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Jüdische Volksstimme · 1901-05-15 · 8 (15.5.1901) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
II (1901-1902)
Issue
8 (15.5.1901)
Date
1901-05-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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.ז'1י: Aüdfsche Bolksktimme onin'bt bat: ,'t»r Dasein würde ein ewiges Schwanken -,!viicbe» Tod und Leben, was vom Stahl verschont geblieben ist. wurde der Schande preisgcgcben, ihr 'ssj.p-n war vogclfrei, ihr Menschcnthnii, verhöhnt, ibr Heiligstes verlacht, so dais der Jammcrschrci D.t Juden bis an das Herz des.Himmels reichte. w,e .s in den stfebeten der mNtclalterlichcn Inden ' lautet. «Fortsetzung folgt) iirlriürrtcntag -er drutschrn Zioniken. CtT.tinatbcrtJit der ״limbaien Poltssi inme ״. Am 3»'. Avril und 1. Mai traten in Berlin 5:;■ delegierte» der,zkonistffche» Ortsgruppen Deutsch, lands. zutammcn. Tie Hauptausgäbe des dierjährigen Telegiertcnt'ages bestand darin, die Propaganda zu r.geln und zu diesem Zwecke ein. Central- .-rka» ins Leben.zu r!u sei,. Dieter Ausgabe , :..digie sich der Dclegiertentaq zur vollsten Zuiriedeubeii aller Theilnehmert Tic ״Israelitische Rundschauwird z i oni fli iche s E c nlra ler.san für Deutsch l a n d. Zum Punkte ״Propaganda" wies der Referent D Schachtel «Breslau» aus die Bcdeunmg der ,׳׳.genwansacliviien hin, unch empfiehlt die Be-!!-eiligunq ap den Eultuswahlen. Diesem Zwecke ü-.le naäi dein Bvrschlagc des Del. Lcvt» ,Berlins b: e A u' ü e l l n n g eines in ganz Deutsch- «and giltigcn stieme in deprv gram me 4 im 1 itickien -Zinn.e, dienlich sein, ülichtsanwalt Schwarz «Breslau, weist ans tt: ..Vereine jüdischer Studenten" .hin, die zwar nun gioüie» Dbeil aus Zionisten besichen, sich aber d.nnolli aus Lpvvriunilälsgrnnden nicht offen zum Z:,׳!::smus bekennen Redner kritisierten scharfer mdie>e Doppelstellung und beantrbgt die An« v•.{[".•st einer Resolution, worin die ״Vereine jüdischer ':!׳,.״null" an den deutschen Hochschule» ansgc- ג_ה׳ t Iverden. den Zionismus in ibr ossieielles Piotrautm auizunehmcn. Sollte diese Utnwandlnng d i ..V.reine jüdischer Studenten" in zionistische -:::denienberbindungen nicht gelingen, io möge» die ,:.-:::stochen Mitglieder aus diesen Vereine» aus- A.-.den. (Antrag wird angenommen.» Del.. Wol sioh n 1 .»!oli!) gibt Bericht über die io groben, Eriolgc durchgesührlen Gemeinde- .::■in Elberfeld und Bonn, wo es gelungen '!.■ «'»emeindereprätenlanz in überwiegender Bla-. zionistisch zu machen. Redner kommt iodann .':.׳ betrübende Erscheinung der ״Protcstrabbincr". «... -brechen. von denen er meint, dais sie solange ztonisten bleiben werden, solange nicht die ').ilajorttal in ihren Gemeinden zionistisch in. Der öuirickttmuz her Parlciiteuer, des Schekels — üieint '1i.-ur - müsse "seitens der Ziotlinen mehr Ausiii.itiamkeit zngeivendct werden. Der allgemeine Schckcltag für Deutschland n׳u:d.