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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1913-01-01 · 3. Heft. (1913) · p. Seite 144

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
35 (1913)
Issue
3. Heft. (1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 144 (sequence 50)
Language
German
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144 ,ופירוש פתרונן כי קודם הפחרון החלום כפו דבר סתום והפתרון' .שובר ומגלה אותו 80 dass die Deutung gewissermassen die Halle um den Traum zerbricht. Dabei fällt mir unwillkürlich Gen. 42,1 ein: וירא יעקב כי יש שבר כמצרים ,Jakob Bah, dass Getreide in Egypten sei.* Die Agada, von Raschi auch gebracht, deutet ו?ר שכר? Hoffnung. Das Wort ר^, das Zeitwort גר^ kaufen herrscht allerdings in den betr. Abschnitten der Josephserzählung vor. Da ist es nicht unmOglich, dass die Schrift dies Wort deshalb benutzt, weil es auch Deutung eines Traumes bedeutet. Das ושןרו לט würde dann eine willkürliche Weissagung sein, wie es öfter heisBt .נתנבא ולא ידע מה נתנבא Dass es aber solche Stellen in der Tora gibt, zeigt uns Gen. 22,5 ונשתחוה ונשובה אליכם — Abraham kehrt dann wirklich mit Isaak vom Moriah zurück; Gen. 01, 32 עם אשר תמצא את אלהיך לא יהיה — Rahel stirbt wirklich vor ihrer Zeit; Exod. 2, 9 sagt die Tochter Pharao's zu Jochebed היליכי ,hier ist das Deine“, indem sie ganz etwas Anderes zu sagen glaubt. Diese Stellen sind von den agadischen Deutern ganz besonders beachtet worden, besonders auch nach dem Vorgänge des Midrasch durch Raschi. Der Verstandsmensch Ibn Esra hat sich dagegen ablehnend verhalten, da er, der Mann des wissenschaftlichen Bewusstseins, für diese Züge gar nicht die Mitempfindung gehabt hat. Der Entdecker dieser biblischen Eigentümlichkeiten ist LazaruB Geiger, der sie in grosser Fülle über ganze Abschnitte der Tora ergossen sieht. Die Geschichten Noa’s, Laban’s u. m. A. sind voll von solchen Andeutungen, für die man nur ein Auge zu haben braucht, tun eine Masse, alter Midraschdeutungen nicht mehr unbegreiflich zu finden. Druck von H. Itxkowski, Berha.

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