Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 31 (1908-1909)
- Issue
- No. 6. (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 47 (sequence 7)
- Language
- German
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— 47 — Rabbiner Dr. Joseph Eschelbacher Michael Sachs, Vortrag. Festschrift Feier des 100. Geburtstages von Michael am 7. September 1908, überreicht vom Vor: der jüdischen Gemeinde zu Berlin. Berlin Wir haben Eschelbacher in seinem ״das Ju! und das Wesen des Christentums“ als den ruhiger , bewussten Vorkämpfer des Judentums kennen gelerrt, der Kampf aber unter Anderem ein Mittel ist, sein wissenschaftliches Besitztum zu verwerten und aus tod daliegendem Oute einen Gegenstand lebhaftester terung zu machen. Wir haben später sein .,das Jud im Urteil der protestantischen Theologie“ als einen b für die Gabe des Verfassers würdigen können, fernlie wissenschaftlichen Stoffen ein gefälliges Gewand leihen und dabei doch der Form des strengen treuzubleiben. Hier haben wir eine Gelegenheitsschrift vor Vortrag in der Aula der Lehranstalt für die Wissefe: des Judentums in Berlin am 25. März 1908 gehalten der Synagogenfeier in der Heydereuthergasse, wob fasser die tiefgehende und darum tiefwirkende F hielt, vom Vorstande der Berliner Gemeinde überre zur Sachs Stande 1908. qentum zieldem eiches Vielfach Erör■ entum Jeweis;enden De u vernkens Der Vortrag führt uns zunächst die Kämpi! welche Michael Sachs vorausgegangen sind; wir e von seinem Elternhause, von seinen ■Studien, Hofft und Enttäuschungen, von seiner Wirksamkeit in Pr; er den Ort seiner Hauptwirksamkeit betritt. Wir in das Arbeitszimmer des Predigers geführt und bela ihn bei seinen Vorbereitungen. Dabei werden Hemmnisse nicht verschwiegen, mit denen er im Ve zu seinen Amtsgenossen und zum Vorstande zu hatte. Wir. merken aber, dass dem Verfasser der k ii s, als Schaft bei ׳fei Verstrede cht. un: 1 nd e vor, •fahren ungen ag, bis erden uschen 11s die hältnis mpfen lussere |j Lebensweg seines Helden nicht Hauptsache ist. Er benutzt |l die Gelegenheit, um uns ein Stück Geistesgeschichte und '! Zeitgeschichte zu bieten. In geschickter Weise deutet er! die Predigtart des Geschilderten an, sein dichterisches ] Wirken als Uebersetzer, wie als Nachbildner rabbi- 1 nischer Dichtungen und Gedanken tritt in seinen Vorzügen i nnd — das übersnhe man nichtl— in den Schranken seiner L Kraft vor unser Auge. Wir gehen nun zur Würdigung des | Gelehrten und Forschers über, dessen Allseitigkeit in dem! Umfassen jüdischen und hellenischen Geistes und Em- I pfindens, in Vereinen von Gemütstiefe und scharfem Denken, im Bienenfleisse der Einzelforschung, die aber stets dem! Ganzen zu dienen hat, von dem Redner meisterhaft gezeichnet wird. Eschelbacher weist auch ganz besonders (dabei gegen Lazarus’ bekannte Aeusserungen Stellung nehmend) auf Sachs religiöse Eigenart und Unbeugsamkeit hin. Nicht das j blosse Gefühl, die blos dichterische Seite in Sachs; hätte ihm seine Stellung angewiesen, sondern mit klarem Bewusstsein hätte er als Einheit erkannt, was Andere als Gegensätze betrachtet hätten —aber er hätte im.Maimonides und Mendelssohn seine Vorgänger.Wir wollen ganz besonders auf diese Aeusserungen hinweisen, in denen Eschelbacher 1 so manche Gemeinplätze offen bekämpft und die in unseren! Tagen den Wert eines männlichen Bekenntnisses haben. | Solche Vorträge, die uns lebendig in ganze Zeitalter I einführen, sollten an die reifere jüdiscke Jugend verteilt j werden sie würden in der Hand eines verständnisvollen! Lehrers ein gutes Lehrmittel für die Geschichte jener Tage werden und dte Begeisterung der Jugend für Bestrebungen wecken, die zeitlich leider weit hinter aus liegen. Möge dem Verfasser noch oft Gelegenheit werden, vorüberrauschende Gedenktage so in der Gestalt der Ewigkeit festzuhalten. Verlag von Karl J. Trübner, Strassburg. g Blau, Dr. Ludwig (Professor an der Lai Masoretische Untersuchung Zur Einleitung in die heili Das alt jüdische Zauberwes Inhalt: Vorwort. — Aberglaube, bei den Juden. — Ziele und Wirkungen Studien zum althebräischen und Textgeschichte. Erst! biblischen Literaturgeschichte. Gr. Rosenthal, Dr. Ludwig A. (Rabbiner), U Beitrag zu ihrer Entstehungsgesch) I. Teil: Die Sadduzäerkämpfe un 95 S. 1890. (vergriffen; II. Teil: Vom Streite der Bet Scharr) Die Mjschna. Aufbau und Q 1. Hälfte: Von Berakhot bis Sch Quellenscheidung. 1903. Aus der 2. Hälfte: Maasseroth. 8* Joel — Nahum — Habakuk mit Schiller und die Bibel. Nachkläi Mit Unterstützung der Zi rjdesrabbinerschule zu Budapest), en. Gr. 8°. 61 S. 1891. e Sch rif t. 8U. VIII, 129 S. n. 8״. VIII, 168 S. 1898. Mk. 2.- 1894. Mk. 3.- Mk. 4.— Zauberwesen und Dämonenglaube. — Die Verbreitung der Zauberei der Zauberei. — Zaubermittel. Buchwesen und zur biblischen Literaturer Teil: Studien zum althebräischen Buchwesen und zur 8״. IV, 203 S. 1902. Mk. 4.50 ber den Zusammenhang der Mischna. Ein chte. I die Mischnasammlungen vor dem Auftreten Hillel’s. 8°. neue Auflage in Vorbereitung) Mk. 2.50 mai u. Bet Hillel bis zu Rabbi Akiba. 8°. 90 S. 1892 Mk. 2.50 uellenscheidung. I. Teil: Die Ordnung Seraim, febiit. 8°. XXIX, 156 S. mit einer Uebersichtstafel zur Mk. 5.— VII, 64 S. 1906. einander verglichen. 8°.. IV, 44 S. 1905. änge zum Schillertext. 8°. 25 S. 1905. nzstiftung und der Königwarter’schen Stiftung. Mk. 1.50 Mk. 1.— Mk. 0.60