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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 3. Heft. (1912) · p. Seite 143

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
3. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 143 (sequence 47)
Language
German
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— 143 — Hoffmann, Rabbiner Dr. Berlin. Itzkowski. Ge Be di! Vf. dieser Sombarteu dischen und allgemeinen hang jene mit 80 vielem in ^er ״jQdischen Presse“ Wochenschrift die Sache n gnügen hier in straffer Bu<^ Judentums folgen, um örterungen zu gemessen, bringen kann. £8 ist mit Beifall zu der Form der Artikelreihe annehmen, zumal wenn wie wir es vom Itzkowski’ Die Literaturvereine sonders auf diese Schrift daB bi SL: Judentum und Kapitalismus. tgegnung, ein tiefer Kenner der jüschichte, bringt hier im Zusammenifall begrüsste Artikelreihe, die 8. Z. erschienen ist. Auch wer aus dieser och im Gedächtnis hat, wird mit Verhform dem gewandten Verteidiger des strengen Zusammenhang der Er- Welche die Zeitung uns nur zersplittert hegrüssen, dass solche Arbeiten aus herausgehoben werden und Buchform in so schöner Ausstattung geschieht, ^chen Verlag gewöhnt sind. deren Zeit nun beginnt, seien kenge wiesen. Vorländer: Kant’s Leben. XI und 223 S. Leipzig, Meiner. 3, geh. 3, 60 Mk. Gwinner: Schopenhauer’s Leben. XV. 439 S. 8, geh. 9. Mk. Diese zwei Lebensbeschreibungen erregen unsere Teilnahme schon um der Bedeutung der darin dargestellten Denkergestalten willen, die in enger Beziehuag zu einander stehen; aber sie wecken noch unsere besondere Aufmerksamkeit wegen des Verhältnisses, in dem Kant und Schopenhauer zu Juden und Judentum stehen. An 19 Stellen wird Mendelsohn erwähnt, auch Salomon Maimon wird behandelt. S. 28 uid 90 etc. steht Kant im Briefwechsel mit Marcus Herz; S. 116 engere Beziehungen Herz’ zu Kant. Von jüdischen Studenten hören wir S. 126—127; im ganzen ist Kant’s Stellung zu Juden und zu den Plänen ihrer Förderung freundlich, so w^nig Verständnis er der Religion des Judentums entgegenzubringen im Stande war. Ein ganz anderes B ld zeigt uns Schopenhauers Leben; Juden waren oft seine Gefolgschaft, aber seine Schriften zeigen keine freundliche Gesinnung gegen sie. Dabei wird er sie zumeist nur aus der Ferne gesehen und nach Aeusserlichkeiten beurteilt haben. Einmal pasniert ihm etwas nicht Angenehmes. Dr. Ascher, einer seiner eifrigsten jüdischen Freunde, macht ihn darauf aufmerksam, dass 5r in dem Juden Salomo ben Gabirol einen Vorgänger bez. seiner Lehre vom Willen habe. Das gefällt Schopenhauer sehr wenig, und er mäkelt in der Antwort an dem Maasse herum, in welchem bei Gabirol das der Fall sein könne. Dabei war in seinem Aller Dr. Martin Emden, ein jüdischer Advokat, der Einzige, den ohne stets Gegensätze es mit ihm aushielt

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