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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 2. Heft. (1911) · p. Seite 64

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
2. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 64 (sequence 16)
Language
German
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64 Bamteeelenzahl 911). Zur Wahl erschienen 129 W&hler. Nach der Verfügung des Landrats vom 27. 12. 1833 sollten 19 Repräsentanten und 12 Stellvertreter gewählt werden. Bürgermeister Polzin leitete deu Wahlakt ein, indem er in einer kurzen Rede auf die Wichtigkeit der Wahl für die Gemeinde hinwies. Rabbiner Blaschke schilderte in einer hebräischen Rede die Huld des Königs, ermahnte die Gemeinde zur Treue gegen den König und forderte sie auf, seiner im Gebete zu gedenken. Lehrer Löwenberg singt hierauf mit der Schuljugend ״Heil Dir im Siegerkranz“, und ermahnte dann die Jugend, dem Willen der Behörde gemäss ein nützliches Gewerbe zu ergreifen. Zum Schluss hielt Kantor Jacob Sandstein einen ״gehaltvollen Vortrag“, in dem er aufforderte zur Dankbarkeit gegen König und Vaterland und zur Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten, wies dann auf die Bedeutung der Wahlen hin und schloss mit einem Gebet für König und Vaterland. Ans Dankbarkeit wurde vor der Abgabe der Stimmzettel eine Kollekte für die städtischen Armen veranstaltet. Die erste Repräsentantensitzung fand am 16. Dezember 1834 statt. *°) * (Fortsetzung folgt). Die 0pferbeiBtand8m&nner. Von Dr. A. Neuwirth-Berlin. Eins der Mittel, durch welche die Absicht des Opfers vertieft werden sollte, möge nach* 1 den rabbinischen Ueberlieferungen hier betrachtet werden. Wir meinen das Gesetz vom Opferbeistand von den Maamadoth. Dasselbe beruht auf der Anschauung, dass ein jeder, der ein Opfer vor Gott darbrachte, während der ganzen Zeit der Opferung zugegen sein musste. Im Talmud wird von dieser Einrichtung als von etwas Selbstverständlichem und allgemein bekanntem gesprochen. 1). M) M. A. 60 Nr. 3. 1)Was speziell die Bedeutung, Ziel und Zweck der Opfer betrifft, so gewährt uns die Thora an verschiedenen Stellen klaren Aufschluss darüber. Als Gott mit Abraham einen Bund schliessen wollte, da befahl er ihm, gewisse Tiere zu nehmen. ,Da zerstückte sie (Ahr.) in der Uitte und gab die zersttickte Hälfte eines jeden seiner entsprechenden Hälfte gegenüber“ (Gen. 16,10). Hiernach ging ein rauchender Ofen und eine Feaerfackel durch diese Stücke durch (ibid.). Das genaue Zerstücken bezweckte wohl, damit Gott einen Teü und auch der

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