Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 30 (1906-1907)
- Issue
- No. 11. (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 138 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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I — 138 Und schwach ist meine Kraft, Nur wenig widmete ich mich der Wissenschaft. Mich hat des Schicksals schwere Hand geschlagen. Hat mich in die weite Welt verschlagen, Und nun bin ich müde und matt, Ein Mann, der keine Freunde hat, Und die Habe, die ich durch das gewonnen, Was ich mit meinem Geist ersonnen. Sie ist verloren und zerronnen. Der Betrüger hat den Betrogenen verlassen, Den Ausgesogenen allein zurückgelassen. So steh’ ich einsam da Und niemand ist mir nah, Der sich als Freund Mit mir vereint. Und so will ich’s denn versuchen, Mir mit diesem!Buche Freunde zu suchen. Mit betrübtem Gemüt Sing’ ich dies Lied: Es war mein Herz vom heissen Wunsch durchglüht Der Weisheit Frört־.;.: zu erstreben, Zur Gotteshone 1 wollt' . i! das Gemüt, Zum höchsten Heiligtum et he! ■ en: Das Guter das mir ־durch die ScJu zieht, Fass’ es ins Ang’, ich 1• יהeine es *r geben: Veracht’ der Toren S;: :5, kein Mt! aus ihm erblüht. Nur Tugend schafft Dir Hei: i.nd irohes Leben. JtlntOMinus und Rabbi. Ein Vortrag von Distriktsrabbiner Dr. Salomon Stein-Schweinlurt. (Schluß.) Weitere agadische Aussprüche, in denen unter Antoninus wohl Mark Aurel verstanden werden muß, beziehen sich auf Umstande, die das Verhältnis zu;-Mtbbi Jehada Keineswegs berühren. Nach all diesen talmüdtVchtn Berichten kann man gewiß mit Recht sagen, daß bei Betrachluhg der Freundschaftsbeziehungen zwischen dem Kaiser Mark Aurel und dem jüdischen Patriarchen R. Jehuda, dem Heiligen, das meiste Interesse dem psychologischen Moment zukommt, hingegen eine politische Beweuung hinsichtlich des für die Gesamtheit des damaligen iü״!.sehen Volkes sich ergebenden Nutzens gar nicht erwogen werden kann, da den Juden gewährte Privilegien oder nur einigermaßen günstige Gesetze von Kaiser Mark Aurel nicht bekannt sind. Allerdings darf das Eine nicht außer Betracht gelassen werden, daß die Glanz- und Machtstellung des Patriarchats schon zur Zeit Rabbi Jehudas L, neben der großen