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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 1. Heft. (1911) · p. Seite 32

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
1. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 32 (sequence 32)
Language
German
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32 ersten und im Schlu8B&bschnitt (H 4, 4 a, 5, 5 a). Auf Kidduschin batte aber תלסוד תורה (Peah 1,1a und ß) hingewiesen. Kidd. 1,7 werden die Pflichten der väterlichen Erziehung und der Kindesliebe angedeutet und in T Kidd. 1,11 ausgeftihrt. ״Welches ist die Pflicht des Sohnes gegen den Vater? Er sorge für Speise und Trank, für Gewand und Decken (und reicht Alles selbst dem Vater und kleidet ihn an), er führe ihn herein und wieder hinaus, er wasche ihm Antlitz, Hände und FUsse, sowohl der Mann als auch die Frau; nur dass der Mann es selbständig ausführen kann, die Frau nicht, da sie dem Manne gehört. Welches sind die Pflichten des Vaters gegen den Sohn? Er vollziehe an ihm die Beschneidüng, löse (den Erstgeborenen) aus, lehre ihn Thora und lehre ihn ein Handwerk und verheirate ihn, und Einige sagen Er lehre ihn im Strome schwimmen. R. Juda sagt: Wer seinen Sohn kein Handwerk lehrt, lehrt ihn Räuberei.* Nun vergleicht R. Gamaliel den Handwerker mit dem Weinberg und der weinumrankten Laube, die von Zäunen geschützt sind. R. Jose in R. Gamaliels Namen mit einer verheirateten Frau, die durch das Eheverhältnis vor Zudringlichkeit geschützt ist. R. Eleasar ben Zadok fuhrt das Gleichnis Gamaliels vom Weinberge genauer aus. Das Gegenteil dieser Bilder, der Mensch ohne Handwerk, kommt auch stets in diesem Satz vor. b) Und zum zweiten Male finden sich diese Gedanken im Schlussabschnitt von Kidduschin vor: Kidd. 4, 14: R. Meir sagt: Lehre Jeder seinen Sohn ein leichtes und reinliches Handwerk! Und er bete zu dem, von dem Reichtümer und Güter kommen! Es gibt keinen Beruf, mit dem nicht auch Armut verbunden ist wie Reichtum. Beides kommt nicht vom Beruf, sondern vom sittliehen1 Verdienst des Menschen her. R. Simon ben Eleasar (oft in M’8 Namen redend) sagt: Siehst du je Gewild oder Vögel, die einen Beruf haben? Und sie ernähren sich ohne Schwierigkeit. Und sie sind nur zu meinem Dienste geschaffen . . . Und ich, der ich zum Dienste meines Schöpfers geschaffen bin, sollte mich nicht ohne Schwierigkeit ernähren? Aber ich habe meine Taten zur Entartung und mich deshalb um meinen Vorteil gebracht. Abba Gorion aus Saida sagt: Niemand lasse seinen Sohn Esel- oder Kameltreiber, Bartscherer oder Schiffer, Hirt oder Krämer werden, denn ihr Beruf ist Raub. R. Juda sagt in seinem Namen: Die Eseltreiber sind meistens Bösewichter, die Kameltreiber meistens redlich, die Schiffer meistens fromm, der beste Arzt gehört

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