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Jüdische Volksstimme · 1903-12-01 · 21 (1.12.1903) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
IV (1903)
Issue
21 (1.12.1903)
Date
1903-12-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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IT7־. Icrörgang "•Mvv --,runn. l. De^einver 1908. Ulr. 21 : »lunic: Jviir Cnimfidi Uininni bajfialuni K juyi;;.ליK 1. JK•: : ,u׳'cm'»uurt: vXeutict1I(m& ttnimalni,! Mdrk '1״•*.־;;K1n';lan>> ,ז ׳_;..-:•:.-1:\1ז0י){ul‘ ־. W mtmlrcidi, Ilalien. Türkei. Rumänien. Serbien. Bvl iancu n׳w.7v.rS. H׳ _ ' - ' ^iedaknon unb ^tdmminranon Brün n. Ld1ütt>׳,a1׳t Ri. i. Tie ^Zül'i'che Boir-'mnmc i:u avi l. und 1:•• v'n׳: ־״r.u ••־i,‘. ־■i1 unbänbicriidie Bcnienmi! Cito Mlcmnt^ Xr,inupi'tntiVM '־'ץ• fr.. ־.״**־*: Die palättina-Arlifit:*1 ,Bon Maidia» A che r, Wien. Tie Einwendungen de« politisch diplomatischen . l :•nuTv cjrflen die allmähligc?lnsicdlung von u in Palästina send sicherlich insoserne unrichtig, sie in doktrinärer Weise übertreiben. In ab- :0 muß ja die Möglichkeit zugegeben werden, irgend eine türkische Regierung der Zukunsl ,- .ich Lust bekommen könnte, die jüdischen Grundt. er zu expropriieren und die srcmdcn Juden ,:. :iii aus dem/Lande z>1 jagen. In'concreto aber . .!> sich die Dinge denn doch nicht jo überr :;!סחסן einsach abspielen. Zunächst hinge ja die 2 , - ein wenig von der jüdischen Einwohncrschast i 1 ab. Es wird ihre Sache sein, ob sie, in den ■ aiikenwegen dcS politische» Zionismus sortwan- . sich Unvorsichtigkeiten zu Schulden kommen , ober, ob sic, zu ctnstcm Streben hcrangcreist, Stande 'sein wird, die Grenzen ihrer ,Siräfte .;ls adzumesscn. Auch ist er wohl ausgeschlossen, allsällige Verfolgungen Alle treffen. Eine große 111U wird sich allmälig einheimisch gemacht haben, .;che darunter werden, wie dies schon einmal in. .. ö-nrauen der Herrschenden in vollem Maße gej .», von den anderen, die Ausländer geblieben sind,ן n sich zumindest viele einen mächtigen jremden :: t? zu verschossen wissen, Ziurz und gut, sovielc er sallen, soviele Posten verloren gehen mögen,;;er werden Positionen erhalten bleiben, an die die Hossnung ' aus Erneuerung knüpjcn kan», aber die Cpfer V Jenun, cs soll einmal heraus- -;gi sein, io hart es auch klingen mag. Shnc Ri- ' an Zeit, Gut und Blut werde» große Dinge : gemacht. Und wenn jemand eint weniger l;r und opservollc, raschere Verwirklichung des ffincnsischen VolkridealS verspricht, so kann er dieses Versprechen leicht leisten, weil er ganz r Stande ist, cs zü halte». Dem politisch diployiatijchen Zionismus liegt eine ganz richtige Emhnndung zu Grunde: ר : Zugehörigkeit Palästinas zu einem Staatsdas keinerlei Rücksicht aus uns "nehmen als eine eminente Erichlverung und, wenn will, .Gesährdung der Ztolonijationswcrkes aus-!