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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-10-28 · N° 44. (28.10.1892) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 44. (28.10.1892)
Date
1892-10-28
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Lit teratnrbericht: Die deutsche Freimaaa ei ihr W«en, ihre Ziele, and ihreZatanft von Geh. HathPnif.H.Settegast. —!תורת ותסלד. Geb•♦- and Beligioiub achfttr die reifere 1 ז » Jagend. Von Dr. Th. Kroner. (Schl) Johann Amos Comenii Ela Gedenk blatt an selaem SOOJUrlgea jOebartstage.; Wie wir vor 2 Jahren in der ,Woohensohrift“ das Andenken an den Altmeister cBer Pädagogik, Adolf Diesterweg, bei Gelegenheit seines 100 jährigen 0-1_1-,- L י ..... Geburtstages gefeiert haben, so wollen jwir jetat eines anderen leuchtenden Vorbildes und tirenen Lehrers eobter Humanität gedenken: Johann Amjos Oomenias. Der Name dieses grossen Pädagogen, dieses ,Sehers* unter den Pädagogen, stand in den lejtzteä Monaten anf der Tagesordnung unsähiiger Lehrer-Vereine and Versammlungen, am — anlässlich dep■ 300jährigen Geburtstagsfeier — des edlen Mannes! grundlegende Gedanken über Erziehung and Unterrioht von neuem znm Bewusstsein za fahren und daroh die Betrieb• taug dieser hehren Persönlichkeit die 80 nothwendige Begeisterung für den schweren Beruf der Jagenderziehang aafzufrisohen. Und wir Jaden stehen nie tarüok, wenn es gilt, das Andenken dpr Männer an feiern, die dnroh ihre hochherzige Gesinnung and ihre werkthätige Liebe sum flogen der g&nzjBn Menschheit geworden sind. Da trägen wir nioht njaoh dem oonfesaionellen Standpunkt, sondern sagen' mit Leasing: ,Sind Christ und Jude eher Christ and Jade, & Mensoh?* Schon das von vielen härten Schicksalssöhligen heimgeeaohte Leben desComeniu« döset ans aufriohtige Sympathie ein, zumal, wenn wir an die leidensreiohe Geeohiohtaaeit des jüdischen Volkes denken. — Zar Zeit der Beformationawirren hrblioken wir in 0. das Haapt der böhmieohen Brüdergemeinde, einer Sekte der evangelischen Kirche, die ihres Glaubens wegen verfolgt and aas dem Lande getrieben wurde. In Wäldern and Sohlaohten musste er mit den Seinen ein kümmerliches Dasein fristen, aber ei tröstete ihn der Gedanke, ,die Hoffnung, die Erbarmang Gottes warde doch einmal an ans wieder snräakkehren.* Eine Fracht seines schwergeprüften Lebens war die Liebe zar ganzen Menschheit and die Wärme einer relifiösen Empfindung, der wir in allen seinen Schriften egegnen; and diese seine Liebe gipfelte in dem Bestreben, an dem Werke der Jngendeyaiehang mit Feuereifer za arbeiten. Die Ideen hierüber hat er in seiner epochemachenden SAritt: ״Didaotioa magna* (Grosse Unterriohtalehre) niedergelegt. Das gaaae pädagogische System, wie es hier aafgebaut wird, predigt laat and deutlich den Standpunkt, dass in Schalen nicht die Confessioo, sondern das natarge müsse pädagogische Prinzip vorherrschen müsse, eine Forderung, die selbst in unserem sogenannten erleuchteten Zeitalter noch nicht Warze( gefasst hat. Als Endsiel aller ersiehliohen Thätigkeit, dem wir naohaaatreben haben, betont C. in den ersten Capiteln der grossen Unterrioh talehre: Die ewige Seligkeit mit/ Gott. Erreicht wird nach ihm dieses Ziel daroh . ■ nterriohtliohe, sittliche and religiöse Bildung, Diese ,drei Dinge sollen unseres Lebens Werk sein alles übrige ist Beiwerk, •Hinderaisa, Aafpats* (Oap. IV & 33; Aasgabe von Beeger and Zoabek Leipzig.) Die religiöse Bildung, die ans hier vorwiegend interessirt, wird aas einer dreifachen Quelle geschöpft: Aas der heiligen Schrift, der Wilfc and ans selbst. Naoh G. ist die heilige Schrift dies A and O für alle Schalen. Aas ihr sollen die religiösen Lehren in die Herzen der Kinder dringen, das ist ihm die Haaptsaohe — nioht der Kateohiamosunterrioht; es ist Hm eine Auffassung, wie sie anlängst Professor Pfleiderer in den ,preassisohen Jahrbüchern f vertreten hat, dass nämlich für dea Religion su ntet» - riohfe der biblische Geeahiohtsanterrioht genüge, alles dogmatisch Gonfessioaelle müsse aas der Sohule verwiesen werden. Comeniu* Fo!־derangiautet: ,SohOn von früher Jagend an sollen sich die Kinder mit dam am meisten beschäftigen lernen, was anmittelbar za Gott führt, mit Lesen der heiligen Schrift, UebnngaX der Gottes Verehrung and äusseren guten Werkelt,* (SL 181.) Die Bibel ,lässt sich herab sa den Kleinen and fügt sich ihrem Masse an, indem sie dieselben mit MiJoh nährt, erqaiokt and stützt. Und wiederum, Wie me die Geringsten nioht verabsäumt, ao istfie such für die Höchsten wunderbar; für die Qdapa ist eie winsig, für die Grossen mehr als übeargross. Ee sollen Mittel and Wege ersonnen werden, durch י welohe die Bibel gerade wiedasABO der dar Gottheit geweihten Jugend bekennt werde. Denn ־wie^Ühe Lauten und Zeichen die ganze Bede «nsammenareeetet wird, so erbebt sich eus den Elementen der Schrift der gante Ban der tteligion und Gottes Von diesem Grundsätze abweichend hat bekannt die Herbart-ZÜWsch* Schule ein anderes Lehrgebätide *,pVeetellt, indem sie für die ersten beidenScmai|u1w :.' d^n gesammten Unterrioht am 12 Märchen and <öb . ■: aJ•

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