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Jüdische Volksstimme · 1902-07-01 · 11 (1.7.1902) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
III (1902-1903)
Issue
11 (1.7.1902)
Date
1902-07-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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XZZ. Äcrhrganc;. Ürünn^ l. 3ufi 1902. '— J ״! tJi'i" ״:preise M C ׳.»,Ungarn K d so, K 4־—, incl- -;ffiibtnrfl:־. *ur* AurlandV K 2 iiilbi:- j״»!■ K '» —. Sin»: ■*’״fr[' Hi* h־ - ר• : — —“1 'Ccntraforaan £cr jüttfcbcn2lrbeiter und!),andelsangest rllten 11 -iedaciion.»1,d -ldmiurüranon rauima.k: I I. Tie ^<IüdisLe Bel!-. »Ummee: um 1. und 1-V einer leden i״:;:;׳: )werole weiden btrfämet.!111 1־rr Strllungnalimr in -r« nidit•!״! ׳,»» .««-!׳«»׳?״»‘״יי»« »6״'«!״*׳neu 50;|.»4»»מ״. ab״ : aii öie^cnte stelle uuiaa• ^:lärigung gerückt werden >2chuy und die!üar^ Tie wirlichasiliche Mid!־.:ItureUe Crganiiation crit dann wir) m da- Hauptproblem der :׳.onimschen Hebung«-!Judentums, di tendeiiz, »nd. Politik in nur ׳!!weit zu treiben, alcheinzusetze» haben. In welchem tie zur Ergäiizmuz uniercr Lroäniialivnsb.strebungeü l dieS zu gesche der litt!j i :ioniÖifdirn Hruppcn.!er iä' li!; mlia. e. ׳lauer am lll. SYer-rejchische״ Zionittenr^g in Brette. I von!Econ Lederer. L?i׳n.! 1 . "' s •j 1 .'11 len hilmanitären 'Gruppen uzenden wir laichtm Fronlivechsel zu den politischen, die hemütsi sind, die rechtliche Stellung der '־'־ österrckchische Staatsbürger aus dein Gedas Leben ״»,zuseyen. als in ilm z: diesen Vereinen und ihren u Bslrebuägeu Stellung nehmen zu können, .!HIN .,tu: wir stellt r.mje, . lichei . uiig an kc 1111 .::f zisrnckgi- , ’!heil Tie r di uns ,or alle»! über den Be hg“ flar werden, deziehuugHveiie über der sraais- bis zu welcher die Ausübung Rechte oder das Strebe», hoch dieser sür dys Judentum notwendig!.nd sörder es ist dies eine Frage, usil der wir jüdisch poriis »rechtdoch förderlich iein wird" für den Tolerierung dieser Einrich'.unge». die selbständige Reschspolmk des eigene Abgeordnete erreiche!^ will. notwendig ist oder gngezeigl richeint, um der litt.! irgendwo in Teile des laiche-!kn haben wird, ist klar! wenn es!erreich möglich Wardeinen. »Tolior Reichsral zu entsenden, io wird es ei», einen zionistischen ziandidaten der, sich aus die würdige V.rlrelui g 1111 aus zweifachem Grunde von Wichtig lichen Verwilderung iniierdalb unseres Volkstum!, Bloch" in den entgegenzutrelen. Politik als Selbstzweck oder all! auch möglich Mittel zur Hesriedigung persönlichen Ehrgeizes iü j durchzubringen. jn verurteilen, lnivnders wenn sie durch die sor»! jener wirtjchas! licken Jniereiien beschränkt, welch! eierte An ibrer Ausübung eie materiellen äträisi durch die Selb ihilie gegen den Boykott sich beraus von ibrer Hauptauigabe ablepkl. i gebildet haben. Prinzipiell sind u>1r sür die in den Grenzen , Wenn wir der i!