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Jüdische Volksstimme · 1901-05-01 · 7 (1.5.1901) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
II (1901-1902)
Issue
7 (1.5.1901)
Date
1901-05-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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II. Jahrgang. Wrünn. 1. Mai 1901. Mr. 7. i C ׳״V.'.firt Ungarn I,״■:; K ■J i0, -j . K 4 -. -':ru'ortung: c■ Ausland :־. k •.״5 נ ג K •־> •—- ,:;:ntmfrUh. I In r fl Jübiscke i Ccntraicrgan der jüdrsci^en 2h־bciter und?»andelsanaestellten. Nedacrisn und Ad«ini?tratr^u. .*?.j:;!:;:;!: II. ׳ Tie ..Iud:2׳»e Be'.!»׳ fturnnr ernenn am I. und 15 1 י ::.־־ediN Mrnaie». ^rrrair :vr.Trn v'.UigÄ “*כל Heraus, mein Eber! Heraus, Kinder der Sotgc! Proletarier, Sdmorrer und Suitmenidien hinab Wir eperau«, jüdisches Elend! Aür deinen faulen Dinkeln: haben aber die Pflicht, den brotlosen Bruder in der, Ideell in den Früdlingrmorgen! jZeii seiner -lellenlosiakejt thalkrastigst unter-die Ausgepa>rl! Tu, saiier.Alier, wach' auf! Schau, Arme zu greisen und werden daher oor «allem an neben dir sitzt dein Bruder, der kranke, schmutzige dem Ausbau unseres E'ondili onklosen- Parteitag der jüdischen Handels,rngcltellten und klrbciter Ölteeeeichs Am 2K. und 2«. Mai und Pfingstmontag, findet in Drag der lll, Parteifluche der Stunde, die ihn geboren! LH. herrlicher scheinung.bewährt har :eg der jüdischen Handelrangestellten und Arbeiter Tstveiklang! Kling auf zum Himmels! Sine weitere ׳Hauptaufgabe , Lump Blinzelst du zufrieden? Sr stiert dumpf in jondes arbeiten müssen, der sich feil jeher als 1801 (Pfingstsonntag sein Elend! Preisen du den gnädigen Gott? Er wirksames Gegenmittel gegen die׳e >0 traurige Sr» des "Parteitages zu dem die Delegierten der :::gehörenden Vereine (Lrlsgrupp und dessen Vertrauen-Männer hiedurch eingeladen Gesicht, Du ::,:den, Tagesordnung: I, Begrünung und Wahl des Bureaus, Erstattung des Rechenschaflsberichles. :>, Die Page de» jüdischen Proletariats. 1, Die Page der jüdischen Handelsangeftelllen. 5. Programm, 6. Bildung und Brldungsoereine. 7. Lrganisation und Agitation, >, Parieipresse.!>, Liellenvermrltlnng 10. Unterstützung Condiiionsloier. 11. Die Frauenorganisalion. I-, Wahl der Berhandsexeeulive, 13, Soemnalia. r dem Verbände ״ , <-chau um dich, mein -ohn. Hast du^diever- ■ tpirb die Etablierung von SDrl lenv er-׳ k!os>tk,-1l-«r ^lüerpehe rocke glatt über den -cheiiel gesirichdn bmittlungsämtern in sämmllichen Släd- . Dem neben dir fällt wildes Gekraus^ in ein rahlcs t c n j!cr Monarchie bilden, Wir ׳fühlen es ja Genchl, L u^ segir behmiam ein -täubchen vom nur allzusiark am, eigenen ׳"Leibe, dafs »mn dem glänzenden^-chuh Uip, wunde Keine hängen antisemuiicheh Bopeolt nicht «mit Resolutionen und blutige ,retze>1, der schmutz v^on hundert Deputationen, nicht mit Proiesivermminlungen und L and st rage 11^ Ile bf daran! greg nur ruhig mit dem pathetischen Hinweis aus un'ere gebuchte weiter, mein -ölmchen! Gibt doch der reizende und protokollierte .Gleichberechtigung" beikommen Wechsel ein herrliches Bild! :könne und wissen anderseits, dass gerade für uns. Auch du, schone» Tochterchen.