Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 3. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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Zu brachten! Israel Issachar Kahsin, Privatgelehrter in München, ist als Lektor für späthebräische, jüdisch-aramäische und talmudische Wissenschaft an die Universität Leipzig berufen worden. Das sächsische Kultusministerium ist durch die Errichtung dieses Lektorats einem tiefgefühlten Bedürfnis nachgekommen. Wie der heutige Eingangsartikel beweist, haben wir darauf nicht gerechnet. Herr Profess>r Bahr hat in unserem Blatte bezüglich der zu gründenden Universität Frankfurta. M. mit Entschiedenbeit für diese Sache gekämpft. Es wird ijjm Jeder zugeben, dass er den Geist und das Wehen der Zeit besser verstanden und empfunden hat, als diejenigen, welche ihn bekämpft haben. Mit Entschiedenheit habet, wir von jeher die Notwendigkeit des grosszügigen Talmud- und Bibelstudiums betont, das sich mit dem Ganzen und erst unter dessen Voraussetzung mit den Einzelheiten dieser Gebiete abgibt. Wie v ir vor Delitzsch dies hervorgehoben haben — erst durch ״Babel ur d Bibel“ hat man etwas mehr dafür getan —, so haben wir, ehe lie Entscheidung in Leipzig gefallen ist, für dieselbe gekämpft. Wir sind uns dessen bewusst, mit unseren _ geringen Mitteln für die Kräftigung des rein wissenschaftlichen Triebes im Judentum stets en schieden gewirkt zu haben. Wir fordern Jeden zur Unterstützung unsererer Bestrebungen auf, ohne welche die Gesamtheit nicht bestehen kann. Darum müssen auch wir in den Ruf einstimmen, den bei der Januars wende alle Mitstrebenden ausstossen (jeder für sein Blatt): Lasst Euch die Zukunft der heiligen Sache 4 Mk. jährlich kosten und bestellt uiser ״Jüdisches Literaturblatt“. Die Vermehrung des Leserkreises wird eine Vergrösserung des Umfangs herbeiführen. Die Redaktion Rabbiner Dr. Ludwig A. Rosenthal, Berlin N. 4, Chaa88ee8trasse 108.