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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1909-01-01 · No. 11 u. 12. (1909/10) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
32 (1909-1910)
Issue
No. 11 u. 12. (1909/10)
Date
1909-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Ho. וו u. 10 1909—2ו. 3ur$eteu$tung all» Judentum unö Süden betreffenden (iteracifd>en Srfc^einungen auf dem ®ebiete der ‘P^Uofop^ie, 6tl)nograpl)it>(£t)eo(ogie><2>ritntaIia,®regeft, :: Homiletit, liturgft und pä6agogit. :: 3at)rg. XXXII. Jüdisches Citeraiur-Blatt 25 (gründet oon Stabbiner Dr. HI. Qtapmec. ‘Serantieortlic^er ,Sedatteur: Tiabb. Dr. Z. Ti. Ttofentfyat in ׳Berlin, Boyenftrajje 41. ׳Süd)« der eintägigen Literatur, deren OSefpreiitung in diefem ׳Statte gemünföt mied, foteie ■Briefe und JTtanuftripte find :: an die 2t e d a 11 i 0 n einjufenden. tT it Unterftütjung der 3unjftiftung. *Kammer’» ,,OüMfdje* £it»atur«Blajt' Snferate werden mit 30 4>fg. Stbdruef einzelner ,Ztrtitel nur fnit erf<f)eint monatlich und toftet, 00m Herausgeber bezogen, jäljrlidj 4 OTf. dreigefpaltene 3ei(e berechnet und find an den SUdatteur ju fenden. der Angabe: ״?tu• ,Kammer׳* Süd. £iteratur«“Slatt“ geftattet. Wir bitten, soweit es noch einzusenden. licht geschehen ist, uns die Beiträge für den Jahrgang 1909 10 Die Redaktion. Rabbiner Dr. L. Rosenthal. Inhalt von Nr. 11 u. 12: Zur Beachtung! — kunft der Menschhei forschung. — Belpi tums. — Wölbe, Li Biblifche und talmudilche Einleitungen. — Was hat das Judentum in Zu- .״t noch zu sagen? — Lieber die etwaigen Gefahren talmudischer Quellenr^chungen: Nietzsche und Weichelt. — Promus, die Entitehung des Chriiten- 'wig Augult Frankl, der Dichter und Menfchenfreund. — Anzeigen. .Ui 1' Zur Beachtung! Das ״Rahmersche Literaturi»latt“ hatte sich unter seinem Begründer eine hochgeachtete wissenschaftliche Stellung erworben, und auf nanche der darin erschienenenen Arbeiten wird zu jeder Zeit gern zurückgegriffen werden. Im Jahre 1903 legte der damalige Verleger Arthur Scholem unter Zustimmung des schwer erkrankten Dr. Rahmer d is Blatt zunächst vorübergehend in meine Hände. Es erschien damals als Beiblatt zu der Klausn :r’schen Wochenschrift. (Beiläufig gesagt, der Verbindung mit M. A. Klausner verdankte ich, wie so vieles Andere, diese Berufung zur Redaktion). Nach Rahmer’s Tode zeichnete ich als Redakteur. S >äter habe ich das Blatt, losgelöst von jeder anderen Zeitung, als Eigentum übernommen Wie sollte ein Blatt von so engem Umfange Beachtung finden, wie seinen hohen Zielen weiter gerecht werden? Unter Verzicht auf das Unmögliche habe ich darum meinem Blatte die Ziele vorzugsweise gesteckt, für welche ich, seitdem ich schriftstell irisch arbeite, eifrig bemüht bin. Seit den 80er Jahren habe ich auf Versammlungen, Festlichkeiten, in;Werken und Zeitungsartikeln die Notwendigkeit wissenschaftlicher Vereinigungen und der wissenschaftlichen Erörterung in ihnen betont Ehe Delitzsch mit seiner ״Babel und Bibel“-10sung (es war erst 1902) j. a. auch die jüdischen Kreise aus ihrer Gleichgültigkeit riss, bin ich vielfach als Schwärmer zurückgewiesen worden. Aber auch nach der Entstehung der grossen wissenschaftlichen Gesellschaften war es notwendig, auf den unerlässlichen Mittelpunkt des jüdischwissenschaftlichen Arbeitens hinzuweisen: A u i Bibel und Talmud und auf eine Wissenschaftliehe Gestaltung beider. Erst tnter Erfüllung dieser Bedingung können die anderen Gegenstände ihren Wert erlangen. Es musste betont v ׳erden, dass nicht die Frage der Verteidigung allein die Wissenschaft bestimmen könne — was sollte denn geschehen, wenn kein Angriff erfolgte? — sondern die Freude an dem Gegenstände selbst. I:s musste gezeigt werden, dass ein selbstzufriedenes Wiederholen des Längstvorhandenen und vielfach Ueberholten nicht angängig sei, sondern dasjenige, was man so gern auf dem Gebiete des Gemeindeleb&ns betont, die Frage des Fort- oder Rückschrittes, hier seine ganz besondere Berechtigung hat, trotzdem aber auf wissenschaftlichem Boden wenig gestellt wird. Es musste gezeigt werden, dass die weitschichtig: ten Arbeiten, wenn sie nur toten Stoff ohne Gliederung häufen, mehr ein Hemmnis als eine Fördering sind. Es musste betont werden, dass Wissenschaft ,nicht Einzelarbeit, sondern Arbeit im Zusammenhang mit dem früher und jetzt schon Geleisteten ist, darum auf das Verhängnisvolle der Nichtberücksichtigung des vorhandenen Schrifttums und auf die Wichtigkeit einer schnellen und sicheren Berichterstattung hingewiesen werden.

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