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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-10-01 · N° 41-42. (6.10.1892) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 41-42. (6.10.1892)
Date
1892-10-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Inhalt: 'Wissenschaftliche Anfsätse: Hebet den Grundsätzen des Judenthams (Scbli kettsidse als Lösnag des Weltttbels. Talmndstalle. Von Rabbiner Dr. B. Tisohsaohten. Von Dr. M. Grttnwal( Zur Chronologie. Von L. Cohen in ) )Litterarisehe Notiz Die ״Monstsaeh. .Beilage: Littoratmrberieht:Becen ei Gebetand ReUgionsbnch TonDr.Kro — Zimmels. B. Dr. Rabbiner. Leone Litterariache Notiz. ArehioVyieehoa ThterqaAlerei nach 1)—Die Unsterblich- > Anschluss an eiae * — Ursprung der ln Jangbnnalaa — Rejse a. Rh. (Neue Folge.) en:,-nDffl.Tm r. (Fortsetzung.) ebreo. ihiahtar ■es» Präs* ass ttiaaam BteWeirji'iattt H$fwk Weber Thierquälerei nach den Grundsätzen des Judentbums.! (Sc hl 088.) haben endlich 28): Und Oohs ihr nioht HL Wir haben endlich cur Bekräftigung des Gesagten nooh aweji Verbote ca erwähnen, denen scheinbar Barmherzigkeit gegen daa Thier ca Graude liegt, bei deren näherer Beleuchtung Über eich ergibt, dass ein solcher Grand nnr gesuohtj erscheint, and sie nne vielmehr gegeben sind, damit vif nioht, daroh Gewohnheit abgehärtet, solohes Thjan aaf gleiohe Verhältnisse unter den Mensohen fl־ 1. Das Verbot' (3. B. Mos. 22, oder Lamm, es und sein Jnnges schlachten an einem and demselben 2. Das Verbot (5. B. Mos. 22,6):! Wenn du auf dem Wege einem Vogelneate begegnest aaf irgend einem Baume oder aaf der Erde, dariji Küchlein oder Eier, and die Matter sitat aber den Kflohleia oder den Eiern, so sollst da nicht die Matter sammt den Jungen nehmen, sondern entlassen[! sollst da die Matter, and die Jangen magst da dir nehmen, aaf dass es dir wohlgehe and da lange Übest." Es fragt sioh, welohe Rflohsidhtj hier aaf daa Thier genommen werden sollte? Wlij kann daran liegen, wenn das Alte nnd das Junge jah einem Tage geschlachtet wird, ohne dass das J Sine von dem Anderen etwas weiss? Im Gegenthc ile sollte man glauben, dass durch dieses gleiahsei ige Sohlaohten jedem Theile die vergebüohe Sehnsaiht nach dem anderen erspart werde. — Nan meint ■war Maimon. (More III, 48), das Verbot wäre aas der Besorgnis■ ergangen, dass man daa Junge vor len Aagen des Alten sohlaohten könnte; dem ist ja 1 .ber daroh das Verbot, sie an Einem Tage an sanlaahten, gar nioht vorge beugt, und wäre es sweokmisriger gewesen, dies deutlich mit den Worten an verbiet! m: Da sollst nioht das Jangs vor den Angen des All 6n sohlaohten, and amgekehrt. Ebenso sohwierig ist es, bei dem Verbote, das Vogelnest betreffend, den Grand in dem Schmers« des Thieree aafsuflnden. Denn wenn Maimonides (ibid.) meint, weil es der Alten sohmerclioh ist ca sehen, wie man ihre Jangen vor ihren Aagen nimmt"), so mas8 es derselben nioht minder sohmerclioh sein, üflchtend ihre Jangen preisgeben ca mässen, die sie ja mit ihrem Leben cn sohfltnen gewohnt ist, und wäre es ihr wohl tröstlioher, mindestens am dieselben sn bleiben. Ej erklären sioh aber beide genannten Verbote am besten, wenn wir aunehmen, dass man hier nioht sowohl das Thier, als das carte Verhältnis* s wischen Kindern nnd Ellern an sioh im Ange hatte. Dieses sollte berfioksiohtigt werden, am sioh gegen Mensohen nioht absahärteu. Es gilt als grausam, im Kriege Eltern and Kinder cnsammen ca tödten oder gefangencnnehmen CCTES על Ott). So sollen wir denn auch bei den Thieren, obsohon es für diese selbst gleichgültig ist, die einmal dacu bestimmt, dieses Verhäitniss nioht verletsen, am ans nioht dagegen abcahärten. So versteht ee auch der Talmad. Die Mitchna (Beraohot V. and Megilla UL) lehrt: Wer da betet: ״Bis auf das Vogelnest erstreokt sioh je dein Erbarmen", den heisst ™■n schweigen; denn — erklärt die Qemhia — er fasst die Vorschriften Gottes als Erbarmen aa£ während sie doch nnr als Befehle seines Willens aaf- ■anehmen sind GYnOA Man soll aber damit nioht gesagt sein, dass die Misohna — wie Maimonides meint — Grandangabsn cn den Geboten überhaupt verpönt, sondern sie will den allgemeinen Grand aller Gebote, den der Talmad selbst anfllhrt, Länterang des Mensohen (WECT DK *p]6h nioht ober den besonderen Grand den Erbarmens Aber des Thier, der ja so problematisch ist, so fest annehmen, am sinh im Gebete darauf an berufen. Das stimmt an dem oben Gesagten (vgl. Cinnnoh, Gebot 545, nnd Naohmanides ■a 5. B. Mos. 22, 6)**). *) Nechmen. führt im Neman das Mors aatth für genannte Verbot dis Befürchtung an, man MWists das Ja vor dae Augen dss Altan schlachten. Allein dieser Grand i sich nicht im Kore; auch wäre er wohl kaum «tick haltig; daeeelhe wäre ja aaoh <a befürchten, wann eis im Baase shfgesogen waren. Ee werden nooh wiannhs Gründe aut nak grösserem Glücke versnobt. די Sehr ■sffelbwd erecheint hier Keimen (Kare IH, MB). Nachdem er seinen mtionellen Gnmd für dieses Verbot 1 fährt er fort: ,Wende eher nicht ein, dass die (eben 1 Misohna gegen die äwühssong dieses Verbotes ab Pu 111kMl| keit protestirt, denn dar Aator dsrsalbsa ■ehtissst sieh dtr Partei an, weiche dis Befehls dar Thuta überhaupt nnr als Mäehtsprüohe *ngwsshsn wissen will and jede Ai

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