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Jüdische Volksstimme · 1901-02-15 · 2 (15.2.1901) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Volksstimme
Volume
II (1901-1902)
Issue
2 (15.2.1901)
Date
1901-02-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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R1, -י Jüdische Bolksstimme Seite 3 ratliuncf des Zioniftcnlagcs tbnnte\»ieUcirf)t das schön jcpt einer (5ommission das Referat über die halben ihr Wesen trieb• und ein Abr< 11-ancl die Programm dienen, - das die Wiener ^Zionisten Begrundimg derjenigen Institutionen zu übertragen, ilnlunft des Messias mit Jahreszahlen h>'f IXi1lhf((1n1,ni^inh(>ln11ül1'n h/1h«n Xi« thail• 1. :» _ ‘ . _ •״#לי _v___ . .. _ t_n..v ^.':1- ג anlässlich der CülluSgczueindewahlcn ausgestellt haben, und das seither auch von answarligcn Lrganisationen nbernouinicn ivurdc, Hinsichtlich der wirtschaftlichen Hebung der siidischc» Massen gehört zu dicsci!! Programme: l, Schulung für den wirtschaftlichen Lampt: ,1) Vorbereitung zur den gewählten Beruh nothwendig geworden durch die Absperrung der össentlichen Schulen für Juden, l>) Schäftung von Gewerkschaften, ll Fürsorge während der Arbeit Zen der Arbeitslosigkeit: a> »ranken-, Invalidität«- u, Versorgung, h, Arbeitsvermittlung und Versicherung gegen Arbeitslosigkeit, :!, Maßregeln zur wirtschaftlichen Eniancipation: nt Ermöglichung von Sclbstproduction,^ <Prodiictiv- Genopen schäften,) .bezeichnet^, die!Heils bereits mit Erfolg versucht wurden, auskommen konnte. Und wer weift, ob jene uicssi- .!Heils unter den gcgemvärtigcn Umständen begründete anische Bewegung, wenn 'fiz׳ mit. Thai, slgll liiit labhaliniichem Buchiiabenggschwäyc in Aetipn rganisanon, getreten wäre, und wenn dabei niebi Geist' uiid Berechnung, statt Phantasie Mid Tramm rei. fungiert hätten, »ichr^oirklich eNva4 zustande ge »rächt hätte , Manch, Zionisten berühit cs sehr mangcnehm, und sie zucken unbehaglich mit Len Al iscln.e wenn nran die messianischen BewcgungenVils »am heutige» . Zionismus ähnolnd bezeichnet, und Gegii erlniiwie-ber -°n ätmmi 3»!tiit^.ilarnouol). schlage» daraus Eaptlal Ibidcr de», Zionismus, , V. j Ties musste der gelehrte Tr. Gast er vor tagen gehabt Geschichte des Zionismus.! haben, als er seine .Falschen Messiase" schrieb, und er ~ .״«!*״; ״®״ו«»«״ ״ז, ist mit dieser Abhandlung, sowohl• dt» (sscgncru ,!»« tyibretfim q«״ t1«jK zuvotals auch den Freunden entgegen kommen, E« Hai in der jüdischen "- ' ־ mcffianijchc rejp. zionistische Aussicht ani Erfolg haben, .Auf die engeren Fragen der Agitation und.Pressc wollen wir in einem folgenden Artikel näher eingchcn, l Schluss,irtile l solgt,) Berussgenoiscoschaftmi uud 3101110111110 tlIIi) ffHlf PljOffll. .up zur Älter«- 7 ״״ץיי;——י.״י*•■ ui» uauj ucn ^p1€unücn imgriicHMjmuiiu, Heu Geschichte mehrere und hat ihnen in deutlicher Weise dies Acynlichkei.li Bewegungen gegeben, j des modcncn Zionismus mit den uibfiianischcn' deren Ziel hinauslief, ,׳sion wieder zu gewinnen l Braskfungen.' sowie auch den Gegensatz und daiclbst ein Heim shü diemlnterdrückten Indendaraus gefolgert, warum jene nur aus . ,ZU schäften. Schon im Xltl Jahrhundert, als eine!Wundcrlhalcn snßendcu Pläne scheib 1>) Erschließung von Absatzgebieten für diese,! stürmische Bersolaungsnacht über die Juden׳ in und warimi wir hyften können und Production. ^Deutschland hcrcinvrach. sehen wir eine kleine An-׳ unser Plan