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Jüdische Volksstimme · 1903-06-01 · 9 (1.6.1903) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
IV (1903)
Issue
9 (1.6.1903)
Date
1903-06-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 9 Jüdische Volksstimme. sprach Frau Feigenbaum, Vizepräsident!» de-!. zio- ״iüilchen Frauenvereines in Wien, über das Thema: ^׳Wie soll die jüdische Frau für ihr Volk wirkt»?" v5lqenl^ich war für di seS Referat die Präsidentiss des -UticuirS, Frau Dr. Sidonie Kahn, angesagt: da!diese aber .durch Kiankheit verhindert mar. mußte für (je in letzter Stunde Frau Fergenbaum eintrete.n, dip sich ihrer Aufgabe in ausgezeichneter W.isentledigte. | öm 3*01 trage deS Herrn Dr. Kahn lag die wiiksvmst« Äiukläriiiig über den Zionismus. Seine fast zweistündige Rede. yiil reichhaltigen Zitaten auS der Talmudi und Mrdraschliteratur, welche auf die Besetzung deS heiligen :'andeS Hinweisen, gewürzt, bildete eine leuchtende Fackel, die selbst den trübsten Augen die Wege der ZionSbewegnng ^erhellte. Auch die Entgegnung deS Herrn ^!abb. Wilhelm Reich, der nebenbei gesagt der zionistischen Sliönmng nicht die Berechtigung odspricht, jedoch aus der talmu'diichen Literatur ebenfalls Beweise, führte, die die Wicht der Besetzung deS heiligen Landes nicht 41* bindend erklären, wußte er mit einer dialektischen Wen« düng geistreich abznwehren und durch tatsächliche Beweise, das: der Zionismus schon sehr viele laue, mit ihrem G.auben nur lose zusammenhängende akademisch graduierte Inten zu treuen und festen Anhängern ihrer Ration .׳nachte, ist er in Ehren auS dem Kampfe gezogen. So das Schlußwort des Präses, Herrn M-riz Lettner, bewiesen wurde, der den Wunsch äußerte, es möge diese Diskussion nicht die letzte in der Badener Kultusgemeinde gewesen sein. Nach Schluß der Versammlung wurhe durch Frau Gewilsch für die Kischinewer Opter eine G.-ld׳ ׳annnlung veranstaltet. Krakau. Am 21. Mai fand im Hotel ״Union" die DistriktSversammlnug statt, zu der viele Gäste, wie auch p:ele Delegiene aus der P.ovin; erschienen Den Vorsitz führten Dr. Ludwig Goldwass^r, Dr. Goldberg ^G.pdor) und Gg. Pa mm; Sekretäre: F. Margulics, Frl. Wetzler, I. Syrop (Neumark.) und Stern licht (Rz^Szow). Gg. Dr. Syrop erstattete über die ganzjährige Tätigkeit deS hiesigen D. K. den Bericht, der von den Versammelten mit stürmischem Beifall ausgenommen wurde: Dein Berichte ist zu em! nehmen, daß da* diesige D.-K. in jeder Hinsicht sehr vieles, leistete und zur Verbreitung deS Zionismus, be: sonders in den Provinzstädten, beitrug. Dem abltretenden D.-K. wnrde das vollste Vertrauen ausgesprochen und das Absolmorium erteilt. Hieraus wurden die OIganö satiouSstatuken des D.