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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 1. Heft. (1911) · p. Seite 28

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
1. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 28 (sequence 28)
Language
German
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28 b) Nun K i n i n ist, so gut wie Bikurim, Chagigah, Kidi duschin der Endtraktat einer Mischaordnung, und r zwar gerade derKodoschim, um die wir uns soeben bemüht haben und deren Kreis sich hier rundet. Und Niddah? Gehört begreiflich zu Kinin als mit dem Absonderungszeiten der Frauen sich befassend, und in den Talmudausgaben steht es als einziger Geamaratraktat am Anfänge. Die Gemara folgt aber einem noch aus der Mischnazeit herrührenden Lehrplane. So geht sie von Berakoth auf Sabbath (im Babli) Uber, ohne die eigentlichen Seraimtraktate zu berücksichtigen. Nach altem Lehrplane gehörte, wie wir früher angedeutet1). Berakhot zu Moöd, und mit Peah begann Seraim. Ist es nun so unmöglich, dass in einem der tannaitischen Lehrpläne Niddah zuerst bebandelt wurde und zwar im Anschluss an das verwandte Kinin, das mit ähnlichen Zuständen zu tun hat? Es spricht nicht gegen eine solche Vorzugsstellung von Niddah, dass Ed. 1,1, an wichtiger Stelle eines wichtigen Traktats, die Anfangshal&kha von Niddah stehen hat. c) Wir stellen dies als Vermutung bis zum besseren Beweise hin. Dagegen wird man Tekufoth und Gematrijaoth nicht als auf die Sedarimreihe bezüglich betrachten2). Der Satz Eleasar Chisma’s kann einfach folgende Bedeutung haben: Kinin, zunächst das דם מוהר, und Nidda, das ,דם נדד betreffend, gehören der heiligen Wissenschaft an. Dagegen die Tekufoth, die Sternkunde betreffend, und die räumliche Grössenlehre, der weltlichen Wissenschaft angehörig, können nur Nebenkost und Würze der Weisheit sein, dürfen aber nicht die Hauptsache ausmachen. Bei dieser Auffassung, die sich durch unsere weiteren Darlegungen noch klarer dartun wird, ist, selbst wenn man unsere Ansicht Uber Niddah nicht teilt, Kinin der Hauptgegenstand und Ausgangspunkt des Satzes. Und Kinin ist doch einmal das Ende von Kodoschim. § 6. So haben wir in den hier angeführten mischnischen Sätzen, gestützt durch die Baraithoth, absichtsvolle Hinweise auf Anfänge und Endpunkte der 6 Mischnasedarim, mit dem Bestreben, jedes der Gebiete durch Angabe einer Eigenart zu kennzeichnen und dadurch anregend und anfeuemd auf die Behandlung der Gegenstände *) 2 § •יa ף Sie fehlen bei Jochaaan ben Nun Abot d. R. N. 27.

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