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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1911-01-01 · 1. Heft. (1911) · p. Seite 22

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
33 (1911)
Issue
1. Heft. (1911)
Date
1911-01-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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1 a) Diese drei Stellen schienen mir von jeher einander verwandt zu sein. Von den Dingen שאין להם שיעור bildet Peah den ersten Gegenstand des Traktats Peah, der eigentlich טועות עניים heissen müsste; aber wie ביצה nach der Anfangshalacha der Name des Traktats Jomtob ist, so gilt Peah hier, da es doch die auf dem Felde den Armen zu belassende Ecke Getreide ausmacht, als Ge- ׳ genstand des ganzen Traktats. 'Hit Peah fängt aber, wie wir anderswo gezeigt haben, die eigentliche Seraimordnung an, da Berakhoth nach Moed hingehört und erst später an den Anfang der Mischna gekommen ist. (S. ״Ueb. d. Z88. d. M.“ S. 82 d. ״Die Mischna‘, I 1. Hälfte S. 3—6, 20—21). Peah ist der erste, Bikurim der letzte Traktat der Seraimordnung. b) Und ראיון? Dieser Gegenstand entspricht dem Anfänge von Chagigah הכל חייכין כראייה, wonach die Tosseftha den ganzen Traktat ראייה benennt. Dies ist der Endpunkt von M 0 8 d. c) Und נטילות חסדים? Dieser Begriff ist unserer Stelle und unserem Traktat Peah eigentümlich; ist doch Wohltätigkeit gegen Arme dessen Grundbegriff. Aber auch dieses Gebiet weist uns auf den Endpunkt einer Mischnaordnung hin, und zwar der nächsten nach Seralm, der Moödordnung. ״Zedakah und Gemiluth Chassadim sind gleich der Gesamtheit der sonstigen Thorasatzungen, nur dass Zedakah gegen Lebende allein, Gemiluth Chassadim an Lebenden und Toten geübt wird.‘ (T Peah 4, 19). Welches ist nun der Ort in der Mischna, der von den Pflichten gegen Tote, den eigentlichen Gemiluth Chassadim, handelt? Das ist der Schlussabschnitt von Moöd Katan ואלו טנלחין, der wesentlich von den Trauergebräuchen spricht: MK 3,5—6 Beerdigung, Trauerwoche und Trauermonat, hauptsächlich in bezug auf die Feste; 7 Zerreissen des Gewandes, Trauermahl, Tischgebet mit Trauerberakhoth, Trauerreihe der Tröstenden, 8, 9 öffentliche Trauerrede und Totenklage. Dann folgt ein agadisches Wort, das den Schluss der Ordnung kennzeichnen soll. Also נ״ח weist auf Moed Katan Ende. Ist denn aber nicht Chagigah der Schlusstraktat von Moed? Gewiss; es gibt von jeder Ordnung, wie wie noch Behen werden, mehrere Schlüsse. So war es beim Einen Moed Katan, beim Anderen Chagigah, bis letzterer Traktat der Schluss blieb. In den Gemarabüchern des Babli und Jeruschalmi bildet noch jetzt

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