-K., die Gg. Dr. Syrop vor» legt^ mit kleinen Abänderungen beschlossen. DaS Referat über Agitation erstatteten Gg. Feldblum und iFrennd. Dr. Wahrhaftig referierte über die Ko^nialbank. ite 5 Prof. Delitzsch und die darpus enneffelte Ti»^usfiou einer eingehenden «rr:,k. Unter lebhaftem Bei'all schloß der Vonra׳ gende mir den Worten: ״In Babel strebt die Meu'chheit zum Himmel, in der Bibel ragt der Himmel zur Men'chhettl" > Moskau. Hiesigen Blättern zu'olge batJ Öra» \'(9 Tolstoi I’>000 Nudel zum Betten der Nrschmewer Juden.,r ip.'nder. Gra׳ Tolstoi lägt jedoch durch seinen Soda diese-Nach׳ richtmlsalich dementieren. ,— Auch tie in Odena wohnenden Sckweftern dcs FinanzminifttlS Witte baden größere Spenden nach örüchinew gesandt. München. In einer von der hiesigen ziomsti'cken Orrgrupdeeinderütenen dssentlichen VeNammluug sprachen die Gg. Vendold Feiwel-Berlin und Dr. Weizmann-G.n» über die rraa'.igen Vorgänge in Ki'ch new. Tamehr als Höp'e zählende Pudl.kum lauschte mit gespannter lu'merk'amkeü den Au-sühruugen ^er beiden Referenten nnd als Gg. Feiwel andättete. welchen Weg nun dajüdrsche Volk einschlagen müsse, um gewappnet gegenüber ähnlichen Vorgängen zu sein und dabei auf den Zionismus diiiwie». da braune ein nicht endenwollender Zummmung-deüall durch die dichtbesetzten Räume. Die in der Versammlung veranstalte»» Sammlung »ur die Theater und daraffenrtine ״DSutsche Blattapplaudren! Heil beiden-! ' 1 Kiew. Wie dem ״Standard-' v«n lO. Mai gemeldet wird, werden durch die vor einem bä:b.׳tsi Jahrs verfügte Au-« Weisung derftmgen Inden, die kein Reche;um Wohnen in 5k»ew baden, ungefähr 87.000 Persone,1 betroffen. Die meisten der ArrSgewi senen sind in Stietv gedorchr, aber da sie Nicht, wie der im Oktober errangene Bei,hl vfrl^ng'. in den Listen der GNden eingetragen find. svegelren sie alö nicht wohnderechligl. Tie Polizei hat bisher ihr Wohnrecht nicht beanstänvei. Tie Auswei'ung-maßregel verursacht den Juden viel Schaden und i'eid. Eine verlachte a-tilemft.sche Demonstration wurde von d m MUilärgouverneur energisch unterdrück . Die Au-zewiesenen mußten sich znm größten Teil in bi. jenig n Städte de- Bezirkebegeben, in denen die Juden wohnen tür'e». Dadurch wird natürlich di׳ Not in diesen Gebieten v.rgrößert. Krakau. (Volksversammlung aus-Anlaß der Judenmaffakres ui «ttchmew) Am Ui. Mai f. I. wurde hier von einem gerneintamen Komitee von Z onisten, So;ialisten »und!ndlffereitteii Konschrrttsjuden eme Volkeveriammlung etzrderufen, die dem P.or-tte gegen die Iudenmasiakre» rn «,׳ch^,ew feierlich Ausdruck geben sollte und au dec auch über 600 Juden 1 Ov'er in zrftckinew ergab eine,sehr namha'te Summe. att.r Stände teilnabmen. Znm Vo-fty-ndn wu de einstimmig! Nikolobur-. Am l9 April starb hier eine jüdische׳ Kl au. Dr. A Groß gewählt, woraus Gg. Dr. Gold wasser sein;Zu'der am il. nangetundenen Trauerseierlichleit deadnchttzte Referat über die Ereignisse in K׳'ch>new. ihre Grünte nnd 1 ein hier bestehender assimilatorischer Gsselllgkeitsverein. d»r nicht Folg?» erteilte, welche» samt -er Resolution, die er d.n Ver-! ein/pol eenen Pa:adegoj besitzt. der Verstorbenen ernen Kra»; sammelten zur Approdanon vorlegte, mit stürmischem Beifall j zu tz>ir-men. Ale Herr Dr. Fenchlwang dl von erruhr. war oufgenommen wurde. Hierani sollte Herr I. Gr o ß al* Soüalrst > er üdcr dic'e nlliudlsche Assicht seiner Schärt ׳in derün ent׳ üderd,ejeldeAngeleqettheüre׳erieren.ad.