Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- IV (1903)
- Issue
- 13 (1.8.1903)
- Date
- 1903-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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11 ZTT. Ictbrgang. ־Särünn. 1. Auguk 1903. 13 \11יי •^v\u!>>1uvik: ,vür Cciti'Wfid) Umwut twlhiouv;י K ■2-2«.; .:.ן K I. INN. ■■?■\\v ׳E?׳r׳,n׳cn-rmו; ToM'dUand t5a1r,!tv.n*•;:} 'A\\uf 1•:•״: *,in; 10 ׳.-׳::׳* ׳, ג ווr: ־ ':.ז. . •'־ד'' *•; 3'1י0י1זי\. ^ronticidi, '\11tlu11־, Juvtoi, iKumouii-n. Sal*uu. um*. Alt*. •1יי . *<־;;.; Der VL Aonisten'hongrek. Das flktionskcmticc hat den VI. Zionisten' Kengrefi litt den August d. 3. und die toi■ aenden tage nach Basel etnhaufen. S a fl e s b r 0 it u it g: 1. Ür1'ii1lt.11fl bes Mongreijes, S־r. 11). Herzl Btnch! bes Ücgitimationsm1«id)uiies.!!!*al)l'Dcs Bure»us 1111D btt Äussdinst'e. * Rechenschaftsbericht bts Aktion» Mouulecs:;11 Allgemeiner Iiil. :Kii.rcut ■ ־:Hrdjitett ' C. M utmort k. 1>) .Slaiic1bericf)t. :Kejerent Tr! C. .Motcid). •'». Sistnifiüii. <i. Berichte bet Kanbes MomiteeS. '7. Ansteblnngst die!. Sr. ,f. C oo enheimer. s. Set Zionismus uub Die Wvyllätigkeitsanha'Atn. :Keferentfn o. Z1! »!)will uub Ä. 3 0 f 010 w. '■). Bericht übet bei! NaiionalsondS. :Keicrcitt o. M re men ej f 1). 10. Bitieht Der )'״!tiomiltoubs Moimniitiou. 'Jiefeteut Sr. Farbstein. 11. Crgmiijntion uub?Igiiation: '!Ulflcmciucr Teil, ilieietent Sir Francis ili oute i i o r e. ' Crflnmjatioii. Sr. )Hoben beim er. Agitation. Sr. M l e c. 12־. Bericht über Die Indische Molouirtlbanf. :Kefercnt S. W 0 1 si 0 h n. . lij. Berid)t Der itänbigen Ausschüsse'. . ' 14. Wahlen bcs :,Iftioits Momitees;mb Der nein biflen Ansschiisse. 1"). Initiativanträge unb üvcntuutia. Lischt» voaw. Sas Drama voll Grauen, Berzweislung, Schmerz »nd Hoiinunfl, flenannt Goliilb, beginnt mit Tischo Boaili. Er 1)1 Anfang, Höhepunkt und tragiiches Moment zugleich; eine Steigerung gibt es nicht mehr. Unb darum »tag bic jüdische Gesdtidjte als Tragübie betrachtet, fünittvrijd) noch jo niangelhafl iein, sie ist deshalb nicht weniger״ blntvoll unb le- Jeuilleton. dinbig, nicht weniger schmerzvoll »nb tragisch. Unstre Geschichte trägt als ihr kenntlichstes Snmbol Den Stempel Der ehernen Unverwüstlichkeit. Mögen die Szenen n»b Stimmungen noch io icbr wedveln.i »tag auch bic große Einheit in niienbliche Meliniten ansgelost' werbe», bas Ganze bleibt bod) Die Sterloroerung jenes Ewigkeilsg.dankens. Crt. unb Handlung andern std> beiiänbig. aber ber En t«! bleibt. Sie heilige Stabt D't jeriiiut, bat;Heid)׳ zertrümmert, Der Untergang unauitiallianc. Ser1 Anfang vom E»be beginnt, bas große Wandern1 hebt an. Unb der greife Prophet besteigt bic ranchenben Trümmer und singt!einen traurig-fdwnen .Mlagei'ang nuis gefallene Zion. Sas ist bas einzige' Erbe Der Heimatlosen. All ihre Habe lasten ,i!e dem Fembe zur Beute zurück, nur bas' Tranerlieb nrhuien sie mit und all Die Sehnsucht ' und all bas Leib, bas Darin ruht. Wer Sinji bat für Die Gewalt Der :Kafier.fr;•.