gclingzn werde. Wer' :׳» Schaffung von Crcdit-Genosscn zahl von Rabbinern unter Leitung de« .Rabbi geschichllichcn Molivcn de.», Zionism schastcn, Borschusscassen. Rohstoss- Meier von Rothenburg, dessen tragisches js,. oder wessen Herz •genug feiflc. m Genosjenschastcn und Eonjnmv,reinen, Ende ivohl bekannt ist, aus den Weg nach Palästina nur annähernde Äehnlichkeit irgend Was die izcistigc Hebung der jndischen sich machen, beseelt von der iiärkitcn Hoftnung, dais:Bewegung mit der >! a s s e n betriin, wird erstrebt: die Erlösung nicht mehr seine sei, ,Rachhcr scheu aeccptiere'n will, Möge gütj»! obenc!•Förderung des national-jüdischen Bewusst׳ 'wir glHubige Anhänger um Abulasia und Handlung in den Heiken -Ä .Zion ,ins. . ־~X Be 1 torcl sich scharen, von ihnen die Geulah erlejup- und er wirb' sich sicherlich , .11. Hebung der Volksbildung: > wartend. In, l.־>. Jahrhundert, da die Juden aus' beivhjs'l werden '!lt durch die Errjchlung jüdischer Schulen.;־ Spanien und Portugal vertrieben werden, wirken Tie Bewegung des S abb a icha l:) Lurch die Errichtung jüdischer Lesehalle» einige Pseudonicsiiasewie Lä»1 n, lein, Davids solche bedeutende Dime»si,t,,׳n an, d, gezeigt uud l rdbaliftischcn ׳ I en mussten, düricn, dass״ aus solchen' messianischen zionistischen 91 rchaus nicht wähnte Abld'.tbi nach üics Bef'ere» und Bibliotheken zur Fördsrung! der 'R cii bcn und Saloinon M o lch o, die einen großen vjele Juden sich idr anichloisen. kenderr ׳ allgemeinen und der jüdischen Bildung, . Enthusiasmus Hervorrufen »»d-Hoftnung aus dalragende, ntchijüdijche Perionlieltkeiien ■) durch die Einführung populärer Eurse, zuui digc Rettung cinslöften. Im Ib. Jahrhunderts übt für dieselbe zu interessieren^ Edärafierisiüch Tlu'ile in den Synagogen, zur Förderung einen gewaltigen ^Einslui's ein gewisser Jacob interessant iii'es, wie Q:denb»>g ' s . \ ... 1 - s;.".v״ J. />! .:X: J.. .. * (),»thnmih. ->#>,,.זוזזי« ”t. 1• a n I /,»itl X».< ל h.'it /1 דt." S,. i ..i : X.'l.'i..., ,, . _1. der »enntnir der jüdischen Geschicht (l> durch Pt'lege der hebräische» Sprache und - des hebräischen Unterrichtes: <>> durch VvlksbildungSvcrcinc; t, durch wissenschaftliche Vereinigungen: n» durch Lehresversanimlungcn. lll. Pflege der jüdischen Geselligkeit: durch Toyubechallen 1 E-Mräge, Leseabende, musikalische, dcclamatoriWX׳ Darbietungen:!•:' durch Gejangverernc, Müsikvereinc :c. Bezüglich der ' körperlichen Hebung der Inden nnisasst da« Programm: >, Die Begründung jüdischer Turnver ,'! n e, . II Sanitäre.und hygienische•Anstaltc»: Bcschassung gesunder Wohn räume: ' I»׳ Beschassiing gesunder Schulräume: ׳ •׳ Spitäler; dl Fcricnashle, »tindcrgärten, Frcitischvereine, Wärmest üben: c» llncntgcllliche ärztliche Beyandlung, Ratnrlich können alle einzelnen Institutionen incht zum täegensiandc der Bcrathung des Zionistenlages gemacht werden. Es würde sich aber cinpichlen, »abbala eines socxctat. über 'die». vü:! »den, und, ir. glaube:: es Sie werden hören und Leibowitz,. genannt Fra n k. ans! die Jndenheit aus. des >ueder!