-r. da Adz. Da-zvn»!1!rüste!, daß er i'dwede aktive oder pisstve Teilnadmeibei der anwe'end war uio sich rum Worte meldete, zog H Groß! Bee.digunz, de;w. ll׳der׳üdrung der F.au an׳ daenr'chiedenste fern Referat zmück. Worauf der Vorsitzende dem Adgeardnelen ׳ verweig-n׳. In'olge denen sah sich der .moderne- Gesellig!׳tt diese Diskussion, wenn noch nicht auf die ganze! Da-zynski da- Dort erteilte, der. anstatt die Iudenverfol.: kelreverein genöngt. von seinem christlichen Vorhahen adzvkeden. jüdisch- B-völk-r»n-j, so doch schon aus .i1״n! UN) -°k,1Iukll di- »u,nü>.! 1£c־t alt Ir. Ätuditroan'a M; »kwixd>i1 bd״k. das! dkr . . -1 .. v . י1 ״ . , l / tuhrungen deerstell Re'erenten;u bekämpfen, gegen den j-L7arg - schmuck׳ und kranzloe, nach echt ,utiicher Sitte de,geletzt tinr großen Lelt derselben klärend gewirkt, was durch Alonismuauftrat und in dieser Richtung ganz gemütlich! wirb, nahm er die nblich-n ׳Trauerzeremonien vor. Dir sind eine AgltationSrede dielt. Der Han^einwand. den er gegen!nun neugierig, ob Herr Rabbiner D:׳. Keuchrwiang auch in d^n Z׳oni-mns machte, war devirlde. den man bi» zur Er- Zukan't feinen Wrerier Schastein gegenüber st» msitch und mndun-z auf t׳d.׳r soziatlstlfcheu V׳!^ammlunz Horen kann.! nackenstei׳ kleiden wi׳d. »alldiese mit ihren assimilatorischen nimlich. daß die Zionisten ״da- Judentum von den übrigen! Unsitten nnd Mißbräuchen feine Zeremonien entweihen wolltrn. Vdlkern gänzlich-trennen nnd e» in da» mittelalterliche Gd«!o , Olmüy. G e suhl -mensch e n. An d^r zu Gunsten zurnckst.ßen wollen- (!', -aß die Juden oder eig׳mlich l«ßne jder xi'Linewer Juden veranstalteten Sammlung deteUigtea Nation bilden, haß sie Eoanvimstett werden .׳c Tieie Vorsich die diesigen!üblichen Millionor-iamileen May ge wü.se wurden von den **g. Dr. Svrop. Tr. Kr udl»ng s mei nsam mit dem Betrage von lO fl, schreibe: zehn nnd Gottlieb widerlegt. Außerdem iprach noch Dr. B Groß Gulden. (Nach einer glaubwürdigeren Version »ollen e» zehn au- Biala, brr die einziM U.i'aLe der Ki'chinewer Morde in Kronen sein.) Die genaunkeu Zuckerdaro. e munkn die Speise dem Fanan-nu» ui d der Roheit de» russi'chen Volken׳öt. I refte. die vom letzten Festessen, da» sie den notleidenden die nur durch Bildung abgeschasir werden konu.'n. Endlich Kavallerievfnzieren und'Prälaten in Olmüy gegeben baden, wu'den die drei Re'vlittivnen der Zionisten. Soziali^en und s übrig geblieben sind, desond r» vsneildaft losgeichlagen baden- Kornchrittezudcn angenommen, welche gegen die Massak.e» iw ן ,Än&fre läßt sich eine derartige׳ hochherzige Verschwendung Klichinew p otestieren, die gesamte Irrkenscha't zu marernll--r Htlte \ schwer erNären. Ja. Besitz adelr; aunordcrn und die einzige Lv'ung der Iudenfrage bald im »ampfe Paris. Die -.Ulia״,',- Nra*׳lit•• l niv. :׳!!-׳.׳ - bat de» P:oletariate» gegen den Klerikall-mus ׳ und Äd'olmism.i» , fo'vrt nach dem Brkanntwe-.den der grausigen Vorgänge -?oz-Dem.). bald in der Seld'tbil't und Auroemanzivan-n > öo.ttoo F-f-. nach Ki'chinew adgeiandt lZion stey). bald in der Bildung uns Zivi'.i'atwn nuden. » ׳ Petersburg. Wie tie ,liusisik mineilen. l»M flrafan. (StaUm.-mag aut S,;Ijb dkr Inüiimoffolr», dkr #״׳» t« ruü,-»-n So-ri'Mtllkr in P >-7«>1rg 6n1 Ji־״d)k in »iimili״».'. *m M,r i 3. n׳n dc 11נס »-m i.»n. o!rd.! »rw.