׳':. wer Die Wunder Der Gejchichie gläubig ersaßt;0•'. sie beulen will. Der gehe bin unb veriente iidi in unierc Geschichte unb ihre Probleme. Uub er betrachte. mit ilaunenber Beivnnberung bas einzigartige Faktum ionber Analogie; Saß wir leben, baß bas jubstchc Pölklein, weldies der rvmi'che Molos; vor zwe!lau>end! wahren verniehtel zu haben «ahnte, trotz aller Zer slreuung unb aller Pein!'eine Beiieger überbauen Hai.; Zn aller Welt. liberal!,!00 Juden leben, feiert; man Den ncuirten Ab. Ser Porbeter setzt sichaus Den Boden und singt die Mlaaelieber mit jenem' Singsang, in besten verhaltenem Schluchzen all Das bittere Goluthleib erklingt. And! wir, die Sühne j des neuen Judentums, feiern nnstren Siid!o Boaw; Au Wehmut unb Schmerz gedenken wir des Tages.! als Mutter Zion ihr Haupt verhüllte »nd der übriggebliebene :liest ihrer Söhne znm Wanberiiabe'griii! Aber wir sind erfüllt vom Geiste »nicrcr tsteichichle, I uns umweht jener Ewigfeilsgebanke, der ans jebnii ihrer Blätter Hervorleuchlek. Unb dieser gibt uns Mnt und ZuversidN. er verleiht »ns die Mrait, an uns jelbit z» glauben. iKidjt mit Der oufgetläuen Blasiertheit Des ״-freiheitlichen* Pfahlbürgers, auch; nicht mit der iaialiitiichen Trauer des Gheitvent sprossenen, der in der Shnmacht seiner oeridirninpsteit.; Äbncii ehren,־ in De::.־!: Sonne ihres P.stk.s. bi. b.r nationalen Euiheit. :.־-.־ gegen!ebe Astaiiilaiton st ';.ibenj'o traulich uub Tiicho Boa: Sinne bas Heil nur m־.r vom Meistas, trimm״ gehen w.r bas Anbenken an idsteren /fall. U!.s erfüllt^ die schmerzvolle:Kühe Des Wissend. 0. der!ie.־ ieibit 'eitanut hat unb D;c Wurzeln seines W-!.!iS »nb. weil er sich ins Unalanb.r,!)־.׳ fugt, NOS!:»tu;V, ■onnen ist, kampflos d:e Waste»;1, -nrcde». Es mag gerne zugegeocn w.rben; Sas F.st. bas gerade ׳ uns am nässten liegt, weil >s!in» ani meiste» an un'.re Z-.i: ist Eoanukka. Wunder, wenn die :Kaehfomincn getreu!!.:־, ׳-. i:>r ::!״ belbemuüt'.ginn Hüt.r »nd W>«deri>c.et»er , ־;< ־•־.Mämo'er .um '.;nrusten b..;i 1 ״uv bekannt .!nt!cnen gr.ste;־ Zeit!» h.rüber, als well:.־!: fie uns ihre Waffen;; bi: Hände drücken. - ׳ Ab!r zwiicht» E.׳a־:»ttal> nnb :st der iliUeridiieb nur so groß, als es A׳rc»bc und Trauer, rwüchen Sieg nnb Tal! kann. Ser Geist, jener Heldengeist, ist in beib.V. Talle» berielbe. Nicht!oeii sie st.g:.::. waren Makkabäer Helden unb auch S.;r!!fale!1ts Berlerbig.. haben ihr Lebe» teuer genugsverkaust. Unb znbeni wir die Erben her Makkabäer stnb, bringen wie auch den. im Manipie um Zion Gekakst-l!:» ib! Sühne. Mögen wir auch znkunslsir.udig fein nnb siegesischer, uns geziept: es rn trauern und in cur würdiger Scheu Tiicho Boaw zu halten. Tobesverachlenbe Helden, Die Zar Eu.r B.ui für Zion vergossen, vor Euerem Angedenken ׳enken wir lranernb bas hlanweiße Banner. Sie unge'u!־.:-־ Schuld gegen Euch haben wir aus nnfor.׳ Schulte: ־ genoinnien; W;r ichaste», wofür Zhr gekainvi: u״D f.iallen, wie wir bulbcii inner bem ,"vlud! :er Heimatlosigkeit. Den Zhr um Euerem Blute 11!..: nbwerfben konntet. Gefallene Helden, uni Euer An bilden weine» Millionen gepeinigter Bettler, elender f.v Der niedrigste Sklave, liniere Söruber in! Citen, Ein neues Blatt. te dem tc* o. TiNksodu. Ärrrorisiktte Ueberle^lmg vcn M. Ä. Sieb Schlvme ist 7t) Jahre alt. Zn feinem Leben hat er viel Leib und Mummer ertragen unb jedesmal war es bas Studium der Lohre׳, in dem ex Trost gesunden. Bei der Gemara hat er stets Iren Sehnsucht nach Zivil nie erloschen ist'. Alle unfere Feste und O-Ebenktage sinb geworben ans uns nnb mit uns. Saturn sind sie so-fest und bancrnb wie »nier Bolksmark zäh. Und was auch über »ns kommen mag, die Teste!oerben bleiben geschändet... Schautzer und Berzwestlnng über Stadt . . . Perlangen sta etwas von nns ־? Warum! kommt einen, wenn man an solche Grauiamketten - sagen sie cS »ns nicht, orten und DeuHid! 