ü>eä״tä,',igfe.t gehaltene voliiüche Betätigung l״ir q^alI wiss niefit aus Ileberichätzung d-r erreichbaren Zweck-, zilasieninteresie 1; Sie wildern ichon aus dem Eirunde, weil wir »ns nicht!uies besitze, freiwillig eines der wichligiirn Agitatjonsmittel bä- Wähler eines ,., geben wollen, ohne das! d» '-.winnung des oster-. jt)tc ipezisiichei »ch langem — aus jene Misrucüibare l reichi'chen Judenliiiiis für niis sehr problematiii s koliierien Jud ssen, die'sich an Mar nkor-da us j erscheint. zniückieyen muäen, io ge'chieb! dies »1 der r>׳ ankifüvste. > , >'>ebe» w.r alu> aus das ״'te Moliv jüdischer - Erwägung: Husübnng der staatsbürgerlichen ׳Rechte, I iH'litif ein, die Erreich:::׳.: -iner wirtschastlichen' " s, ' selbe das politische Streben! nach Be-; Fntereisenverireiung. Hier müssen wir'vor alle!! ng an der Legislative des öiterreichiichen >!on-> Mei wichtige Begniie ׳ch.::׳ voneinander trenne!,!.׳nalsl lates pedeutet kann für das oiferreichiiche ׳ l. Tas Judentum.' Welches als Lbjelt des-gleichen Wahferklave bervorgegangeu sind! es »1 ar.lisemiliichen Boh'oties geivissermaße» eitle also.klar, das: auch jene Juden, 'die zuiolge ihres .ü.asieneiuhei! darstellt. .' Tvmiziles voü uns verhalten werde», eine» naiio - 2 Tas jiiöiiihe Individuum, welches inner nalen .'iandidaien zu wählen, ihre liieyisud»',! .׳:: halb die'är Gemeiniämkeit nach ieiner Geburt und Jniereiien durch die von ihre» »!iai'enoenosien '!.׳- seinem Berus der korre-pendierenden jiKsie seines i wählten vertreten sehen werden: naäwem es ׳'ich wirlichaitlieiien Bülieus aogehört. - ׳!,überdies nur »in ü bis 4 Mgnd.ne handeln iann, . Für die Vertretung der wirtschaftlichen Gemein - bet d>ren Eritiebung wir!ichail:1che'Ge1»ein׳an:!e::s udenlums,' 1amle1trii»eresieu, wie sie als Ergänzung der öko-- interesien in iten Vvrdergiund 111■ 11! 1ןי n sind, iv 1ü auf den nomüchen. Lrganijaiionldes Fudeiiliiiiis ,sebilten sef» es nnzweifelhcht, dan die ,11 dieien Gru»d׳at1 ausivrechen. e o.vohl- 11, dag jeder Jute ie.ne sp.׳::׳! cheu seiner Geburt und ׳.׳!»es Bechenn wir o.l'0 zugesiSben,' des: ::.׳ gemeinsamen jüdi'chei^ Adgeoidiiele» >!laiieni1i:er>sien vor d'.iieu der o.y uiums :11 gewisse!! Fallen p.uleuiu;::Jen' , \i-» 1v ugn 1.1^. ן-- ׳ Tie ipeziü'cheii ökonomischen Fnlereiie.ides einzelne» Fuden werden durch lalle V-.rlreter -1ichützr, die im! g,znz׳-'>! ,Reiche eaer Laude aus 'd.r lIrrciehuiig einer Verlreturg für die Jifteresien des Fudeuti»»-, ivweit srenzls Gemeinsgmleit eine iolche Geiäm!