> iverdcn muß. Rur weiden au« dieser rich- Voraussetzung irrige Folgerungen abgeleitet. Sprung in eine Phantasie-Gewißheit ist sicherlich ״er als der! Weg in eine ungewisse Wirklichkeit, eöcrs.wenn man Vorkehrungen trifft, um diese l >- wißheit zu mildern. Und nur solche Vorkchu zu Hessen kann unsere Ausgabe sein. - Die Palästinasreundc haben di« vor kurzem Hauptgewicht aus die Einwanderung auslänr Juden in Palästina gelegt. ‘Sie waren von Ansturm ihres nationale» Willens übermannt, eine unzulängliche ,GoluS" Theorie geleitet, :׳ Judenhetzen in Verlegenheit gesetzt, endlich Erfahrung. So konnten sic gar nicht aus re Gedanken kommen. ES ist ja auch nicht nötig, Methode, die in gewissen Grenzen immer wird »düng sindcn können, vollends preiszugcbcn — U was Pioniere betrisst, die wir gewiß in >- lichii großer Anzahl aus dem Auslande werden n müssen und könne». Aber wir müssen uns Ich auch »ach sicheren und leichteren Methoden uu; hen. nach solchen, die weniger oder gar nicht » -;!net sind, Anstoß und Bcrcitclungsvcrsuchc einer >m! :ramschen Regierung zu erregen. Wir müsien <'■ ■■■ Mitteln suchen, welche die Absicht, die offenbar au.u bisherigen Kolonisationsversuchc» zu Grunde; Palästina ein ansehnliches und leistungssähiges 1ui>>-chcs Bevölkerungskontingcnl zu stellen, mehr Nachhaltiger und gründlicher als bisher verwirklichen ן fonr.tn. Lder besser, wir müssen sie nicht mehr Mckcn. denn sic sind längst gefunden — lange noch *> Einer »ratet: ,Methodrche» zur PalSfiinafragk-- in vor dein Auiirctcn der volitiichcn Zionismus — >venn sic auch ansang; wenig beachtet iknd jedenfalls nicht in-ihrer überragenden Bedeutung ersaßt wurden. Wer mit den Angelegenheiten- Palästinas vcrtraut ist, -dem wird die .,!läge über die dortige ein- Doch, ich möchte nicht iclbsi in einen dem H. rügten analogen Fehler Versalien. Ich möchte d;> Bedciziuiig der Zahl, die andere ein-'effig überschätz-"», nicht 'einseitig unterschätzen. Ich weiß, daß hoge Maßunleijchiedc in Beichaffeitheilr- und daher Ma.Aihe;miichc Judcnichast wobl bekannt sein. Seit dein; unterschiede Umschlagen können und kenne die Trag- Beginn der .,toltznisarionsbcswcbungen wird immer i weile dieses Gesetze» im -Allgemeinen, sowohl als in und immer wieder aus das ichaüdcrhastc Ehaluka- Anwendung aus unseren Fall. Ich übersede nich: sysicm hingewieicii. das die Leute wirtichaitllch er- - die einheimische nichljüdischc Bevölkerung Palästinas, nicdrigt und daher auch als Menschen entwürdigt, von der ja zu erwarten und. sagen wir.es ausrichtig. Man liebt er. bicicm Pfuhl von beticl- und ge zu wünschen in, daß sic.vvn der jüdischen Bewegung ichäffssrommem Dunkeimäuncrlum den ״Jiichuw". - mit in die Hohe gehoben wird und ikr dicht am die neue jüdische Anpedlergeichichtc. als Trägerin! den Fersen »achkommi. Und ich weiß den reichik. der national kulturellen und wirlschastlichen Hoffinnere» Gewinn einzujchätzcn. den, unabbängig von n»ng,-n des jüdischen Volkes in Palästina gegenüber-; allem Wetteiser, cm palästincnsiich.jüdischcs Volk zustellen. Run liegt, in dieser Betrachtungsweise davon hätte, wenn es erheblich größer wäre. Es iit »ick» allzuviel Parteilichkeit Aber sic wird bemir ganz klgr. daß bis zu einer gewisicu Höchstdenklich, sowie sie im Schematismus ausartel. lind-grenze, wo das Prinziv der Zahl ebenso völlig das ist bis auf die jüngste Zeit jait immer der ן versagt ivie