Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 32 (1909-1910)
- Issue
- No. 7. (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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— 151 Professor Dr. Michael Guttmann zur Einleitung in die Halacha. Vor dem 32. Jahresbericht der Landesrabbinerschule in Budapest 19089. Budapest 1909. 49 S. Professor Dr. Guttmann hat den Budapes: bericht dazu benutzt, die Talmudkundigen mit gehenden Arbeit über die Halacha zu erfreuen. er Jahreseiner tief- Das erste uns vorliegende Heft lässt auf eine gute Nachkommenschaft schliessen. Möge Verfasser auf diesem Pfade weitergehen! unentwegt d is r ter Wortes was der diesen vereinigt, Verfasser ögen. Es (jlurch Ein- Möge er!!wartenden Der erste Abschnitt gilt der Bedeutung Halacha und der zweite Abschnitt behandelt alle);. Entscheidung dient. Und zwar werden u Titeln alle dazu nur irgendwie gehörigen Begriffe sodass öfter in uns der Wunsch aufgestiegen ist, hätte noch genauere Unterabschnitte herstellen rrj< wäre das vielleicht ohne grössere Aenderungen fügung von Ueberschriften zti machen gewesen, es wenigstens in den späteren noch zu e Heften tun. Abschnitt 1 kennzeichnet zuerst die Bedeutu ig anderer dem Worte Halacha gleichwertiger Ausdrücke, die Be- Ziehungen der Halacha zum Midrasch, Halacf agruppen, einzelne Halacha, und u. a. die Männer der Halacha. Der zweite Abschnitt behandelt besonders die höchste Stelle der Halachaentscheidung bis zum Auseinander^ ehen der zuerst einheitlicsen Halacha, die Stellung Jabne’s zu diesen Fragenundendlich verschiedene Ausdrücke für Ent« cheidung. Aus diesem reichen Inhalte haben wir einzelnes heraus. Wir nehmen gern davon Kenntnis, dass J'T sich fauptsächlieh auf das R e c h t s verfahren bezieht (abgesehen davon, dass דין allerdings auch eine midraschische Herleilungsregel für alle Halachagebiete bezeichnet, was Verfasser S. 13 unten nicht scharf bemerkt hat), so habe ich es in meinem ,,Ueber den Zusammenhang der Mischna“ 2. Teil, über die Nesikinordnung erklärt und gegen alle Angriffe fes:gehalten. Louis Lamm, הלבות יצירה sind gewiss keine Naturgesetze — zu bemerken wäre, dass wahrscheinlich durch das Wort Hilchot geleitet der yerfasser des J6zirabuches seinen Gegenstand in 6 Abschnitte nach den 6 Ordnungen der Mischna eingeteilt hat. Wie tief sich Verfasser in die Denkart und deshalb Deutungsart der Weisen zu versetzen verstanden, beweist die Gleichung תורה— תורא—שור als Deutungsgrundlage (S. 18)• Dass Vf. in seiner alphabetischen Aufzählung von im Talmud vorkommenden Halachotgebieten, die als solche bezeichnet werden, nicht erschöpfend Alles geboten, halte ich für einen Vorteil, wenn es auch Leute gibt, die, wenn sie nicht Alles zusammen haben, sofort über das Vorhandene absprechen. Diese sind's aber, die schon einem L e s s i n g die Arbeit erschwert haben. Bei ששימ המה מלכות ist sowohl von einem Gleichklang mit הלבות zu denken, als an den Stamm מלך z. B. in der Bedeutung von ״ גמלךsich bedenken, beraten,“ wozu zu ziehen מאן מלבי? רבנן (S. 25). Vf. denkt bei der Halacha nach dem W'ortlaut der Quellen an eine Oberbehörde, welche bis zum Fall des Tempels (oder sagen wir bis zu den Kämpfen der Hilleliten und Schammaiten) die Einheit der Halacha gewahrt hat. Unser nun in zweiter Auflage erschienenes ״Ueber den Zsh. der Mischna, I. Teil“ weist in dem die Tossefta besandelnden Abschnitt die ursprüngliehe Einheit der Ordnung für alle Mischnasanynlungen nach, was wohl an ein herrschendes Lehrhaus erinnern kann. Bis zu den beiden Schulen erstreckt sich das Gebiet der gegen Sadduzäer (und andere verwandte Sekten) sich richtenden Mischna; erst von den Hilleliten und Schammaiten an kann man von Quellenscheidungen im Sinne von Schulen und einzelnen Tannaiten sprechen, ein Beweis, dass sich erst von dort aus die Trennung tannaitischer Richtungen vollzogen hat. Zu den Vorgängern in Jabneh (S. 43) wäre der zweite Teil meines ״Ueb. d. Zsh. d. M.“ zu vergleichen, und zwar in den beiden Schulen und den bo bajom behandelnden Abschnitten. (Fortsetzung folgt) Verlagsbuchhandlung: Berlin C. 2 Ackermann. K ßesebiebte der 3uden in (Brandenburg a. d. fiauel. 1906 4 Mk., geb. 5 Mk. *ermann, A. Geschichte der Juden in Brandenbi rg a. d. Havel. 1906 4 Mk., geb. 5 Mk. urbach, B. H. Geschichte der israelitischen Gemeinde Halberstadt, nebst einem Anhänge ungedruckter, die Literatur, wie die religiösen Verhältnisse der luden in Deutschland in den letzten zwei Jahrhtnderten betreffender Briefe und Urkunden Halb. 1866. ,00; 120. Leo. Das Wesen des Judentums. (Schriften der Ge- Seilschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums) 1905- 2.,- Mk. geb. 3 Mk. rbeck, Hugo. Geschichte der Juden in Nürnberg und Fürth. Auf Grund des vorhandenen Materials der in den Königlichen Archiven zu Nürnberg befindliche 1 Akten und Urkunden, der Archivalien 1m Kultusgei nemdeick, besitz etc. etc. bis auf die Neuzeit ergänzt, berg 1878. 3,— Mk.; 1,50 Mk. irtfold, 8. Kämpfende Geister im Judentum, graphien. 2,50 Mk.; geb. 3,20 Mk. Nürn- 4 Bio- Jm gleichen Verlage erschienen: Ettlinger, J Abhandlungen und Reden zu dessen lOOjährigem Geburtstage, hrsg. von Dr. L. M. Bamberger 1 (einz ) Lfrg. Schildberg 1899. 1,50 Mk.; 1,— Mk. Fuchi, E. M. Ueber die ersten Niederlassungen der Juden in Mittelfranken 1909 (anastat. Neudr.) 3 Mk. Haenle, S. Geschichte der Juden im ehern. Fürstentum Ansbach. Mit Urkunden und Regesten. Ansbach 1867 3,— Mk.; 1,— Mk. , Holler, Jooit. Llpm., Megillat Ewo. Selbstbiographie. Geschichte der erlittenen Verfolgungen u. seiner Gefangenschaft. Hebr. Text nebst deutscher Ueber- Setzung. Anastat. Neudruck. 2,— Mk. Hess, Motei. Jüdische Schriften, hrsg. u. eingel. von Th Zlocisti. 3,50 Mk.; geb; 4,25 Mk. Jehudt-ho-Levl. Das Buch Kusari n. d. hebr. Texte d R. Jehuda über Tibbon m. dtsch. Uebers. v. David Cassel. 1909 (anast. Neudr.) 9,— Mk.; geb. 10,80 Mk