Jüdische Volksstimme
- Journal
- Jüdische Volksstimme
- Volume
- III (1902-1903)
- Issue
- 14 (15.8.1902)
- Date
- 1902-08-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 ' JcSbcn iict fepr Jüdische «oltsftimmc Nr. 14 der Gcrausgabc dieser Büchlein in >u- Wir nähern unS nun dem Schlüsse unserer I bischer Sprache tonnte man auch — aber eril in Aussührungen und vollen nun dtc Wichtigkeit einer ,weiter Neide - einiges in d n Landes,prachen,als, Jnsiiiulion hervorh den. die geeignet wäre, vor- ־■ - ' ״ ■•- ־ ־- — läufig dem stets wachsenden Elends der 70% oder mehr der gal zischen Juden abzuhelsen, denn für eine radikale H lsc können keine Pläne ersonnen werden, die im närf sie» Jahre diirchzusühren wären. Wir wissen alle, da > in Galizien mit seiner jüdischen Gciaiiilbeoöikerung >on mehr als 800.000 Seelen, nach Abzug der etn a 20—30°/״, die sich den freien Berufen widmen od׳r das seltene Glück hatten, ein. itber dir nächürn Aufgaben Der rinrrlncn (Öraanifatioimi. rrnatir! am 11 «r. ^,ennieniaae. in -5,el.i,. Mnnch, deutichl herausgeden. aber das oaupige r׳e« De. etzoIdn>a׳ ier. tirakau wichi muh auf das Jüdische gelegt werden.! II In halt'der Büchlein: Populär wissenschastlichc Wir gelangen zum zweite» Teile unserer Nus-. Abhandlungen und Sondcraddrücke von einzelnen rudriingen. d. i. zu dein Frage» der ethischen und , Erzäklungsn von P erc z, Auszug aus deiz.Gedichten geistigen Hebung der jüdischen Polksmafsen, insoier«svon Rojcnicld und dgl. ne iuo das nächste Verwaltungsjadr in Betracht . Als Jentralstcllc dieser Ausgabe» schlagen wir!ouinieN. Krakau vot, und zwar aus den! Grunde,^ ivcil m - Xla iiiiisien' wir juorit pon einer -Institution hier die vchlrettlich redigierte Wochfnichrsil .'.Ter. größerer stück ^eli in Beptz zu nehmen, oder endspreche», die, schon an vielen Urten eingciührt, 1 Jud" mit wen literarischen Monaisbeilagen ..T 1e - lich im Kaufmann«!lande ihre normale Existenz ge׳ schöne?)ieiultate zeitigt. Nur .Muh dar Beispiel in > jüdische. Familie" erscheint: man könnte ,ich 101^1; Tnnl>1־n haben, 70-80"/״ d i. mehr als eilig halbe groherei» Mähe als bisnun Ilgchgcahint werden. Es mit den Hcräusg.'dcrn dieser Blätter ins tri». I Million Juden, al o der Grundpock^der jüdischen muh!»der Bercin nach Mahgabc seiner Kräfte zur verlieb men setze» und dabei die möglichst günstige» Bevölkerung in dsN Städten und ^Städtchen zu. Gründung dieser Institution schreiten, sei cs .in Konditionen erzielen. Ferm etner' Tonnbee Halle i ws Uns als Muster Für die Ausgaben von Brochurcn in polnischer Wie» dienen lann-. ' " . ~ ' " ’ י.י■ "י. Universität ׳<! er m ^orm einer Volks- Sprache war beruien. 'La wir IN eriur tlielbe die jüdische Volks- Tic Besch,in.iiig der inasic Galiziens deriicksichugen wollen, jo können Drohte Hindc 1o>r auch tner die zweite Fenn proponi-.ren unddas L K di tn criier Reihe der Lcmbergcr »W'chöd" Bolksuniversstat Währung ein^r bcdeutciidcn w:r ne uz seitens dieser iammengcdrangt ih: kümmerliches Dasein sristen, und dies entweder durch Betreibung deS Kleiiihaiidels oder des Klein zcwcrbc» Tie meisten aber unter ihnen sind Luslme ijchen, d. y. beschäftigungslos Mittel wird hier dass Tic allmählichen illrhetziingeu gegen den jüdischen 1 »iS׳iei», .aber da kann das A K. und! Händler, der tingle che Kamps mit dem Großhandel 1 Hilie nicht versagen und! die Ge-! und Grohgewerbc Zeitigt in Galizien