Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 50. (9.12.1892)
- Date
- 1892-12-09
- Page
- Seite 198 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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198 ao ▼erfasst« auch der Moses seinerzeit 14 Bäoher nach der Zahl י״ד, welche« er ״ אלחיבורdas Werk“ parezcellerce nannte, und wie Mose der Sohn Amrams המור■ א מדיר sagt, verfasste der Moses seiner Zeit den More Newochim (den Führer der Verurteil). Allerdings ein kühnes Wortspiel ״ מיראFurcht“ und מורדי ״Lehrer“! Al-Dham&ri citirt als Hanptquelle sowohl das סי המצלת als anch den סורר! נכוכים and uennt den 3. Band des Moreh, wie Kohnt p. 32ff gründlich nachweist, Gazü al-Tälil (1 אלתללילU). So manche dnnkle Stelle im Moreh wird durch Al'Dhamäri klar (ao besonders das 46. Capitel). Aber auch nichtjüdische Autoritäten werden von Al-Dhamäri citirt, so z. B. Aba G&far, Albariri n. a. ata buche Gelehrte and Dichter, welche zar Genüge bekandeo, dass anser Aator aaf der Höhe der Bildung seiner Zeit stand. Es werden tun einzelne Erklärungen des Autors angeführt; doch würde dies den Rahmen einer Betprechung überschreiten, wollten wir mehreres daraus anlühren; es sei anch 1 ier nnr eine Bemerkung teztkritischer Natur gestattet. Pag. äb liest man קאלו ז־׳ל מה לך אצ־4 דיני ממונו־׳ לך אצל :נדם ואהלות, während in unseren Talmuden כה לך ... כלך אצל steht. Näheres bietet Eohnt in seinem Aruch comp]. IV 236. interessant ist ferner, dass der Commentar jeder Paraschah mit einem oder zwei Versen begonnen wird und ebenso der Inl alt jedes der 5 Bücher Mosis in einem Satze zusammengefasst wird, wodurch ein Mnemotechnikon für die einzelnen Paraschot gegeben ist. So heisst es z. B. vom 1. Buche □פר בראשית י״ב פרשה מרפאה נח אזל׳ ואתנלי דודי. יצחה נפק; ושלח ויתיב ממו^רקרב וודא, was wie leicht zu ersehendie aramäische ‘ Uebersetzang der hebr. Worte בראפית. נח, לך וב׳ ist. Zu dem Dr. Kohut befremdenden Aussprache, dass unser grosser Lehrer Moses in seiner oberen Hälfte Gott, in der unteren aber Mensch genannt wurde, verweisen wir auf nusere Schrift: Ueber das Verhältnis« der Kirchenväter zur talmudischmidraechiechen Litteratur 87.*) Kohut׳s Arbeit will zum Ankauf dieser Handschrift, die im Besitze Dein' ards ist, anregen. Es ist jedenfalls zu wünschen, dass Kohut. selbst die Herausgabe besorge, da er durch diese Studie bewiesen, dass er hierzu vollkommen befähigt ist. Dr. Grünwald. Kotat, Alexander Dr. Secu!ar and theological »tulies etc. for the rabbi. (Die weltliche und topologische Ausbildung des Rabbiners). Mit Recht tadelt Kohut in diesem Vortrage, dass die Gemeinden bei der Anlnabme eines Rabbiners das Hauptgewicht aut die Predigt legen, während doch tüchtige, theo ionische Schulung, Pädagogik etc. unbedingt zum mindesten gleichwertig sind. Dieser Vortrag verdiente in’s Deutsche übertragen zu werden, weil Dr. Kohut’s Worte nicht nur tür die jüdischen Gemeinden Amerikas, sondern auclulur die europäiscnen volle Geltung haben und Beachtung ve!dienen; und dies um so mehr, als sie von einem als guter Pre iger bekannten Rabbiner einer Grossgem! inde, - einem Kenner und Mehrer der jüdischen Litteratur, der zugleich Direct >r dejüdischen theologischen eminars in New-York ist, gesprochen sind. (Sobald es der Raum gestattet, wollen wir die Uebersetzung dieses Vortrages bringen. - Rel) *) Der Commentar enthält noch manche sonst unbekannte Sagen, so zo Deut 1, dass Moses am *« Sivai in dem Kästchen von seiner Matter ausgesetzt wotden sei, lemer (zu Deut 9,9 und 32 3, dass als Rabbi dieser, die mit einer etwas langen Nase begabte Tochter R. Ismaels als Frau heimlührte. er zur ßesänttignng von seinem Schwiegervater 1000 Goldgulden erhalten habe, mit Bezog aui Spr. SaT (21,14׳ r למתר יכפל, א fPO <^א'= Nase and Zorn!, — Von Wichtigkeit ist auch das אל תק~א (Deut. IV, 14); Für תזכיר in Exodt 20,24 ist אזכיר zu lesen. (Red.) J. Henberg. Auf falschen Pfaden. J. Kanflnann