■ iür den 17. Juni l. I festgesetzt. Von den vom Dclegierjentag angenommenen ״Verndlagen und--^Rkfr^״tionen iMillen ,vir noch de ifiiders hervorhebobe Der Delcgienentchz beschlicszt: Die Gründungen von D1»o»beehallen itK Deutschland in An grill zu :■ buie». Hilssaetionen für die palästinknsiickicn Ar einznleiten, für/ die CullusMuGndewablcn in zionislischenpSinne aus- Seite 8 nmrbig nt. Warum , sollte aber uns Juden das, was unteren Gegnern möglich ist, nicht auch erreichbar ietn r Wir können daraus . antworten: Möglich : wäre cs wohl, aber cs fehlt uns Juden bisher an 1 1!51־ einigenden, kettenden Bande, welcher jene Wirkung hervorzubringen verntag und das demnach .zu »chasftn^Pflicht derjenigen in. die cs sich zur j h e h r c n P s l i cki t g c m a cki 1 haben, das durch :die Liatpora in aller Herren Länder - v c r t p r e n g t c I i r a c l » n 1 e r ihrem Wa n n c r Zu. versa,״meln und das>^׳e aus dem Staube, in welcktem cs darnieder liegt, tu kräftig pulsierendem Volksbewusstiein zu erheben. LZ,!' dürseü uns durchaus nicht wundern, wenn unferciÖ Gegnern goglückt in, sich zu nie geahnter Höhe 'cmporzu schwingen. Abgeselten von ' der gestrigen Grösze würdi>> ist und in den RuhmeSblänern ,einer Geschichte mit unvergänglichen Lettern eingegraben werden »vitd. Jüdische L0l1ndtt-Val!r׳in Vrünn. Unsere Reichen und Gebildeten haben sich um judi'ckte Volksbildung und' Erziehung niemals ge- Itpnnierl. Ihr Wissen und Npnncn. ihre Opferwilligkeil und Energie stellten. sic wohl in den Dietnr srenidnaiionialcr Bcstrcbungeh. Als Juden aber ihren Gemeinsinn zu beihäiigen. .hielt sic die albern» Elle! keil, in nichtindischer GctcUtchasl eine Rollt zn apielen, Bildungsorotzerci lind Standesdünkel zurück. Und doch iit es ihre leicht erfüllbare Pflicht und chuldigkeit. - den . ärmeren ji,bischen Schichten in Drange nach Willen zu rühren sind rnd.Er« und za nritvcr.- ihrer Führer,, die ihre Eonnaiioiialen'durch die ihren!■ u,besiegbaren Wucht ihrer Rede inil sich fortreiszen und zn willenkenntnis den Weg zu zeigen, tuzu t!rosen Werkzeugen in -ihren Händen-machen, ist es bilden. Sie. die Koni, pteis-illeute-. ' hauptsächlich die Paneipresie. welche die Idee» der amwortlich für das sittliche!,!>{, geitiigc hiolifbe betreffenden Phrtei in alleV!->ell ltinauspotaunt. So rinden unsere« 'Volkes. Es bleibt das unft bätzbirre wird ein Samenkorn in. f,e Gemüther -derleicht' Verdienst dcsk Pros. Leon .M e: l־n-.e r, iir O-nerrM. seuersangenden Menge . gestreut. aus »dein die dte.Doynbeehallen eingetührl und den Volksö ldustgsüppige Blüte in die Höhe ichiesu. Es soll damit benrebungen: neue Bahnen und Ziele gewesen g» nicht getagt sein, ׳ dass, , die Presse allein' diese haben. Die Dohnbeehallen. die man vor -Ia»restrist Wirkung hcrvorzubri'ngett - vermag. Aber immcrhin kau», dem Ranwn nach kannte, haben in Bsten unf in sie im Zurammenhange mit planniäsiüz äuge- Brünn die Feuerprobe glänzend :׳.standen, legten Agilalionsreiten ein PHticl. durch welches Die Brunner Tonnbcehalle. die am l:! der Partcigeiti geweckt >»1d allmählich derartig znm d- Ieröffnet worden war. wurde am J Eritark, n gebracht wird. da׳'s er mächtige Wurzel» geschlossen und nimmt im kommenden-Herl schlägt, die sich immer mehr,und mehr verbreiien und ichliesllich io feiten Fusz fassen, dass sie unausroltbar werden. Wir Juden haben, es bitter zu empfinden, da׳s wir uns nvckt ״ich: in, Besitze einer täglich erscheinenden Pari ei prt- ׳se befinden. Allerdings>Hstieren 'Blauer genug, die-jüdischen Zwecke» dienen 11® deren unermüdlich, Tbätigkeit im Dienste der Inde^ieit nicht genug gewürdigt werden kann. Thätigkeii wieder auf. Die Pflege der Gest»!gleit toll auch iw Sommer Iiich!!jelassen werden und in gemeinsam.