ein'solch un \ jährlichen shbvcntion j tägliches Elend, daß hier schnelle Hilfe unumgäng , bildet hier die Grund lich ist. Tie ' Prole arisicrung der jüdischen Volks als Mütter gelte die׳ polnische u. d jN. Adam Miekiewicwie w:r ne n> seitens dieser Organisationen , , Krake.!! und Lemberg tbre rubrige Taiigkeit entialten bcdingung. Wir gewärtigen auch zu diesen! Zwecken! Massen in Galizien nimmt erschreckende Timensioneir!. .,en ‘; von einzelncü Personen freiwillige Gaben ünd wenn! an und die allzährl che Auswanderung von mehreren 2!1 Wahl bangt von verschiedenen lliirständen alle-diese Hotsnungen nicht se^lschlagen, so werden! lautend Personen bringt den /zurückgebliebenen nicht ab.' Vor allem muh mit den lokalen Vcrhaltniiien, 'wir unbedingl in dieser Hinucht etwas positives^ die mindeste Erlcick terung. »!׳« dem ^trehevotral. ,mit den inateriellen/versügleisten können und müsse» baren Mitteln gerechnet werden. ' Ter Bericht Uber dicte Tätigkeit geht Wenn oder leine Möglichkeit vorbanhen iit, den Parteitag, -welcher dann jür aus eigenen .Krähen 'eine solche Institution ins das Weitere v.ranlassen wird, Leben zu ruten, v iit es mir dann ratiani,! fiä) an" Punkt bereits, bestellende,- nicht zionistische Jnsntutioncn ans de.׳ Regelung des lüdiichcn Unterrichtsmeiens iulebnSn, wenn lltzier.- nur das allgemeine!Wiiieii ' Es ist eine bekannte Tatsache, in welche»! Ju z:: sorderü, nicht abcg .irenidnationalen Interessen zu Hände sich gegenwärtig die Eheders bcsiiidcii. Einer dienen baden. Es werden beispielsweise von einer seit» wirken, die ,«der primitivsten Hngicne hob»- solänn! Institution historische, volniia! vatrionichf Vorträge veranhailet: selbe sind ielbhoerhändlick sur dlg Juden, ganz zwecklos und müssen gänzlick gemieden werden Wenn es schon gelungen in,, eine solche!Volks llniversttät. reip. juditche Topnbee-.Galle errijhtet zr beben, dann haben letztere kbre Tätigkeit äui di Proviiszauszuüehnen und daselbst Filtalabte^lungen zu gründen, oder weiiigstens von,»seit zu.׳j.st'einen rlledner zur Abhaltung,'populär - wiiseniHaitlt'ch.h Verträge zu intsinden Vieles können wir nicht versprechen, weil wir direkt an! auch nicht imstanl c sind, vieles zu leisten Tic das nächste Jahr! Miitel, die tvlr vo schlagen, sind kerne radikalen, sie vermöge» nicht den Uebelstand zu beseitigen, sondern ) des zweiten Teiles beiahi 1iidi mit! ihn höchstens nnd 1 ur im geringen Maße zu lindern Aber ivcnu n ir sogar nur einige Existenzen^ vor 'gänzlichem Rein hie und da retten .werden,. dann haben wir m imentan Vieles geleistet und ein schönes Werk sollt rächt. Tie von uns propvnicrtc Einrichtung iit die einzige, d e wir betrefsr der ökononiiichen Hebung des jüdischen Volkes für das ^nächste Jahr in Ä!grijj nehmen. Es sind das die Volk» Vorichnh. »1d Sparkassen, die zur Hebung sprechenden I2chulräumc, die zugleich die Wohnung und die Küche des Mcllanted bilden. in phuiiickier Beziehung degenerierend aus die jugendlichen Schüler, ' Nderwärts zeitigt der shstenilosc Unterricht eine» hrlichen jsfanatismus. der nicht io leicht geschwächt drrochkonomischen l age der öllcinhändler' und lilein. und iuiiioweniger beseitigtwerden kann Auch die Handwerker brltimi lt'wären. Leitung der - ichcn übrig. B.-H Schulen läht noch viel zu wün->. Vorläufig wird der Parteitag allen D.