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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1903-01-01 · No. 22. (1903) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
27 (1903)
Issue
No. 22. (1903)
Date
1903-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 22. —1903. Jüdisches Jahrg. XXVII. Litteralur-Blatl. Zur Beleuchtung aller Judentum und Juden betreffenden litterarischen Eracbeinungen auf dem Gebiete der Philo• sophie, Geschichte. Ethnographie. Theologie, Orientalia. Exegese. Homiletik, Liturgik und Pädagogik. Von Rabbiner Dr. M. Rahmer in Magdeburg. Verantwortlicher Redakteur i. V.: Rabb. Ur. L. A. Rosenthal in Preussisch Stargard. Verlag und Expedition: Arthur Schotem, Berlin C.. Ross-Strasse 3. Bücher der einschlägigen Litteratur, doren Besprechung in diesem Blatte gewünscht wird, sowie Briefe und Manuskripte sind an die Redaktion Inserate u. Beilagen an die Expe dition flranco einsusenden. Rabner't ״Jüdisches Litteratur י Blatt“ erscheint mouatllyl Arthur Bcholem, Berlin. Rossstr. t) vierteljährlich eine M welche bei allen Postanstalten und Buchhandlungen vier! werden mit 20 Ptg. die viorgesp41ter! 1h zwei Mal 11n«l kostet bei allen Buchhandlungen (oder b£i direktem Bözuge durch irk — Die Abonnenten der in demselben Verlage erscheinenden .,IsratMttteha* Woohansohrltt44, t jljährlicn 3.— M kostet, erhalten das ..Jüdische Litteratur-Blatt‘ a(s Qrätls-Beilagc. — Inserat• e Zu sie berechnet und sind au «he Expedition in Berlin zu sendjen. Abdruck einzelner Artikel nur mit der Angabe! ״Aus Rahmer’t JOd. Li tter atu!•-Blatt“ gestattet. Kleidung im biblischen und talmudischen Schrifttum. Von l)r. Adolf Rosenzweig, Rabbiner der jüdischen Gemeinde Bejrlin. I Fortsetzung.) 5. Der lebhafteFarbensinn der Orientalen forderte bei zunehmendem Wohlstände die Färbbreiindustrie. Schon früh besaßen die Phönizier die Fertigkeit im Bereiten von Farbstoffen und Farben, Auch die Babylonier verstanden es. Webwaren feinster Alt in den prächtigsten Farben herzusteilen. Diese Artikel kamen durch Zwischenhandel nach Palästina. Den Phöniziern verdankten die Juden dfie Fertigkeit des Färbens1). Dennoch war deren Fairbenkünde nicht gar groß — das althebräischb Spiachgut besitzt nur Bezeichnungen für die Hauptfärben: weiß2), schwarz*), rot* 4) und grün5). Wie bei Homer יציע יי Gefärbtes, farbiges Kleid. Richten 5,30. יצבעא Sabb. 7511; צבעון■ Num. r. 13: 7 אברלמא ■ברום..'duxof. Trg. Jer. 8.21; חזותא, die Farbe als etwas Wesentliches, B. k.lOla. גון, Er. 53b, davon ־גואן .;!ק färben, Sabb. 140a. 2I לבן, Hif. mit Acc. הלבין• weilt machen, beschämen; לבן■ weit! machen (vgl. Dan. 11.35). rohe Stoffe bleichen, im Gegs. zu בבס: Waschen fertiger Kleider, Sabb 73*. J. Ber. 13c; לב־־יונית, sehr weil•!: J. Bic. 63:1; לבנה■ poet. Bfe: den Mond, das leuchtende Weit!, Hhl. 6. 10: יגון milchweiß; Koh. r. 1,11: לבקן oder ]למק■ Beeil Zeichnung für ■''ZÄ/fi'.T'.VOV ׳בבר, •ליבון 45b und X:üzov, Sanh. 106a, als Zeichen der Mißbildung bei Menschen und Tieren; ינרמני der Germane, der weilte Mensch im Gegensatz zum בושי. dem Mohren, der schwarz ist und zu dem Joden, der nicht weil! und nicht schwarz ist. iJalk. Lev. 551: vgl. Jalk. Gen. 145, der Germane als Sklavenhändler; לק-־גרכזני, Vgl. Lek. tob., Gen. 29. 