unter einer gewiiicn Tiefgrcüzb ein Fall gewesen. Erit diese bat Lehren erteilt, die;größeres, Volk aus seinem eigenen und fremd.;, nicht mehr übersehen werden können. -Ein wenn ,!raff- und Geiiiesborn viel mcbr ichopscn Und viel auch geringiügiger Aufstieg des in Palästina ein Rc»cres schassen kann, als ein wesentlich kleineres heimischen Judentums iil deutlich wahrzunebmen Aus all dieser Erkenntnis kann ich aber nick! Die jüngere Generation sucht sich zu menschenwiirdi- - zum Verzicht, vic.mehr nur zu einer neuen Psiick״ gcr,m Dasein und edler Volksartung emporzuringen. gelangen: 'Zu der Pi-ichl der Vorsorge, daß wir Man führt nun diesen vorläüiig übrigens noch je ln nicht durch geringe Zalil gegenüber unseren möglichen .leichte» .Wandel in der Hauvriache ans den Einsluß l Zionkurrenten u»L unseren wirklichen eigenen Andes ,Jiichuwzurück. Ab-.r weit über die Peripek-' sprüchcn ins Hintertreffen geraten. Allerdings d; . tivr. die uns der bohe Pionierwerr dieser ersten Vorsorge darf nicht eine Scheinsürsorge einer i,!׳ E uwandernng austut.retchen jenePeripektiven hinaus, baiien Pbaniasie sein, die eg, ja leicht bat, Massen die urs die nunmebr wahrscheinlich gemachte Fortins Leere zu pslanze», sondern muß echte Voriora bildungsjähigkeit der in Palästiifa heimischen Juden-;sein, die auf der Linie der Eniwicklungsmöglichkeile;^ schaff eröffnet-. Man wird einwenben: Wahrschein.; bleibt. Und eine Vorsorge dieser Art ist die Ansied lichkeit ist »och keine Gewißheit Gewiß! Ich will lung von Juden in den Rachbarländcrn Palästinas auch die Möglichkeit gar.'nicht leugnen, daß die! . Tic Notwendigkeit dicicr »roivniialion iff jetzt paläsiinensische Judenichast schon nach den ersten l ziemlich allgemein anerkannt. Die politischen Zionisten. Schritten stecken bleibt uns/ nich: weiter kan». Ich! die entsprechende Forderungen anfangs 'als Hocrmuß da aber wiederholen! war ich in meinem ersten! verrat^ zu behandeln genügt waren, baden sich durch Artikel gegenüber einem ähnlichen Einwande jagte; das Schwergewicht der Taliachcn allmählich über Darf diese Möglichkeit ein Grund daiür scin/dic; zeugen lassen. Rur siird sie augenblicklich anderweitig Hände in den Schoß zu legen?" Und ich muß darauf - zu sehr engagiert. .Auch die extremsten Rur-Paläverweisen, daß wir die Ersahrungen, die bei der! stincnicr haben sich mit der Rachbarkolonisaiion Enlwicklung des osteuropäischen Judentums gemacht; licffeundct.' Höchstens könnte Acha d-Haam, von wurden,- als ermutigend betrachten dürfen. Wir' den, mir eine Acußcrung über diesen Gegenstand haben zumindest Aussicht datz uns in den ein-;nicht bekannt iff, von seinem wcilgcbenden »kulturheimischen Juden Palästina« eine Armee erwächst, ^cntrumssiandpunkl etwas cinzuwendcn baden. V: ldie uns das Land im friedlichste» und tieiffen Sinne j leicht auch nicht. Denn überall iff die Empiindung des Wortes erobern soll. Durchbruch gekommen, daß die Erstreckung li-me Armee'?»,Erodcrn? — höre ich fragen.; Ansiedluiigstätigkeit auf die Nachbarländer den sllas können 70 Oliv Menschen gcgcn eine ncunsachc, nationalcn.Vorliebcwcrt de« palästinensischen Bodens Mehrdeir ausrichten? Tic Tonart kenne ich. Es in; gar nicht aniaffet, sondern nur eine Slufenanlage -je -jener Menschen dileider'noch weniger alle, vorffcllt. die cs ermöglichen soll, bcauemer und sicherer werden als die Narren, mit denen sie gewiß nicht l aus die paläinnensische Plattsorm zu gelangen, identisch sei» müssen. - jener Menschen, die üur! Nun ist allcrdings Inder letzten Zeit das Pr.