-ji. reip. Teshalb iit die Vornahme'einer Aktion. ,zi.kL die Pilicht luscrlcgen an den LrlcN. wo sie auf pieieiti iVcbiete von allererste» Wichtigkeit' Vox läufig wäre das nötige stat»'ts׳che Material zu sammeln, das als erste Voraussetzung jedes ratiosfur leben sfall muh .immer - bcziiglgch der ״eilen Tuns im nächsten Jahre zu sammeln Tdenien ׳ an dem PrliiZlpe treugehalten werjden.j wäre. Tleie Ausgabe fällt den einzelnen staiistjicheu Abteilungen!zu,׳ die unter Aussicht und Mitwirkung des T. >!. dies durchzusuhren habe». - Ter Bericht daß nedit Vortragen.auallen ivebleteu des pieilich l:che:: Wissens auch S1e'J.idaica ihren 'gebiireii.en Platz iiuden . t ' י ■ Tatnn öi.- Vonkrolc churchgeiulirt wird.ilpröpo Nieren :vir. das: den Vereinen die obligatorische P'.ichi. auierlegt werde. ,o!!r»1al des Jahres au das T.oi. Bericht.;1! erstatte:! Was die iinanziellen Mhtel anbelangt, io konnte mail da mit ve'-llc!» :Ibchie an die betreiienden .ziultusgemcinden heranneten und wir wollen dann iehen, wie sich die aiultusvori'ianüe angenchis dieser Sache verhalten werden: obzwar wir schön׳ in t-eier fo manche :liichtung Enttäuschung verschlucken »:uhie'ii, doch dune»' wir »ich! zurucktrcten, degn cs wird hiedann dem L.->i. entattet. lfttlxyt geben' wir hier unserer Bitte Ausdruck, daß in Berücki'ichtigiing den ökonomischen L>lge un ihren Sitz haben, solche Institutionen ins Leben zu rufen. Als Vor bild gelte die jüdische Volts-Vorichuhkassa tn . Pra,. \ Tie Schicksale dieses Jnstitülcrh'ind allzubckannt, als das! he hier d:s Näherei, geschildert zu werden brauchten. Hctrvore ehoben muh nur werden, daß hier dfe.Subskription als Basis einer solchen Anstalt gilt und er muh für d rn Anfang das Gründungskomitee mit aller Aufopser tng zu Werke gehen, wie eS unsere Genössen in Prag!ctan haben, und dann werden auch sercr galiziichen Genossen, seitens des L. kdas, die Resultate che rfreulichsten sein. Nötige veranlaßt werde, daß für Galizien der >!e- In dieses N> niitee sollen vor allem Fachleute zugspreis -aller Parteiorgane um einen bedeutenden!-und die injt dem üredit- und Bankwesen vettrauten Teil reduziert werde Tus wird zur Verbreitung Personen gewählt werden. Es müssen Aautelcn und zur VlNtesung -der Idee, vieles! Vornchtsmaßregelt getroffen werden, 'welche de» . - ~ regelrechten Gang eines solchen,Institutes bedingen. ^fur .zkräsng ing des Stammkapitales werde» unseres. Gedankens beitragen und wir werden dadurch unserer Sache große Tienste erweisen. UI fn' den III. ,Teil meines Referates habe.ich d.iht. tu diese Burgxn mit srisckiem Mut cindringen nur vorläuiig eine Institution ausgenommen, die uild ׳,ötangz simmen. bis he endlich eiwas tun, wozu. zwar keine neue iit, aber größere Veibreitüng verdient, sie als gssizielle Vertreter der Judentums unbedingt Wir wissen allh daß mit dem Wächstum der v.rptlichtet und. , pvqiücheN .iträfte auch die Energie des Willen«, die 'Wir wollen uns jept mit dem folgenden Pro-, Arbeitslust, che Lträmmhcit und das Selbstbewußt- I>ll« Mzüglich der Forderung des geistigen Niveaus, ,'ein wächst. f Tiese Motiv,׳ genügen schon zur Begrundung voü jüdischen Turnvereinen. Nebi'tdem können dieselben auch vieles zur Hebung der Ge ' d.r jüdischen Volksyiassen beschäitigen. Tas leber.digj- Wort, die im vorigen Punkte näher präzisierten '^vrtraqe. ssndrn ihre Ergänzung i» der 'Herausgab-.׳ von wahlhaft volkstümlichen -׳ Werke». Mit aller Sorgsalt und Vorsicht muß ans Werk gegangen wirden,.