Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- III (1902-1903)
- Issue
- 16 (15.9.1902)
- Date
- 1902-09-15
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 16 Füdischr Botksftimme Nachdem Dr. Bruck der Versammlung die Srtreter des Ldestautr Zentralkomitees. der .Udo- /iop- und deS ״Vereines zur Verbreitung Seite 3 w» Stbengjroed und Lebensinhalt gibt, wird als unaus- > immer häufiger «lagen über schwindende AutorilSt Milytich, als die einzige Möglichkeit planmäßiger 1 und zu abhängige Stellung in die Außenwelt. Jsr's 2Xllardtlt und Leistunassabiakeit her ftraftinniften ׳ fin 9B11nher? &ln if* ein mMflirfUr 'Wnhf1in«r mirflirf» «»fkläruna unter den Juden Ruülandsv und Lcistungssähigkest der Fraktionistcn ein Wunder? Wo ist ein westlicher Rabbiner wirklich nelstbatt aimima. an die Wabl^sVrüüdn^- ^6wn!-mush,nges.ell. Der Beweis will nicht .Seelsorger-, geistiger Leiter dir Gemeinde. Führ» quellt hatte, g'ng ma».^an Ine Wahl des Prastd.umS. gel.ngem Vorläung »scheint vielen gleich bewußten j d» Gläubigen? Seine rechtlich- und n.Merielle UM: murhe «ititimmi״ T* ׳fiAiןווו״״«״י־י ד.“7 3 »״»״ cifu^uiK u1t1(n giciu) 0c1üU|>1fn0€T isMOuoigrn. snne recyrucye uns maleneue ■:,»Jlu * n ^b״" b״ L״;n l'f u»ndee .ste,heul,che״ Zwn.sten di- Frak-! Stellung macht ja sein Am? z7 ein» Farce, ihn ׳>! , Kbinowid iSovotzkin» ר?» - n> 1 i,I twusbildung ang,,,ch,z ein» noch nicht ausgebauten! selbst zum Angestellten, ost .handlang» der reichen '?. , oilawb Proi^Belk'owsku »V-ters?״!!» und eingestbtenGesamtorganiiation als übcrflüstiger Familien, mit denen » in Politik. Gesellschaft und •״lTI! Äh i?r Lurus. ,rrak״°n,»ung als mutwillig ausgestellt»! Reform durch Tick und Dünn geht. Wie viel- _1. d5 ״״!;״.^. t ״’ ,?I krgantialionrgrundsätz isl Xliqucuwirtjchast, zum energische Rabbiner gibt es, die den assimilaturischen Prinzipe »hoben und in Permanenz erklärt/ Sieht Gelüsten und Plänen d» Kahalgrößen idr ent.׳ man aber von sraktioninischen Schrullen und demoichiedeyes N>in enlgegcnzusetzcn wagen? Mut der kratrschem Auspuh gb, die im Programme reichlichst, Überzeugung, Festigkeit d» Gesinnung rühmt man aus ihre Rcchvuitg kommen, dann kann es als must»- den Rabbinern — wer könnte es auch leugnen? giltiges und h»vorragcndes Produkt zionistisch»!— längst nicht mehr nach. Nur eine Minderheit NIThmt nn>t «:«»:.'».7.1.... 1Z_f._1_r.. . - -v.. I . ' # - .vm .. / . .'i< . J Ardc» und zionistischen Ernstes bezeichnet werden.!hält noch aus Manncswürdc und Üb»zcugungstrcue. T» allgemeine Programmtest stillt durch Zusammen-^ Im-Lag» der», die beständig mit ,Pricft»--Amt taftung zionistischer Leitsätze eine Lücke aus, die in!uns .Priestcr--Würde kokettieren, ist.sie nicht-zu der zionistischen Teorie und Praris recht fühlbar. izichen. Tie in Brünn jetzt sorzierten Probcpredigten chtsanwalt Jasinowsky «Warschau», Gold ׳. .rg <Wilna) und Rechtrauwalt Rosenbaum Ninsk) gewählt. Sodann erstattete Tr. Bruck im Namen des;:11 Erscheinen verhinderten Leiters des Znsormations- ..:rcaus Tr. Jakobsohn aus Simseropol den ׳ chenschaftsbericht über die zionistische Tätigkeit Rußland. Herr Losinsky verlas den lassenricht. Hieraus rescricrten die einzeluej, Rayons-, riiehcr über den stand und die Ausbreitung der , war. Tas Basel» Progrimm mit seinem allzu-; vergrößern das Übel: Die Brünn» Juden lernen wegung in ihren Rayor^. Schluß der Sitzung weiten Rahmen war crgäiszungsbediirftig. Tie Gra-; in den fremden Vertretern des Rabbinerstander - Uhr nach Mitternacht. vamina.