ächs,ichen »leises zur Zen E^omwei.s Die größte dieser Bewcgnngkn ist jedoch unstreitig zind unter >iarl II. Secrater her königl ״ ' ' die des Sabbathai Zeivi. Sie wird auch Inder 1״ seinem Brieswechsel mit./Svinoz Thai nicht mit Unrecht die große mcssianische Be- Bewegung an der.iclbew schreibt: . wcgung genannt, denn sie halte bereits mit slati-!. '.Ich ivendc »rich zur. Politik, stischc» Ziiscrl, gerechnet und. eine immense Anzahl' spri.tzt von dem *'K'nitbt. Sa־:•'׳ die' von begeisterten Anhängern aus den fernsten Erdmcyr als Vnix» Jaigen '!erslrent ivinkeln, namentlich .aus Amsterdam, Hamburg. Vaterland Venedig, Polen, so auch Arabien, Persien, Indien it. s. w, aiifzuiveisen. Sehr oft iit •dieses Ereignis als geschichtlicher Beweis hingeftellt worden, dass der zionislisch'e Gedanke nicht neu, sondern eine moderne Form eilier alten, im Innern des, Volke«: aus Eonstanrinopel berichtel wird, unansrvitbar nistenden Sehnsucht nach dem peram meisten interessiert in. Ich niöcb: lorcncn Heimatl.ande sei,'' Es wäre ein Vergehenden Juden in. Vlm,'lerdam dariibcr!!vider die Geschichte und eine Verkennung der welche Wirkung eine solche Vlachrichi Wahrheit, wollte jemand diesbestreite» »nd nicht die..,wenn sie wahr iü, zugcnchen, Z5s gab einen Prae;,v1n--unt«, sowie verändern dürste," ,Die Briete meb man von Praezionistcn spricht,! an Baruch Spinoza. : erausgegeden . Aber' cs war ein Zionismus, angemessen׳ der »irchmann, 1 ü. Brief : 1 da»>>^gen Lebensweise und .Lebeizsaikschauung der Dieser Brief dauert 1v»1 -..i Jndci^ ein Zionismus.. wie •er »7/ in der erüen ״nd fällt!mikwürdigellveiie geräd •Halste - des l7. Jährhündcrts, da'..die mysz^sche der Pseudomeniäs. mit seifte» zurüchkehren wos^i. •yiär nur wenige,•- (wer׳'viele wünielk-n es mir minheilen. was sie von der' ha.lteu',. Ichkann, svläiigc nicht . d Iran .gIa!A׳n,' als die Vlacliricht nicht voy glaubwür! igen. Männern man dabei e wissen, was kann: jil.nnd׳ aui Ne.macht, alse Verba ltftisie der'Well ׳erech Gel..:',!en von Eu .'-'.,׳» -Z e'w 1 nahm 's nicht nur. 1111(!׳ hetvor nüscha.׳n,׳ nch-, ׳'׳''^ uud׳. he: :lirsitzeiu 7. Jährhündcrts, da' ..die my'Z^sche. der Pseudomeniäs Luria ,und Eliainj Vital allent nantinovel sia» ein'chisste. nni da ' 11 . — rednlig mit dem Sultan Mulla:: eint׳':>•׳' ,״.׳ ׳:e Zeit, wo Brüden naa» Een '1 erne. Unter eü IV.'w >: dass sic - von sinnigen^ Worten timkleidet sind. An . ci-ncm. Beispiele wentgt'iens niöchie ich.es zeigen. Die Wasser der Sinlstitth hatte» sich verlausen, die Erde grünte wieder und bol dem Leben Schutz und Rührung — wie bevor die furchtbare HZ»>- fündigen Ärnschen verhängh ward. 'Lachrichien ivelcven drllch veitimn» nns'vrach. va׳s Nr Sultan ein.-׳ »laue an'i's äinpi d>.- Zew: .׳etzcil-iv.rde, P l d.׳,» däl r g sch,: ׳.״. unter denen des Altcrth'nnzkünn fick, gleich dem!üdischen, rühmeü, eine llrkimde zu besitzest, in ׳welcher seine Geschichte, einen Zeitraum von vielen ,"׳ahrhnndcrtcn umfassend, in zuiamnicnhängenber Weiie, in großen ivic in kleinen Zügen, ähnlich dargestellt würde? Wenn ein Historiker uns die Ge; iuchung über d. ,, , , .._ , . . »chichle eine« Volkes vorsühren •will, wie uiübsain Tsic Erde grünte wieder -s iwererinn war yc von1<׳bt>al,n,nn mv'Mch.n -(,c11,״w,n »1U>S er ׳nach den Quellen forschen, woraus er allem Lebendige» v(^ll. von Vögeln, Thtcren.Mcnichen, zaubern woilte, N1.D1« gelier:« >!, »unde hiesür schöpfen soll, wie verstreut ist doch das nun m ... Material, das er in ein einheitliches׳. Bild fügen Berge Ararat, wt die Arche anietzle, Peng neues ,Bewegung als vc.ti'lüe anuzeta׳•: soll! Für .die 'Geschichte des Jndeiitb/iltzs bietet Leben aus: Roal! und dip Leinen em,t,egen her'gro,w >-׳ew1ch!.egnng all'-a.» dü״Btbel einen so reichhaltigen S-tois d-sr'chass der Arche, und entließe'n dir Vögel, dws ne ne> wurligen Historiker des Jndenthums gleichsam nur z!»