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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1912-01-01 · 2. Heft. (1912) · p. Seite 96

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
34 (1912)
Issue
2. Heft. (1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 96 (sequence 50)
Language
German
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96 b - Fromer, Ealomon Mainions Lebensgeschichte (Aas: Sammlung menschlicher Dokumente, herausgep. von J. E. Poritzky, 2. Bd). 518 S. 5 Uk. Mönchen, Georg Maller. Fromer — Salomon Maimon — diese Namen haben einen Zasammenhang. Die verschiedenen, das Jadentam, seine Zukunft, sein Schrifttum behandelnden Schriften, welche wir ron Fromer bisher gesehen haben, gingen alle denselben Weg! Sie führten ins alte Ghetto zurück, and sie lehrten ans die Gestalten schätzen, welohe aas so vorzeitlich bestimmter Umgebung den Weg zar neuzeitlichen Bildung gefunden haben« So fuhrt ans aach vorliegende Schrift in ihrer Einleitang aaf den gleichen Boden zurück. Der ״selbstgemachte Gelehrte* caasa sui in wissenschaftlicher Beziehung, erlangt die Anerkennung and Bekanntschaft Kants, Göthe’s and Schiller’* Teilnahme an seinem Schicksale. Berlins rein geistige Laft hielt ihn ▼om Ergreifen eines Berufs ab. Er bleibt trotz aller Wandlungen der Geistesart talmadischen ״Lernens* treu, ist darum, wie Fromer annimmt, ein nicht geschickter wissenschaftlicher Schrift• steiler, dagegen anziehend als Plauderer. Das sittliche Bild Maimons gestaltet sich beim Lesen seiner Selbstbiographie doch wesentlich anders, als man sonst gewöhnt ist, den Barbaroearopäer za beurteilen. Ausser Bemerkungen aber seine Lebensgeechicnte bringt Fromer einen Umriss der Kant'schen Hauptgedanken and des Verhältnisses, in welchem Maimon za ihnen gestanden. Der Abdruck der Maimon’schen Selbstbiographie ist hoffentlich genau. Ob Fromer recht daran getan hat, die Maimon'schen Dar- Stellung der jüdischen Religion, der Kabbala, des Maimani mit dem echt agadisch-maimon*8chea Abschluss ״der lustige Ball* in den Anhang zu schreiben. Das legt die Vermatang nahe, dass aach weiters Eingriffe in den Inhalt ▼ersacht worden sind. Aasserdem ist es fraglich, ob viele Leser diese wichtigen Teile am Schlösse noch durchgehen werden. Im allgemeinen hat sich Fromer mit dieser Veröffentlichung anserm Dank verdient, ln diesem Salomon Maimon'schen Bache Shen ganze Welten and Weltanschaaangen an unsern Augen vorüber. 1 aach die Ausstattung des Baches ein vornehme ist, so dürfte seine Anschaffang jedem Freund jüdischer Geschichte and jedem Freunde Maimons oder Kants, ja, endlich Jedem empfohlen werden, der ach gern über Menschen and ihre K&mpfe unterrichtet. Pf.. in •.. Sie haben Recht. Der Satz R. Akiba’s עשה שבחן חול ואל תמרן* לסתות hat nicht den Sinn, dass man Sabbatgesetze audeer Acht lassen 8011, um sich zu ernähren; man soll schlimmsten Falls vielmehr seine Ausgaben fllr die Mahlzeiten des Sabbats und Aehnliches vermindern, um keiner Wohltaten von Seiten der Menschen zu bedürfen. «י Stm* tm Z Itakavakl, ■arita, Aa|11l4lr. •9

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