^die^ das ׳ Programm gegen die bisherige j diesen nicht immer achten, während letztere sich meist .■“■ ‘ ' י י*""””' י.׳ " gefallen. Neben- . ׳s Austarionrmeioden und oslbekiagie Mißständc auszählt- Probc-Predigen der Rabbinerstand in seinem Streben und bespricht. Es iit wahr und bedauerlich, daß in!nach Unabhängigkeit, Freiheit und Autorität unterstützt einigen Ländern^ d» Zionismus ohne Widerspruch! wird. Dem Ünsug sollten die Rabbiner in ihrem von oisizicller Seite ganz ׳ungeniert als wohltätige eigenen Interesse endlich an de» Leib rücken. Hilfsaktion sür die östlichen Juden ausgcfaßt und j propagiert wurde. Tic mneren Qualitäten des! ■ «1״ wir*. Valta>, die eine Umgestaltung der russischen Lrgani! Zionismus haben -- auch .das ist׳ beschämende -poltttsche yrrwunft. »aN««alr Pntcht :,VN von Grund aus fordern. Schließlich' sprach > Wahrheit — unter der allgemeinen Vcrrlachung getre»», «irlschaNliche?«terelke« de« jüd Landeskonferenz den Rayonsvorslehcrn ihr Verlitten und die Zahlbewußter Zionisten wuchs nur Mittelftaude» tn Währe« «ebirtta dentuen aus. wenig. Tie Heranbildung solcher, die geistige Schulung -— -—-—-7»---—— Minsk. 7. September. des zionisl. Menschenmaierials ist das schönste Ziel! »m>m, charabtrraalle« »>» gtoilmi- Ter Samstag verlief erhebend. In vielen t ber Fraktion. Tem Zionismus viefer Länd» —[Hafter« jüdische« t«nbtag»mählrr« im innftfn tniiThpft 141)1ז>1ו1זו1ז(• 'Uehi'n ni'hiilifti C1 »nS nu1i.11/41i _ 4,/,» ׳:gesetzt _ . - \ Minsk, 5. September, nachm. Tic Diskussion über die Rechcitschasisbcrichte Rayonsvorstehe» dauerte den ganzen heutigen;ag svrl. Bessndcrsj scharsc )trilik übten'die Teterle» Tr. Bragip (Simferopoll und Schcinkin izvuagogcn wurden zionistische Reden gehalten. Viele bisher Fernstehtnde erklärten ihren Anschluß '■!1 die Bewegung. Nach Sabbat-Ausgang referierte U > iischkin unter großem Beifall über allgemeine 'rganijation der russischen Zionisten. Heute, Sonntag, Fortsetzung der Diskussion .׳er den Nationalfonts und die Kolonialbank. Der Spezial Korrespc ndenr der Petersburger .Xmvn.U־ . :nur*t in seinem Artikel!^»!- <9tinsk folgendeinteressanteed von der׳ am verftosseuen Tonnnetag ftattge^undeneii Erü-ing der ersten ollrusstfchen.Zionisten-Xontersnj in 3ו!1א*!: iir Eronnung der Lonttren; rm großen Saale des ^Hotel ' .:rsfand um N Uhr votmiuags statt, «der bereit* um 7 Utjv ah waren alle Straßen. Welche;um.Sltzung-ort ber Lonieren; ilten, von dichten Bolk»r;anen besetzt. Tre vorbenahrenden -legier'en wurdnn von dec Menge aul der Straße, sowie von -:n aus den BalkondeL^Hä tjer veriammelren Zuickauern .rmilch begrüßt. Beim Eint itt in den Saal bildeten Stu* :itm eine Ätttf, welche nur unter Borweieiner Erntrittr. .te Einlaß gewahrten. Als' die Bevollmächtigten der Xou- -i'i'.r, die Herren Bruck, Belkowskn. t^oldberg, Rabbinowitild. ll'tkin. T^chlenow und Iasinoweki erschienen, erschöllen llgaubalrenoe Hochrufe. Bruck.u»erla« ein BegrußuugStelegramiu V Lr. Hetzl. welche« die Begeisterung der Bersauroilmtg :chtig steitzene. In diesem Augenblicke bot der Saal eilt!?ne- Bild. Alle, Männer und ^raueu. Alke und Junge, -k.tbodere und Aufgeklärte, erhoben sich.von ihren Sitzen und ״an: ״Hedab. Hedad?