all die Folgen ihrer abnormalen Bolkset־:־ Ter gewaltige,־ niederdrückende Unterschied 1 äußeren Machtstellung und inneren natu׳: Schanenskrast zwilchen Juden und anderen Na!> zeigt sich nirgends so Deutlich als in?er»!!־. Fan alles, war hier jüdiieh ist oder sein will sein /oll. fuhrt uns die krasse Tisharmonie 1mv bodenständigen, geeinten, anerkannten tziationen einem gedrückten, mißachteten Bölkerparia ohne »tat und Boden vor Augen. Wirtschaftlich, tut:.: . moralisch, national, intellektuell — überall e: sich aus jüDiicher Seite ein augensälliges M Es wird uns klar aus Schritt und Tritt, das; alles verloren und alles wiedergewiitneu müssen,!eire geickiickltliche Gemeiiischast zu einer na:!selbständigen Nation »lacht. ״äiinDer des T!־! nennt Der Araber in?erusalem Die?»De» hr i ungeheueres Werk, ihr Bolk zu neuem Leb!: :erwecken nnb dieses Land ihrer Eigenkultur z:!schließen! j In den letzten Jahren drangen häufig ntietenDe ־Nachrichten über den. krisenhaften;{u־ Der ätolonieii in die jüdische Öffentlichkeit. Gel.; licki ward auch ihr .jiiiammenbruch geweisiagt Übertriebene» Alarmnachrichteii haben zu einer l; ialsck>en B!־urteil»ng des äiolonisationswerkes ־z» unrichtiger Einichätznng der praktischen .'! satio» geiührt. So übertrieben solche pessi»»־ ׳ Auslassiiiige» waren, ebenso weit übers Ziel >.. ^Herr Ussüchkin, wenn er von einem Id Na»d schwärmt. Ein glänzendes Taiem führ, .'toloninen gewiß nicht. Und soweit ein Lai! schlagen. Irgend eine unbeschreibliche.Z!rast in ei» Untier gekommen. Jeder fühlt, daß es losorechen muß. . . Hurrah! Hurrah! Tie Bestie hat die F gesprengt, nun kommt sie und zerstört Die Welt... Tie GemeinDe steht still, gedrängt und geD. Die Bäter halten ihre .ZlinDer aus Den Schn nur Die Frauen schreien gellend, jäh, ein 2 ohne Worte. Und das 'Rusen wird immer : und mitten durch klingen die Worte des :' herz-erreißeud, als 1'uehte er in den Wort!: Erlösung; Barmherziger Vater, hör' unsere Stimm!! Die ganze GemeinDe mit' einem Laut: Barmh!־ Batet!. . . Draußen steht Die blopde Bestie. Plan ihre» warmen, schnaubenden Atem... Es! Daß grobe furchtbare Hände an Die Wände k. — sie suchen — — sie tasten... Und ׳drinnen ist nur eine Stimme und Neltung: Barmherziger Pater! A\v lionichainin!' : Tas schnaubende Ungeheuer draußen <; Hurrah! Und die Stimmen draußen und Drin le.־ mit einander; wer wird siegen ־? Einen Augenblick noch stille Erwartung Tie Tür ist erbrochen.... A»־ lioiaciiainim! Hurrah! Hurrah! Gesinnungsgenossen! Gedenket des Schekels!

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