- Wir müssen die ungesunden pieudosvolkstümlichen Vtichlein. die sogenannten Masivth. gänzlich aussen Stuben unserer' armen gäliziichen Bruder verdrängen. - -י Teshalb muß die Sprache gewählt wexpen, in welcher hesah alle^ geläuiig leien, d. i. die jüdische JargoNsprach'c. »jum Glücke hat die moderne jüdische nicht nur denjenigen, d,c nur das Jüdische verstehen, aber auch den aui einer höheren.tiulturhpje Stehenden wärmi'tcns anempiohlen werden sonnen. T>e Grundbedingungen, sind: Nette Ausgabe, passende Wahl uno' billtgitS 1 den Betrag von 10 bis 12 Heller nicht übersteigende) Preise. Tie Feststellung des Tertes, ivie auch die Herausgabe-'obliegt den galiztiche» T. ji, und zwar d.r >!rulauer und Lemberger Organisation. - Tir'Lberaussicht. wie auch das Prüfen der - administrativen Gebarung, wird dem L.->i. allenfalls eingcräumi. . sclligkes! und zur festeren, intimeren Bereinigung der Gesinnungsgenossen beitragen. Deshalb Hellen wir die Ford.rung: ׳> Es müssen vorlaus,g an allen Lrten, wo die T >!. und K.-öi.׳ ihren Sitz Turnvereine gegründet werden verschiedene Äörplrjchasten um Beteiligung, reip. Subventionierung ingegangcn, wie z. B. die Kallus gemeinde, B'nai-li ritt), die Jca und eventuell die jüdische Kolvnialt ank. Jedoch soll die normale Grundlage solcher Jnsiitulc die Subskription u! d Mitglicdcrbciträge bilde». Tiefe Jnstit! lioncn sind in ihrem Geschäftsgange gänzlich ui abhängig, nur steht dem Parteitage das Recht zt. von den jeweiligen Leitern des Institutes, insoier 1c sic der Organisation angehörcn, Bericht zu verlan! en. Tie« ist iozi sagen das Arbeitspräliininare für dar nächhe Jahr. Bevor nun! as Präsidium die Diskussion über habe», jüdische! die von mir ang regten Fragen erösinen soll, will j ich nur noch meii er inständigen Bitte Raum geben, ein ' iit in der Verwaltung ganz selbständig, doch steht den übergeordneten Instanzen das Recht zu. Literatur eine solch! schone . Blute Mahre».' daß sie-Rechenschaft von demselben, und wenn solche »och _.4״>״־—״ ״>׳■<;«•־•<־ ,״׳ ־׳״■׳* ״- nicht bcsichcn, von -den betreifcnden Organisation«- Komitees zu verlangen. Äetiesfr der Mittel, wäre nur zu betonen, daß da die Wahl eine große ist, und es läge an den zu gründenden Vereinen, das Bene, den Verhältnisien Entsprechendste zu wählen. Tie Erisienzbasis solcher Bereme bilden vor allem die Mitglicdsbeiträge. doch wird cs auch gegcbenenfall« ratsam fein an verschiedene humanitäre Korporationen hcranzutreten als B'nai-Brith, ebenso soll die KultuSgemeinde züm entsprechenden Beitrag angehalten werden. Lie Initiative haben die betreffenden Lrgani-idaß nämlich de geehrte Veriammlung über sations Komitees ^zu ergreifen. Ein jeder solcher 'Ver-! meine Vorschläge nicht nur beraten, sondern, wenn ... — •■י'"■ —׳' " wir dann wieder rach Hgusc, gehen, stets an unsere heilige Sache u» > an üteVRotlage unserer armen Brüder denkend, eder von nnSxjein Scherftein beitragen soll.damit r ir der Mirwstr zeigen', daß wir nicht bloß Idealisten s nd und nur mit schönen Träumen uns befassen, son! ern daß uns das Schicksal unseres tiesbedrängten B< lkcs immer am Herzen liegt, und daß wir Männer der Tat sind! Zur rumänischen krage. In meiner korrespondenz (Nr. 9 ״Jüd Volks- Himtzie") schrieb ich über eine Auswanderer-Schar rumänischer Jüdin, die in Krakau gleichzeitig mit einer Depesche dsr »Israelitischen Allianz" in Wien