Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 31 (1908-1909)
- Issue
- No. 4. (1908)
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 31 (sequence 7)
- Language
- German
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— 31 — ANZ EIGEN HENRIK IBSEN, Dramat Uebersetzt sehe Werke. von Wilhelm Lange. Bisher erschienen 6 Bände (Gespenster, H ente, Frau Inger von Oestrot). Verlag EN Lang Der bekannte Uebersetzer Wilhelm Uebertragungen aus der modernen Au« Ibsen-Ausgabe eine weitere wertvolle erste einheitliche Verdeutschung der Ibseijt Verständnis und feinem Sprachgefühl be als Erster den Dramatiker Ibsen der Zusammenarbeiten mit dem grossen Sk half, erweist sich als ein berufener Interp^־ klar, knapp und prägnant klingt. Die nehm und modern in bestem Sinne: die zahlreichen deutsch lesenden Ausländern von nummerierten Exemplaren auf echte A j berechnete Ibsen-Ausgabe W'ilhelm Lange’ bestehen und ist namentlich auch als Gesch; t dda Gabler, Rosmersholm, Die Meerfrau, Die Wild- 1'IO QUEHL, Berlin-Steglitz. Preis ä Band 1.50 Mk. e, dem wir bereits eine lange Reihe trefflicher ^landsliteratur verdanken, bietet in dieser neuen be, die mit Beifall zu begrüssen ist. Es ist die ’sehen Bühnendichtungen, die auf eindringendent uht. Wilhelm Lange, der v3r drei Jahrzehnten deutschen Bühne zugeführt und in jahrelangem andinavier dessen endlichen Triumph vorbereiten et Ibsens, dessen Sprache in seiner Wiedergabe sstattung der Lang’schen Ibsen-Ausgabe ist vorgefällige Antiqua-Schrift wird namentlich auch den willkommen sein. Für Liebhaber ist eine Anzahl Büttenpapier abgezogen. Die auf ca. 18 Bände!11 wird auf dem deutschen Büchermärkte mit Ehren nkwerk von erlesenem Geschmack zu empfehlen• Schriften zur Kritik nichadl Bernays 4 Bände, e!eg. geheftet. u. Literaturgeschichte ä M. 3, eleg. gebnnden ä M. 4,25. Es war Bernays, dem berühmten Mitbegründer der deutschen Literaturgeschichte als Wis;enschaft. nicht vergönnt, die von ihm auf 4 Bände berechnete Sammlung seiner Schriften selbst zu vollenden. Nur den ersten Band konnte er selbst herausgeben; den zweiten hatte er vorbereitet, als ihn am 25. Februar 1897 in Karlsruhe der Tod ereilte. Sein Freund Erich Schmidt vollendete die Herausgabe des zweiten Bandes, und in zwei weiteren Bänden veröffentlichte Georg Witkowski pietätvoll den literarischen Nachlaß seines Lehrers. So ist ein großes Stück des Lebenswerker von Bernays, der wie kein andrer die Weltliteratur aller Zeiten beherrschte, auch der Nachwelt als köstlicher, unveräußerlicher Schatz überliefert worden. Alles, was Bernays gewesen Ist, offenbart sich in seinen ״Gesammelten Schriften“: Der große Gelehrte, der glänzende Stilist, der begeisternde Lehrer und der hinreißende Redner. Und so wird er auch auf die Nachwelt lange anregend und. befruchtend wirken. - Berlin W. 35 B. Behr,s Verlag.