- sollst mich Horen! j Wie schon du bist! Ich fah dich bewundernd, lieblich geputzt, es war bei!» Iulsesr. ' Hiengn am Arm einer blonden Recke», giengst aus grünen Matten spazieren, zu Ehren Germania"», bei Tag denen׳ es vor allem an de!'genügenden Arbeitsgel'egenheil mangelt, dieses moderne Institut׳ der Arbeitsvermittlung allbisher ungemein segensreich gewirkt Hai, Die Pslegeeiner sorgfältigen und> Aenderungen und Ergänzungen der Tages-1 das?' Nicht bei Tag, beiNacht! erdnung sind Vorbehalten. Anmeldungen, Anträge Ehren Germania s. zur -chm ach Judas! und Wünsche sind an das Eteeutiv-Comite Brünn. H?ugrr thut weh und jagt .n b.t*011«! y ' ., ״ We!ut du das. Tochterchen? Tu vergehn «lrauimarkt 11, zu richten, ך Da« Grerntioromit« '»er jüpische« Hnnpelsangeftellten an» Arbeiter veperreich» verächtlich die lieblichen Lippen? Ach. geh! Jene schlägt die Hände vor'« zuckende Antlitz und du lächelst süß dazu und das stimmt io herrlich zusammen, , , , Was seh' ich! Ter Alte greift in die Tasche. Zum rröen Mai! mitleidig blickt der Lohn und schöne Thränen weint bi- Tochter. d?-in ' ~-n mnr'* nicht oemeint!! die Tochter, Rein! So war s nicht gemeint! Glaubt Ihr. ich hätte die Kinder tausendjährigen Frühling ist da! Sonnenglanz, linde ,Lüste,, Weh's in lachende Auen gelockt, aus dass du mit Vogelfang! Wie nett!!schmutzigen Groschen nach ihnei^wersest, mit gol- Lebensfrohe Augen., trinken goldiges Licht,!bener Peitsche sie aus deiner Sonne jagest, satter Was thuts, dass tausendmiüde, kranke, trübgeweinte j Alter? Aus dass du dein glattes Gesicht in Mitdie hehre Gluth scheu meiden müssen, geblendet,! leidssalten legest, sader Geck? Aus dass drin Auge :tzrä/end, altgewohntes Dunkel suchend sich zu \ ,räufle, Püppchen? Rein Boden senken! Lebensfrohe Augen trinken goldiges Licht. — Sonntagskinder, stark und wohlgenährt, athmen würzige, wonnige Frühlingslust. Dass tausend eingefallene Brüste keuchend fliegen, bei jedem Athen!- zuge schmerzlich beben? Was thut's? Sonntagskinder , athmen würzige, wonnige Frühlingslust! In tausend Ohren gellt der Schrei blutgieriger Meute, Thut nichts! Sonntagskinder lauschen dergnügt der Vöglein Sang!... Der Frühling ist da! Heute sollt Ihr Euch messen, Aüg' in Aug'! Aus dass du zaghast werdest, ireihes Glück! Aus dass du stark werdest, scheues Slend! Philister heraus! Mit Kind und Kegel zieh' ins Freie! Iss, trink', lach' und genieß' und streck' Dich in sammtenes Grün!... Der Alte reckt sich gemüthlich, preist das schöne Leben, den guten --chöpser und schnarcht. Behaglich gähnt der Sohn, die Tochter kichert wohlig, lustig trillert's in den Büschen. LH, entzückende« Frühltngsconcert! Ach. schöne Melodei, dir fehlt der Tezt! Den Text will ich singen. Ich Hab' ihn im Osten gelernt und er passt ganz vorzüglich. Ein bleicher Mann hat mir ihn vorgestöhnt, ein elendes Weib hat mir ihn vorgejammert, ein verhungertes Würmchen hob die gebrochenen Augen und er stand d'rin geschrieben und passt vorzüglich. Ich will ihn singen. und lachte,r .y«o״t du nicht neben drr e.n wildes allseitig ausqebilde>en Statistik soll eben Wemen, ,chon roch,erle,n? -,st de,ne ---chwe'.er! ein Hauptpunkt unserer Berathungen sein.Wir. aus S'ien, Auch ״e m 'chon. w,e du! Auch ,le^ wir dem Priueive der Sebsthilse huldigen, wissen ,,, geputzt und lunwandelt-und bangt am Arm dieses Faetors im W,«jchast». e,nes blonden Mannes, «der ״e lu,twandelt n,cht! f u h,״^,ch Ju würdchen, au, grünen Matten, nein, in engen Ga'Schen! Weitzt: . : . . . ■ -.