- :reiimg übe Haupt zuläs!:, 2. Hur ldrreichung einer Verlietung für die Heit Filtere fen de« österreichischen 1. &1r .:etieUÄl 11 bcojren durch »,1 ionale Temoniiraiiviiei .ameiitarijcl -ueinde das die volkliihe Lrganiialioii svrdernl kann. Bevor wir Reihte vindende jiüijch 1» >2. Ma :! Reichrrat Tas; dieses igsvoll sei, Bezug aus eu Tribünen ov» Slaai. jüdiiehe Selbsibewusn׳ Land und, wird, besiht das-.vilerreichiiche Fiideiitum bis z!m, chiidischeu 'Wähler in ihrer, irr in stärken j heutigen Tage ch'inen ietdfiäuüige׳» Veriretcr. es Hs-! nicht geschädigt werden können. ans diese beiden Haiiplziele ielbit diirile senirr auch bisher »ichi. nachde! | nljeiTtlielu־, aus i'ieg.'njfiligkeil beruhende lll11' ־ ü Beifaäit kemuieiide» a'iiche» Fnt.r,!״.-׳.! S.'lb'iveriiäildliai hdem che wirs-^11 es» das: z!«u:>i!sche .1iauo,va1en nur uach Uvprode Srgani'aiia»! bario» dnrch bas Landes .iloniiiee sind obu>.riv!׳a :er jüdischiir Politik näher eiugelü», wollen i dis Fudenluiiis noch nicht in Angnii zenomuchu, Promis; iiiiz siichiziotiiili'chrn >'i:11ppei1 au'zu׳:. .r allem btonen, das; die?lusiibung der po! wurde. Erst bis dies der Fall in. dir die gcnosie»■! sind. Boir ko»11»e>1 nun zu jenen Bezirke», in ׳denen deren peakiüches.Rejulmt sür die schaillicheu Fusnlulioneii sich soweit emwiekel! hadeb, \ öie Fuden zwtir Minoriiäl nieniaes von ein-:das; eiiie^Venietung ln d,r Le'ezislaiive zwar niq ׳ ׳ i____:_____1 :,ן öie senden zwar in anü!:ul׳.׳.׳..׳r Hav:, :.׳bom ohne l!Erreichuiig dif Beovlk-.rungsinaiontäl o.rireiizi, sind. f Is e >u i 1'1' e L o n. Lfirntifdirjcincr Antisemitismus. \n Tarnopo Brzczany, zwei galizischen Siädten. l, I. die Wahl eines Abgeordneten stattgesiiiiden,! Ereignis in weitere»! wird niemand behaupleui. ahlen berüchtigte Renommee Gali iieimr eigene׳., Familie ubelroisen. Und die wirklichen^rech! war ihnen anicheineud. nur dazu verlieh.:: Polen niüeiu׳!! von der EchlheA der .lionnalionalilät - worbe». UNI fsich dem Bezirlshaiipiman» und :ei» , iiberzeugi 'zumindest nützten sie dieietbe viele' ,Pareen", gesellig erweisen zu können. Tie wer:,zeir ' Fahre hindiirch weidlich aus. ^Treiilen. dies nicht inimitielbar die Rache ,nur- Zwar v,rdankl Tr. L....!eine bürgerlichen Gewaltigen P! ׳ürchien Hallen, musiten für den' Würden hauplsächlich de״ Juden, dennoch zweisefte: Gang, zur ltyne bezahlt werden, und wäre es auch man in Aiiimilalionskreiien niemals den herzlichkn!-'י "— der chrisllichen Pole» sisr ihn. rinne l^^Gesülil,» Aiicch das ייJ. nur mit einem Gulden Ru» bot! Was ai^s dem suLiiche» Wähler mit B. zug;ich e»»»al ganz unermartel die Gelegei'.beil zu he-saus die Reiehrralswahl gemacht wurdr. das trug weisen, dais Tr. L. den Polen wirklich ein Pole sei., seine Früchle auch aus aüderev esiebielen. dieses Eldorados der Wahluiacher, der: Tie Sladl Tarnopol sollte eine, 1 Abgeordneten j Tas hisr G-uagte gilt von allen gal,::ich, u tischen Veztrlshauptleute, Gendarinen :e. ver׳! ivählen. Wohl seil Bestand des üieteh-raies ivue Ltädten ■ eine o.aliach;, die die ^sioniii.ii mn dem Vorgänge kein besonderer Intieresse. Pen-dies ,sie!» ei» Pole gFvese», immer eine .Periönliesirer Bekünrmernis!riiilllich nicht dass Gerücht, daß eine Menge salscher! lichkeil". d>ren Wahl »!an von - abgegeben werde», jonbern oud 1 .nt, diesmgl 150 Stinimjcttel fehlt: t zum Siege zu verheljen. ' .... ,״, ^״״ -״ -I- I ::׳:Ulll'iiV -,1, — ׳־.