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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-08-12 · N° 33. (12.8.1892) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 33. (12.8.1892)
Date
1892-08-12
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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Lehrer, welche dirjeot oder durch Bobert Friese Inserate einsenden, erhalten 35 X Bebakt. *Inhalt.: Wissensebaitliche Aafsktze: Aboth 111,21 nach Maimonidee nabet einer die knrze Zeitperiode des Pstrisrchats 1־ Aaeria’s. Von Babbiner Dr. Kro nberg. Aas der Geschieht• der Gemeinde Brei Dr. A. Frankl-Grün. — Erläuternde einigen 8<ellen de• Targam za den Psalm! Von Dr. Jacob Be iss, Babbiner in Katt« Litteratnrberioht: Bacenaion: Wttnscl Dr. theoL et phil., Midrasch Tehill. Neustadt Dr. Xoaia. Eine Blntbescbnld 15(14 in Frankfart a. M. Litterarische Notisen. Ushstejtsr MaehSrseh sss »issest Blatt» let a der Miachaa imerknag Ober .bbi Eleeser ben Forteetzang.) — jier. Von Babb.!merkangen za and Sprächen,!plan. ' e, Aag. Pro! m. (Forts.) — r im Jahre skt (•atzttst Maimonides itpertede irte’s. Erkl&ning der Mischna Aboth 111,21 Bad ‘aebet einer Bemerkst{ aber die käme 2eJ dea Patriarchate Babfel Blaasar ben A Von Babbiner Dr. Kronberg.*; (Fortsetzung.) Kant in der ,Kritik der praktisohin Vernunft* (Vorrede, erste Anmerkung) wendet ein sn ähnlichen Au88prnoh an, am den scheinbaren Widersprach, der durch seine verschiedenen Definitionen aber das Verhalten des moralischen Gesetzes zur Freiheit and das der Freiheit zam moralisohen Gesetze entsteht, za beseitigen. loh will nun Kant selbst spmohen lassen: ,Damit man hier nicht Inoonsequenzei anzatreffen wähne, wenn ich jetzt die Freiheit die Bedingung des moralischen Gesetzes nenne, und in der Abhandlang nachher behaupte, dass das moralisohe Gesetz die Bedingnng sei, unier der wir uns allererst deir Freiheit bewuset werden können, so will ioh nur erinnern, dass dieFreiheit allerdings die ratio essendi de! moralischen Gesetzes, das moralisohe Gesetz aber die latio cognosoendi der Freiheit sei. Denn wäre nioht dis moralisohe Geseta in unserer Vernunft eher deutlich gedaoht, so würden wir uns niemals bereohtigt halten, so etwas als Freiheit (ob diese gleich sioh nioht mderapricht) anzunehmen. Wäre aber keine Freiheit, so würde das moralisohe Gesetz in ans gar nioht auzutreifen sein.“ Wollten wir dieKantisohenTermini für nneern Gegenstand verwenden, 80 könnten wir eigen: Ohne v&7<kc (!כינו) hätten wir gar Nichts, wes ans bereohtigt hätte, so etwas wie voös (דעת) anzunehmen. כמה die vöijot{ ist die ratio oognosoendi des voöc, wir werden aie vdijotc bewusst. | Ohne V0O5 ans dee vot* durah die v6r/<xe bewusst. (ועת) aber würde die vö1]0tc (בינה) in ans ghr nioht an- *utreäen sein — 0$^ .רעת כי כדעת נבין נ״כ ist die ratio ezsendi der vötjct( כינה* *) In Nr. 81 S. 122s Z. 7 v. o. sind hinter ״barschen“, die ־Worte: ,dass derjenige“, hinsusnfägen. Allein mit diesem Ansspruche wäre blos dass zwisohen בינה und ועת har eine gewisse weofa seitige Abhängigkeit and eine einander sioh ergänzende' Zusammengehörigkeit stattfindet, wie dies Mains, bezüglioh der anderen Paare in den Sentenzen der obgenannten Misohnasagt:.שכד שנים מאדה כל אחד משניהם מועיל כמראות האחר ומשלים *דתו Hinsich ttioh כמה and רעת aber dringt.Maim. ia den Gedanken dieser Sedtens noch tiefer ein. Sie ergänzen sioh nioht allein, > sondern was noch mehr ist diese Begriffe v00( and v<S1jo1£ sind oongraent, sie deoken sioh vollständig and1 sind identisch חאת ההשבה היא אשד תקרא בינה והוא הדעת. So mancher aber dürfte wohl beim Lesen .dieser Zeilen saf den Gedanken kommen, es sei dooh dies eine zu gewagte Behauptung von Maimonidee, einen so tiefen Aristotelischen philosophischen Aassprnoh dem l'hanaiten Rabbi Eleasar in den Mand an legen. Heisst diee nioht eher, etwas Fremdes in Worte, die ip frommer Naivität ausgesprochen worden sind, hinejninterpretiren, was'von vornherein mit jenen Worten nioht beabeiohtigt worden sein kann? Allein maoh, mein lieb« Leeer! Nar nioht so voreilig im rtheilen. Das ist dooh gerade nach der Ethik unserer alten Weisen der Vorzag des Vernünftigen and Wissenden vor dem Halbgebildeten and Unwissenden tQTQ), dass er nioht 4!’instant ein Urtheil in wichtigen Fragen fällt, vielmehr bedächtig and mit vernünftiger Ueberlegnng bestrebt ist, selbst aas der rohesten äaseeren Hülle den innern eüssen Kern der Wahrheit heraassasohälen. Denn abgesehen davon, dass jede ethische Sentenz sohon zufolge der unveränderlichen, zu allen Zeiten Geltang besitzenden Lehren der Wahrheit, die in ihr enthalten sind, natuigeoiässdie Elastizität besitzt, sioh der Denkweise aller Zeiten entsprechend aneupassen, and sie trots ihres nooh so hohen Alters in naoe gleiohsam aaoh dasjenige enthalten kann, was in dem Fortschritte des wiseensohafthohen Denkens eine andere Form mit sahirferem Gepräge angenommen bat, so dass schon dadurch allein es nicht befremden kann, dass Maim. daroh die Denkthätigkeit der Ideenassosiation darauf verfiel, •einen Aristotelischen Gedenkengang in den Worten dee Thanaiten wiedersufinden; so kann die von Rabbi Eleasar aasgesprochene Kentens ursprünglich sogtr; dasselbe zu sagen beabsiohtigt haben, was Arielotete■ nach vielem Naohdenken und so hart er Beweisfühtfelfg als Resultat seiner Denkarbeit niedergeachriebsn!M^־ Wir haben nar nöthig anverkenabars Beweise ‘ ־ ■abringen, am za zeigen, dass Rabbi Elszi Asaria nioht der Einsts war, bei dem •ich

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