-r «ng«Itzi-nd-,I-n tmra tnriifüfn Sbtnr flrrtitmfi. an B-r-in- .P:,,diw>, Hoichochrr- L^rsrmmlunz >n:i'»«r > m!dr °!« »»> P-rI°״-״ I-ür.adm-n^Lwor-n d,k nrmdi,-!-״-» Ulanmiln im caalt 6« H°>-, .״onfrt«- tmbtrui׳n. «ij »״•״>״ »»» ^Mrt»n *««*M -»-! ».•ünneiDj aforn di- Iud-nmordin xooiin-w ihr-n '101:־ ffl -ml-g-n! iüi-y-i-1-n wurd-n von Aua-ni-ug-n -r>12n-i. 11ivnrdd-. soll,- und;>> der -mj di-Iv-Ini'»- -lnk-nl-n aut «״ßland. ’«'יי™, an da, luMntt Xomu-c 5av l-tlrinam ״׳ »>.■ d>- an d-r hi-s,q-n Itnw.-rstlai ftrtne.r״•״״*,׳״ .״ rauen ’ S-Kdadigl-n in .(ס״״.*״־ -m- I»n'-,1Ü>- -om-akdi-'i-ndg-dun, i-dli-u nur »n׳«>. .d-ss-r-n- Palm m. dinch mil ialch-n^'-lg-nd-n .-lnhali« ,u r,an-n. Pn-r«dar,-r^,i-rai-n und »n-cl-a-ndk!,-,! niL! d-iass-,1 b.1nm! I.-n Boifid lki,-,-! ° 1d-r-/8--7-<-7י d-r Iniellia-n-, diuckm 1d:c :־onunb״ rar Stoa. iSotilUb, da, Sefetai kisian-u Xoll. «״,״״ftoü. d» -»!״: d-r inilonn P-ra-raaluanng-n au, und ״n- Uder der au' drei 1-randder ^adenmaüalren in S-1'Linera dimvie,?! ^יי s)adknd-v-, an welcher irch auch manche r.rgane der ru|H Stuf ten immer forlbaur: 1״״-. .tutrabaB. ,auf Man,-, an! >w™ ^׳e״e dNeilWe», i!e> -mrnü-i.- ü, ranrde aleichi-i״. Palteisteuer nnd Nationalsonds, woraus die Diskussion! Bildung der runischen Volksmanen und au»' tie abiolute Rendft diese Rils-raie eröffnet wurde. Die «iregiiugen g'eruug-iorm. H.eraul dejprach er da» Peidalien >der Pr.üe der mehrere Stunden währe,»den Debatte behufs Verbreikrrug deS Zionismus in Galiziien wurden dem Landes׳ komttee überwiesen. Unter anderen sollen 30% der Schtkeleinkünste für die D K entfallen. Gg. 2}r. Goldwaifer sprach über dre Taktik der Zionisten in B.׳;ug aus KultuSgemeutdewahlen, KultuSgemeinderesvrnien :c. Gg. Alexandrewitsch über jüdische Erziehung und Reiormierung der EhederS, wocauf die Wahl deS neuen D. K. vorgenommen wurde. Als gewählt erschauen: Dr. Goldwasser. Präsis, Dr. Wahrhaftig^ Sekretär, Dr. Hilfstein. Kassier, Alexandrowitsch, Bauder. Pamm und Dr. Svrop als Mitglieder. Es wurde beschloffen auch daS L.-Kzur Aenberunz des PaneitagprogrammeS durch Hinzutügung eineökonomischen Referataufzuforderii. dann wurde hen Klschi» ncwer Opfern tiefstes Beileid ausgesprochen! und um kO Uhr adenSS die Versammlung geschlossen. Lcmbcrg. Die Vereine ״Achwah* Lemberg ^Achdu-- Krakau, ״Achwah- SkaniSlau berufen für Ende Juni nach Lemberg einen Parteitag der jüdischen Arbeiter und .Handelsangestellten ein. Ausgabe deS Parteitages wird «S sein, sich mit den wirtschaftlichen und nationalen Fragen deS galizisch-jüdischen Proletariates zu beschäftigen. TlsNINU. Am 17. Mai fand die koystituierende Versammlung deS hiesigen zionistischen Vereines ^AchduS" statt. Der Verein zählt trotz der kurzen Zeit^ feines BestailveS über 100 Mitglieder. In den Ausschuß wurden gewählt: Samuel Diamant, Präses, Heinrich I e l l i n ei, VizepraseS, Samuel Neubauer. Schriftführer,'Rudolf Adler, Kassier. __ Korrespondenzen. Brün«. Das ^Deutsche Blatt-, da-Organ der Brünner ..Alldeutschen-, brachte unlängst die elhebende Mitteilung, daß der rührige ^deutsche- Kasinoverom in Eibenschütz am 17. Wonnemond