Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 31 (1908-1909)
- Issue
- No. 11. (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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fto. II—1909. Jüdisches Jabrg. XXXI Citerßfur-Blatt. Zur Beleutfctung aller Judentum und Juden betreffenden literarischen Srscheinungen auf dem Gebiete der Philosophie, Geschichte, Gtbnograpbie, Cbeologie, Orientalia, flxegese, Homiletik. Liturgik und Pädagogik. Begründet von Rabbiner Dr. M. Rabiner. Verantwortlicher Redakteur r Rabb. Dr. C. A. ROSCNtiMI in Berlin, Boyenstrasse 41. mit tlnterftaumg der Zanxstiftuag. Bücher der einschlägigen Literatur, deren Besprechung in diesem Blatte gewünscht wird, sowie Briefe und Manuskripte sind GSl an die Redaktion rinzusenden. er; Rabiner s ,.Jüdisches Citeratnr-Blatt' Inserate werden mit 30 Pfg. die dreji cheint monatlich und kostet, vom Herausgeber bezogen, läbrlicb * mk. igespaltene Zeile berechnet und sind an den Redakteur zu senden. Abdruck einzelner Artikel nur mit der Angabe: „Aus Rahmer’s JUd. Literatur-Blatt“ gestattet. Wir bitten, soweit es noch nicht einzusenden. Wir planen für die nächste Zeit 0ine geschehen ist, uns die Beiträge für den Jahrgang 1908/9 Erweiterung unseres Blattes. Die Redaktion. Rabbiner Dr. L. Rosenthal. Inhalt von No. 11: Biblische Königsbücher und Einiges über Maasser scheni: — Bes) Shakespeare’sche Königsdramen (Vortrag). — Flavius Josephus (Dr. Stein), rechungen: — Anzeigen. Biblische Königsbücher Ein Vergleich. Vortrag Gemeinsam ist den biblischen Königshäuser. Dem Rehabeam entreisst begründet damit das Reich Israel dem dajf muss dem Baesa weichen, dessen Sohn ffla dem Simri, dieser Omriden, zu denen der berüchtigte Ahab 1 u. Shakesp|eare’sche Königsdramen. von Rabbiner Dr.j L. A Bosenthal, Berlin. I (Fortsetzung) Königsbüchern und den Königsdramen ein jäher Wechsel der Jerobeam, Sohn Neba^’s, die Herrschaft über zehn Stämme und idischen Reiche Juda gegenüber. Aber schon sein Sohn Nadab nach sieben Tagen schon dem Omri. Die gehört, müssen vor Jehu weichen, und dessen tüchtiges Königshaus, welchem Gestalten wie Joas und der zweite Jerobeam entstammen, muss elenden Schattenkönigen Platz machen, deren letzter, Hosea, mit seinem Lande und Volke den Assyrern zur Beute wird. Langer besteht das kleinere Reich Juda, und hi;r herrscht ohne Wandel das Königshaus Davids, bis Zedekia endlich mit Reich und Tempel den Babyloniern erliegt. Weshalb die sichereren Verhältnisse im kleinen Staate, weshalb im grösseren der stete Wechsel? Der Stammvater des davidischen Königshauses, der Sohn Jsai’s, der vielverehrte und vielgefeierte Herrscher, Held und Sänger, wird in früheren Jajiren von Saul verfolgt; er ist der vom Propheten gesalbte Herrscher, hat also dasselbe Recht, den augenblicklichen Herrscher zu beseitigen, wie Jehu dem Hause Ahabs gegenüber. Ja, er hat das gilössere Recht, er befindet sich in der Notwehr — er hat in schlimmer gefährliche - Stunde, wo er selbst entdeckt und getötet werden und wo nur eine schnelle Tat ihn retten konnte, den Saul iu seiner Haijd, aber er streckt seine Hand nach seinem eigenen Worte nicht nach dem Gesalbten Gottes aus. Ja, nach dem biblischen Berichte geht er ein zweites Mal tollkühn in das Lager des Saul, um zu bekunden, dass er jederzeit seinen königlichen Feind erreichen kann und trotzdem ihn für eine heilige und unantastbare Person hält. Den Amalekiter, der Saul auf dem Schlachtfelde den letzten Stoss versetzt haben will, lässt er töten, wie die beiden Benjaminiten, welche seinen Gegenkönig Isboseth Gemordeten und von ihm Belohnung erhofften; als Abner, der Feldherr Sauls, von joab meuchlerisch ermordet wird, singt David als Leidtragender, wie früher auf Saul und Jonathan selbst, ein Trauerlied. Die Bewohijer von Iabesch Gtlead haben die Gebeine