Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 33 (1911)
- Issue
- 1. Heft. (1911)
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 26 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 d) Aber Möilot? Sollen und können wir in diesem fernabliegenden, der Eodoschimordnung angehörigen Traktat eine Beziehung zu Moed oder Naschim vermuten? Man muss aber nicht Alles erklären und darf sich mit der Erklärung der meisten Bestandteile dieser Mischna begnügen. Wer sagt uns überdies, ob nicht noch viele andere Gebiete hier genannt worden sind, 80 dass auch Kodoschim berührt werden können? Gibt es nicht noch andere Sätze des tannaitischen Schrifttums, die sich in ähnlicher Weise mit Mischnagebieten befassen? ״Wer klug zu werden wünscht“, so heisst es z. B. am Ende von Bababathra, also zum Abschlüsse des grossen Nesikintraktats, ״der befasse sich mit den דיני ממוגות, denn es gibt kein grösseres Gebiet (מקצוע, wie T Chag 1,9 מקצועות), als dies; es gleicht einem fliessenden Quell.“ (H 11) Kann es eine bessere Empfehlung der drei vorausgehenden Nesikintraktate geben? Und doch ist der an die obigen Mischnas so anklingende Satz auch wieder eine Ueberleitung zu Sanbedrin, das ja mit den Worten דיני ממונות beginnt. e) Und T Sabbath 2, 10 lautet der Schlusssatz eines Abschnittes (H 13): ״R. Nathan sagt Um der Sünde an den Gelübden willen (Nedarim) sterben die Frauen. R. Simon ben Gamaliel sagt: Die Satzungen des Geheiligten (Hekdesch), der Therumoth und Maasseroth sind Hauptteile der Thora und sind den Unwissenden in die Hände gogeben.“ Wieder נופי הלכות, wieder die Nedarim berührt, wie T Ende Erubin und Chagigah, als sollte mit diesem Satze auf jenen hingewiesen werden!1) f) Auch noch andere Gebiete sind mit denen oben in Mischna und T angeführten genannt. S. Chag. 11a in der Gemara der ״Tanna.“: Negaim und Ahiloth haben wenig Schriftworte und viele Halachoth, um dann für Negaim diesen merkwürdigen Satz umzukehren, g) Diese einander verwandten Sätze zeigen uns alle die gleichen, sonst seltenen Bezeichnungen, bringen alle gewisse Mischnagebiete namentlich bei,vund zwar stets miteinander zusammenhängende. Wenn schon Therumah und Maasseroth oft genannte Gebiete sind, so folgen sie doch in der Mischna aufeinander. Kodesch, das SbG oben dabei nennt, ist gerade mit Chagiga eng verbunden2) ') Das« dies der Fall ist und auch mit diesem Satz auf unsere Quelle hingewiesen wird beweist § 77. ף S. § 77b.