Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 30 (1906-1907)
- Issue
- No. 4. (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/6492408-6582210-8771043--3539-4858629- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
no. 4.—1907. indisches 3al?rfl. XXX. Qiicraiur-Blan. Zur Btltudttang aller Judentum und Juden betreffenden literarUdtenflrsdtelnunaen auf dem gebiete der Philosophie, öesdiidjte, fltbnograpbie, m Cheoloflie.Orientalia, flxegese, Bomlletik, Liturgik und Pädagogik. Begründet uon Rabbiner Dr. m. Rakaer. Oerantioortlieber Redakteur: Rabb. Dr. L fl, Roseitbai in Pr. Staraard. mit Uaterstttxui! der Ruaxstiftuig. Büdter der einschlägigen Literatur, deren Besprechung in diesem Blatte gewünscht wird, sowie Briefe und Manuskripte sind an die Redaktion w einzusenden Rabaer's ״Jtdiich« CittratttP Blatt" erscheint ■Oiatlicb und kostet, 00m ßerausgeber bezogen, iäbrlicb 4 ihk. — Jaserate werden mtt 30 Pfg. die dreigespaltene Zeile berechnet und sind an den Redakteur zu| senden. Akdruek •iazoluor Artikel •ur mH der Angabe: fUhmir’f JOd. Uteraiur-Blatf‘ geetatM. Inhalt von Nr. 4: Dichterische Uebertragungen. — Deutsche und Juden. — Bernerkungen. — Besprechungen: Josef Horovitz: Spuren griechischer Mimen. — Max Löhr: Die Klagelieder des Jeremias. — Für die Schule. — Günzburg, Biblia Hebraica. — Ch. Müntz: Wir Juden. — Nachrichten. — Anzeigen. Dichterische Uebertragaagea. IV., =— Die macht de* Coaei. Moses Maimonides zugeschrieben. Erhabner Gott! Ich erkenn’ t)eine Macht! Dein Spruch hat den Tod uns Menschen gebracht. Ob weis’ und vernünftig, ob vornehm, gering, Ob reich oder dürftig, ist Allps ein Ding! Vor dem Herrn der Hertn nach dem Leben Alle müssen sie Rechenschaft geben. Ob gewaltige Männer sich Trümmer erbaun, * Ob mutige Feldherrn mit Schwertern dreinhaun, Ob Herrscher und Räte auch sinnen so klug: Zu dem Todesgestade es A!Je sie trug. In der Erde da sind sie yerstecket, Mit dem Staube da sind sie bedecket. Vor dem letzten Tage ergreift es mich bang, Erfaßt mich, gleich Wehen, fhtsetzlicher Drang. Dem Staube verfällt jede schöne Gestalt, Und das herrlichste kommt in des Wurmes Gewalt, Ob der salbende Balsam( uns schmückte, Als uns noch das Leben j beglückte.