Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 35 (1913)
- Issue
- 3. Heft. (1913)
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 121 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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131 In dreifacher Gestalt Innert also die Verlockung an Frommen, ihn zu verstricken. Der Gottlose drängt ihm den einen Rat auf, danach zu wandele und zu handeln. Die Strass) der zu gehen, und die Gesellschaft der s< hwer Sander ist breit und bequem Spötter ist oft so angenehm, dass es selbst dem Frommen werden kann, sich zur rechte! Zeit ihr zu entziehen: Um so grösser ist aber der dreifachen Versuchung zu sinnung ihr gegenQber behauptet. Das gelingt ihm aber wenn er von der gleissenden auf ihren Keim achtet, wenn der Spötter und wenn er fui'chtlos im Bewusstsein des seiner sittlichen Persönlichkeit der Sünde und Verführung Schleier von ihrem Antlitz reiset. Wie sympathisch mutet das Glfick der Frommen, wei widerstehen vermag und sein! Aussenseite der Sande absiehi er sich nicht scheut vor dem w >0n er Ge nur, und Spott ertes den dagegen das Tun des Fromme 1 an! ״Er hat an den Geboten Gottus sein Wohlgefallen und sinnt Ober sein Gesetz Tag und Nacht nach.“ Wir sehen ihn, wie er bei dem trüben Schein des Leuc iters, aber die Gesetzesrolle gebeugt, sitzt. Sein öesicht ist ernst von Gottes Wort ergriffen. Wenn aer Böse seinen Verstand gebraucht um Böses zu ersinnen, so nutzt er diese herrliche Gottesgab( > zum Studium des Gesetzes, des Willens Gottes. Und dann sehen wir seine Augen aufleuchten, wenn ihm Einsicht und Erkei ntnis gekommen. Heisa brennt die Sonne im Orient! Senkrecht fallet Strahlen hernieder, und Mensch und Tier flüchtet sich Schatten des Hauses. Aber die Pflanzenwelt? — Baum Strauch und Gr&ser lechzen nach dem erfrischenden Nass, der Himmel bleibt trocken, Wochen und Monde lang. Da die Blume ihr Köpfchen. Das Gras verdorrt. Matt h&ngt Laub an den B&umen. Der Boden ist trocken und stei: Schon längst haben die Gr&ser den letzten Tropfen aufgeio! Alles grau in grau! Es ist, 1.18 ob die Erde ihres fahles hemd angezogen. Da, welch ein Wunder: In dem Tode doch — Leben! Dort steht ein Baum am Rande des Bachs, der l&ngst kein Wasser mehr fahrt. Und doch, welche Fülle von grünenden Blättern und reifenden Früchten im Lande des Todes! Wo alles erstorbea, da spreizt dieser Baum trotzig, im Gefühle seiner Kraft seine Aeste die den und Aber hebt das 4bart. gen. ten-