Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 30 (1906-1907)
- Issue
- No. 10. (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 134 (sequence 14)
- Language
- German
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Halberstadt: B. H. Auerbach, G. d. isr. Gern. Halbcrst., Haiberst. 18616; M. Stern, Zwei patriotische Kundgebungen. Aus d. isr. Gcnicindcarchiv z. I laiberst, mitgeteilt. Fkf. a. M. 1887. | Hamburg: Bericht des isr. Vorschuß-Instituts in Hambg: 1841; Cortstituierungs- Urkunde d. dtsch. isr. Synagogenverband z. Hambg.;1 Denkschr. üb. d. bürg. Verhältn. d. Hambg. Israel., Hambg. 1834; Ed. Duckesz, Iwa I’ mosdiab (hebr.). Krakau 1903; Feier d. Grundsteinlegg; d. neuen'isr. Knjnkenh. am 10. Juni 1811, Hamburg; A. Feilchenfeld, Aus d. alt. Gesell, d. deutsch. Jud. i. Hambg, Bresl. 1899; R. Fink, Wohltätige Wahrheit. E. Wort zur Beruhigg, an d. Mitgl. d. isr. G. i. H., betr. d. actuelle Zulässig!;, d. isrL Friedhofs in Ohlsdorf, Hambg. 1884; M. Grunwäld. Aus d. Hamb. Staatsarchiv, Beitr. z. G. d. J. in Prag, Wien u. Hambg., Berl 1902; M. Grunwäld, Der; Hamburger judentunuin im j. 1730, S.-A. Hambg. 1902; M. Grunwäld, Hamburgs deutsche Jud. bis zur Auflös. der Dreigemeinden 1811, Hambg. 1904; M. Grunwäld, ■Portugiesengräber auf deutsch. Erde (vergl. auch ״A. Z. d. J.“ 1902, No.' 45) u. ״Ueb. 0. portug. Judengem. in Hambg. etc.“, Hambg. 1902; M. Haarblcichcr, Zwei Eppchen aus d. G. d. Deutsch.-Isr. Gern, in Hambg. Hambg. 1866; M. Haarbleicher, G. d. jüd. Gent. M. Mendelson, D. Salom.-Heinesche Stiftg. 1. Hambg. in ״Orient“; Statut d. deutsch, isr. Synag-Verband i. Hambg. 1868; J. Wohlwill. Bemerkg. üb. d. Standp. d. hamh. isr. Freischule, Hambg. 1830. Hanau: Hanauer Memorbuch in Rahmers Lit.-Blati 1887, No. 33. Hannover: H. Bodemeyer, Die Jud., Beitr. zur hannoversch. Rechtsgesch., Göttin- 1855; M. Cohen, Ueb. d. Lage d. J. nach gemeinem deutsch Rechte m bes Berücksichtigung d. Königreichs Hannover, Hannov. 1832; S. ,Meyer, (״•sch. d. Wohltätigkeitsges. Gerailluth Chassadim i. Hann 1802; Wiener, Z. G. 0 J in Hannov. in ״Jahrb f. d; ü d. J. u. das Juden!I. Bd , Leipz. 1860. Hagenbein: 11־ Günzburger in ״Einst u. jetzt“ im H. J. 1'. 1906, No 18. Heidingsfeld : S. Würzburg. (Fortsetzung folgt). Besprechungen. Dr. Georg Salzberger, die Salomo Sage der semitischen i Literatur. Preis 2,80 Mk. Ein Beitrag zur vergleichenden Sagenkunde. 8°. 129 S. Kommissionsverlag von Max Harrwitz. Berlin-Nikolassee 1907. Aus dem reichen Schatze der setnitischen Mythologie hat der Verfasser mit anerkennenswertem Fleiße die Sagen über Salomo, soweit sie sich in der jüdischen Literatur und bei den 'ן bekanntesten arabischen Legenden- ׳ erzählern und Koranerklärem finden, gesammelt und Parallelen aus der indischen, persischen und äthiopischen Salomosage herangezogen. Die Arbeit stellt die Wanderung und Entwickelung der Salomosage ״von ihren dunkeln Anfängen im jüdischen Volke bis ungefähr in die Zeit hinein, da durch die Kreuzfahrer eine Fülle von Märchen aus dem arabischen Orient nach dem , mittleren Europa eingeführt wurde, d. h. etwa vom sechsten vorchristlichen bis zum dreizehnten nachchristlichen Jahr- | i hundert“; sie bietet den ersten systcmatischen Versuch einer umfassenden literarhistorischen Darstellung des Stoffes. In der Einleitung gibt der Verfasser einen kurzen Ueberblick über die Wanderung der Salomosage von Persien nach Palästina und Alexandria, von Yemen und Abessinien; durch Juden gelangt sie nach Spanien, über Byzanz dringt sie nach SüdJavien und Rußland, durch die Kreuzfahrer wird sie schließlieh auch in Italien, Deutschland und England eingeführt. Zwei große Stämme, der jüdische und arabische, lassen sich in der Ausgestaltung der Sage deutlich unterscheiden. Die Grundlage für ihre Ent- Wickelung im jüdischen Hauptstamm bildet naturgemäß der Salomo, wie er im ersten Buche der Könige und in der Chronik geschildert wird. Auf ihren! weiten Wege durch die Jahrhunderte nimmt sie die mannigfaltigsten Former! an; in allen Darstellungen aber kehren dieselben Motive wieder: ״die außerordentliche Weisheit, der Bau des Heiligtums durch Geisterhände, die Tier- und Pflanzensprache, die Sünde;! und der Verlust aller einstigen Macht und Größe.“