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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-08-26 · N° 35. (26.8.1892) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 35. (26.8.1892)
Date
1892-08-26
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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M 55. Jüdisches- ־ Mn. UL Li tteratur-Blatt. ft» II»lw»H.n >11 «r )ilirtta» n4 Jw* *m MmM■ BtUmiMkM «r- •*ln••■ Mf Um Mlila Ur nito• ••»kl•. «*Mhlekto, ■tkMcn»kte, TkMl««l•. OfiwtalU, ImiM, Mtnglk m. PHanIL Herausgegeben IjUbbiner Dr. ■ortti Bakmer. QlZaydeGnzy, den 26. £luyuet 1S92. »I»k«r Ur BmcMlrtw■ UHntu.iM f«• ■V•! fintli I)a8 tfJHfMko Lltteratvr-BIatt“ enäheint wöchentlich in ”ח»״ halben Boeen. Prei• bei allen BBChhapdlttagaa in Leipiig bei Robert Friese pro Jahrgang 8 Hark. Abonnenten der die TiertaJj&hrUfih bei allen Poetanstalten und pTir.hhmnriimigsm | Ha^k erhalten dae ■!■Jüditehe Litteretur^JBlett44 gratii• — latente werden out tt Pf. für die gespaltene Petitzeile, Beilagen mit 80 Hark» berechnet and sind an die Expedition dieses Blattes an senden. Buchhändler u. Lehrer, welche dirpet oder durch Bobert Friese Inserate einaenden, erhalten 86 jC Bahnte Maimtnides I nha 11־* Wissenschaftliche Aufsätze: Erklärung der Mischna Aboth 111,21 nach Maimonidea nebst einer^emerknng ober die kurze Zeitperiode des Patriarchats Rabbi Eleaaar ben Aaana's. Von Rabbiner Br. Kro nberg^QSchluss.) — Erlauternde Bemerkungen zu einigen Stellen1 des Targum 2m den Psalmen und Sprechen. Von Br. Jacob Heisa, Rabbiner in Kuttenplan. (Schluss; j Li tteraturbericht: Receti sionen: F. Hillel. Die Nominal bildunsen in der Mischna. — Ahlwardt's Ende. — Der Jude wird verbrannt. — Der Jude. ] Litterarische Notizen.• Bibliographisches.; UsSsleeter W1.k«n»ek ... lum BUH. Ist »l.kl «Mtsttet. Erkläning der Mischna Aboth 111,21 nai nebst el>er Bemtrkiif Ho dl« karse de« Patriarchats Babfel Eleasar ken _ Ton Babbiner Dr. Kronberg. (Sohluss.) Allein wir müssen hier nooh eine {andere Thatsaohe ins Ange fassen, die in Ber. 28 a and im Jerua. Talmud Ber. 7<i angeführt wird. , An! jenem Tage, heisst es im Babl., seien mehrere Bänke im Lehrhause hinmugekommen*. £8 sei mit dem Antritte des Patriarobats von B. Eleae&r gleiohsam die Lernfreiheit pro• klamirt worden. Nach Bab. sei die Zahl der hinan• gekommenen Bänke bis anf 400 resp. 70׳) gewachsen. Nach Jenucb. sei die Zahl jener 8itsreii1en eine geringere gewesen. Auch ohne auf diese Zahlen, die allerdings neoh der eonat anoh im Talmud gebrauchten Bedewendung גוזמא התל übertrieben sein mögen, irgend wie Büok8icbt an nehmen, 80 ist jedenüdls dennoch so viel ans diesen Angaben an entnehme 0, dass das Lehrhsna mit dem Personenwechsel in! der Patriarohenwürde einen überraschend grossen Zuwachs erfahren habe. Den Grand hiefür gibt aer bab. Talmad genau au. £8 galt früher unter ]der Leitung Babban Gamaliels iür die Aufnahme der Jünger ins Lebrhans die einsohränkendeVerordnangsJsaassohliesslieh massgebend, die in den Worten כל תלמיד שאין תוכו ככרו אל יכנס לפית המדרש hiniangiioh als soiohe sich knndgibt. ,Jeder Jünger bei dem peine innere Denkweise mit seinem äassera Verhalte! nicht oorreeponditt*), darf ins Lehrhans nioht atfgenommen werden*. Was mag nun der Bern dieser Verordnung gewesen sein? Und an welohem Zwecke wurde diese strenge, für die Verbreitung der Lehre io schadenbringende Bestimmung getroffen, während doch sonst der Grnndsats Geltung hatte: ,Stellet ▼ eie Schüler aus?