eine sehr gelungene Theatervorstellung veranstaltet Hobe und spricht die Erwartung an-, dieirs Beispiel möge, zu Nutz und Frommen der deutschen Nation, Nachabmung finden. Besonderlodend find erwähnt die Mil- 1 wirkenden: Elf a und Frieda Fischer, Herr Haas und i Herr Sinaiberger. Prächtig! Die ^Teutonen und! Teu tvninnen^. Fischer, Haa- und Sinaiberger ^spielen im Wonnemond zu Nutz und Frommen Germania- und der Universirätkn in dieser Ang-legendeit und kam endlich zur Schlußfolgerung, daß nur durch SNdubilse all.-r Jude« ohne Unterschied der politischen Meinungen diesem UVfcrt abgebolffn we.den könne Gegen dieses Mittel trat -toll. Groß׳ mann au׳ und meinte, es sei M;u zioni'tt'ch״ und deshalb zu wäff rig und daß e« keinen fondauerndeu Judenhaß gebe, sondern alle Judenverfolgungen seien ״auS'Lließlichauf andere Gründe zu׳.uck;usüh!en. Diese Einwendungen widerlegten KoU. Fel ob tum und B ul w a, worauf die Reiolmion de» -toll. Bienenstock, welche den Opfern der Mordtaten in arischiitery bas ri.-fste Beileid auSsp.-ach. per Akklamation ange׳ nommen wurde. Die zweite Resolution des Reteretztet». die die eine Sammlung za Gunsten der ^v׳er von xn'chu:-v emgeleiret. Straßdnrg. Am Sonntag, den 3. Mai veranstaltete die bieüge O.-t-gruvpe zur Keier de- Schekelrageeinen Vor׳ rrag-av^d. zu welchem u::»er Gg. Ml'Dr. 3u'.ius Mole» an« Mannheim da- Referat über ^Die jüdische Wohltätigkeit und der Aioni-kNu»- liebenswürdigst übernommen hatte. Redner letzte unter ge'vanmer Aufmerdamkeit der zahlreich erschienenen Zubörer Pen Unterschied a »einander zwnchen der bisher ge übten An^iüdi'cher Wohliäiigkeir und dem planvollen Arbeiten de» Z oai-mu». .Er;eichüete mit großer Schärte bi; Tätigkeit und'^Erfolge vieler großer Wod!rär«gkett»rnstr»te u. a.^ der Allianz, der Ika und des Vere-ne- ^E׳'ra-. Dr. M ol s- 'wienach, daß aü»dieie Vereine im besten ׳Kall.׳ Imstande ׳eien, ׳er augenblicUudtn Notlage deindischen Vokka» Z.'uiderung'Zu ' m? imstande e״,,,ge «dhilie ,egen folche Uniäanur kn der Seldad V aller dsrf»'N-n1 dM n! aber g-max *־■״ J™»JIj , 3u?en ft f,t. würde mit ,roß 7׳ g;imrn<nmrtrt«t beXfien.il׳»»«•»' "״ dauernde« ,uf-daneu. alfo t,e ,ab**.• ,rra,e e:.b »nßertem rourb; noch Anerlenminz der Panier UninVrfttät .lu 1' ־מ-’°יJ'" *,־nfI .?* '11'^"' und unvafnebenbeit dem hiefigen Sniale and.eip.ocheu. 1 »'״■ 'יי Aumamer. und die zraaenddllen Sr-njm-fe n, »im-ra ä)tainz. Der lange gehegte Wun'ch, unseren viclbe- und in «richtnew an. Hier leien die Dod«lä:igk.׳it«v.׳retue vielleicht in der ^age, der gegenwärtigen ׳U7chlaa׳.en *?tet etwazu steuern, aber eläge keme Garantie vorj dvs; sich diese furchtbaren Katastrophen in einiger Zeit nicht wiederholen. Auallen diesen Tatsachen bade der Zionismus eme logische K-l׳ .:rnmg gezogen, er habe einge׳^»en daß all« Art bisheriger Wohltärigkeit-da» jüdische Volk niemals au- ׳einem Gsla» er lösen könne. Nur auf Grund de- Ba'kler Programme» ser die Mözlichkerc gegeben, eine endgrlrige Befiervng de» Judenelendederbeiru'üdren. nur auf dem Boden ׳einer Vater werde dazudz che Volk zu einem glücklichen heranwach'en - können, da e» nur hier, wenn Sie pnentlii rechliche Garant!.