- Tr. Bruck lagte in der Srossnung-׳ das» die Konferenz den Zweck verfolgte, Mittel und Wege r Herbeiführung der Wikdcbgeburt des jüdischen Bolkeau- :klg zu machen. Die Erfolgs der;ionisti'cheit Bewegung sind sig groß, sie dnicken sich hauptsächlich!» der Hebung des ^;:onalfn Selbstbewußtsemder IudE aus. Günstige politische Tilgungen, welche' dank der glän^nden »nd un^müdlicheu , rgkeit de- Dr. Herzl geschaffen würden, er ämreten die Hoffnung ° eine gute Zukunst. Diese'*Worre wurden mit nicht enden- :llrndem Beifall und.Händeklatjchen ausgenommen. Dr. Bruck log seine Nede mir der Erkläruno, daß bie Juden am Ende .׳׳-.^tel ihre- Streben-'erreichest werden, weil sie an Kultur, .-üens'ähigkeit und Loyalität sich mir allen anderen Völkern ׳eüe'n können. Dain Mmsk erscheinende russische Blatt '*ז I.istok“ widmet der Zionisten-KoMeren; einen Artikel, ivelchem unter andere« folgevteS gejagt wirb: ^Die Z>oreu. denen die Gesetze der Geschichte bekannt find, haben in ׳׳.:llung ihrer,Aufgabe, der Gnlndung eines Iudenftaare». Linerreich und Unqarn vielbeicht. obenan — hat bisher der große nationale #1q gefehlt, der die Gc׳ samlbewegung auszeichnet. Der zionistischen *ttlcin׳ _ meicrei" in diesen Ländern I7raktionsmeterei als All--. Heilmittel entgegenzuseyen, scheint uns kein ratsamer ן j Weg. Die Zukunft wird uns vielleicht eines Besseren!Streiter iw ynmn a«> belehren, wenn die Fraktion in konsequenter Durch. >Wvs»i»r die Zuden aker««l« de» Aeplfche» sührung ihr» Grundsätze, n.i, AußerachtlosiunL «ache» m-Ue». e. wart p.lidenlsch rzechische« Streite Arenge Nestralttiit. Mö»e» einige jüdische A»»»k«1e«, «nd andere ber»f»m«trge n«d «irtschaMicher SelbAmyrd, wollte der jüdische K«»fü'klärung der jüdischen Mafien kann die Wiedergeburt de- ׳olke» herbeiführen. . Und <6enn 'eder ^Minsker Konferenz Gingen sollte, diese Frage einet gltnstigen LösunZ zuzufübren. kc-nnen die Delegierten Lkin-k mit dem Bewußtsein verlafien. rdre Bolksgenofien eine wirklich gute Sache getan zu baden." (Welt) ~ 'Rundschau. Das Progra** der Traktion. Es ist endlich spät, aber doch! — erschienen. Ziomsierung, den vielen Paragraphen immer wiedn dem Lej» enMgen. Die zionistischen Intellektuellen, die unter der , Twgge der demokratisch-zionistischen Fraktion segeln, Huben nun ihre heißcrschnte Ardeitsgemcinjchast, ihr iormvollendeteS Programm. ,Wenn anspruchsvolle Titel und schöne Programme Existenzberechtigung verleihen ob» ersetzest, dann ist auch diese Fraktion -inc - Notwendigkeit und cxistenzdcrcchtigt. Die Frak einseitigen nur literarischen oder künstlerischen Propa-, ganda — das wäre eine naheliegende Befürchtung — tisicher W«huft«n als mahnendes Gewissen und -vorwärtstrcibendes Element der vollwertigen, bewußten zionistischen . , . Gesammtorganiiation sich-bewährt. Ihr Debüt aus ««»»*»««» t» Magre« »e« ytMlIi(« dcnijlctzlen Rongressc war nicht geeignet, Sympathien tzie Aaftanir» an» de« Lener hole« und zu »wecken und der .ziff»mSßiqen Majorität-, die l. «nllntt -rri.arbr». - angeblich ״den durch jahrelange Erfahrung geschulten ' . ■■׳ ־■£-* Zionisten" so bittere« Unrecht zufügt, zu imponieren. Gemüt» "rwtzr^״TirFraktim?wird"en?wed^hal!