■» Ausfli -:onn- und Feiertagen ihren Ausdruck tfndZ: «-,׳runder und Leiter der Halle könnet: mit ahuung aut die verflossene Saison zliruetbli, mit Beruhigung der kommenden eitlgegen'el׳-n Die Tortnbeeltalle hat überall Ertstet:zl׳erech1!g!> Lebenskrast. wo BildUhgsdrang d,rs treibende Jänner , Avril "'r. ihre ÜZlsch, n ahs: eracht grn an,. ^Tie t'iruua-, eil l Nt'd-- ■A ut:d rlement Diete svll,^ uns auch writerlun erhallen bleiben der Arnieti^Zusammentchlnis aller jüdische« ts׳eie!t- -tund ihr erAtrieszliches Wirken ״»Sinne der Volksscktattskreiie'"zu einer gronen jüdischen Famü-.e-sdas jaujklärullgtorlietzen. Jedoch nitiss diesen Blültern «jicl der ׳'ebildeten. das Ideal der nänonal D.ntendenjicts vor Augen schweben, da-s sie.vornclmilickl^e,» ist.-Der llmskond. da-s fick in Briinn die Zoitubee! jüdische Frage» zu bebäsidelir haben, während cs -ltalle^io rafch cingelebi und die Sinnvatü en der - der jüdischen Tagespreise. Vorbehalten -bleiben soll, jüdischen Bevölkerung erworben Hai. und die!iultriaüber sä m »it licht Tages fragen, ob sie nun keil ihrj-r Leitung bietet die sichere Gewahr tür eine die Jude» beruhten . -oder nichts ihre Leier iin ,.gedeihliche Weiterentwicklung. Die Tohnbeeh.tjlle w!rS jener Wochl' i Lausenden zu halten. Raiürlich muss -dabei de» auch bei uns, bald her Lamntelvlatz alle wirtschastlicheu Fragen volles Augenmerk zuqcwendet Juden iverden. die nach des Tages »nd der 11״iJ ein breiterer Lptelran», gewährt werden, wie'Mühen geitiigc Anregung und Erholung T-m tiangen nicht minder auch .«,unst-und Literatur in qcbürender: vd«r sich ׳reuen wollen au ,,tditch.-r G. Weite berücksichiigl werden müssten. Tenn, nur jüdischer ta.-mtitbltchkeit und Hiditchem Ernt Iligke-.t. aui diese Weit',- wird das jüdische. Tagblatt seine 11- ■jahl Ser Kcratisialt'.ingcn betrag Ik »»v vuv -jitvtittfi- ■ciilföutt« tuui ~ \t- — ־־־.׳:— « Äuiivibe voll \1\ü qanz erfüllen urfb ,einen ^Ibon Vonraqe. muvk.,li,'eüe ^ardienuitien un»' nenren das ballen anderer-Taqcsbläucr uberslüfng lionen bilDctcn. Da* adwechviuni^reiche Bro iraiim. יי" " " י.יי.. ..־;^ n 410־ e-vcriu- ׳almus chwarzt. »Weudevi!nkre itt der jlldifchent Dr. «׳«r: :nfeld t: oel>,,. . : -'temeiudeprve - ilen. Das neugewähltc Centraleomilt besteht aüs ^ekegiertcn: Dr. Bodenheimer. T. Wolf Wolf, (Mb(»), Schachtcl «Breslau». Dr., '1 1 ״ f, Bonn I. Dr. Zlocisti zBerlin,. Tr. F r i c d etu a b » Berlin t. l.«! aufm a n n sFreiburg», M v s e s ׳i.t::.-witz,. Dr. Frank. ,Altvnat. K. tl. IDrrt i>rr Lagespretlr. ^011 X:‘. (י -£d.n>- aurrichliger Freude erfüllte mich, der. in Ar 7 der ״Jüdischen Vvlksstimme" vom' I. d. M. mätie,tenc Artikel ״Die jüdische Presse": konnte ich doch ans demselben ersehen, dass der schon jo lange geltegte «Redanke, «in jüdisches Tagblatt ins Leben i» ruu-11, nun endlich ernstisch.ventiliert wird und ton״! die berechtigte Hoffnung vorhanden ist, dass tickt das jüdische .Volk in absehbarer Zeit eine Lagesvrcsse schasst. Von welch hohem, praktischem, nationalen und erzieherischem Werte eine solcherPressc ist, dies >n »türze darzuthun, soll Gegenstand der folgenden W-irachlnng sein. 'n den Heist bewegten Tag«! der Gegenwart Umschau halten im Heerlager unserer <-rltnde, so werden wir unumwunden zugebcn müssen, .