- . -inu für das Seiende und die Zab>. nicht aber für jeft einer anderen ,olchcn Lturenanlagcaurgetau״-:. d^is E;!״dcndc und die Beschaffenheit haben. Solche, Aber ihr schlt aus den-er,reu Blick d.e elementar,!- Menschen verleugnen auch in -ibren Plänen und. Bedingung jeder Lreppe. da״ Nan d,e Plaitlorm Wünschen ihre Natur nicht. Sie setzen Zuknnst unauch annotzt. au, die ״- ,übrcn will. Man wird nffttelbar aus Gegenwart und messen beide gegen-! versuchen, diesen Einwand aus meinen, eigenen .Geieitia an der Elle ab. Sic begreifen nicht, daß diese' dankenkreiw als derb mechan,׳ch zu widerlegen. ce,n . 7000״ cinmal vom Äeimtneb neuen Volkslebens ‘Vergleich dür,e >a nicht ,0 buch,tabl.ch genommen eriaßt von den cntscsielten Willens- und G-,ffer. >erden, es handle ^,.ch n.cht um wirkliche -rmen. krästen unseres Stammes angetricben, durch die fort sondern um c,ne -tn,ung der ge-mgen. ״ttlichen währenden Beziehungen zu Europa und ihren curo- - und materiellen >tra,lc1r der Volkes, da« zur Papäischen Brüdern gestärkt - eine zehnmal io grotze ‘>ä,t.nare.,e erzogen werd» mu״e Nun ",Niemand Mach, d-rs,eilen, als dimchtjüdiiche» Einwohner s M ,olche Ra״°men,s zugänglicher als ,ch und ,ch des ,'ander -n ihrer s.am-Iichen und religiösen Zer-l über,ehe .hnen ,ul.cbe auch gerne, da« ״e^von e.ner splittcrunq ihrer willenlosen Beschaulichkeit und! -eite ausgehen. d.c ,ur derlei ,°n,t nur -p°t, und ihrer 'inneren Bczichungslosigkci. zu den ,veitbewe- Pohn chat. Aber ,,e mu ten auch »mmem genden Werken und Ideen des Westens. ' Sie be-l Wenn es ״ch un, Eigen,-halten handelt deren a üs n nicht, daß in dieser Macht, in der Fähigke.t, e.» Volk bedan, um >rgend e,n Land zu erlangen d m Lande den geistigen S.empel der jüdischen! und wen» es d.e,c Erg-n^ch°,teu .noch n.cht oder Nicht oun iuuwc v “ ’ ® - ■ - .*n\-. .i.'it.!, b* «.י*״■ »n m!rh cs *tc Ilch in au-daucrndem r Ljgenart auszudrücken und in der Möglichkeit, sich mehr besitz,. ,0 wird es ״e ״ch >n ausdauernd-», ff, -7ner neuen jüdischen Eigenart auszulebc-n. nicht -siampse m.t allen W.der״°nden und >n Anpapung "schalen und k-hl-n polffiichen SelbständigkeitSan.unumgängliche N°twend,°ke,ten-llmabl.a -n°u ln daß in Seins-, nicht in Scheinwerte» der erziehen haben. Vl« zu e ln, oav י■ ׳ ,, . Iinv wild diele ---elbiterri an »unumgängliche Notwendigkeiten allmählig a,;z;. einem, gewissen Grade kann ™-״,im, ffea't" d7n"d°s südische Vott ״I Palästina und wird diese Selbslerziehung, wenn sie uberhauvl Giwinn liegt, oc 1 i-u möglich i,l, an den alten Wohnorten vor ״ch gehen, ,ucht. — -י ---'- in titeln. Gedenket des jüdischen־Nationalfondes! ^44642

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