- _ ..... 1 hi.. Wahl des Betresiendeil sirenanenr - Run ereignete Hch-vor der ,epigen Wahl eiwas widrigensalls er dem .Stimmvteh"1׳llngewöhplicl!es. Von . 1-denwurde zwar ivie Ahndung drohte, ausgerüstet wie!er! immer ein Pple, alvr diesmal ein ^ganz gewödiilicher " ' 1 'י־ י“,' ־ יin Lcmbergcr, meinderaiswahl Bedeutsam und charakteristisch sür nur mit!Bezug aus d ־ neu ziandiidateil, eineö Juden, besonders ' ->׳. man bedenkt,',daß bei der absoluten Gleichheit Verhältnisse in allen galizischen Städten in hem!יn Vorsäll sich die Slimmung des ganzen Landes יי ' r'piegelt. , Ter durchgefallene Jude. Tr. Landau, war stets unentwegt in seinem Tenkeii. seiilem'Fühlen, Tleinee Sprache und Feiner Lebenchührung ein »Aiis dem polnischen Liede und der polw hen Traditioin ssg ich mein Polhutum" ver- Zländidatenrede.!Von diese»! ,Lbeii" dem Bezirksdieser Zuiiänhe mi letzten haiiplniaiin empiatllBdir sie iodaii» dem jeweiligin. heit, ja m, um dem! ״Voineher" der Juden, des bekannten Züngleins, Haupt fa׳l de an der Wage, weiter en psahl, welcher letztere Jude ein Mil uns ist die! seiiierseils den ,lieben. Brüdern und Gluubensge- Landes ist die Person des durch-! nossen" die ' ' and esa y l mit schwerer sie aus keine Be' .ruiig honen und an der hiesige» Juden- ,f-.» an der galizischen Judenh.il ud.rrzweiseln lüß. da jeder ro.Ui'.be Mikrokornios chr Geiamtsudeiihe:: des in!einer Bateriiadt ׳vgar durchgesallener :e er m inner ..—. .. - ... ,, . 11 Polentuuf wurde er höchstens׳ noch von!auch das paylve ״!ahlrecht znuehe nun gewöhnlich war und ist mit der Macht der s Sterblicher, Ämter und Wurden, zu denen ihm eben dasiekbe'dei einer ״Stimmvieh" verhalf. . ' :! Advoka! empfohleii. Tiese jahrzehntelangen Praktik«, haben eineidaß der ,Füshrer absolute Verständnislosigkeit und Jlwichgilligkril darniederlng jenem besonders sür die Juden Galiziens hoch-Fen noch d wichtigen, politischen Rechte gegenüber gezeitigt T,! 'feiifile1 ׳» einigen kühnen v'!1de!׳.kör1,׳^׳ verbiüiden mit 'esmpörendilir .itorniptiou. Tie Juden > Idee, eineb, s schieuen sich dessen׳ kaum mehr bewußt, daß ihnen L,n׳ begolstzy ׳ יי יי"—׳"׳ ^as aliive Wahl- »,an übriaeifs bei den hiengen O-VSLLILrULKSASrLoSSVIL! OsäviLlLv^ ätzs Tazn gesellte sich der üinilin der Judengemeinde.schwer k:׳a׳ er konnte also weder b-.׳. o h e 11, tein e üblichen itandidaten auiziiiielle und rtoy seines Poleniums -an Tokio!k oren gewohnt ר

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