* Was mag dieser strengen Maseregel au Grunde *) Bei dem das Denken dem Thun widernpricht gelogen haben? Weins (VU/ 111 “ITT דור II S. 87 unt. spricht mit apodiktisoher Bestimmtheit die Anmoht aus, es hätte Babban Gamaliel von persönlichen Beweggründen bei der Festsetzung dieser Verordnung sich leiten lassen, um sieh seiner sweidentigen Genossen <aa entledigen, die äasserlioh awsr freundschaftlieh mit ihm verkehrten, die aber im Innern ihres Heraens dennoch seine Grösse beneideten und jsd• wede Gelegenheit mit Freuden ergriffen, nm ihm im Lehrhanse Opposition su machen. So scharfsinnig seine Ausführungen an genannter Stelle sind, und so ▼ortrefflioh die Charakteristik des sam Starse des Patriarchen ausschlaggebenden Opponenten, Babbi Joeua, von ihm entworfen ist, so scheinen dennoch die Worte in der Formel der Verordnung תוכו fWV כברו nicht 80 recht dieser Ansicht sioh anpasssa au wollen. Man fühlt es gleiohsam heraus, dass diesen Worten eher die Befdrohtang einer Sohädigang de« religiösen Geistes im Allgemeinen su Grunde liegt.*) Auch die Ansicht Graets’s (Geeoh. IV, Seite 33), dass Babban Gamaliel sioh genöthigt gesehen hätte mittelst dieses Beschlusses manohen unlautern Absichten, wie s. B. dem all su viel eich au Gute Thun auf Stadium der Lehre, der Groasthueroi, der Sucht beim Volke mit Hilfe der Kenntnis« der Gotteeiehre glänsen ma wollen entgegen ans teaem, ist nioht ausreichend, die Erklärung für jene Bestimmung thatsäohlioh geben au können. Man dürfte aber wohl nicht fehlgehen, wenn man annimcit, dass hier diegnostieohe Strömung, die damals wohl schon weit um sioh au greifen begann and die sogar die tüchtigsten der Tanaiten in ihr Nets au siehen versuchte, wie dies die vier Kepräsentanteu *) In Bab. Jom* 751 b ist dieselbe Stelle sn finden nur mit der Variation MR תלמיד statt תלמיד in Ber■ Äa6. Ans dissar parallelen Stolle, die folgender 111 nenn lautet,שאץ תו3ן IT כל ת כברו אינו ת״ח, ist ja bis sur Evidens eraiehtüoh, dass disey 8ats eher eine allgemeine Auffassung fllr «oh in Aaaprnon nimmt, als dass er inh mit einem *o einge.ohrinkton einaeitagsn .Inhalt ■ufriedan stellen wollte. Allein auch ans der waten Stolle in Ber. geht klar hervor, das* dar Scharfsinn des Hann Weis* hier nicht gerade dae Biohtiga getrogen hat Bahnen Gamaliel, heieet es dort 38 a, hüte sioh eehr geklinkt, dae■ er vielleicht dar Verbreitung dm Lehre in Israel durch diast strenge Maaaregel Hindern!» in den Weg gelegt htttac- <דלמא ודו.. .מנעתי חודה מישראל) da seigta man ihm im Tr■•*■ waisae Kröge gteftUt mit Asche. Daaa.R. Joana’a Bedeataag “nt einer Aeohennrne Tergliohen werden knimto, and *ei dusauoh bla» rar Beruhigung , dee Gemüthee Babban Gamaliel. gwohehe% (לאתוכי רעתי), wie ea dort heiest) dam wftrde Wwm nltel nicht sugeetehan wollm, and doch mamte dies» ־Stelle sssh ־ ■einer Anffamnng van כל תלמיד n. a. w. nioht ander, aasgalegt werden.

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