^tgreifen schweben und die -rhierc, dass sie-nach. Lun!ich •PalLN:na braucht, nur gl«,״k,ich zu veriverlen braucht, ' Qder ergehen,. Tic Erde grüme »>nd belebt," ״ch wteder. tjfr1nl10Tt .bi,in׳ gesagt, die Bibel selber ne hah die vollkomnh'nsle Ge. , , Tenn wen» man unter Geschichte die Wiedergäbc^s . . der wirklichen Begebenheiteil aber auch der geistigen > nie wieder eine •xintilnt ifhilleil weid,', Eigcnthnmlichkeiten der Menschen und Völker ver er ds» siebcnsa^benen Regenbögen in 07>1 nehen soll, jo wird cs «nicht bald ein Gcschichtswcrk aus, daniit die Menschen ihn jzheu »nd '1,11 nicht geben, dar man nut der Bibel vergleichen! könnte, ängstigen, das« sie abermals vertilgt würden Lchiller hat die Wibcl die älteste Urkunde des nun, so schließt der Bericht über die M,׳»sch,nqeschlcchtc« genannt, aber mehr noch als ihsach, Gott in seinem Herzens ׳ ׳״ ' ■ ’ ' . .■ ,Ich will hinfort nicht "mehr d^zirde iesnes Vregö:,׳:,:: wirke» und wo ... ___ .. . R a! h a n nach dem Wc.sieii .gelanairn. ,׳ich!,״׳, in welchen dr-'ft?.׳ bestimn» in. 'Bälde d' Saböatdai voiü dem Austrelen eines-'Mi'sias. dsr da - irleiung ab,», 7 Er inwst, fÜb-se::, picili uiu tu1;i Iber iü in ber A-orrn, die'i l^nd Gott bticktc aus dic und ,inr die Lebendigen. d.i'Ä cuu־ ^. am;n:!on 1u. Geschichte unseres Volles,hdie sic jetzt füllten, »nd c« gereute thn. dais soviel begebe» hatte und r. l r.en -ira beschichte die Wiedcrgäbc/Leben vertilgt worden, lind knüi Zeichen, d-vr er v,»licht, da׳r die׳.): ,!,« ׳,•׳:!,׳,uluiui״-. bängte Wollen ׳verbaitdcln werde. Wie den! auch fei. di.ier Brses :׳ igt zur »11 Aller liegt ihre Bedeutung in der Art, wie sie ihren Inhalt darstellt! Wir ,höben c« ' ja einmal lchoii betont und wiederholen e« hier nochmals: nicht vom Standpunkt de« Glauben« wollen wir über die Bibel sprechen, nicht al« ein göttliche«, iondern als ein rein menschliches Werk wollen wir cs anschen. Und da darf man jagen: Aus jeder Zeile der Bibel spricht der Geist innerer Wahrheit, spricht eine tiefe Kunde der Pienschensecle. @« bildet den größten Reiz der meisten biblischen Erzählungen, dass die damalig, B.wegni.g lein, und dais sich iür di,׳,׳:..,׳ auch Z, figroßen nn-.Tomerlen. Saiade iit nur, da׳« m.t die׳'em . d,e rege Eorreivondeuz zwischen l-^pino z ,1^l»d v,ft- Q Idenburg ani z'ehn vollj, J>1!1 e abböichl, u»S ' " ' יי י-״; •s bcdlmeni. bns die Amwort ,Und rintslut. ar . Da: : wich:, ׳<׳!״:: gl.znö inovel.'; 7 (!•:!!!!!:sch,, L V,: ׳,::IN Suüaii oar gewiss, d,׳,׳ V divä'iaaii׳'(:^- ani( esunden wurde, in Stück"!׳.(׳schichte denn wir würd n. sicherlich au« chen um der Menschen willen, denn d^ Trachten! besonders inüpen wir es b,׳d,ruern. , menschliche» H-'rzen« ist döse von Jugend jpecirU aus diesen Brief nichs a! f. lind ich will hinfort nicht mehr schlagen Alles, Mil diesem Briese "nt uns ein was da lebet, wie ich gcthan habe. Solange die verloren gegangen, denn wir wü Erde bestehet soll nicht aushören Same und Ernte,!dcmielben die Stellungnahme der damaligen Anincr-, Frost und. Hitze Sommer und Winter, Tag nnd damcr portugiefischen, Gemeinde dieser Bewegung- Rächt" — und — sei uns zu jagen erlaubt: Gute«! gegenüber ' vernommen.-und persönliche Äpsichr und Böse«, , <Schluss folgt) ,Spinoza « über diese gehör 'habe,,! War -, ׳ 'Spinoza über diese kabdaliftiiche!Zewcgung genchl

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