-w Skt 5tllNd itX jÜdislt,kN LkvölKkrUNg ivas ihr Programm vcripricht, und gemeinsam mit jjj VLlWna ll. blllirN UNtbt EiNÜllK. allen anderen Zionisten zionistische materielle und r c יי . , -,י, ע, kulturelle Arbeit leisten, dann kann man ihrer Tckiig- - l0<׳ ׳",r *1 ־n°or־״ keil mit Beruhigung und freudig» Hoffnung ent- Tic jüdische Bevölkerung isl rti Palästina und gegenieden -- oder sie wird in kleinlichem Fraktions-; Zyricn unzweifelhaft ein» der wertvollsten äiultur- ' fanaiirmus ihre eigenen Wege gehen um zur de-! saktorcn. Allerdings muß man hievon die Juden deutungsloien stliqüb hcrabstnkcn. Welches Schicksal Jerusalems, die durch das Ehalukaionem >m höchsten sic sich auch berciten-will, cs drängt sftü »ach dem!Grade dcgciwricrl »scheinen, ansnehms». Allein aller- Tam-tam der Grüdung die Frühe auf:Wozüd» Lärm?: mt« ionft sind -sie ein zufriedenes, arbeitsames, Ifstk Probt prediatU. Seit vielen.ARonaien geistig rühriges Element, das!ich ovrtcfthast von biete, sich den Brünn» Juden in-d» großen.Syd-m °ndersuat,onal»,^r,»,al-n^un,»!chc.de.^ naqoac ein. interessantes Schauspiel dar. Radbin» Um einen Überblick ub» die Bedeutung der J Nah und Fern, Österreicher. R-ichSd-ulsche, Juden zu, gew.nnen w.rd es üo.wcndig!e,n ein,ge Litler' absölvieren ,Hre-Gasl- und Probepredigt und zahlenmatzige Aufichlllpe über ihr . Veihaltni. zu »ä u dazu bei. daß am Freitag Abend ein zahlder übrigen Bevölkerung zu gch-n-vtcr^e. w.ll uh »agiu uuz״ , n גז ...... bemerken, Latz ich die UNI» »gen» VcrwaNung stehende christliche Provinz Libanon^ nicht berücksichtige, da sie zwar geographisch zu Syrien gehör!, pölitisch jedoch' von dies» türkischen Provinz getrennt. ist. In dem nördlichsten Bezirk Alcpvo beträgt.die . Bevölkerung bei einem Flächeninhalt von 7>.GtO - 925.756 S»lcn. davon sind 20.000 Juden. >m Bezirk Bcyrut, der 30.500 tmgroß isi, sind-' 533.554׳ Einwohner, diivon 2.5.136 Juden. Im Bezirk Damaskus, 100.000 groß, 935.6*5 Einwohner, 5380 Juden.-Für den Bezirk Jerusalem, der Jerusalem, Jastä, Gaza und Hadil al Rahman, umsaßt, s-hlen uns leider genaue Taten über die jüdische Bevölkerung. Doch wird ihre Zahl auf zirka 60.000 geschätzt. T» Bezirk ist 21.300 kmgroß und hat 350.000 Einwohn». Tic 'Gesamt-. dcvölkcrung von Palästina und Syrien beträgt dennach — wied»um ohne Libanon -- 2,704.997, davon zirka N0.516 Judzzi. d. h. zirka 3»Tie größte Anzahl Juden ist in J»usalcm. wo Mein 41.600 wohnen.»» Ter Einstuß d» jüdischen Bcvölk»nng b»uhl reiches, ycugierigcs Auditorium den sonst hälble»cn Tempel fülle. - Tie Brunner Blätter kündigen die Vorstellung. Pardon Predigt pünktlich an und ein -... ..—־ -- volles Haus-' ist jedesmal dem gastierenden Prediger zmz-e Au'gemn/rt «us dik Hkbun, dk» g-isnz-n »nk -s •' «ulturvorsiand »scheint-bei solchen An- ' :%£?. L!ästen vollzählig. Es geht sehr feierlich und furchtbar ernst zu. Gravitätisch schreilen die Geuicindcgewaltjaen b» ersten Bank ^u, wo sie, jeder Zoll ein »t'ulrusvorsiaad ihres Ärilik»-An>tes^. walten und *!*s*g+ SSÄ würdevoll de/ ihnen gehaltenen Predigt lauschen. Lrgclklang und Chorgesang erhöhen den peinlichen Eindruck, den jede solche Schaustellung, jedes an das Theatci: erinnernde Gastspiel »weckt. Tas Wettpredigen, Vas hier seit Monaten entbrannt ist, flötzt kauni jenen Respekt vor dem zu bejetzcndcn Posten ralisierende Tätigkeit. des Rabbinerslandcs unwürdige Ist er wirklich so arm an Talenten, daß man durch direkte B»usung dem Theaterspiele in der Synagoge kein Ende machen kann? Tas Refus, welches beruzsgfc S.*Ä£5 - .״“ *״ -י• ־■»׳ <״״.«־־«׳־״• aus Gastspiel' nicht h»gcben wollten, bcrdicnte wahrlich Nachahmung. Aus Rabbinerkreisen dnngen .. ' j Vekiir-v 4-t N.tml'M.nu»:!-« > ^evanto ot«ין ־- b ff. :