Frankfurt a. M. 18«3. ״Auf falschen Pfaden“ ist der Titel einer kleinen Sammlung von Erzählungen aus dem jüdischen Leben, welche dev Vertaseer der laufenden Erzählung .Die Schuld der Väter“ sowie der vor mehreren Jahren in diesen Blättern erschienenen, hochinteressanten Erzählung: ״Io des Königs Rock“ dem Lese- Publikum darbietet Sinnig ist der Titel dieser Sammlung, denn in ergreifender Weise wird uns der Seelenkampt geschildert, dem die erliegen, welche, ein Spielball ihrer Leidenschäften gewo'den, ״aaf falsche Plade“ gerathen Lebenswahr sind die Gestalten, die uns entgegentreten und hat der Veri18׳ser den Beweis gelietert. dass er auf diesem Gebiete Treffliches zu leisten im Stande ist Unter den Erzählungen ragte die erste, welche betitelt ist: .Die schwarze Sara“ besonders hervor. Der Ver'asser weies den geheimsten Herzensregungen nachzupüren und die jeweiligen Stimmungen der handelnden Personen, die von vornherein das lebhafteste Interesse des Lesers erwecken, zum Ausdruck zu bringen. Die Sprache ist überall eine edle, schwungvolle, ohne irgendwie schwülstig zu sein und sich in breiten Auseinandersetzungen zu ergehen Es regt eich in uns ein lebhaftes Mitgeiühl, wenn wir die um ihr Lebenaglück schwer ringenden Personen ia ihrem heissen Kampfe erliegen sehen. Durch alle Erzählungen gebt derselbe Grundton: der erwachenden Liebe stellt sich eist ein unüberwindliches Hinderniss entgegen, das nur unter Preisgebung höchster Güter, als Religion, Elternliebe gewaltsam be-eii igt wird, um dann eien.- diglicb zu Grunde zu gehen. Hier sinkt die Verirrte in die Nacht des Wahnsinns, in welchem sie nach späten Jahren selbst den Tod suoht und findet; dort fällt die Entführte, die za besserer Erkenntniss gelangt, sich der Gewalt des einst so heiss Geliebten entzogen, in dem Augenblick, da sie reuevoll in die Atme des gebrochenen Vaters zaruckgekehrt das vergebend׳■ Wort, erwartete, getroffen von der Kugel des sie gefunden habenden Entführers, todt nieder Es ist dies eine ergreifende ״Channka-Geschichte.“ Bei dem hervorragenden Erzäblertaleut des Verfassers steht zu erwarten, dass derselbe uns noch manche künstliche Gabe darbiet-n wird. Des lebhaftesten Interess-s der Leserwelt wird er sicher sein Bei dem Mangel an guten Erzthlungen aus dem jüdischen Leben kann die Herzberg’sch״ Sammlung allen Schuluu l Gemeindebibliotheken bestens empfohlen werden, sie enthält eine gesunde Kost tür Alt und Jung. R וכרון ברית לראשונים pe titnrllr (fircumrifiaa (in £je6räif־׳t1er Sprach« ' "Dieljrm 1pa11bjd)rtjten, betv. bie Öorfdjrijten 1111b bie religiöjen W;־ bräudje bet ©׳.׳febneibunq jum eritrn ■Wale be1־au%׳gebe11 unb nach tat׳ mubiidjeit unb fpäteren rabbinifeben Duellen bearteitet, nebft Duellen־ angaben, erfä iternben unb ben 3n* halt bet Jejti mit Öenupung beS gefammten tabhinijehen »chrijtthumä oielfad) enueiternben 58!1merfunqen unter bem Sitel ״Ster 5afob״ non ». 3♦ CMfjNrfl, 'Berlin Xragonerfttage 44. $5rei« 4 auf Velinpapier 4.50 W*. (.0732 Mont ffKnittllugerKoiizert• Mundharmonika (ge- _____ setzlicbgeschütztljaait feinsten,unzerbrechl. Patent- Stimmen,% Töne,4Messingplatten,4Nickeldecken,rein und leicht spielend, Musik wunderbar schön. Probe-Inatrum im Werte v Mk. 3 50—4 vers treo. türMk 2.80(auchBriel'm.) Erste Hannoversche Harmon.-Fahr O C. F. Nllettaer, Hasinrer Preisliste gratis Judenthumu Christenthum uout Veitrfsrobbinrr J. Uchtenstein. 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Winter und Wünsche bringen wir nicht, sondern eine eingehen le Besprechung jeder tinzelnen der sehr gelehrten Abtheilnngen. Als ״Familienhuch“ e ■ oe* sich des Werk nicht; Lehrern ist es zu empfehlen. Der Preis — 27 Mk. — ist allerdings etwas hoch. t*. Der ״Bezirksrabbiner Liehtenstei•1 “׳-t der beiüchtigte von Tapio S/.ele. Varantwortl. Bedacteur Dr. Bah mer. Magdeburg. Druck : BendixA Hahn. (Ir. D. L. Woltt) Magdebar.-. Verlag: Ko 3 Friese Leipzig