1; חוך•;äab. weil! sein, Jes. 29. 22 erblassen; חימר, Ket. 61 b; Pnel: weil!) machen, daher beschämen, B. mez. 86 b, auch klar machen, B. |mez. 58 b; für graues Haar, Ber. 28a, חיוורין■ B. b. 97b; אגרו, ttf■!׳:;, die weilte Farbe des Getreides und der Früchte, J. Nas. 54 a. 3ישחר י von Haar, Lev. 13. 31.37. Gesichtsfarbe, Hhl. 1,5; davon שחר■ das Dunkel der Morgenröte; יאובמא ■אוכס P0S• 88a; Sabb. 4d; שחף, schwarz oder schwarzgrau, Chul. 135a; 'סילן, :»S/.5V, כןולגי, J■ Er. 91c; פרבס und ־" יפלקסjwvC»>, schwarz färben, färben überhaupt, Sifre Deut. 343; יפירבום פירקס färbon, aufputzen, Ket. 17 a. und in der Rigveda fehlt auch dem Hebräer eine Bezeichnung für blau, wenngleich diese Farbe ihm bekannt sein mußte, spricht doch die Bibel von dem klaren Himmel in seiner Reinheit (Ex. 24.10); hingegen werden später mannigfache Nuancierungen, der blauen Farbe erwähnt6). ■״ v 4) א~ם■ Hi. האריס, talm. beschämen, das Blut ins Antlitz treiben, Num. r. 4: ׳מאדים der mit Blut färbende Mars; Sabb. 156a; אודם■ der Rote,אדמומית■ die Röte, Chul. 87 b, auch vongoldlockigem Haare, J. Nas. 3b; אדמוני, der Rotfarbige, rotbraun an Haar und Gesichtsfarbe, Gen. 25,25; auch גהיא oder גחיא■ Bech. 45b; הבלילו■ Gen. 44,12, von den Augen der Trunkenen, dunkel; שרק■ blallrot wie die junge Traube, Jes. 5,2; Jer. 2,20; aram. סרק, Kel. 15, 2, Sanh. 14a; סירק. hellrot färben, J. A. s. 40d; סקל סרק färben, סיקרא■ die rote Farbe, Mennig, auch Schminke, Sifre Deut. 269, Sabb. 67a; יששר Rötel, Jer. 29,14; והב, hochrot, Chul. 22 b, Lev. r. 15, צהס■ goldglänzend, Lev. 13,30,'ימצה Esr. 8,5; יסומקא יסומק B. pez. 58 b, davon .—סו;ןק האדים■ J• chag. 77d; הדרקינוס■ rötlich, Ber. 7,3. 5) ירק■ assyr. araku, grün, ירקון■ Vergelbung, auch gelb, Num. r. 9, חריץ, gelb sein, assyr. hurazu, davon 7_pas<i;, das Gold, im Hehr, in dichterischer Sprache, Ps. 68,14: כרבם■ gelb, eigentlich: mit Safran färben, Kel. 15, 2j; B. b. 16b wird יקרן הפוך Hiob 42,14, mit כורבמא erklärt; ימבורבם gelblich, auch entfärbt, Gen. r. 99; ינחברבס ein gelbliches Aussehen bekommen — das Weilt erscheint bei der Branzefarbe der Orientalen gelb — Cant. r. 8. v. אל תראוני; ™r Scham gelb werden, J. Sanh. 19a. — Die Verdoppelungen ׳שחרחר, Hhl. 1, 6, ירקרק und אדמדם• Lev. 3,42 drücken eine Verstärkung aus, vgl. J. Succa 53d, Jalk. Lev. 566, vgl: auch Saadja und Sifra z. St.; nach And. (vgl. Dunasch, ed. Schröter, S. 11) eine Ab- Schwächung; Tos. Neg. 1.5 gibt R. EÜBser ירקרק mit der Farbe von Wachs und Eierdotter, d. i. gelb, S|ymmachu8 mit der Farbe der Palme, d. i. grün, wieder; J. Succa 63d wird אדמדם mit dem Glanze'des Meeres erklärt. — Zur Flarbenkenntnis vgl. Jalk. Tasria 12: Der Pfau ist äus einem weißen Tropfen geschaffen und hat doch 365 Farben. 6) בדדים■ Sech. 6,3, scheckig, hagelicht, schwefelfarbig, Off. 9,17; גלבסיגון■ bläulich; ״׳-<׳״-׳"; ■נלקינק•; Koh. r. s. v. מה שהיה■ himmelblau; ׳ קלאילן/zXaiXöv, zsJjmvöv, bläulich grau, auch meergrün, Sifra Num. 115; Tos. A. s. 6; טיגון■!«tJFvg;, veilchenblau; J. Sabbat 4d wird תחשים von R• Juda mit יסינון von R. Nechemja mit גלקטיגון erklärt; תלאילן• violettfarbig, Sabb. 28 a. Zu dem Ganzen vgl. Delitzsch in Nord und Süd, 1878, S. 254 f.

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