10;־ es denkt, erzählt er Abajc und Raba und den andere!!. in alter Zeit geschah; Entweder ihr int was wir Freunben in der ansgeschlagenen . Gemara, :1» Pervon euch verlangen, ober wir^schlagen euch, tot, zr trauen, baß sie ihm geduldig zuhore».!rezßen und schänden euere Thora, zeritoren euere Zu eueren Zeiten wäre es noch sdilsinnwr er-! Gotteshäuser! . .'st* Traurig wäre fiir uns birst־ gangen, so meint ihr st Zhr erinnert!»ich-an die Wahl, aber es stünde uns doch frei, nachzugeben ״zehn. Märihrer* st Rabi Akiba wurde, init/eisernen!ober sich für den Tob vorzubereiten . . Nur Lärm. Striegeln die Haut vom lebendigen Leibe geschunden st! Finch und Schimpf Horen wir ans ihren Zeitungen. Nein, meine hvchwürbsgen heiligen Lehrer! Wie! Was sie Mollen — bas sagen fie uns nidn. Unb fannter. Genossen aus Der trauten Jugendzeit zieht!!lichtete. Auch mürbe Damals-Den!Verfolgten die, Ist es nicht viel schlimmer »nd härter als zu euer. ־.: uor ihm vorüber. Liebe Freunde sind es, die er!Wahl gelassen: Entweder den, väterlicheir tMlanben! Zeitew ihr heiligen Lehrer von Babylon Ist . . . . eine ganze Woche nicht gesehen: Abaje unb Raba, I den Rückt» zu kehren ober den Männrertod zu er! Zn solchen Fragen nnb Worten n:ilerhie!t sich Rab und Samuel, Rabsna und Rab Asche, die ihn! leiden. Tas war ja offen und klar: Wer ans freiem 1 :Heb Schlomes Geist einige Stunben lang mit seinen so sreundschastlich aus dem alten Folianten heraus. Antriebe das eine oder das andere gewählt, hat; Bekannten ans der Gemara. Aus die Frage!:: Weshalhst anbUcken־ alte Freunde sind es, aber aus weiter! sein Schicksal verdient und er trug es mit Freuden, l Wofür st Wie ist bas zu verstehen st. die ihm in der entlegener Zeit und ferner Gegend, die vielleicht! trotz aller Härle unb Gransamkeii . . . Heute sind vcrslosscnen Poche keine Ruhe gegeben, glaubte noch nicht wissen was in Mtschinew vorgegangen! doch ganz andere Zeilen. Wie es unser Prophet ist . Ihnen will er nun sein Leib erzählen und: einst, verkündete, ״regieren Mönige hach Recht unb redet sie in seinen Gedanken an, als ob sie leib-j Richter urteilen nach Gerechtigkeit*. Sie geringste hastig vor ihm bastünben: - s Forderung von einem Rubel, oder sonit bas kleinste^ — Habt ihr'S gehört Geschlachtet, gemordet Unrecht fordert einen Richterspruch heraus, oeberl leien vermochten, trndlich erinnerte er!ich, da» es wurde am hellichlen Tage Minder aus den Schuldige wird nach geregelten Gesetze» bestraft.! Zeit sei znm Mincha-Gebel. Er versiledte den Bnes Fenstern hoher Stockwerke aus bas Straßenpslaster. Ilm so größer muß der Schmerz sein, wenn wir zwnchen den Blättern des Buches, daß er nun De geworfen Hab und Gut der Aermslen zer-!trotzbem geschlagen und geplündcrl, geschändet und!!ettigte und eilte m das Beihaus. Bon da kehrte lrüuimert und vernichtet... Thorarollen zerrissen,!gemordet werden, am Hellen Tage, in einer so große»•er bald zurüd unb nahm ruhig die ^orgescbricl-ene ~ Gedenket des jüdischen Nationalfondes! 1 jetzt in Der heiligen Lehre eine Antjvorl zu sind!־!!, allein vergebens. Meine Losung, keine Erklärung!. .. Lange saß er da, vor dem ausgeschlagenen Foliante», ohne daß seine Augen besten Schrift rech!