׳ - ' ts , r> ” 1 Nicht minder mu's uns in Prag, die Pre's- - ׳!stage beschäftigen. Es ist nicht nur wünschenswert, sondern nachgerade ein Gebot der Roth wendigkeit. dass sich der Verband ein Wochenblatt schasil, da die Presse nicht nur zu Bilduugszwscken dient, sondern auch das gediegenste Agiiationsmiilel bildet, ,Auch die Durchführung e^ner Frauenorganisalion mikss, sich der Prager Parteitag' angelegen, sein lassen. Jüdische Hqndelsangestellte und Arbeiter! Wie ihr aus der vorstehenden Auszählung ersehen könnt, hak sich der Verband große und wichtige Ausgaben gestellt, die nichi zu ,lösen sind, wenn nicht alle Ortsgruppen ihrer Verpflichtung Nachkommen und sich an unserer Arbeit betheiligen. Wollt ihr nicht müßig im Kampfe um euere ureigensten Interessen dastehen, der für euch den Kamps um das heilige Recht oirs Arbeit bedeutet, dann ist es, eure Pflicht für zahlreiche Beschickung des Parteitages zu sorgen, in Versammlungen auf seine Bedeutung hinzuweisen und durch entsprechende Kundgebungen, eure Solibariiät zu manifestieren! Und wer nicht müßig zur Seite steht, wer nicht die Hände in den Schoß legt, wer sich zur Ueberzeugung durchgerungen hat, dass es 'Roth thut, aus Werk zu gehen, ehe noch das Stundenglas verrinnt, st o lze Begeisteruug für unsere große gemeinsame Sache, für den politisch«« Zionismus erfüllt, der wird,sein Schärschen dazu beitragen, unseren Prager Parteitag so nutzbringend, aber auch so igtposant als möglich zu gestalten! Heraus, jüdische Handelsangeftellte und Arbeiter )dm Parteitag! Brünn. 1. Mai 1901. — Ich Hab" Euch in's Freie gerufen. Ihr Gehetzten und Elenden! Schaut der Sonne Pracht und gedenket ihrer im alten Dunkel! Alhmet Frühlingslust, und wenn Ihr in dumpfigen Löchern keuchet, denkt des balsamischen Hauches! Lauschet dem Singen des Frühlings, wenn irunk'ne Horden Euch umheulen, denket daran! Nicht in stumpfer Berzweislung! Begehrend, sehnend!Wilder Lebensdrang wird Eure Arme stählen, von der Tafel des Glücke« werdet Ihr Euer» Antheis, reiß;n! Robert Stricker. Indische Handelsemgestellte und Arbeiter! Der Verband jüdischer Handelrangestellten und Arbeiter Oesterreich« wird seinen diesjährigen Parteitag am 26. und 27. Mai in Prag abhalten. Zum driyenmale kommen w» zu ernster Berathung zusamjneu, und nicht gering ist die Arbeit, die zu bewältigen, ist. Dse Wogep des Hasses und der Verhetzung gehen/stets höher, die wirtschaftliche Sonderstellung und mit ihr der B<relendungsproeess schreiten mit Riesenschritten vonvärts. Sch>rren conditionsloser Handelsangestellter und Arbeiter, Opfer unserer trost׳ Da» Oeeculio-Comil« de« Verbände» der jnd. Aa«del»a«yrlleilte« und Arbeiter. Oesii1n1111g8g6no886n verkelire!! nur in Localen, wo die losen Gegenwart, sinken in, die Zahl der Hunger-1 JUdiscktfvolksstiinine“ anfliejrt! 1 ו

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