׳ geAen \A in der Vage sei, sich au» freiem Boden irei ent׳ wickeln zk können. Wereinsnachrichten. Briru«. (Verein zion. Handel-angestellter ,Emunad׳ .s onmag. den ׳>. Jul,, findet in'AonigS'elv. Resta.lram «Se nilafio-, ein großejüdisches Vokk-teft statt. ElngclaHTciit Spetdcn זיז die Opfer der KifchiRewer krresse. _ B׳.Über Samek LO Iv. Adolk ׳SchaUinger. Mar Rosen zweig. Dr.' Edrmann. Willrbald Sttanskv je lo- K, Weiß. Vauline Seidl. Erna Weiner. Sofie Drucker, Dr. Kelv- Reihe von Neuonmelbungen sind Aeagnifür die Wirkung mann je o K; «aloftitui <rpiy + k: G. Huld. Dr. der überzeugung-kräftigen Rede de« Dr. Xlee» dem aockd an Iosefine Willheim, F. kandier. Harovly,-Kanni Krey.Re» dieser Stelle der Tank gesagt fei. Eine am Schluffe der Ver-! gine Sonnenschein. Kanni Mandl. W.-ffelo Sarah Lustig. Ro,a famknlung für die öklfchinewer Op'er vorgenommene Sammlung j Gottlieb. Dedorad Nowak. Lngf»:eb -׳?cll׳r-Ehadau., Ripper» brachte zirka 60 Mark em. h. 1.. 1 )ak. Winter, Stam-lau- Stem, »o7n.׳lin- 4-trach, Drucker Mahr. Qstrau. Mimvoch, den M. Mai. fand in der! Seza je 4 K; Frau Schlesinger, ®früpf ^«hnadl. E. Hanaak, jüdischen «olk-schule ein Bonrag über ^Bibel und Babelstatt. Heinrich Schnabl. Johanna Schnabl». P. Wemderger. Aucher. Da er nicht für die weite Oeffenüichkeit bestimmt war, war ,Wals» Zkaroline Müller» H.'Heller. Irma Niczalere l K: auch der Besuch schwach. Räddiner Dr. Spira unterzog in * 4K0:u Schnabl 40 si. Helene Vdpper 1<» K. — P. r׳. B einstündiger glänzwder Rede die^dekannien Au-'uh.ungen ^be» 160 K:. Summe 29ü K. 40 ii. i wähnen Gg. Dr. Klee-Berlin hier zu hören, gieng unam!6. Mar abendin Erfüllung. In em.׳r großen stark besuchten Verjammkung im Liedertaselsaale ׳Prack derselbe über da- Thema: ^Jst der Ziour-muein Phantom?" Tie Wahl de- Titelwar veranlaßt durch eine hier erfchi׳nr.:e pamphletüche Broschüre, in der per Zioni-mu» alr Phantom bezeichnet war. Dr. Klee eröffnete scine Rede mtt ׳ einem markigen und wirkungsvollen Proteste gegen die ärr unseren Brüdern in Xi'chinew verübten Greueltaten. Dieser Eltileitung ließ er eine in glänzender Diktion gehaltene geistvolle Überlegung oller gegen den Aioni-mur vorgedracklen Einwendungen folgen. Redner teilte die Gegner in vier Arten ein, ׳mir denen er einzeln in zwar scharfer, aber nicht verletzender Form Abrechnung hielt. Llö die gefährlichsten'bezeichnere er mit Rechr dieleniqen. Gegner, die wie der Benaffer der genannten Brv'cknre ihr odeistächliche» Urteil dahin adgeden: Wäre dazionisti'che Ideal ausführbar, wurde ich mich gerne zu ihm bekennen. Ta emir aber ein Phanwm scheint,׳ bekämpfe ich den Zioni-muaufäußerste. Die dieser Art von Gegnerschaft zugrunde Liegende Heuchelei wußte Dr. Klee vorzüglich zu geißeln. D׳e durch klare Logik sich au-zeichnende formvollendeten Ausführungen de- Rednerwurden öfter» von spontanem Beifall unterbrochen, der sich am Lchlutir zu einer außergewöhnlich starken Kundgebung steigerte. Eine Diskulston, zu der eingeladen wurde, gab enicht. Ter Herr Pamphletift hatte evorgezogm, zu Hause'zu bleiben. Eme

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