-?'d ch den Reihen derjekben eine Organisation und ''tn Varleigeist herrscht, »er acradetu bcwunderungS- Arthur' Czech ■; :taf׳; :peiie' rechcr: in-ith): Jung Neuigkeiten versolgeu, aus die parteipolitischen ^läiAtr «Redacieur angewiesen, die iämmllich mehr oder minder xati- Geschichic" rj Forrtetziiiigeu. Pros vualen Zwecken dienen, in ihren Spalten Hais und -^Das Iudenthum in .ewmrich ■'.viiie“ Zwielracktt gegen alle, die nicht ihrer P.wteirichinnq «miker»: ^»?ie Bariholomäusna.-ku" D^r algehöre» oder nicht nach ihrer Pseise tanze», predigen ״IüdffcheLa!nrikerini Mi1lelaIrer״Z Rabb Dr. und durch das Leien, ihrer Blattes ihre Abonnenten »m »'WaS die Aerzie lernen Tr. eckterbak : . Parteisiniic beeinflussen, rcspeetive gänzlich iür'sich reperroire bei den allen Juden". ׳Pr,ä-- L oeeupiercu. Wenn nun aber an Srelle Meter Blätter ״vas neue Heimatgeietz :Leeretär. L.r: ein rein jüdiikltcs Tagblatt ins Leben gerufen wjjrd, so »Freiligrath und ieine^Werke , er. Eck'tein): ist wohl mit Fug und Recht.anznnehmen, das» ein jüdische Lhrik" >׳״. L!w Adelest. Unz.^da qroster Tbcil der bisherigen Leser von-Blättern mit - arrangement machtensich die - Dainen ,vre u klr ausgesprochener Parleischatticrung in-diesem oder! Schreier und Sonderling und die Mnglieder jenenz 'Sinne, sich nunmehr, zur ^tzrliung der - des, Mädchenvereines ״Iehndith" verdrrnr z Ud ge- ■ ״ - - - ׳- ^-־־־" .. " Halle Festung durch Artikcl von rein jüdischem Interesse im Sinne: des mulikalischen g Heils >erg:e Fräulein gus hnkin -währcr Volksausklärung zum Wohle der gciammtcn! ausgezeichneter Wei-.. g's ׳oll auch hervor eboven Iudcnbeil wirken wird. Wahrcud somit gegenwärtig werden, dais der B> die »leistett -oder ari'che! ,1 . .r Lviznbeeabende j en Juden durch Haltung von. in jüdischen f ein so massenhasler war. da׳s das Loeal'stet iche» -Händen besindlichen Dagerhlättern! vor Beghin bis aus das letzte' Plätzchen - * t . . V. ••_' _V __mar >tnJ\ Jli.lf.’rn nach einer Parteirlchtung hin den, Geiste des bctrcffcndcu werden, ist durch Schaffung eines jüdischen VolksorgancS.. das die Wahrung der Intcrcffcck des Iudcnthumes aus seine Fahne geschrieben hat, die Möglichkeit gegeben,. den Geist dieses BlüttcS. - das ist den s p c c i s i i ch jüdischen v o n k c i n e n w i e immer gcartet.cn volkszcrietzcnd.cn «Redanken durchsc-ucht, in die Herzen der Mit gedrängt- und von war und!sehr vielen Nachzüglern der Eintritt vcr Blattes infiltriert wehrt weiden musste. Wir wollen hoffen, .tat« die Leitung im Herbst wenigstens i Tohnbeeab nde i» der Woche veranffalter und auch der PiW freier, ungezwuntgener Diseuition erhokue Äufmer ׳amkeit znwender. Das« die humanen, immer n e Toynbeehalle auch.im Herbst: ihren social-ethischen Zweckeg gerecht we eitere.«reife zu thäiiger B!:!a1ch juden zu träufeln, zu" Nutz' und Frommen der Unlcrstüzmng heranziehc. mufs der Wunsch-, nd^ae geknechteten, irregcsührtcn Iudcntchast. . Streben Aller ,״״. denen tue Sohlrahrt der ijd.tchen ES ist demnach eine der vitalsten Fra.zen des MatmZW^pcrzei^iea^^^^^^^^^ IndcnthumS. daS ins Leben zu-rufen,, was ihm bishersö tohr gefehlt hat: ein juSisches Da^ kl 1» 1y 1-1> t + Om "W> blatt. Und wenn der -Moment - gekommen ist. _ ־ ״ - JT'' 1 ״ ״ t- י> - wo xin derartiges Blatt mimwird d-nn.^-^^e^tz L01KSSrrmj»e. Parleigeist herrscht, -der geradezu bcwunderungS-1 hat sich. Juda ein Werk gctcktanen. das teiner •/ desmal lange gefüllt.' - und und J

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