Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- Viertes Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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160 Du Tochter Babels, Der Tenne gleich, in der man drischt, Noch kurze Zeit, So naht ihr schon die Ernte. Verzehrt hat mich, erschüttert Nebuchadre7ar, Babels König, Zum leeren Qefässe machte er mich, Wie ein Drache hat er mich verschlungen, Hat seinen Leib gemästet Mit meinen Leckerbissen Und mich hinausgedrängt. Der Raub, die Gewalt Komm’ Ober Babel, Spricht die Bewohnerin Zions, Mein Blut Ueber Chaldäa’8 Bewohner, Spricht Jerusalem. / Babels Taumel und Tod. (Jer. 51, 36 ff.). Darum, so spricht der Herr, Ich fahre deinen Streit, Ich sichere dir die Rache, Ich trockne aus ihr Meer, Ich dOrre aus den Quell! Ein Steinhaufen wird Babel, Der Drachen Wohnung, Oede, grauenvoll, unbewohnbar. Da mögen zusammen die Leuen brUllen, Dass es wie von jungen Löwen töne! Heiss geb' ich ihnen ein Mahl, Berausche sie bis zum Taumel, Dann mögen sie schlafen den ewigen Schlaf Und nimmer erwachen, So spricht der Herr. Gemästete Schafe, Zur Schlachtbank fahr ich sie, Gleich Widdern und Böcken.