Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 2. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 58 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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58 Auch die Ausübung eines Berufs war ohne vorherige Kon- Zession, die für teures Geld erkauft werden musste, nicht denkbar. Am 17. 3. 1778 und am 21. 5. 1799 wenden sich 58 christliche Bürger an den König, dass dem jüdischen Bäcker Gabriel Kallmann gestattet werde, an Christen Brot zu verkaufen. Es sind nur 4 christliche Bäcker in Schönlanke, mittellose Leute, die ihren Weizenbedarf nur am Markte kaufen können und deshalb nicht imstande sind, die Bürger genügend mit Brot zu versehen. Ausserdem können diese Bäcker nicht auf Kredit verkaufen, wodurch die Bürger, die erst dann in den Besitz von Geld kommen, wenn sie ihre Waren verkauft haben, in Not geraten. Am 7. Juni 1801 reicht Kallman in gleichem Betreff ein Gesuch ein unter Bezugnähme .auf das Gesuch der Tuchmacher“, und erst, nachdem die westpreussische Kammerdeputation Bromberg sich am 5. 10. 1801 für die Genehmigung ausgesprochen, erhält er sie am 19. 11. 1801.״) Am 12. April 1808 erhält Moses Selig Konzession als Seifensieder gegen eine Gebühr von 2 TL13) Am 15. Oktober 1804 erhalten Esge Samuel und Hirsch Joseph die Konzession zur Betreibung des Weinbandeis in bisheriger Weise, sie haben aber ausser der bisherigen Abgabe von 26 TI. weitere 6 TI. jährlich zu zahlen.u) Am 2. 1. 1803 bittet Samuel Joel, Sohn des Rabbiners Joel Meyer (Asch) um Konzession zum .Brandwein destillieren.“ Er war sechs Jahre als Judenschulmqister in Polzin, hat sich gut geführt, will jährlich 5 TL an die Stadtkasse abführen, Spiritus nur vom Schönlanker Dominium beziehen. Da kein andrer — vor allem kein Christ — Destillation betreibt, erhält er am 3. 3. 1803 Konzession ,Jedoch mit dem Vorbehalte des Widerrufes, wenn es die j Umstände, besonders die Ansetzung von christL Destillateurs, erfordern sollten.“״) Am 22. Juni stellt Aron Elias den Antrag um £on- Zession zum Handeln mit ordinären Tabaksblättem zum Verkauf an die Tabakfabrikanten und um die Erlaubnis, die kleinen und geringen Vorräte von Tabaksblättern, die er nicht abzusetzen imstände sei, selbst zu spinnen und als Landrolltabak zu verkaufen. Er erhält sie am 14.11.1806 unter folgenden Bedingungen: 1. dass u) B. A. foL •ec. IV J. S. N. i. 1«) P. A. 0. Bl B. A. •ec. J. S. 8 foL 16. ErbUt am 17. Aug. 1808 TrauKhein sar Verheiratung mit GOttel, Tochter des Benjamin Tobia• Sohneid•- mBhl, Gebühr 16 TL cum Baufond•. ״) B. A. (tc. IV J. 8. foL 7. 11) P. A. 0. 71 u. B. A. mc. IV J. S. Nro. 10 foL 17.